Revell HENKEL He70F-2 in 1:72 - die Odysee eines Anfängers

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Shyraz
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Sa 8. Apr 2017, 09:06

Hallo Zusammen.


Es gibt hier im Forum eine Diskussion, bzw die Bitte an Anfänger, ihre Modelle mit allen Macken und Fehlern doch auch vorzustellen. Davon ermutigt lass ich euch in Form dieses Bauberichts an meinem ersten "ernsthaften" Modell teilhaben.

Ich bin euch dabei dankbar, wenn ich euch nicht nur zum schmunzeln bringe -was ausdrücklich erlaubt sein soll ;) -  sondern auch den ein oder anderen Tipp bekomme, denn Fehler werde ich mit Sicherheit noch zur Genüge machen.

Da ich schon mit dem Modell angefangen habe, beginne ich hier mit dem Status Quo:
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Es ist also schon einiges daneben gegangen. Zunächst hatte ich die Anleitung falsch verstanden, so dass die eigentliche Cockpit-Innenfarbe nun auch schon eine Art Grundierung ist. :D
Was mich stört sind die Spalten und Überstände an den Klebestellen. Daher werde ich als nächstes zwei Dinge tun: a) den Rumpf erst mal fertig bauen und b) in den Modellbauladen fahren, Spachtel-Equipment kaufen. Ich hoffe, dass ich dadurch die meisten Fehler ausbessern kann.

Solltet ihr hier Tipps haben, immer her damit. Insebsondere für das hintere Kanzelloch, da habe ich mit ein wenig Teppichmesser-Akrobatik einiges verhunzt. Leider habe ich noch keine Idee, wie ich das retten kann.
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eupemuc
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Sa 8. Apr 2017, 10:21

Hallo Shyraz,
das mit der Farbe ist ja noch nicht so schlimm.
Das mit der hintere Kanzel schon eher. Teppichmesser sind für so was auch eher ungeeignet.
Du kannst versuchen, das, was Du da “abgesäbelt“ hast, mit Spachtelmasse wieder aufzubauen. Dazu klebst Du die Klarsichthaube mit einem Abdeckband ab, fixierst sie mit einem ebensolchen Band, und machst die Löcher mit Spachtelmasse zu. Wenn die trocken ist, dann schleifst Du das Ganze vorsichtig in Form.
Allgemein solltest Du Dir eine Grundausstattung an geeignetem Werkzeug zulegen. Bei Revell gibt es dazu eigentlich alles.
Was ich persönlich noch empfehlen würde, sind Skalpelle (gibt es für ein paar Cent in der Apotheke) und Nagelpolierfeilen aus dem Drogeriemarkt.

Zeig uns ruhig, wie es weitergeht. Wobei Du natürlich auch schon fragen kannst, bevor Du etwas machen möchtest, bei dem Du Dir nicht sicher bist, wie es geht.:-)
Gruß, Eugen
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Diwo58
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Sa 8. Apr 2017, 12:26

Hallo Shyraz.......

ich bin zwar von der Segelschifffraktion, aber dennoch möchte ich hier auch was (hoffentlich sinnvolles ) beitragen.
Ich finde es sehr gut, das du als Einsteiger einen Baubericht schreibst. Nur so kannst du Wertvolle Tipps und Hilfestellung bekommen. Zu Flugzeugen kann ich nichts schreiben, dazu kenne ich mich nicht gut genug aus. Außerdem gibt es hier sehr gute Flugzeugbauer, die richtig was drauf haben.
Eines kann ich aber doch sagen..... Modellbau steht und fällt mit dem Werkzeug und Zubehör z.B. Spachtel..... wie auch schon "eupemuc" geschrieben  hat. Hier solltest du tatsächlich so nach und nach aufrüsten. Der Revellshop bietet dir einiges an Sinnvollen Werkzeug..... das Teppichmesser würde ich an deiner Stelle schnell wieder aussortieren. Auch kann ich dir einen Blick in andere Bauberichte empfehlen...." wer macht was, wie, mit was" :mrgreen:.
Ich wünsche dir viel Spaß an deinem Modell..... und lass dich nicht Entmutigen, wenn mal was nicht so Hinhaut...... beim nächsten mal wird es schon besser.

Gruß, Dirk.
MoonLoon
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Sa 8. Apr 2017, 13:09

Hallo Shyraz,

Wie eupemuc schon geschrieben hat, verloren ist da nix, die Korrektur der hinteren Kanzel sollte soweit funktionieren.
Die Klebestellen (Rumpfhälften) können beigeschliffen werden, z.B. auch mit Maniküre - Sandfeilen (gibt´s im 10er Pack).
Die Ränder der Motorabdeckung könnte auch mit dem Kanülkleber aufgefüllt werden (in mehreren Durchgängen und vor dem Schleifen gut aushärten lassen).

Ein Teppichmesserchen oder besser ein Folienmesserchen (wie auch von Revell angeboten) habe ich auch im Einsatz - allerdings zum Schaben (entgraten), nicht zum Schneiden.
Zum Abtrennen der Bauteile ist ein kleiner Seitenschneider besser, weil kleinere Bauteile brechen nicht ab oder fliegen nicht so weit herum.
Die Trennstelle dann Überschleifen.

Wie Du merkst, gibt es unterschiedliche Wege zum Ziel. Als Anfänger sollten man selber herausfinden, womit man besser klar kommt.
Ein paar Trainingsprojekte sollte man da schon einplanen.
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eupemuc
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Sa 8. Apr 2017, 13:46

Das nur noch als Ergänzung:
https://www.revell.de/produkte/farben-k ... ehoer.html
Und auch wenn Revell ebenfalls so etwas wie ein Teppichmesser in Programm hat, nimm lieber das Messer mit den Ersatzklingen. Auch der kleine Handbohrer und die Minisäge sind okay. Aber nicht alles muss man von Revell kaufen (sorry Revell :-)). Siehe Sandfeilen (die im Drogeriemarkt sicher günstiger sind), oder Pinzetten, die man auch woanders bekommt.
Einfach mal umschauen. Viele Sachen, die für was anderes gedacht sind, kann man beim Modellbau auch gut nutzen (Wattestäbchen, Zahnstocher etc.).
Gruß, Eugen
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Shyraz
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So 9. Apr 2017, 20:50

Vorab vielen Dank für eure Ratschläge. :) Da ich heute einen Halbmarathon gelaufen bin und das Rennen mit Vorbereitung fast das ganze Wochenende in Beschlag genommen hat, hat sich beim Modell nicht all zu viel getan.

Zunächst habe ich wie empfohlen ein wenig aufgerüstet und weiteres Equipment wird sich mit Sicherheit sehr schnell ansammeln.
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Dann habe ich den Rumpf fertig gebaut und mich zum ersten Mal an das Spachteln eines Modells gewagt. Ich habe hier auf einen Holzspachtel gesetzt mit dem ich schon gute Erfahrungen gesammelt hatte, als es galt unsere Wohnzimmerwand zu retten. Dadurch kannte ich die Masse und ihre Eigenschaften schon. 
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IMG_0003.JPG (140.53 KiB) 2393 mal betrachtet
Die Spalten sind dadurch verschlossen und auch die Überstände rund um die Motorhaube und den Flügelansatz konnte ich damit für meine Verhältnisse überraschend gut verbessern. Für das erste Mal finde ich es doch ganz zufriedenstellend gelungen.

Das Hauptproblem ist aber nach wie vor die Hintere Kanzel:
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Zwar verschwindet der tiefe Schnitt auf der rechten Seite wenn man die Klarsichtteile auflegt, jedoch fällt der unsauber geschnittene Bogen am hinteren Ende recht deutlich auf. Schleifen ist auf dem kleinen Raum sehr schwierig, auch wenn ich es zumindest ein bisschen verbessern konnte. Ich spiele mit dem Gedanken, hier eine Art Abdeckung zu bauen, so etwas in die Richtung einer ledernen Plane, welche dann "hinten auf der Ablage liegt". Hierzu fehlt mir aber noch die Idee, aus welchem Material ich das baue.

Die nächsten Schritte werden nun die Lackierung des Rumpfes und das Zusammenbauen der Baugruppen sein, die erst nach der Lackierung an den Rumpf kommen.
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eupemuc
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So 9. Apr 2017, 21:13

Zwei Fragen:
Was hat es mit den Ü-Eiern auf sich?
Und vor allem: Wieso Holzspachtel :?: Ist dein Modell aus Holz?
Ich dachte eigentlich an so was:
656-large.jpg
656-large.jpg (11.91 KiB) 2388 mal betrachtet
Zu der hinteren Kanzel habe ich Dir doch geschrieben, wie Du es machen sollst.
Gruß, Eugen
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Shyraz
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So 9. Apr 2017, 21:52

Hi eupemuc.

Die Ü-Eier als verschließbare Farbbecher, da ich nicht im Farbpott verdünnen möchte.
Die Holzspachtel kenn ich halt schon und kann mit ihr umgehen, geschliefen wird sie auch schön glatt. Den Modellbauspachtel habe ich aber auch schon bestellt, der war beim Modellbauladen um die Ecke nur gerade nicht vorrätig.

Zur Kanzel: Ich hab das so versucht wie von dir beschrieben, jedoch liegen beim Auflegen der Kanzel die verschnibbelten Stellen unter der Kanzel, werden also von ihr bedeckt, daher wird das leider nicht so funktionieren. 
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eupemuc
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So 9. Apr 2017, 22:28

Shyraz hat geschrieben:
So 9. Apr 2017, 21:52
Die Holzspachtel kenn ich halt schon und kann mit ihr umgehen, geschliefen wird sie auch schön glatt.
Ja dann....Wenn Du meinst.
Shyraz hat geschrieben:
So 9. Apr 2017, 21:52
Zur Kanzel: Ich hab das so versucht wie von dir beschrieben, jedoch liegen beim Auflegen der Kanzel die verschnibbelten Stellen unter der Kanzel, werden also von ihr bedeckt, daher wird das leider nicht so funktionieren. 
Sag das doch gleich. Dann ist es ja gar kein Problem. Die Kanten schön glatt schleifen (beide Seiten gleich), Kanzel drauf :-)
Gruß, Eugen
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Shyraz
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Mo 10. Apr 2017, 22:14

So, ich habe mich dazu entschlossen, den Rumpf zunächst zu lackieren, das Ausfeilen der hinteren Kanzel habe ich ein wenig nach hinten geschoben. Hier bin ich noch auf der Suche nach einer entsprechend kleinen Feile, um an die Stelle auch vernünftig ran zu kommen.

Da ich zunächst erst mal vernünftig das Pinseln lernen möchte, werde ich wohl erst ab dem 5. oder 6. Modell an eine Airbrush denken...Basics first. 
Ich lackiere also mit Pinsel und den Revell-Aqua Farben zu je 4 Teilen Farbe und einem Teil Wasser. So musste ich zwar 3 Schichten auftragen, habe aber eine für den Anfang sehr glatte Farbauftragung hinbekommen.

Im ersten Step wurde dabei die Grundfarbe der Unterseite (Hellblau matt 49) und die hellere der beiden Tarnmusterfarben der Oberseite (Dunkelgrün matt 39) aufgetragen.

Auf dem Bild seht ihr nun die mittlerweile für das Tarnmuster maskierte Heinkel:
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Als zweite Farbe des Tarnmusters trage ich nun Schwarzgrün, matt 40 auf. Überhaupt halte ich mich streng an die Farbgebung der Bauanleitung.
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panzerchen
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Di 11. Apr 2017, 00:24

Hast Du die Tarnflecken wirklich nach Plan abgeklebt oder frei Schnauze ?
Sie wurden nämlich nicht einfach nach Belieben aufgetragen sondern es gab ganz klare vermaßte Vorschriften, aufgeteilt nach einmotorigen, zweimotorigen und vielmotorigen Flugzeugen.
Auch bei den Briten waren die Flecke nicht beliebig denn sie wurden bereits in der Fabrik mit Gummischablonen spritzlackiert.
Zuletzt geändert von panzerchen am Mi 12. Apr 2017, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Shyraz
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Di 11. Apr 2017, 01:00

Hallo Panzerchen,

Tatsächlich habe ich mich bei den Tarnflecken an die Zeichnung im Bauplan gehalten. Es wird nicht jeder Winkel bis auf´s letzte Grad und den letzten Zentimeter stimmen, aber ich habe zumindest nach Augenmaß die Formen der Flecken nachgeklebt. Was mir allerdings nach dem Antrocknen der nunmehr zweiten Schicht auffällt ist, dass der Farbunterschied zwischen den beiden vorgegebenen Farben wirklich marginal ist. 

Zwar trifft das die Farbgebung der Illustration auf der Verpackung halbwegs wieder, nicht jedoch das Modell, das auf der Titelseite der (neuen) Bauanleitung angegeben ist. Mal sehen was sich offenbart, wenn die zweite Farbe vernünftig durchgetrocknet ist.

Wobei ich aber solche Details - wie von dir beschrieben - sehr interessant finde, da ich nicht einfach nur ein Modell bauen möchte, sondern auch etwas über die Maschine und ihre Geschichte erfahren möchte. :)
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Shyraz
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Mi 12. Apr 2017, 10:17

Die zweite Schicht habe ich wieder in 4:1 Verdünnung in 2 Schichten aufgetragen.

Leider mit mäßigem Erfolg: Unter das Masking-Tape haben sich an einigen Stellen Nasen gezogen und auch die Farben sind nicht wirklich schön geworden. Alles wirkt ein wenig blass und "staubig".

Die Nasen habe ich versucht auszubessern, allerdings war hier irgendwann der Punkt erreicht, wo das Ausbessern eher zum "Verschlimmbessern" wurde, so dass ich es dann irgendwann gut sein lies.
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Weiter ist auch meine Spachtelkunst nicht die beste gewesen, wie man an einigen Stellen leidlich erkennen kann. Mein erstes Modell wird wohl eher ein Lehr- statt ein Prachtstück, aber das war ja auch ein wenig zu erwarten. Dennoch ziehe ich immer mehr Lehren aus den Patzern und notiere in meinem Geiste schon, was ich beim zweiten Modell anders versuchen will. 

Am Ende dieses Bauberichtes wird es ein Fazit darüber geben, was ich meine gelernt zu haben und wie ich meine, es anders machen zu können. :D
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eupemuc
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Mi 12. Apr 2017, 20:47

Shyraz hat geschrieben:Weiter ist auch meine Spachtelkunst nicht die beste gewesen, wie man an einigen Stellen leidlich erkennen kann.
Das ist ja auch keine Wohnzimmerwand ;)
Es kann durchaus von Vorteil sein, wenn man nach der Spachtelei und Schleiferei das Modell grundiert. Das hat einfach den Hintergrund, dass
man auf einer grundierten (bzw. lackierten) homogenen Oberfläche Unebenheiten besser erkennen kann.
Shyraz hat geschrieben:Mein erstes Modell wird wohl eher ein Lehr- statt ein Prachtstück, aber das war ja auch ein wenig zu erwarten.
Aber natürlich. Das wird Dir auch mit den nächsten paar Modellen so gehen. Aber Du wirst merken, dass die Qualität mit jedem Modell besser werden wird.

Noch ein paar Tipps zum Abkleben und Pinseln:
-Peinlich darauf achten, dass kein Staub auf dem Modell ist
-Abklebeband an den Kanten gut andrücken, z.B. mit einem abgerundeten Stück weichem Holz
-Beim Pinseln nicht zum Abklebeband hin streichen, sondern immer weg von ihm.
-So bald wie möglich das Klebeband abziehen
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Mi 12. Apr 2017, 22:36

Meine Erstmodelle waren nicht halb so gut !
Die Klebenähte des Rumpfes sind praktisch nicht mehr zu erkennen, also hast Du es doch gut gemacht.

An der Segmenttarnung habe ich auch nichts auszusetzen, und die 2 Farbtöne RLM 70 und RLM 71 der Oberseite waren auch original gar nicht sooo unterschiedlich.

Wichtig: bevor Du die Abziehbilder auf die matte Modelloberfläche aufbringst solltest Du unbedingt die betreffenden Bereiche mit Glanzlack behandeln um das berüchtigte "Silbern" der Abziehbilder zu verhindern. Ich selber verwende dafür den W5 Parkettversiegler vom LIDL.
Das Zeugs ist billig, äußerst flüssig und ergiebig.
Und die Hausfrau, Mutter oder so kann es noch anderweitig verwenden.  :P

Für die Abgasrohre geben die Hersteller in ihren Bemalungsanleitungen gewohnheitsmäßig "Rost" an, das muß man allerdings hinterfragen !
Es handelte sich bei den Abgasrohren ja nichtr um verrostete Graugußteile, Grauguß wäre viel zu schwer.
Bei den wassergekühlten V-Motoren waren die Abgasrohre meistens aus Blechhalbschalen geschweißt, und bei den deutschen DB Motoren waren sie meines Wissens mit einer schwarzen Keramik ( ??? ) beschichtet, der Name ist mir inzwischen leider entfallen.
An jahrzehntelang vor sich hingammelnden Museumsexponaten sollte man sich bezüglich Farbgebung nur bedingt orientieren.
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