Ford Model T 1913 Speedster 1:24 von ICM

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Rafael Berlin
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Sa 26. Jan 2019, 16:57

Hallo zusammen,

etwas gefrustet von der BF 109 E3 werde ich mich nebenher am Ford Model T 1913 Speedster von ICM versuchen. Ursprünglich wollte ich den Ford T Bausatz von Revell bauen, konnte den aber nirgends zu annehmbaren Preisen bekommen. Dann bin ich auf die ICM Serie gestoßen. Anderer Maßstab, 1:24 statt 1:16, aber irgendwie gefällt mir das Modell auch besser.

Da ich noch hauptsächlich mit de BF 109 E3 beschäftigt bin, wird das hier vermutlich etwas schleppend vorangehen. Oder falls es zu viel Spaß macht, wird der Flieger warten müssen ;-)

Ich dachte mir, vielleicht den Bausatz etwas vorzustellen.

So sieht die Verpackung aus:
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DSC_1581.JPG (579.96 KiB) 1332 mal betrachtet
Machen wir sie doch mal auf:
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DSC_1582.JPG (591.56 KiB) 1332 mal betrachtet
Innen drin gibt es extrem saubere und detaillierte Spritzlinge:
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DSC_1585.JPG (568.19 KiB) 1332 mal betrachtet
Besonders filigrane und empfindliche Teile sind sogar mit einem besonderen Schutz drumherum gegossen:
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DSC_1586.JPG (507.74 KiB) 1332 mal betrachtet
Hier noch die Reifen, einer zu viel, an dem kann man dann schön die Abnutzung testen.
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DSC_1588.JPG (488.17 KiB) 1332 mal betrachtet
Klarsichtteile sind extra verpackt:
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DSC_1587.JPG (495.97 KiB) 1332 mal betrachtet
.

Hier ein Blick auf die Bauanleitung:
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DSC_1583.JPG (516.94 KiB) 1332 mal betrachtet
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DSC_1584.JPG (408.63 KiB) 1332 mal betrachtet
Leider gibt es keinen Messing Spritzling, so dass man die zahlreichen Messingteile (Kühler, Lampen etc) bestmöglich selbst bemahlen muss.

Die Lackierung des Wagens, wie sie auf der Verpackung zu sehen ist, hat mich direkt angesprochen. Freundlich fröhlich, mal was anderes. Und ein originales Vorbild dazu gibts auch. Hier gibt es mehrere hochaufgelöste Fotos: http://en.wheelsage.org/ford/model_t/10 ... es/q3dvur/

Die wichtigsten Farben habe ich gestern schonmal eingekauft.
DSC_1589.JPG
DSC_1589.JPG (584.83 KiB) 1332 mal betrachtet


Genug geschrieben, jetzt kann es losgehen...
Zuletzt geändert von Rafael Berlin am So 27. Jan 2019, 21:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Naubaddi
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Sa 26. Jan 2019, 19:17

Hi,

1:24 ist doch i.O. ;) .

Bei den alten Autos ist die Technik noch übersichtlich, man kann Motorteile noch erkennen. Bei unseren Hochmodernen Autos ist es doch nur ein riesiger Klumpen irgendwas, und sind sie deswegen besser? Nö, hoher Benzinverbrauch, keine Chance wenn so ein Teil ein Problem hat...

Da fällt mir unser Omega ein, der hat 3 Sensoren ob der Motor dreht :respekt: , einer war defekt und das blöde Ding sprang nicht mehr an, weil ja angeblich der Motor nicht dreht :thumbdown: .

Bin gespannt auf Deine Baufortschritte :) .

Grüßle
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Gastronaut
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Mo 28. Jan 2019, 10:12

Super Modellauswahl. Den Bausatz wollte ich mir auch schon gönnen. :thumbup:
Hab aber dann zum Lieferwagen gegriffen. Den Roadster (siehe Portfolio) hab ich schon gebaut.
Was auffällt sind die Teile die bei jedem der ICM Bausätze gleich sind. Lediglich die aufbauten (also die Karosserie) ist verschieden.
Schau dir gerne über die Schulter und freue mich auf fortschritte!

Mfg Stefan
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Rafael Berlin
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Mo 28. Jan 2019, 10:53

Freue mich, euch dabei zu haben!

@Gastronaut: Ich habe gerade deinen Galeriebetrag gefunden. Dein Roadster sieht wirklich spitze aus. Waren bei dir Messing Spritzlinge drin? Oder wie hast du es hinbekommen, dass die Teile so sehr glänzen? Da wäre ich für jeden Tipp dankbar. Habe selbst etwas mit Alclad experimentiert, aber das habe ich auf dem Niveau nicht hinbekommen.
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Gastronaut
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Mo 28. Jan 2019, 11:32

...waren auch alles Plastikteile die mit "Messing-chrom-lack" überzogen waren. Man siehts eventuell an den Trennnähten an den Runden Teilen. Die Trennähte habe ich mit einem goldenen Edding etwas retuschiert. Ist aber nicht wirklich eine schönen Lösung.
Sollte ich den Lieferwagen bauen, würde ich es auch mit Alclad versuchen. Eine andere Lösung wäre die Goldene Bare Metal Foil. Wobei das bei den Runden Teilen sicher nicht leicht ist. :?

MFG Stefan
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Gastronaut
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Mo 28. Jan 2019, 11:34

Ahhh sorry... ja bei meinem Bausatz waren die Teile vorlackiert
(Hab erst jetzt bemerkt das das in deinem Fall nicht gemacht wurde)

MFG
Naubaddi
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Do 31. Jan 2019, 11:51

Hi,

gibt es schon Bilder vom Ford?

Grüßle
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Rafael Berlin
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Do 31. Jan 2019, 11:59

Nein, leider nicht. Bin nicht so schnell. Unter der Woche passiert häufig nichts bei mir.

Habe mit dem Motor angefangen, aber es reicht noch nicht für aussagekräftige Fotos. Geduld!
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Rafael Berlin
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Sa 2. Feb 2019, 13:05

Wie gesagt, mit dem niedlichen Motor habe ich angefangen. Hier ein früher Zwischenstand, da fehlt noch wirklich einiges dran...

Foto nur für Naubaddi ;-)
DSC_7392 - Kopie_klein.jpg
DSC_7392 - Kopie_klein.jpg (192.53 KiB) 1193 mal betrachtet
Ich habe mir überlegt, den Wagen außen auf Hochglanz zu trimmen und im Innenleben zu zeigen, dass er schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat. Das vorgeschlagene schwarz hochglänzend für den Motorblock erschien mir daher unpassend. Habe ich durch Mr. Metal Color Iron ersetzt und ein bißchen rumpoliert, aber nicht zu sehr.

Die Messingkappe ist Alclad 2 Polished Brass über einer Schicht Tamiya X1. Glänzt wirklich sehr schön. Das Foto gibt das leider nicht so her, liegt an den schlechten Tageslichtverhältnissen.
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Rafael Berlin
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So 24. Feb 2019, 17:49

Ich habe mich etwas am Kühler versucht. Eigentlich ging mir im ersten Schritt nur darum, den erhabenen Ford-Schriftzug ordentlich darzustellen. Mit dem Resultat bin ich überhaupt nicht zufrieden. Sieht aus wie hinge...

Was ich versucht habe: Zuerst hochglänzend schwarz lackiert:
DSC_1645_1.JPG
DSC_1645_1.JPG (436.89 KiB) 1035 mal betrachtet
Danach mit einem ganz dünnen Draht Valleyo Liquid Mask seinen Weg suchen lassen. Das klappt leider nur bescheiden gut.
DSC_1652_1.JPG
DSC_1652_1.JPG (494.71 KiB) 1035 mal betrachtet
Da hat die Motivation schon arg gelitten, so daß es zu diesem Zeitpunkt schon klar wurde, dass ich mal nur weiter mache, um zu testen, ob der Weg funktioniert. Finger an den Rändern: egal, würde ich ohnehin neu machen müssen.

Zum Schluß dann Messing draufgesprüht:
DSC_1657_1.JPG
DSC_1657_1.JPG (479.93 KiB) 1035 mal betrachtet
Folgende Probleme hatte ich: Ich bekam das Liquid Mask nicht ordentlich verteilt. Gibt es ein Alternativprodukt mit einer niedrigeren Viskosität?

Beim Ablösen franst die Messingfarbe etwas aus, scheinbar ist die ausgehärtet, und das darunterliegende Liquid Mask konnte ich wegziehen.

Mag mir jemand Tipps geben, für eine andere Herangehensweise? Oder gibt es eine geeignetere Maskierflüssigkeit?

Bin mir sicher, ähnliche Aufgabenstellungen werden mir noch häufig begegnen.

Danke und Gruß
Rafael
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IchBaueAuchModelle
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Di 26. Feb 2019, 06:22

Ich hätte den Schriftzug mit dem Zahnstocher abgetupft. Zumindest versucht.
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Es grüßt
Christian Bild
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satori
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Di 26. Feb 2019, 07:58

Ich hätte da mehrere Lösungsansätze.

1. Drybrushen. Die erhabnenen Stellen mit dem Pinsel drybrushen. Das geht ganz gut. EV. musst Du mehrmals drüber bis es gut deckt.

2. Mach ein Washing. Mit einem Wash bleibt etwas Restfarbe an den Kanten. So sieht man die abgeblätterte Farbe nicht mehr

3. Farbe nachziehen. Korrigiere die ausgefransten Kanten indem Du diese mit einem feinen Pinsel und derselben Grundfarbe nochmals nachziehst.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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Rafael Berlin
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Di 26. Feb 2019, 10:14

Vielen Dank für Eure Tipps.

Wenn ich es richtig sehe, hättet ihr grundsätzlich die gleiche Technik mit Maskieren angewendet? Die Vorschläge sind ja im Wesentlichen (abgesehen vom Drybrushen) eher Vorschläge zur Nachkorrektur.

Das Drybrushen wird mit alclad Farbe vermutlich schlecht funktionieren, werde es aber am Rand ausprobieren. Ich fürchte, dass der tolle Messinglook damit nicht erreicht werden kann.
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paul-muc
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Di 26. Feb 2019, 11:21

Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch keine Abdeckflüssigkeit kannte, habe ich es einmal mit Hartwachs für die Autopolitur versucht. Wenn ich mich recht erinnere, hat es funktioniert. In deinem Fall würde ich so vorgehen:
Die Umgebung des Schriftzugs und die Inneräume der Buchstaben dünn mit Hartwachs einpinseln bzw. das Wachs hinein laufen lassen.
Nach dem Trocknen den Schrifzug leicht anschleifen, um einen Wachsüberschuss zu entfernen.
Mit Messing einsprühen.
Nach dem Trocknen unter fließendem, heißen Wasser das Wachs auswaschen. Das Wachs nimmt die überschüssige Farbe mit. Eine weiche Zahnbürste könnte hilfreich sein.

Als Alternative:
Es gibt im Künstlerbedarf Wachs in Metalloptik, das aufgerieben und dann poliert wird, z.B. bei antiken Bilderrahmen. Ich hatte auch einmal mit Rubb 'n Buff gute Erfahrungen gemacht.

Dem Foto nach zu urteilen, ist die Farbe allerdings dick aufgetragen und hat dadurch einen zusammenhängenden Film gebildet, der dann an den Rändern ausgerissen ist.

Keine Gewähr! Ich weiß nicht, wie Wachs auf heutige Farben reagiert.
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Rafael Berlin
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Di 26. Feb 2019, 14:11

Vielen Dank paul-muc! Mit Wachs habe ich keine Erfahrung und auch nicht das Werkzeug. Irgendwie schrecke ich auch davor zurück, mir das zu besorgen.

Aber ich denke, du hast vielleicht einen entscheidenden Hinweis gegeben: Ich habe scheinbar die Messingfarbe zu dick aufgetragen, weswegen sie ausgefranst ist.

Ich werde noch einmal die komplette Farbe runternehmen (wollte ich ja ohnehin), dann alle Schritte wiederholen aber versuchen eine dünnere Messingschicht zu sprühen.
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