Und dann kamen die Hängematten selber dran, Farbe abzubekommen
Vorher hatte ich noch in den Druckdaten die Positionen der Finknetzhalter und dem daraus resultierenden Durchhängen angepast und den Neudruck händisch den Feinschliff gegeben, damit die Hängematten ohne größere Spalte zum Schandeckel in die Halter passen.
Erster Schritt zur Farbe war eine weiße Spraygrundierung und danach mit einem abgetönten Weiß eingepinselt um eine einheitliche Grundfarbe herzustellen. Wie vorher beschrieben ging ja einiger Aufwand dahinein, dass die Matten eine natürliche Unordnung bekommen haben, um nicht nach sterilen Druckteilen auszusehen. Die Bemalung muss diesen Schritt natürlich noch unterstützen.
Im nächsten Schritt bekam jede Matte ihre individuelle Färbung. Auf der nassen Palette die Farbe immer wieder frisch abgemischt und die Farbnuancen gut verteilt. In Zeiten vor Ariel, bei nicht genügend Süßwasser zum Waschen mit Seife, viel Teer und anderen Schmutzlieferanten nehme ich an, dass die Farbe eher einem gräulichen Naturton glich, jede Rolle eine andere Farbe, wie die Taue ja auch.
Im letzten Schritt habe ich mit einigen Washes mit Tinte die Struktur wieder hervorgehoben und den Rollen Tiefe und Leben zurückgegeben. Sieht im Makro mehr aus, als es das nackte Auge empfindet. Zusätzlich kommen ja noch die Finknetze davor, was auch noch mal dazu beiträgt, dass die Farbschattierungen ihre Nuancen verlieren.
XXXDAn