Oshkosh M911 8x6 HET - 1/35 by MinimanFactory

Antworten
Benutzeravatar
elmarriachi
Beiträge: 589
Registriert: Mo 9. Jul 2012, 12:53
Wohnort: Korb
Kontaktdaten:

Do 6. Okt 2016, 17:57

Der in den 1970er Jahren entwickelte Oshkosh M911 (C-HET) 8x6 war eine vorrangig von der US-Army genutzte Schwerlastzugmaschine und war als Nachfolger des M746 vorgesehen, welcher aufgrund seines Alters teuer in Unterhalt wurde.  Der M911 basiert auf der zivilen Schwerlastzugmaschine F2365 und dient dem Schwerlastanhänger M747 als Zugmaschine im Panzertransport. Die Kabine der Zugmaschine bietet Platz für drei Personen - Fahrer und zwei weitere Beifahrer. Als Besonderheit dieses Fahrzeugs zäht die erste der drei hinteren Achsen, welche eine Luftgefederte Zusatzachse darstellt, die bei Gebrauch abgelassen werden konnte - oder, zum Kraftstoffsparen angehoben, wenn nicht benötigt. Hinter dem Führerhaus der Zugmaschine befinden sich zwei je 20t Seilwinden, die zum Beladen des Anhängers verwendet wurden. Angetrieben wird der M911 von einem Detroit Diesel 8V92TA Kompressormotor, welcher das Fahrzeug mit 450PS zu einem wahren Kraftkoloss erstrotzen lässt. der selbe Motor wurde bei weiteren Schwerlastfahrzeugen der Marke Oshkosh auch im zivilen Sektor weiter verwendet. Das Fahrzeug ist Allradgetrieben in der Konfiguration 8x6, wobei ein Allison Automatikgetriebe für die Kraftversorgung sorgt. Eingesetzt werden kann die Zugmaschine bei Temperaturen von -50°C bis +50°C und kann per Lufttransport mit der C-141 Starlifter oder der C-5 transportiert werden. Zum Haupteinsatzgebiet zählte der Straßentransport von schweren Kampfpanzern, wie beispielsweise dem damals aktuellen M47 Patton.  Die US-Army orderte in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre 1000 M911 Schwerlastzugmaschinen, zusammen mit dem zugehörigen Schwerlastauflieger M747. Eine größere Stückzahl der Schwerlastfahrzeuge war von der US Army auch in Europa stationiert und auch auf Deutschen Straßen regelmäßig zu sehen. 
 
Neben der militärischen Verwendung im Panzer- und Schwerlasttransport hat sich das Fahrzeug nach seiner militärischen Ausmusterung auch bei mehreren zivilen Unternehmen als Schwerlastzugmaschine einen Namen gemacht und befindet sich bei mehreren Firmen weltweit bis heute noch im Einsatz.
 
Im Militärischen Einsatzgebiet findet der M911 Panzertransport seit der Einführung des M1A2 Abrams keine Verwendung mehr, da dieser zu schwer für die Verlastung auf dem Gespann aus M911 und M747 wurde. Die Ausmusterung erfolgte daraufhin, als Nachfolger befindet sich der Oshkosh M1070 und M1000 Panzertransporter bis heute bei der US Army im Einsatz.


Der bekannte Ungarische Hersteller Minimanfactory bietet als absolute Top-Neuheit ein Multimediamodell des M911 C-HET (sowie getrennt erhältlich auch den zugehörigen Schwerlastauflieger M747) im Maßstab 1/35 an.  Das Modell beinhaltet hoch detaillierte Resinteile, Fotoätzteile, Folie für die Fenster und mehr. 
 
Neben der vollständigen Nachbildung des Rahmens ist auch ein kompletter Motor mit Antriebsstrang, detaillierte Radaufhängung, Innenraum der Fahrerkabine sowie  komplette Nachbildung der Seilwinden und weiteren Aufbauten über der absenkbaren 2. Achse vorhanden. 

Alle Bauteile sind - wie bei Modellen des Herstellers Minimanfactory gewohnt - sehr sauber gegossen und nur noch von den sehr kleinen und geschickt platzierten Angüssen zu befreien, dann (unter Wasser) zu versäubern. 
 
Nach dem schon betagten Bausatz von Hobbyfan ist dies nun der einzige und absolut empfehlenswerte Bausatz dieser markanten Schwerlastzugmaschine der US Army. 



Nachdem sämtliche Bauteile von ihren Angüssen befreit wurden, werden alle Teile unter Wasser versäubert und die Reste der Angüsse nass verschliffen. Bei Modellen aus Resin versäubere ich ausschließlich unter Wasser, um die Staubbildung zu verhindern, da dieser gesundheitsschädlich ist. Alle Teile werden dann, nach dem Versäubern zunächst mit Essigreiniger, dann mit Allesreiniger in einem Wasserbad "eingelegt" und nach einem Tag abgespühlt. Die Teile werden dann zum follständigen Trocknen auf einem (alten) Handtuch ausgelegt und sind dann Bereit für den Baubeginn. Dies entfernt sämtliche Reste der Silikonformen (Trennmittel) und sorgt für einen leicht besseren Geruch :)

Bild


Im ersten Bauschritt werden die Achsträger zusammengebaut, die Federn eingesetzt und nach waagrechtem Ausrichten aller drei Antriebsachsen mit Sekundenkleber fixiert. Erst dann werden weitere Kleinteile wie Bremsscheiben, Gestänge, Antriebswellen oder das Getriebe montiert. An der Vorderachse werden aus Plastikprofilen kleine Stücke eingesetzt, um die Lenkung weiterhin lenkbar zu erhalten. Das Lenkgestänge folgt dann erst später. Die Tanks zwischen dem Rahmen werden nur lose eingesetzt und später verklebt, da diese dann mit dem Motor ausgerichtet werden sollten, um dann beim Motoreinbau diesem nicht im Wege zu sein. Die Bremstrommeln werdern dann an den Achsen verklebt. Es folgt die hydraulisch absenkbare Achse, die hier wahlweise angehoben oder abgesenkt dargestellt werden kann. Hierzu liegen unterschiedlich dicke Luftbälge bei, sowie Druckluftzylinder, die in der Länge angepasst werden müssen. Ich habe mich für die angehobene Version entschieden, da dies eine der interessanten Merkmale dieser Schwerlastzugmaschine darstellt.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

LG
Micha
Viele Grüße
Micha
----------------------------------------------------
www.world-in-scale.de
Benutzeravatar
elmarriachi
Beiträge: 589
Registriert: Mo 9. Jul 2012, 12:53
Wohnort: Korb
Kontaktdaten:

Do 13. Okt 2016, 11:22

Hallo zusammen,

Der Rahmen ist soweit fertig gestellt, neben den Achsen sind auch die weiteren Anbauteile wie Tanks, Kotflügel, Trittbretter etc. montiert. 
Eine weitere Detailierung wie beispielsweise Darstellung der Leitungen im Rahmen wird nicht erfolgen, da diese aufgrund der Aufbauten nicht sichtbar sein wird. 
Die Spritzschutzlappen am Heck werden erst später montiert, nachdem diese dann separat bemalt wurden. Ebenso der Drehteller. 
Der Rahmen ist nun lackierfertig .... 

Bild

Bild

Bild

Bild


Und einige Bilder vom sehr gut dargestellten Motor. Die Details sind sehr gut, der Motor auch ohne zusätzliche Arbeiten bereits hervorragend. 
Am hinteren Teil ist mir aufgefallen, dass ein Ätzteil schief ist... das wird natürlich noch korrigiert. 

Die Abgasleitungen sowie auch die Leitungen zum Zusatzaggregat auf dem linken Kotflügel werden erst später montiert. 
Auch der Motor ist nun lackierfertig ....

Bild

Bild

Bild

Bild

LG
Micha
Viele Grüße
Micha
----------------------------------------------------
www.world-in-scale.de
Benutzeravatar
elmarriachi
Beiträge: 589
Registriert: Mo 9. Jul 2012, 12:53
Wohnort: Korb
Kontaktdaten:

Mo 17. Okt 2016, 15:20

Hallo zusammen,

es ging etwas weiter :) 

Der Rahmen wurde fertiggestellt, die Tanks um Kraftstoffleitungen ergänzt.

Nach einer schwarzen Grundierung wurden die Räder und der Rahmen dann mit Tamiyas Dark Yellow lackiert, anschließend mit Tamiya Buff übernebelt, so dass Buff als Hauptfarbe und das Dark Yellow nur noch als Schattierung erkennbar bleibt.

Der Motor sowie eine Felge wurden in Nato-Green lackiert, ebenso auch das Armaturenbrett und der Innenraum. Mit dem Pinsel wurden dann weitere Details am Motor bemalt (Schwarz, Silber, Dark Rost). 
Am Armaturenbrett wurden alle Anzeigen und Knöpfe zunächst in einem helleren Grün aufgehellt, nach einem braunen Washing dann die Details fertig bemalt (Knöpfe Rot, Schwarz und Silber, Anzeigen Schwarz mit weißen Zeigern). Anschließend wurden die Anzeigen mit Micro Crystal Clear verglast.

Die Reifen wurden - nachdem die Felgen maskiert wurden (wozu Deckel von Farbfläschne nicht alles geeignet sind) - in Nato-Black lackiert. Ein Washing in Beige sorgt für einen staubigen Eindruck.

Lackschäden an den Felgen und am Rahmen werden dann mit Dunkelgrau und einem Schwamm sowie einem dünnen Pinsel dargestellt. Washings in Dunkelbraun, Hellbraun und Beige folgen.

(Die Räder auf den Bildern sind nur lose aufgesteckt)

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Jetzt werden die Räder montiert, bevor dann weitere Lackierarbeiten am Rahmen und Motor folgen (Ölflecken, Staub, ....)

LG

Micha
Viele Grüße
Micha
----------------------------------------------------
www.world-in-scale.de
Benutzeravatar
tintifax_2
Beiträge: 492
Registriert: Do 16. Jun 2016, 17:07
Wohnort: Irgendwo

Mo 17. Okt 2016, 16:24

Es ist immer wieder schön die vielen liebevoll gestalteten Details zu bewundern.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
Benutzeravatar
elmarriachi
Beiträge: 589
Registriert: Mo 9. Jul 2012, 12:53
Wohnort: Korb
Kontaktdaten:

Do 27. Okt 2016, 16:18

Hallo zusammen,

hier ein weiteres Update. 

Der Rahmen ist weitgehend fertig gestellt fürs erste. Die Räder sind montiert, es fehlt jeweils noch ein Teil an den hinteren Felgen.

Das Führerhaus wurde zunächst von der Innenseite Nato-Grün lackiert, dann etwas eingestaubt von Innen. Anschließend wurden sämtliche Teile auf der Außenseite montiert. 
Die Lackierung der Außenseite erfolge nach einer schwarzen Grundierung zunächst in Dunkelgelb, dann mit Tamiya Buff. 
Nach dem Auflackieren der schwarzen Dreiecke und den Fensterrahmen folgte ein dunkelbraunes und ein beigefarbenes Ölfarbenwashing sowie die Montage des Armaturenbretts.
Die weiteren Teile am Heck hinter dem Führerhaus wurden ebenfalls zusammengesetzt und lackiert. 


Bild

Bild

Bild

Bild


Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild


Bild

Bild

Bild

Bild

Bild


Als nächstes werden die Scheiben eingesetzt und der Innenraum fertig gestellt und montiert - anschließend das ganze dann auf dem Rahmen verklebt :) 

LG
Micha
Viele Grüße
Micha
----------------------------------------------------
www.world-in-scale.de
IchBaueAuchModelle
Moderator (Revell)
Beiträge: 3073
Registriert: Mi 9. Apr 2014, 10:41
Wohnort: bei BN
Kontaktdaten:

Fr 28. Okt 2016, 07:38

Klasse. Also wirklich.
__________________
Es grüßt
Christian Bild
Mein Portfolio
Antworten

Zurück zu „Bauberichte (Militär)“