Zu viel Sprühnebel / Feine Linien mit Starter Set?

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blindzero
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Hallo Community,

ich beginne gerade meine ersten Erfahrungen mit dem Starter Set...
Nach meinen ersten Übungen (erstmal auf Papier) ist es mir einfach nicht gelungen eine einigermaßen feine Linie hinzubekommen, selbst mit nur ganz wenig Zug. Der Sprühnebel war immer so ausgefranst, das von einer Linie keine Rede sein kann...
Ist das einfach bei dem günstigen Einsteiger-Ding so? Oder mache ich etwas falsch?
Die Farbe schien soweit von der Verdünnung her ok zu sein...

Viele Grüße & Danke,
M.
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LXD
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Hallo Blindzero,

soweit ich weiß, hat die Gun im Starter Set eine 0,5 mm Nadel - das ist nunmal ein Flächenpuster, feine Linien kann man damit nicht freihand sprühen. Für feine Arbeiten bräuchtest du eine Gun mit feinerer Nadel (z.B. 0,2 mm). Ob man die Gun umrüsten kann, weiß ich nicht, kannst ja mal auf der Revell-Homepage schauen: http://www.revell.de/produkte/airbrush.html. Aber bedenke, dass du für eine andere Nadel auch eine passende Düse etc. brauchst. Ob sich da das Umrüsten lohnt, sei mal dahingestellt.

LXD
OFW
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Moin

Was ist denn das StarterSet. Mit Druckdosen oder schon mit dem Kompressor. ???


OFW
panzerchen
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Auch mit höchswertiger Ausrüstung erstellt man nicht schnell mal feine Linien bzw. Übergänge, das erfordert so Einiges an geduldiger Übung.
Aber es gibt ein paar Orientierungsregeln:

- Enamels lassen sich tendentiell besser verarbeiten als Acrylfarben.
- Die alkoholbasierten Acryle ( z.B. Tamiya, Gunze ) mit dem passenden Verdünner des Herstellers ( oder Isopropanol, z.B. aus der Apotheke ) verdünnt lassen sich auch rel. fein spritzen.
- die wasserbasierten Acryle ( z.B. vallejo, REVELL Aqua, lifecolor ) neigen zu allzu schnellem Trocknen und hängen sich tendenziell an der Nadel fest und verstopfen somit die Düse.
Als Abhilfe gibt es "Trocknungsverzögerer" im Handel.
Manche Leute nehmen auch Spülmittel, oder Fensterputzer.

- Die Farbe ausreichend verdünnen, etwa halbe-halbe als Anhaltswert, eigene Erfahrungen sind aber unumgänglich.
- Mit geringem Druck spritzen, Anhaltswert etwa 1 bar.

Und nochmals: üben !
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LXD
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OFW hat geschrieben:Moin
Was ist denn das StarterSet. Mit Druckdosen oder schon mit dem Kompressor. ???
OFW
Stimmt, ich bin jetzt automatisch von dem Set mit Mini-Kompressor ausgegangen, aber das heißt ja "Basic-Set". Wenn es das noch "günstigere" Set mit der Dose ist, kannst du das Umrüsten vergessen. Dieses 30 Euro-"Starter-Class-Set" ist auch eher was für Leute, die sich das Airbrushen abgewöhnen wollen :lol: .
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blindzero
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Hallo,

Es ist schon das mit Mini-Kompressor...und ich benutze die wasserbasierten von Revell.
Mir war nur bereits bei den ersten Übungen aufgefallen dass das Ding einen recht breiten diffusen Nebel sprüht, auch bei wenig abstand, egal wie wenig oder viel Farbe man dazu gibt.
Und das halt auch schon beim ersten Vorgang und mit beigemischtem Trocknungsverzögerer, daher bin ich nicht von Verstopfung oder so ausgegangen.

Viele Grüße
Matthias
Axt
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Ist aber auch egal, feine Linien kriegt man mit der Spritze eh nicht hin... ;)
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SirLancelot
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Hallo,
ich baue gerade mein zweites Modell nach dem Wiedereinstieg und arbeite auch mit dem Basic-Set.
Meine Probleme sind eigentlich dieselben bzw. ähnlich wie hier schon beschrieben.
@Blindzero - Du bist nicht allein ;) - vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen und Erfahrungen austauschen....
Als Farben habe ich Revell-Email und Revell-Aquas, die ich mit den Original-Verdünnern mixe.
Seit letzter Woche habe ich mir auch noch ein paar Vallejo Model-Air Farben zugelegt.

Das mit der Konsistenz der Farbe ist denke ich nicht mehr das Problem - das kirege ich mittlerweile ganz gut hin,
aber selbst mit komplett frisch geputzter AIrbrush (und da bin ich echt akribisch) sprenkelt es doch ziemlich.
Linie ist von der Breite her soweit eigentlich ok, aber ich habe drumrum ca. 1cm breit links und rechts verteilt immer kleine Farbpunkte.
(Nadel, Düse usw. sind in Ordnung, da bin ich eigentlich 100% sicher, aber die Gun sprenkelt "gleichmässig" auf beiden Seiten der Linie).

Ein weiteres Fragezeichen ist das mit dem Druck. Ich konnte im ganzen Internet nirgends herausfinden welchen Drücken
denn die 3-Stufen des Revell Kompressors ungefähr entsprechen (als Anhaltspunkt wäre das schon hilfreich zu wissen).
Die geringste Stufe (1 LED an) ist nämlich meiner Erfahrung nach irgendwie komplett nutzlos. Selbst pures Wasser kommt da nicht
gleichmässig duch die Gun, sondern es stottert immer kurzzeitig auch wenn man die Nadel nur wenig zurückzieht.
Auf Stufe 2 und 3 geht`s dann deutlich besser und gleichmässiger.

Mit den Vallejo-Air Farben habe ich es heute mal unverdünnt probiert.
Da war ich eigentlich echt zufrieden auf "Druckstufe 2", aber nach so 1-2 Minuten kam die Farbe plötzlich ganz flüssig durch
und ich hab wie ein "Spinnenetz" gesprüht. War sofort danach wieder ok., ist aber noch 1-2mal passiert- sah dann bescheiden aus.
Ausreichend Farbe war noch im Topf und unverdünnt war SIe wie gesagt auch.
Beim googeln habe ich Einträge gefunden, da ist von Kondenswasser im Schlauch das man dann mit durchpustet.
Könnte es das gewesen sein ? Und lässt sich das bei diesem Basi-Set Kompressor irgendwie vermeiden ?

Jetzt muß ich erstmal Schadensbegrenzung an meiner Me262 betreiben - wenn Sie fertig ist stell ich natürlich Bilder ein.
Ich hoffe es kommen noch ein paar Tipps und Anregungen von Euch.
Danke schonmal im voraus.

Beste Grüße an Euch alle,
Rainer
panzerchen
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Das "Spinnennetz" zwischendurch ist mit ziemlicher Sicherheit Kondenswasser.
Im Airbrush Zubehörhandel gibt es kleine Wasserabscheider die in den Luftschlauch eingeschleift werden können.
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blindzero
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@sirlancelot
Ich hab mich jetzt fast schon damit abgefunden dass das wohl mit dem Set nicht sooo gehen wird, wie ICH es gerne hätte... :|
Dafür maskiere ich jetzt wie ein blöder um ggf. Doch kleine Linien hinzubekommen...und habe ein, zwei Mal auch schon wieder zum Pinsel gegriffen.

Hast Du auch das Problem, dass die Gun immer wieder anfängt stark im Topf zu blubbern?

Viele Grüße
Matthias
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SirLancelot
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panzerchen hat geschrieben:Das "Spinnennetz" zwischendurch ist mit ziemlicher Sicherheit Kondenswasser.
Im Airbrush Zubehörhandel gibt es kleine Wasserabscheider die in den Luftschlauch eingeschleift werden können.
Super, danke für die Info.
Bei Amazon gibt es für ca. 6 Euro einen "Airbrush Kompressor Mini Luftfilter mit Wasserabscheider 9,51mm (1/8")"
Den schraubt man direkt unter die Gun. Weiß jemand ob das Gewinde des Schlauchanschlusses an der Gun beim Basic-Set 1/8" ist
und ob das dann passen würde ?
blindzero hat geschrieben:@sirlancelot
Ich hab mich jetzt fast schon damit abgefunden dass das wohl mit dem Set nicht sooo gehen wird, wie ICH es gerne hätte... :|
Dafür maskiere ich jetzt wie ein blöder um ggf. Doch kleine Linien hinzubekommen...und habe ein, zwei Mal auch schon wieder zum Pinsel gegriffen.
Hast Du auch das Problem, dass die Gun immer wieder anfängt stark im Topf zu blubbern?
Ich versuche auch soviel wie möglich durch maskieren zu lösen um eben doch saubere Spritzergebnisse zu kriegen.
Wie Du sagst, bleibt einem bei dem Einsteiger-Set wohl nix anderes übrig.
Zu dem Blasen im Farbbecher-Problem:
Am Anfang habe ich den Düsenkopf immer zu leicht angezogen da ich Angst um die Gummidichtung hatte und die Farbe war viel zu dick so dass die Düse sofort verstopft war. Diese Probleme habe ich eliminiert.
Ansonsten kriege ich Blasen im Farbbecher wenn ich während des Brushens so ca. 15-20 sek. absetze und dann wieder anfange.
Ich denke das das schon reicht um die Düse/Nadel zu verkleben damit die Luft sich dann rückstaut. Lösen tu ich das indem ich den Kompressor ausschalte, die Nadel zurückziehe und mit einem Q-Tip (grosszügig in Spiritus-Glasreiniger getränkt) vorne an der Düsenkappe diesen "Trichter" sauberwische. Dann geht`s in der Regel wieder.

Grüße,
Rainer
IchBaueAuchModelle
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Düse verstopft ist (auch nur teilweise), dann blubbert es im Farbbehälter. Unabhängig davon, welche Pistole ich benutze.
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Es grüßt Christian Bild
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SirLancelot
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Hallo,
ich habe mir jetzt für 5.- € im Internet so einen "Mini-Kraftstoffilter" als Wasserabscheider gekauft.
Beim letzten Airbrushen bin ich fast verzweifelt, soviel Wasser hat die Pistole zwischendurch gespuckt.
(Laut Aussage vom Revell-Kundendienst haben die solche Probleme beim Basic-Set noch nie gehabt).
Mein Hobbykeller ist ziemlich kalt so dass ich 15-30min. bevor ich anfange zu basteln immer kräftig einheize.
Warscheinlich begünstigt das die Kondenswasserbildung....
Ich werde berichten ob das Teil auch seinen Zweck erfüllt.
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Moin

Ich bin immer wieder hingerissen auf was für Einfälle manche kommen um mit Erfindergeist und Ergeiz das Airbrushen neu zu erfinden. Der Größte in meinem Airbrush-Leben war ein Kunde der sich eine Infinity mit 0,15 Düse gekauft hatte (ca. 200 Euro) und nun allen Ernstes mit einer abenteuerlichen Schlauchverbindung aus einer Druckdose sprühte. :respekt: :thumbdown: :thumbdown:
Es wird immer von diesem Basic Set geschrieben, ok für den Einstieg mag das ja gehen aber da muß man auch entsprechend die Farben anpassen und dann doch mal die Farben 3:1 oder 4:1 verdünnen damit dieser Membran-Kompressor mit 1,2 Bar Druck auch mal die Farbe aus dem Farbbecher saugen kann. Kaum einer hier weiß das man auch die Nadelschutzkappe beim sprühen abnehmen kann um so eine feine Linie zu sprühen bzw dadurch auch verhindert das angetrocknete Farbe in der Kappe auf´s Modell gesprüht wird.
Immer wieder lese ich das viele mit dem Modellbau aufhören weil sie mit dem Pinsel keine guten Ergebnisse bekommen und mit Airbrush und Farben mischen überhaupt keinen Plan haben. Fragt doch mal nach wer in der Nähe wohnt und mal Zeit hat, muß ja nicht gleich Stunden dauern.

Ob das mit dem Mini Kraftsofffilter gut geht kann ich nicht beurteilen aber ich glaube das von dem wenigen Luftdruck jetzt noch weniger an der Pistole ankommt.

OFW
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satori
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SirLancelot hat geschrieben: Mein Hobbykeller ist ziemlich kalt so dass ich 15-30min. bevor ich anfange zu basteln immer kräftig einheize.
Warscheinlich begünstigt das die Kondenswasserbildung....
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Hi Lancelot
Du gibst Dir die Antwort eigentlich gleich selber. Luftdruck, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit haben direkten Einfluss auf das Sprühverhalten. Eine konstante Temperatur sollte eigentlich eine Grundvoraussetzung sein. Kälte und Feuchtigkeit sind eine sehr schlechte Ausgangslage. Auch ein Wasserabscheider und eine Stufenlose Druckregulierung an einem Kompressor sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Jede Gun braucht unterschiedlich viel Druck, da reicht ein 3 Stufen Schalter einfach nicht.
Mein Rat: Such Dir einen Arbeitsplatz mit gemässigter, konstanter Temperatur (+/- 20 Grad) und einer Luftfeuchte um 50-60%. Kauf Dir einen anständigen Kompressor mit Druckluftkessel, Wasserabscheider und Stufenloser Druckregulierung und die von Dir beschriebenen Probleme lösen sich in Luft auf.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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