Tachikawa Ki-54 "Otsu" (Special Hobby 1:72)

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Eukaryot98
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Nachdem der Käfer kein Detailwunder ist und sich zwar gut bauen lässt, aber mir als Ergebniss zu einfach ist, habe ich mich entschieden schon mal langsam das nächste Projekt vorzustellen. Es ist dieses Mal etwas ausgefallenes.
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Der Bausatz von Special Hobby ist der einzige der die Möglichkeit bietet diesen Trainer überhaupt zu bauen. Spannend finde ich das Projekt auf jedenfall und man sieht es wirklich selten (gut vorher war es im Modellbau auch nicht möglich). Wenn ich mir die Teile so anschaue, ist die Qualität ganz gut, aber wirkt irgendwie schon ein bisschen nach Short Run... aber eine kleine Herausfoderung tut ja auch ganz gut. :thumbup:
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Zur Historik:
Tachikawa stieg in der Zwischenkriegszeit zum führenden Hersteller für Trainingsflugzeuge der kaiserlichen Japanischen Armee auf. Auch nach Kriegsbeginn expandierte der Hersteller weiter und baute weitere Produktionsstätten auf. Die bekanntesten Schulflugzeuge des Herstellers waren wohl die Ki-9, die Ki-17 oder die hier besprochene Ki-55, auf denen die meisten japanischen Piloten ihre ersten Flugstünden absolvierten. Die hier gezeigte zweimotorige Ki-54 wurde für die Ausbildung von Flugzeugbesatzungen größerer Flugzeuge entwickelt. Als 1939 der zweimotorige Bomber Ki-21 in Dienst gestellt wurde, wurde der Militärführung klar, dass man ein spezielles Ausbildungsflugzeug mit ähnlichen Eigenschaften benötigte. Das dabei entstandene Konzept stammt aus der Feder des Chefdesigners Taschikawas Ryokichi Endo. Angetrieben wurde der Flieger von zwei Hitachi Ha-13 Neunzylinder-Sternmotor. Die Ki-54 hob dann erstmals am 26. Juni 1940 ab. Nach einigen Verbesserungen wurde die Ki-54 als Armee Typ 1 Angriffstrainer Modell A in Dienst gestellt. Neben der Grundversion gab es noch die Ki-54 Otsu für die Ausbildung von Bordfunker und –Schützen. Zwischen den beiden verglasten Geschütztürmen wurde ein gläsernes Gehäuse eingebaut, um aerodynamische Probleme zu beheben. Neben dem Ausbildungsdienst, wurde die Maschine auch als Transport und Verbindungsflugzeug, U-Boot-Jäger, sowie als Y-59 auch im zivilen Bereich eingebaut. Weitere Versionen kamen nicht mehr über das Reißbrettstadium heraus. Insgesamt verließen 1342 Exemplare das Werk. Nach dem Krieg wurde die Ki-54 noch weiter verwendet, z.B. in Nordkorea und Indochina. Heute exisitert noch eine Vollständige Maschine in Australien, ein Rumpfwrack befindet sich in Peking und vor kurzem wurde eine weitere Maschine aus einem See in Japan geborgen und wird seit dem in einem Museum gezeigt.
Das Flugzeug auf dem Cover hier im Flug als Originalbild zu sehen.<br /><br />Quelle: http://www.airwar.ru/enc/cww2/ki54.html
Das Flugzeug auf dem Cover hier im Flug als Originalbild zu sehen.

Quelle: http://www.airwar.ru/enc/cww2/ki54.html
images.jpg (6.49 KiB) 687 mal betrachtet
Das dürfte das Flugzeug aus dem Vorschla B sein, welches ich zum Vorbild nehmen möchte <br /><br />Quelle: https://airpages.ru/jp/ki54_02.jpg
Das dürfte das Flugzeug aus dem Vorschla B sein, welches ich zum Vorbild nehmen möchte

Quelle: https://airpages.ru/jp/ki54_02.jpg
Ich bin wirklich sehr gespannt und freu mich irgendwie jetzt schon auf das Ergebnis, was sicher spannend sein dürfte. :mrgreen:
mit freundlichen Grüßen Andy

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OFW
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Moin.
Oh ein Spezial Hobby Bausatz ohne Ätz und Resinteile. Ein schönes und auch seltenes Modell. Bin mal gespannt wie die Lackierung wird.

OFW
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Eukaryot98
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Genau das waren auch meiner ersten Gedanken, schön das ich da nicht der einzige bin :lol:
mit freundlichen Grüßen Andy

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IngoM
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Bei dem seltenen Modell schaue ich mal zu. Gruß Ingo
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Eukaryot98
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Dann wollen wir mal den Exoten auf den Basteltisch legen. Gestern habe ich voller Vorfreude angefangen und mit dem Cockpit begonnen.

Special Hobby ist hier sehr kleinteilig alleine die Sitze bestehen aus je vier Teilen, diese wurden mit Decalgurten ergänzt. Hier wäre die Zugabe von Ätzteilen doch feiner gewesen.
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Die Steuerknüppel sind ähnlich aufgebaut mit nur zwei Teilen. Ansonsten haben wir noch das Instrumentbrett mit vorgeprägten Anzeigen, die dann per Decals Dargestellt wurden. Hier wäre es besser gewesen, auf die Farbe des Instrumentenbretts zu Verzichten und nur die Anzeigen zu drucken.
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Ansonsten Recht wenig überraschungen, Lieder ist das Cockpit etwas kahl eingerichtet, aber für den Blick durch das Fenster wird es wohl reichen
mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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So heute habe ich einfach die weiteren Innenteile zusammen gebaut. Bzw erstmal beamlt.
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Hier wird nach und nach auch der Zweck des Flugzeugs sichtbar. Es gibt zwei Arbeitsplatze für die Auszubildenden Funker. Die finde ich ganz schön gemacht
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Der Passagierraum wenig spannend, aber zwei Podeste für die Auszubildenden Schützen. Die Sitzplätze sind für die jeweiligen Funker und schützen, vermutlich saßen hier auch noch die Ausbilder dazu
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mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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Zunächst wurden die Innenseiten lackiert. Helle wie ich bin dachte ich mir aber ich zeige euch die Außenseiten :lol: :lol:
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Ja das Problem sollte sich jetzt zeigen: die Passung. Erstmal müssen die Löscher für die Türme selbst ausgeschnitten werden... Na das sieht natürlich nicht ganz sauber aus und ist auch eher eine Schatz Sache
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Dann die Turmaufhängung eingeklebt und langsam angepasst.
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Und zu guter Letzt die ganze Sache zusammen gesetzt. Da es hier ein besserer Shortrun Kit ist, gibt's auch keine Passhilfen
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Die Klammern sind bitter nötig und Trotzdem gibt es genug Spalten
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Beim Cockpit sieht es besser aus, aber an den Türmen... Naja sieht selbst
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Das wird hier eine echte Herausforderung...
mit freundlichen Grüßen Andy

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CaptainMeat
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das sieht nach viel Spachtelarbeit aus .... :)
LG Ralf

Rechtschreibfehler wie auch Groß und Kleinschreibung sowie Satzzeichen sind gewollt und Bestandteil meiner Persönlichen Freiheit. :D
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Eukaryot98
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Das wird wohl leider auch so.... Hier nochmal ein Bild von der Innenseite:
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mit freundlichen Grüßen Andy

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Revell-Bert
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Da wird es aber nichts mit short-"run".
Dann viel Ausdauer beim Spachteln und Schleifen.
Gruß der Bert
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Eukaryot98
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Der short run ist ja immer nur für den Hersteller kurz :lol:

Ich sag mal so mit ausnahme von einigen Versatz und dem Spachtelarbeiten, ist es trotzdem ein ganz netter Bausatz. Auch weil es der einzig wirklich verfügbare der Ki-54 ist
mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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So ich habe jetzt den ersten Spachtel Versuch unternommen
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Also auf den ersten Blick scheint es ganz gut geworden zu sein. Hoffen wir mal dass nach dem lackieren auch noch so ist
mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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So es ging vorwärts, zunächst einmal müssten die Klarteile verbaut werden. Hier gab's beim Cockpit keine Probleme....
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Dafür bei den Seitenscheiben die nicht Passen wollten, und ich vorsichtig die Öffnung weiter aufgeschliffen habe. Daraus lernen wir: in Zukunft diese Scheiben vor dem zusammenfügen der Rumpfhälften anbringen.
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Die Flügel haben ich dann auch schon bearbeitet.uumindest erstmal die Ober und Unterflügel vereinigt
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Hier sind auch schon erste Teile fürs Fahrwerk zu sehen ;)
mit freundlichen Grüßen Andy

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Eukaryot98
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So nun müssen Flügel und Rumpf verheiratet werden. Hierzu haben ich erstmal die Gondeln angebracht. Ich nutze die Lange Variante. Hier müsste auch schon das Fahrwerk vorbereitet werden.
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Dann habe ich das Innenleben erstmal angebracht bzw. hier zu erstmal soweit wie möglich fertig gemacht
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Nun kam eine ganz ganz große Hürde, denn die Flügel haben nicht gepasst, die vorgesehenene Breite war viel zu klein und ich musste massiv Material Entfernen. Das hat fast einen Abend gedauert. Hierzu habe ich immer wieder geschliffen und dann zwischen Gepasst.
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Irgendwann hat es dann gepasst. Und sag sogar ziemlich gut aus, hier noch das ganze von Unten:
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Ein was habe ich vergessen zu erwähnen, es gab ein kleinen Zwischenfall, mir ist beim Fenster einsetzen der Rumpf gebrochen, mittlerweile ist der Schaden behoben, so sah das aber aus:
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Nun kommen noch die kleineren Teile, aber die größte Hürde scheint geschafft
mit freundlichen Grüßen Andy

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Revell-Bert
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Das ist ja so ein "Spaß"-Vogel... Der fordert schon ordentlich...
Gruß der Bert
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