Enamel-Farbe mit Isopropanol entfernen

Revell-Bert
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Weil gerade das Thema "Maske" fiel und ich mir das Bild nochmals angesehen habe, ist mir als Gewohnheits-Brillenträger aufgefallen, dass eine simple Schutz-Brille nötig ist. Gerade wenn man mit Pinsel oder el. Zahnbürste arbeitet, besteht die Gefahr, sich die Chemie ins Auge zu spritzen.

Das wollte ich trotzdem nochmal in Erinnerung rufen, obwohl es klar sein sollte.

Gruß der Bert
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Simitian
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Sehr wichtiger Hinweis von Bert :thumbup:
wie ich finde.
Wie schnell ist mal was im Auge.

Mf
Jan
Derzeitiges Projekt: Schlachtschiff Bismarck 1:700 von Revell
Aus Prinzip, finden die Bemalungen meiner Modelle nur mit Pinsel statt.

Jan's Modellbau- Portfolio
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Aiden
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Die Maske dient nur dazu dass ich nicht high werde wenn ich eine halbe Stunde in den Lösungsmitteldämpfen stehe. Ausserdem arbeite ich so dass da nichts spritzen kann. Und wenn doch, könnte ich es am Waschbecken direkt ausspülen.
Gruß Aiden :thumbup:

Ich weiß, dass ich Fehler mache.
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diavolonero
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Hallo Aiden,

daß ist genau das Problem, daß diese Art von Maske Dich nicht davor schützt, high zu werden. Geh besser ins Freie, wenn Du mit Lösungsmitteln arbeitest und trage Gummihandschuhe. Lösungsmittel nimmt man prima über die Haut auf.
Ich habe beruflich relativ viel damit zu tun, teilweise mit Teufelszeug wie MEK.

Du bist noch so jung, fang nicht so früh an, Deine Gehirnzellen zu massakrieren.

Gruß
Alex
Modelist
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diavolonero hat geschrieben: Mi 27. Mai 2020, 01:22

@Alle: hat in jüngerer Vergangenheit jemand bei Kremer Pigmente Dowanol gekauft? Auf deren Internetseite steht: " Abgabe nur an professionelle Anwender"
Ich hatte das letzte Mal vor 2 Jahren bestellt, gleich 3 Dosen. Da stand, glaube ich, auch schon der Hinweis. Kamen aber keine Nachfragen von Kremer.
Sind wir als Modellbauer eh nicht professionelle Anwender? ;)
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Aiden
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diavolonero hat geschrieben: Mi 27. Mai 2020, 16:26 daß ist genau das Problem, daß diese Art von Maske Dich nicht davor schützt, high zu werden. Geh besser ins Freie, wenn Du mit Lösungsmitteln arbeitest und trage Gummihandschuhe. Lösungsmittel nimmt man prima über die Haut auf.
Ich habe beruflich relativ viel damit zu tun, teilweise mit Teufelszeug wie MEK.
Gummihandschuhe trage ich sowieso und vermeide auch jedweden direkten Kontakt mit den Mitteln. Aber das war ein Ausnahmefall und für die Zukunft habe ich jetzt auch die Methode mit Chlorreiniger, die wesentlich effektiver und bei der man nicht lange damit rumhantieren muss. Funktioniert super (morgen bzw. heute mehr dazu).
Gruß Aiden :thumbup:

Ich weiß, dass ich Fehler mache.
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SarahH
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Meine Enterprise hatte leider 3 verschiedene Farbtöne auf der Tasse da ich falsch gemischt habe, musste also alles wieder runter.
Mit dem Paint Remover ging das rückstandsfrei! Kann ich nur empfehlen. Ich musste die Untertasse ein paar mal damit einpinseln und dann ließ sich der aufgetragene Lack einfach mit einem Pinsel oder Tuch runter schieben.
Klappt aber scheinbar "nur" bei Revell Lack. Ich habe es auch auf einem anderen Teil versucht welches ich mit einem Sprühlack eines anderer Herstellers lackiert hatte - dieser ließ sich nicht rückstandslos entfernen.
grosskranfan
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Aiden hat geschrieben: Mo 25. Mai 2020, 20:58 Mit Spiritus entferne ich normalerweise Acrylfarbe, allerdings hat das hier bei Enamel nicht geklappt.

Bei mir hat es jetzt mit diesen drei Komponenten geklappt:

Terpentinersatz
Greift PS Teile an, funktioniert nur bei Bausätzen aus Harz ("Resin", engl. für Harz)
Und natürlich einer Maske

Bild
Falsche Maske. Du trägst da eine Partikelfiltermaske, gebraucht hättest du eine Maske gegen Dämpfe. So was gibt es aber nicht als Einwegmaske, daher wäre eine Halbmaske mit A2 Filter richtig gewesen.
Aiden hat geschrieben: Mi 27. Mai 2020, 09:06 Die Maske dient nur dazu dass ich nicht high werde wenn ich eine halbe Stunde in den Lösungsmitteldämpfen stehe.
Und genau dafür ist diese Maske gerade nicht. So vom Foto ist das für mich eine Partikelmaske FFP2 oder FFP3, aber keine Schutzmaske gegen Gase und Dämpfe.
diavolonero hat geschrieben: Mi 27. Mai 2020, 16:26 Hallo Aiden,

daß ist genau das Problem, daß diese Art von Maske Dich nicht davor schützt, high zu werden. Geh besser ins Freie, wenn Du mit Lösungsmitteln arbeitest und trage Gummihandschuhe. Lösungsmittel nimmt man prima über die Haut auf.
Ich habe beruflich relativ viel damit zu tun, teilweise mit Teufelszeug wie MEK.
Es reicht nicht, "irgendeinen" "Gummihandschuh zu tragen. Der Handschuh muss auch selber beständig sein und dann Schutzwirkung haben. Normale Haushaltshandschuhe reichen nicht, Einweghandschuhe auch nicht (bei denen ist auch egal ob Vinyl, Latex oder Nitril - die sind einfach viel zu dünn).
Ob hier Handschuhe aus Nitril, Chloroprene oder noch anderen Materialien angesagt wären, müsste ich nachsehen.

BTW MEKP ist noch vergleichsweise harmlos. Ich hatte vor 2 Jahren das Vergnügen mit einem Epoxidharz zu hantieren, bei dessen Härterkomponente laut Sicherheitsdatenblatt Handschuhe aus Butylkautschuk angesagt waren; Paarpreis 110€...
Modelist hat geschrieben: Mi 27. Mai 2020, 21:20


@Alle: hat in jüngerer Verggenheit jemand bei Kremer Pigmente Dowanol gekauft? Auf deren Internetseite steht: " Abgabe nur an professionelle Anwender"
Ich hatte das letzte Mal vor 2 Jahren bestellt, gleich 3 Dosen. Da stand, glaube ich, auch schon der Hinweis. Kamen aber keine Nachfragen von Kremer.
Sind wir als Modellbauer eh nicht professionelle Anwender? ;)
[/quote]

Alles gut, das hätte ich auch, als ich dort den passenden Verdünner für meine ELITA Farben kaufte (ELITA verlangt dafür Mondpreise)
Ich habe nachgefragt und man sagte mir, dass alles gut sei, ich solle nur glaubhaft darlegen, dass ich Erfahrung im Umgang mit nicht unproblematischen Stoffen habe. Habe ein Foto von einem getunten Modell geschickt und alles war gut.

Probleme gibt es nur wenn da steht "Abgabe nur an gewerbliche Verwender." Dann hast du regelmäßig nur geringe Chancen.
Zuletzt geändert von IchBaueAuchModelle am Mi 2. Dez 2020, 06:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Deine 4 BEITRÄGE ZUSAMMENGEFASST !
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Aiden
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Äußere mich noch einmal dazu.....

Die beste Methode für diesen Zweck ist natürlich Methoxypropanol PM, wie schon oft erwähnt....

Bei den allermeisten Farben (Enamel und Wasserbasis) geht aber auch normaler Brennspiritus. Dauert seine Zeit, ist aber effektiv.

Zum Thema Maske: Mittlerweile besitze ich auch eine anständige Schutzmaske von 3M, gegen alle gängigen Gase und Partikel.....
Gruß Aiden :thumbup:

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Am besten ihr steckt euch gleich in einen Weltraumanzug beim Modllbauen. :roll:
Ich bin jetzt seit 1973 Modellbauer. Ich hatte schon fast jedes Lösungsmittel in der Hand. Lackiere mit Airbrush und Lackierpistole ohne Maske. Reinige meine Pinsel mit NITROVERDÜNNUNG. Klebe mit den verschiedensten Klebern (einkomponenten, zweikomponenten, u.s.w) die verschidensten Materialen, bei meinen Großmodellen arbeite ich mit Epoxydharzen (Mit normalen Gummihandschuhen) und...ICH LEBE NOCH. :thumbup: Man sollte immer die Kirche im Dorf lassen !!!
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Du sprichst mir aus der Seele.
Dann schaut Modellbau ja bei dem einen oder vielleicht auch noch bei anderen , so aus: 2 Stunden um die richtige Schutzkleidung raus zu suchen und anzulegen, 30 Minuten Material herrichten, 5 Minuten Lackieren, 30 Minuten Material / Werkzeug reinigen, 10 Minuten Schutzkleidung ausziehen und dann alles in die Reinigung und in die Problemstoffsammlung sortieren sowie die Luft im Arbeitsraum umwälzen. Das Modell steht dann natürlich in einer gut gelüfteten Kammer zum Trocknen, damit keine Ausgasungen den Reinraum konterminieren. Hm. Ist ja wie bei mir im Keller :lol: Man kann es auch übertreiben :roll:
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Es grüßt
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Aiden
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Ich benutze nur Schutzkleidung (Atemschutz und Handschuhe), wenn ich mit lösungsmittelbasierten Farben arbeite, was eher die Ausnahme darstellt....

Ich lackiere aber hauptsächlich AK Acrylics und Vallejo Model Air, und das dann ohne Schutzkleidung.

Beim Kleben sehe ich ebenfalls kein Problem, wenn man die Flasche nicht direkt vor dem Gesicht auf den Tisch stellt.

Das einzige wo ich es noch kritisch sehe ist das Arbeiten mit Resin, da schütze ich auch zumindest meine Atemwege.
Gruß Aiden :thumbup:

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@Aiden: laß Dir hier keinen Blödsinn erzählen, Du machst das gut.

Schutzausrüstung in Form von Handschuhen und einer Schutzmaske beim Umgang mit Chemikalien ist grundsätzlich clever. Die Auswirkungen wenn man es jahrelang vernachlässigt, sieht man sehr schön beim Lackierer der Steelbuddies. Und der lebt auch noch.

Vor ca. 15 Jahren habe ich die Fahrwerksteile meines Triumph Spitfire lackiert. Da dachte ich auch, daß ein geöffnetes Fenster reicht. Mit dem Effekt, daß ich in der Nacht üble Vergiftungserscheinungen in Form von Übelkeit und frieren bei gleichzeitigem starken schwitzen hatte. Brauch ich nicht nochmal.

Die Ausführungen von Grosskranfan erscheinen mir fachlich richtig und er brachte Beispiele dazu. Ich glaube nicht, daß er im Vollschutz mit den Butylkautschukhandschuhen Ätzteile im Maßstab 1:350 verklebt.

Gruß
Alex
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diavolonero hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 16:36 Die Auswirkungen wenn man es jahrelang vernachlässigt, sieht man sehr schön beim Lackierer der Steelbuddies. Und der lebt auch noch.
Der lackiert(e) aber Autos und nicht Plastikspielzeug im Miniaturmassstab. :roll:
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grosskranfan
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Nougat hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 00:15 Am besten ihr steckt euch gleich in einen Weltraumanzug beim Modllbauen. :roll:
Ich bin jetzt seit 1973 Modellbauer. Ich hatte schon fast jedes Lösungsmittel in der Hand. Lackiere mit Airbrush und Lackierpistole ohne Maske. Reinige meine Pinsel mit NITROVERDÜNNUNG. Klebe mit den verschiedensten Klebern (einkomponenten, zweikomponenten, u.s.w) die verschidensten Materialen, bei meinen Großmodellen arbeite ich mit Epoxydharzen (Mit normalen Gummihandschuhen) und...ICH LEBE NOCH. :thumbup: Man sollte immer die Kirche im Dorf lassen !!!
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