Decal für Cockpit-Armaturen richtig anbringen und silbern vermeiden

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muddi
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Di 27. Mär 2018, 12:01

Hi zusammen,

da ich wieder frisch mit dem Modellbau angefangen habe und mir natürlich Erfahrung fehlt, möchte ich euch um euren Rat und Wissen bitten.
Ich baue derzeit den neuen Revell-Bausatz 03944 mit der Mustang P-51D-5NA im Maßstab 1:32 und möchte das Cockpit fertig stellen. Hier habe ich allerdings 2 Fragen, da ich nichts verhunzen möchte.

Zum Einen sind die ganzen Armaturen des Cockpits auf einem Decal gedruckt. Also sozusagen alles auf einem großen Stück, welches man dann komplett auf der Armaturen-Tafel anbringen soll. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob das aufgrund der ganzen Vertiefungen überhaupt was wird? Oder soll ich die einzelnen und winzigen Instrumenten-Anzeiger ausschneiden und einzeln aufbringen? Decal-Softener habe ich hier :)

Zum Anderen heißt es ja immer, dass man die Decals auf Glanzlack aufbringen soll, um ein Silbern zu verhindern. Das Armaturen-Brett ist derzeit mattschwarz. Als Test habe ich einfach die Rückseite zur Hälfte mit mattschwarz und glänzendem schwarzen Lack bestrichen sowie ein nicht benötigtes Decal aufgeklebt. Nun muss ich sagen, dass das Decal auf der matten Seite definitiv besser aussieht. :o Ich sehe da keine Notwendigkeit, erst alles gänzend zu lackieren, dann das Decal aufzubringen und wieder matt zu lackieren. Tritt das Silbern nur bei bestimmten Farbtönen auf oder ist das jetzt bei mir Zusall? Ich verwende nur die Revell Aqua-Farben.

Jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt und danke euch schon mal im Voraus! :)
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LXD
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Di 27. Mär 2018, 13:29

Hi,

mit Softener sollte es eigentlich kein Problem sein, die Decals an einem Stück auf die Bauteile anzubringen, durch den Weichmacher legt sich die Folie an die Konturen an (allerdings könnte es zu einem nicht mehr rückgängig zu machenden Versatz kommen, wenn das Decal nicht akurat platziert wurde oder - was durchaus auch manchmal vorkommt: wenn der Druck nicht mit der Kontur des Bauteils übereinstimmt). Bei Decal Softener kommt es sehr auf die richtige Dosierung an, sonst können die Decals reissen oder schrumpeln. Manche verdünnen ihn mit Wasser, da hat jeder irgendwo seine eigene Methode. Schau mal bei Youtube, da gibts ein paar gute Videos zur Handhabung.

Decals "silbern" sichtbar nur an transparenten, also unbedruckten Stellen, wo der Untergrund zu sehen ist. Ist dieser matt, enstehen mikrofeine Lufteinschlüsse und Unebenheiten, die den Effekt verursachen. Mit Glanzlack werden diese Unebenheiten ausgeglichen. Der Effekt ist je nach Lichteinfall mal mehr, mal stärker zu sehen - und bei einem vollständig bedruckten Decal folglich gar nicht (wobei nahezu jedes industriell gefertigte Decal immer einen kleinen unbedruckten Rand hat). Bei deinem Cockpit wäre eine Vorarbeit mit Glanzlack also nicht zwingend notwendig, wohl aber bei allen Decals, die außen am Flugzeug angebracht werden sollen.

Alex
Zuletzt geändert von LXD am Di 27. Mär 2018, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Ex43er
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Di 27. Mär 2018, 14:07

Wenn ein Armaturen/Instrumentenbrett sehr zerklüftet ist rate ich zur Revolver-Lochzange.
s-l640.jpg
s-l640.jpg (38.78 KiB) 1234 mal betrachtet
Wenn die Zange neu und noch recht gut und rund ausstanzt ist das vlt eine Alternative zur Schnippelarbeit mit dem Cuttermesser.
"Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"
muddi
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Di 27. Mär 2018, 14:13

LXD hat geschrieben:
Di 27. Mär 2018, 13:29

Decals "sibern" sichtbar nur an transparenten, also unbedruckten Stellen, wo der Untergrund zu sehen ist. Ist dieser matt, enstehen mikrofeine Lufteinschlüsse und Unebenheiten, die den Effekt verursachen. Mit Glanzlack werden diese Unebenheiten ausgeglichen. Der Effekt ist je nach Lichteinfall mal mehr, mal stärker zu sehen - und bei einem vollständig bedruckten Decal folglich gar nicht (wobei nahezu jedes industriell gefertigte Decal immer einen kleinen unbedruckten Rand hat). Bei deinem Cockpit wäre eine Vorarbeit mit Glanzlack also nicht zwingend notwendig, wohl aber bei allen Decals, die außen am Flugzeug angebracht werden sollen.
Danke für deine Erklärung. :) Was mich eben gewundert hat ist, dass selbst an den unbedruckten Stellen das Decal über dem Mattlack besser aussah, als über dem glänzenden Bereich. Habe das ganze sowohl unter Tageslicht als auch unter meiner Arbeitslampe begutachtet. Zum Spaß habe ich dann über das Decal und somit auch über den matten und glänzenden Untergrund noch matten Klarlack aufgetragen. Das Ergebnis war dann, unabhängig vom Untergrund, irgendwie das gleiche. Da fragt man dann als Neuling natürlich erstmal nach dem Sinn dieses Mehraufwandes, wenn das Ergebnis dann doch das gleiche ist. :o
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