[WIP] Revell 1:72 F-14 D by Nightwolf

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Nightwolf
Beiträge: 20
Registriert: Mo 3. Okt 2016, 11:06

Hallo zusammen,
herzlich Willkommen zu meinem aktuellen Projekt, zweitem Modell nach viiieeeeeelen Jahren Pause und dem ersten Baubericht.
Eigentlich hätte es ja schon in meinem Weihnachtsurlaub fertig sein sollen. Aber wie einem das Leben oft so spielt, kommt es anders, als man denkt. Also hab ich jetzt damit angefangen.

Warum das Modell?
Naja, das hat mehrere Gründe. Zum einen ist TopGun einer meiner Lieblingsfilme und darin fliegen sie die F-14 (wenn auch in anderem Modell) und daher musste ich das Modell einfach bauen. Zum anderen hat es einen ganz praktischen Grund: beim Neueinkauf zum Wiedereinstieg hatte der Händler das Modell im Set da. Und last but not least: ich stehe einfach voll auf Kampfjets.

Was erhoffe ich mir von dem Baubericht?
Ganz einfach, ich möchte bei der Stange bleiben und so fern es möglich ist, regelmäßig nen Fortschritt erzielen.
Nächster Punkt: ich möchte euch an meiner Freude teilhaben lassen. ;-)
Und, ganz wichtig, erhoffe ich mir dadurch auch Anregungen und Verbesserungen durch euch.

Vorab: ich verwende die Revell Aqua Colors und Pinsel. Kein Airbrush.

Los ging es ganz klassisch mit den gesäuberten Gussrahmen. Maracuja-frisch! :-)
gewaschen.jpg
gewaschen.jpg (47.5 KiB) 1978 mal betrachtet
Anschließend wurden die Teile noch im Rahmen weiß grundiert. Dazu hab ich die Base-Color in der Spraydose von Revell verwendet. Zufrieden war ich mit dem Ergebnis nicht wirklich. Zwar war schon einiges wirklich schön, dünn und flächendeckend geweißt, aber es gab auch viele Teile, die entweder viel zu dick lackiert waren (Tropfnasen, etc.) oder "Pickel" darauf hatten.
(siehe Beitrag hier). Als ich noch Tabeltop gespielt hab, hatte ich nie solche Probleme. Da hab ich die Spray-Grundierungen von GamesWorkshop oder ArmyPainter benutzt.
Naja, ich will nicht ausschließen, dass ich da was falsch gemacht hab. Nichtsdestotrotz werde ich definitiv künftig weiter grundieren, da das Lackieren wirklich besser geht, als bei dem letzten, nicht grundierten Modell.

Gestern und heute hab ich dann tatsächlich zu bauen begonnen.
Los gings mit dem Cockpit und den ersten Rumpfteilen.
In der Cockpitkapsel gab es zwei Schichten verdünntes Grau. Bei der Nimitz hab ich die unverdünnten Farben verwendet. Das war dann viel zu dick. Gefiel mir nicht. Daher hier das Experiment. Gefällt mir besser, aber die Farbe ist mir immer noch zu dick. Auf den Schalttafeln sind es eine Schicht Anthrazit und eine Schwarz. Da mir das Ergebnis nicht plastisch genug erschien, hab ich noch mit grau leicht drüber gebürstet. Auch hier bin ich noch nicht wirklich zufrieden, aber es gefällt mir doch besser, als das Original in der Anleitung.
gebrushed.jpg
gebrushed.jpg (18.69 KiB) 1978 mal betrachtet
Die Anzeigen hab ich je nur mit einer Schicht gemäß der Anleitung lackiert. Allerdings hab ich die Monitor noch mit einem dunkleren Grün ausgefüllt und die Konsolen auch wieder gebürstet.
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Cockpits.jpg (46.17 KiB) 1978 mal betrachtet
Die Sitze waren auch eher weniger spektakulär. Die wurden entsprechend der Anleitung bemalt. An den Seitenleisten hab ich ebenfalls leicht mit Grau gebürstet, um etwas mehr Tiefe zu kriegen. Leider hab ich hiervon kein Detailbild gemacht.
Nach der Vereinigung der Einzelteile siehts gar nicht mal so schlecht aus. Die Tiefe kommt schon raus. Aber leider noch nicht so, wie ich es haben möchte. Ist also noch ausbaufähig. Leider merkt man die zu dicke Farbe deutlich auf den Sitzen. Leider hab ich auch das vordere Cockpit-Element wohl etwas zu früh losgelassen. Daher hat es sich beim Trocknen etwas verschoben. Schade.
CockpitHinten.jpg
CockpitHinten.jpg (24.92 KiB) 1978 mal betrachtet
 
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CockpitFrontal.jpg (21.56 KiB) 1978 mal betrachtet
Im nächsten Schritt ging es an die Rumpfteile um das Cockpit. Hier war deutlich ein "Schaden von Grundieren zu erkennen (unten Mitte).
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vorSchleifen.jpg (27.55 KiB) 1978 mal betrachtet
Diesem bin ich mit 400er Nass-Schleifpapier zu Leibe gerückt. Musste auch nicht viel weg. Hat super geklappt. Hab hier aber "trocken" geschliffen. Den Lack anzufeuchten erschien mir ziemlich sinnfrei, weils ja wasserlösliche Farbe ist. Dieses Schleifpapier hab ich gekauft, weils das zum Trockenschleifen nicht so fein gab.
nachSchleifen.jpg
nachSchleifen.jpg (24.99 KiB) 1978 mal betrachtet
Bin sehr mit dem Ergebnis zufrieden. Ich bin sogar am Überlegen, ob ich mit dem Papier auch über die "Grundierpickel" drüber gehe.

Diese beiden Rumpfteile wurder dann noch am Einstieg bemalt. Allerdings war das noch nicht trocken. Daher gibts erst beim nächsten Mal die Fotos davon.
Leider musste ich auch hier feststellen, dass die Farbe etwas zu dick aussieht. Kann auch sein, dass ich mir das einbildet.

So far, so good. Mal schauen, wann ich das nächste Mal was herzeigen kann.
Ich hoffe, auf Anregungen und konstruktive Kritik. Viel Spaß!
Viele Grüße aus Passau,
Daniel

Aktuelles Projekt: Revell F-14D 1:72
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Shyraz
Beiträge: 157
Registriert: Fr 7. Apr 2017, 20:27

Moin Nightwolf,

Den Bericht werde ich gern verfolgen. Bin selbst mit Aqua-Color und Pinsel unterwegs, daher ganz gespannt. :)
Das nächste Wunder liegt nur ein Atom von dir entfernt.
Nightwolf
Beiträge: 20
Registriert: Mo 3. Okt 2016, 11:06

Guten Abend meine lieben Freunde,

heute gings wieder weiter an der Tomcat (und das bei mir als Katzenallergiker. ;-)

Letztes Mal fehlten ja noch die Fotos von den bemalten Cockpitschalen, da die Farbe da noch nicht trocken war.. Das liefere ich hiermit nach.
Schalen.jpg
Schalen.jpg (22.99 KiB) 1936 mal betrachtet
Es ist zwar mit der Farbe schon besser geworden (zwei verdünnte Lagen), aber leider krieg ich es noch nicht hin, dass es keine Nasen gibt. Das nervt mich schon etwas. Vielleicht habt ihr dazu Ideen?

Bevor nun das Cockpit eingesetzt wurde, hab ich beim Anhalten in Trockenübung gesehen, dass die grauen Innenseiten der Schalen doch absolut nicht passten. Daher haben die auch noch zwei Lagen verdünntes Anthrazit bekommen.
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SchalenInnen.jpg (36.27 KiB) 1936 mal betrachtet
Bei der "Hochzeit" hab ich Gummibänder zum halten verwendet. Leider hat sich da schon die erste miese Laune breit gemacht, denn...
CockpitGummis.jpg
CockpitGummis.jpg (19.81 KiB) 1936 mal betrachtet
Leider sieht man deutlich, dass das Maskieren vorm Bemalen leider nicht komplett geholfen hat. Zum einen hab ich wohl etwas unsauber gearbeitet und zum anderen ist doch die Farbe etwas unters Tape gelaufen. Außerdem hat beim Abziehen auch ein wenig der dunklen Farbe abgezogen. Warum weiß ich auch nicht.
Durch das Zusammenkleben hat es leider etwas Kleber rausgedrückt. Da muss ich unbedingt weniger nehmen. Und leider bin ich wohl gezwungen, das nächste Mal hier zu spachteln, weil in der Mitte die Teile nicht passen. Da fehlts um ca. einen Millimeter. Und am meisten muss ich mich darüber aufregen, dass die Muster bei den beiden Hälften nicht zusammenpassen, obwohl die Schalen plan zusammenpassen (siehe am rechten Bildrand). Da könnte ich mich jetzt echt aufregen...(ok, ich gebs ja zu. Ich bin jetzt nicht der erfahrenste Modellbauer, also steht mir das wohl nicht zu...). Was macht ihr denn, wenn sowas passiert? Da hab ich keine Ahnung, was ich da machen könnte. Sieht doch k**** aus...  :(
CockpitFertig.jpg
CockpitFertig.jpg (20.73 KiB) 1936 mal betrachtet
In den nächsten Schritten ging es darum, die Tragflächen zusammen zu setzen und in den Rumpf unter das Cockpit eine Klappe einzusetzen.
Hier verfolgten mich wieder die Probleme, die aus dem Grundieren folgten. Es gab da ja Nasen, Pickel, viel zu dicken Farbauftrag und was, das aussieht, wie ne Schuppenflechte.
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Dem bin ich allem wieder mit den 400er Nassschleißpapier zu Leibe gerückt. Dieses Mal mit Staubmaske. Da ging massig was ab, aber es hat wirklich was gebracht. Jetzt ist alles schön glatt und trotzdem noch immer grundiert. Ich muss mal schauen, dass ich beim nächsten Mal Grundieren da irgendwas anders mache. Ideen wäre auch hier gerne gesehen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich definitiv immer künftig grundieren werde. Hab heute an zwei Stellen was bemalen müssen, das nicht grundiert war (Innenseite Düsen und Lufteinlässe). Das war Hölle. Da das Hellgrau auch nicht wirklich viel Deckkraft hat, musst ich da drei Mal drübergehen (unverdünnt), bis zumindest alles flächendeckend hielt. Leider gibts hierzu auch keine Fotos. Mein Fehler.
Fotos der geschliffenen Tragflächen gibts das nächste Mal. Da sind noch Klammern dran.

Im nächsten Schritt wurde die Klappe im Rumpf unter das Cockpit eingesetzt. HIer kann man auch nen schönen Vorher-Nachher-Effekt wegen der Pickel erkennen.
Leider haben hier teilweise Grate sehr gestört (die hab ich Schritt für Schritt abgeschliffen. Jetzt passt die Klappe wenigstens rein.
Hier hab ich ebenfalls mit Gummibändern gearbeitet. Um mehr Druck auf die Kanten zu kriegen (die zwickten schon beim Zusammensetzen), hab ich die zwei Streichhölzer verwendet. Klappte soweit auch ganz gut. Aber leider muss ich hier wohl auf noch etwas mit Spachtel nacharbeiten, da leider doch ein paar Spalten da sind.
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RumpfRechts.jpg (35.82 KiB) 1936 mal betrachtet
Ebenso sind hier leider auch "Wülste" vom Kleber da, die es rausgedrückt hat. Da muss ich schleifen, wenn alles ganz trocken ist.

Im letzten Schritt heute hab ich die Düsen zusammengeklebt, in den Rumpf eingepasst und die Lufteinlässe innen bemalt (Bild fehlt noch) und die passende Stelle am Rumpf ebenfalls in der quasi nicht-deckenden Hellgrau bemalt. Hier gabs auch zwei Schichten mit verdünnter Farbe. Allerdings bin ich da jetzt durchaus mit dem Ergebnis zufrieden. An der Oberseite der Düsen hab ich etwas schlampiger gearbeitet. Ich gebs zu. Aber an der Stelle ist es mir, ehrlich gesagt, nicht so wichtig gewesen, da da eh die Lufteinlässe drüber kommen und man den rausgelaufenen Kleber eh nicht mehr sieht.
RumpfMitte.jpg
RumpfMitte.jpg (31.46 KiB) 1936 mal betrachtet
Als kleines "Zuckerl" am Ende gibts noch ein Foto, vom Arbeitsplatz, wie er heute verlassen wurde. Ich bitte darum, nicht auf die Nervennahrung am rechten Rand zu achten! ;-)
Aber vielleicht ist das Bild ja auch interessant für euch, wie es so bei mir aussieht.
Zwischenstopp.jpg
Zwischenstopp.jpg (55.19 KiB) 1936 mal betrachtet
Generell muss ich wirklich gestehen, dass ich definitiv mal mit Airbrush probieren muss, weil mich die Probleme mit der Farbe etwas nerven.
Obwohl ich heute "nur" drei Stunden Zeit hatte, hat mir die Session heute wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich bin wirklich sehr motiviert und gehe langsam wirklich immer mehr auf.
Ich frag mich langsam, warum ich zwanzig Jahre mit dem Modellbau pausiert hab... :-)

So, ich hoffe, ihr habt mit den Bildern heute wieder Freude. Ich weiß nicht, ob ich nächstes Wochenende weiterbauen kann. Wenn das Wetter passt, werd ich nämlich zum Angeln gehen, da unser Vereinsgewässer jetzt wieder für die Saison eröffnet ist. Mal schauen.
Viele Grüße aus Passau,
Daniel

Aktuelles Projekt: Revell F-14D 1:72
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0ri0nM33
Beiträge: 139
Registriert: So 19. Jan 2014, 21:35

Hallo Daniel,

Vor diesem Bausatz hab ich schon öfter gestanden und mit einem Kauf gehadert..........vielleicht sollt ich doch mal zuschlagen. Ich bleib daher mal dran und schau dir über die Schulter, eventuell überzeugst du mich endgültig!

Hmm, die ewige und leidige Grundsatzfrage – Pinsel oder Airbrush. Am Anfang hab ich auch nur gepinselt und war der Meinung, mit etwas Übung erzielt man im Vergleich zur Airbrush ein ähnlich gutes Ergebnis, leider stimmt das aber nicht. Für gewisse Anwendungen, wie reine kleinere Farbflächen oder Flächen, die eine etwas unregelmäßige Oberfläche bekommen, mag Pinseln eine solide Alternative darstellen, geht es aber um leicht schwammige Tarnbemalungen, gleichmäßig feine Farbflächen oder Techniken wie Preshading und Aufhellen von Farbflächen, ist das schlichtweg ohne Airbrush nicht möglich.
Allerdings muss ein Airbrushequipment nicht unbezahlbar Teuer sein. Ich nutze einen gebrauchten Revell Gamma Kompressor (40€) und eine gebrauchte Revell Student 500 Pistole (15€) und fahr damit seit Jahren sehr gut.

Eventuell wären die Revellsprühdosenfarben aber zunächst ein übungsrelevanter Kompromiss für dich?! Auf jeden Fall würde ich dir von der Revellgrundierungen in jeglicher Form abraten – ich hab die schon als Sprühdose, Aquaairbrush und Emaille-Version getestet und jedesmal ein Modell verloren durch das d**** Zeug. Ein Auftrag mit Revell Grau 76 leistet wesentlich bessere Dienste!

Noch zwei kleine Tipps zum Schluss: dein Farbauftrag wirkt etwas dick, verdünn das Ganze doch etwas mit Wasser (bei Revell Aquas) oder der passenden Verdünnung. Zudem ist das Schwarz für den Cockpitbereich falsch! Als Sichtschutz auf der Oberseite der Instrumentenpanels und den Cockpitkanten ja aber als Wandfarbe definitiv nein. Da wäre ein Mittelgrau 43 oder speziell bei der Tomcat ein aufgehelltes Steingrau 75 eher das Richtige.

Lass dich trotzdem nicht entmutigen und bleib dran!

Grüße,
Ralf
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