Vought F4U-1A Corsair 1/72 (03983)

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Tomcatter
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Registriert: Mi 27. Jun 2012, 23:50

Nachdem die Schicht Mattlack über Nacht gut durchgetrocknet war folgten die beiden Schichten Chipping Fluid. Auf diese wiederum folgte kurz darauf ein grobes vorschattieren jener Bereiche die später in dunklem Blau erscheinen sollen.

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Ich verwende für die Lackierung des dunklen Blaus und den damit verbundenen Vorgängen wie vorschattieren, aufhellen und abdunkeln keinerlei Maskierung um die andersfarbigen Bereich zu schützen, stattdessen werde ich zum ersten Mal versuchen alles freihand zu lackieren um weichere Übergänge zu erreichen als ich sie bisher hingekriegt habe. Zur Sicherheit habe ich meine Airbrush dazu mit einer feineren Düse und Nadel ausgerüstet um den Sprühnebel besser kontrollieren zu können. Ausgenommen davon ist das Seitenleitwerk, dieses ist scharf von den anderen Bereichen abgegrenzt.
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Tomcatter
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Auf die Vorschattierung folgte die Lackierung des dunklen Blautons und an dieser Stelle möchte ich mich für die Bildqualität der nächsten Bilder entschuldigen - ich kriege es mit meinem aktuell verfügbaren "Kameraequipment" aber schlichtweg nicht besser hin. Deswegen versuche ich den Vorgang so einfach und eindeutig wie möglich in Worten zu erklären.

Vorbild für meine Lackierung war das Bild auf dem Karton, welches die Maschine recht verblichen darstellt. Basierend darauf lackierte ich erst einmal eine dünne Grundschicht der Farbe auf das Modell auf, sodass die Vorschattierung noch leicht durchschimmert. Daraufhin habe ich die Flächen zwischen den beim vorschattieren abgedunkelten Panelen mit weisser Farbe etwas aufgehellt. Zudem habe ich auch einige der zuvor abgedunkelten Stellen wieder aufgehellt um ein etwas unregelmäßigeres Lackierbild zu erhalten. Auf das Weiss folgte dann dasselbe mit einem Grauton (Revell 57 + Revell 5, 10:1), allerdings in wesentlich kleinerem Umfang an wenigen ausgesuchten Stellen. Das sieht dann so aus:

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Um der Lackierung noch mehr Leben einzuhauchen habe ich dann das helle Blau wieder hervorgeholt, mit dem ich zuvor die Flügelunterseiten, das Seitenleitwerk und Teile des Rumpfes lackiert habe. Damit habe ich wenige, aber ganze Panele eingefärbt. Um die starken Effekte abzuschwächen habe ich dann wieder eine dünne Schicht des dunklen Blaus über das Modell genebelt. Weil mir das Lackierbild damit aber immer noch nicht gefallen hat, habe ich ein wenig Weiss zum dunklen Blau dazugemischt und habe es in dünnen Streifen an einigen Stellen senkreicht zur Flugrichtung auf das Modell genebelt. Damit war die Lackierung dieser Farbe abgeschlossen.

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Ich finde ich bin dem Vorbild auf dem Karton recht nahe gekommen, mir ist aber bewusst dass man das auf den Bildern nicht sonderlich gut erkennen kann. Die nächsten Bilder werden wieder besser und dann kann man auch alles (hoffentlich) erkennen.
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Tomcatter
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Das Chipping verlief leider alles andere als gut. Es schien als ob das Chipping Fluid überhaupt keine Reaktion hervorrief und somit war es nur sehr schwer möglich überhaupt Farbe vom Modell abzubekommen. Als es dann aber doch mal langsam anfing, nach sehr viel Mengen an Chipping Fluid, konnte ich die Pinzetten überhaupt nicht einsetzen weil diese auch nach selbst geringsten Berührungen sofort alle Farbschichten vom Modell bis auf das weisse Plastik runterkratzten. Die Stahlwelle war praktisch nutzlos und so konnte ich nur große Flecken Farbe mit dem Pinsel entfernen, das sieht sogar einigermaßen ok aus. Zudem hätte ich vor dem Chipping eine Schicht Glanzlack aufbringen sollen. Vielleicht war ich einfach zu voreilig und hätte anstatt nur an den beiden Zusatztanks noch an älteren Modellen üben sollen, auf jeden Fall war das Ergebnis schrecklich.

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So konnte ich das Modell unmöglich lassen, deswegen entschied ich mich dazu das dunkle Blau neu aufzulackieren.

So sieht es jetzt aus:

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Damit bin ich jetzt eigentlich ganz zufrieden. Als nächstes werde ich die Unterseite im fast weissen Farbton lackieren und danach werde ich die Decals aufbringen. Wie das mit dem Chipping weitergeht weiss ich noch nicht, wenn überhaupt dann geht das jetzt nur noch mit der Schwammmethode oder ich versuche Kratzer mit dem Pinsel aufzumalen. Auf jeden Fall wird das nun erst passieren nachdem ich die Decals in das Farbkleid integriert habe, sprich sie etwas mit der Airbrush altere.
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Tomcatter
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Mit lackierter Unterseite sieht die Corsair dann schon gleich viel interessanter aus. Ich habe den Farbton nach Revell Anleitung gemischt und in gewohnter Manier aufgetragen. Zuerst ein Pre-Shading, also vorschattieren, dann dünn drübergenebelt die eigentliche Farbe. Auf weitere Bearbeitung in Form von aufhellen und abdunkeln konnte ich hier verzichten, die Farbe erschien mir so schon lebendig genug. Das ist bei (fast) weissen Farbtönen übrigens eigentlich immer der Fall. Die Übergänge Blau - Weiss an den Flügelunterseiten habe ich scharf abgeklebt weil diese genau an einem Blechstoß verlaufen, der Rest ist freihand lackiert. Danach habe ich die Hauptfahrwerksschächte in Weiss lackiert.

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Tatsächlich bin ich mit der Lackierung und dem aktuellen Stand mehr als nur zufrieden. Es ist durchaus schade, dass das Chipping nicht so geklappt hat wie ich mir das vorgestellt habe. Mittlerweile habe ich es aber geschafft, feine Kratzer alleine mit dem Pinsel darzustellen. Diese sind vereinzelt auch auf den Bildern zu erkennen, in vollem Umfang werde ich die aber erst nach den Decals auftragen.
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Tomcatter
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Zunächst ging es dann mit den Fahrwerksklappen weiter. Für das hintere Fahrwerk mit Spornrad müssen die Klappen zuerst mit einem Bastelmesser getrennt werden.

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Insgesamt bestehen die Fahrwerksklappen aus 6 Teilen.

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Dann habe ich sie nach Anleitung lackiert, mit Glanzlack überzogen und mit Decals versehen.

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Danach habe ich die Corsair selbst mit glänzendem Klarlack aus der Dose überzogen und alle Decals aufgebracht. Zuerst erscheinen diese ziemlich dick, nach mehrmaligem auftragen von Revells Decal Soft schmiegen sie sich aber schön in die Gravuren und an die Formen an.

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"Decal Soft" ist ein Weichmacher der dafür sorgt, dass sich die Decals an die Form des Modells anpassen und in die Gravuren legen. Zudem kann damit sogenanntes "Silvering" oder "silbern" vermieden werden, bei dem der durchsichtige Trägerfilm des Decal auch nach der Trocknung sichtbar bleibt. Besonders wichtig ist es bei Decals generell das Modell zuvor mit glänzendem Klarlack zu überziehen. Nach dem aufbringen lasse ich die Decals meistens um die 10 Minuten antrocknen und streiche sie dann vorsichtig mit Decal Soft ein. Je nachdem wie gut die Wirkung dieser ersten Schicht ist trage ich danach ca. alle 30 Minuten eine weitere Schicht auf.

Zusammen mit allen übrig gebliebenen Teilen sieht das Modell aktuell so aus:

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Tomcatter
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Um das Gesamtbild in Sachen Kontrast wieder etwas abzuschwächen habe ich ganz leicht mit der jeweiligen Rumpffarbe über die Decals genebelt. Gerade die großen Hoheitsmarkierungen mit ihren hellen Farben passen nicht wirklich auf die ausgeblichene und benutzte Lackierung. Die schwarzen Walkways habe ich zudem mit weißer Farbe etwas ausgeblichen.

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Der Effekt kommt auf den Bildern zugegebenermaßen wenn überhaupt nur schwach zur Geltung, in echt ist der Unterschied aber doch deutlich zu erkennen.
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Tomcatter
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Nachdem mein ursprünglicher Chipping-Versuch so kläglich gescheitert war habe ich es nun ein zweites Mal versucht. Dieses Mal habe ich dabei auf schlichte Stahlwolle und Eisenfarbe (Revell 91) zurückgegriffen. Einfach die Stahlwolle in die Farbe tupfen, den Großteil der Farbe in der Wolle in einem Papiertuch abwischen und dann vorsichtig auf das Modell tupfen. Der Effekt sind kleine Kartzer und Lackabpatzer. Da der Propeller recht stark gechipped ist habe ich auch auf das Modell etwas mehr aufgetragen, damit das Gesamtbild einheitlich ist.

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Auf das Chipping folgte eine weitere Schicht Glanzlack um mit der eigentlichen Alterung beginnen zu können.

Los ging es mit einem einfachen Washing. Dabei habe ich das Modell in mehrere "Segmente" unterteilt und nicht gleich alles auf einmal der Prozedur unterzogen. Zunächst ging es an das Washing der rechten Tragflächen- und Rumpfseite.

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Wie bereits erwähnt nutze ich für mein Washing bereits fertig gemischte Enamel-Washes. Nach dem auftragen auf die Gravuren lasse ich das Wash etwas antrocknen und entferne den Überschuss danach vorsichtig mit einem Q-Tip.
Nach dem Washing sieht das dann so aus, vor allem im Vergleich zur linken Seite.

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Im Vergleich dazu die linke Tragflächenseite ohne Washing.

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..und danach. Leider hat sich im Laufe der Lackierung etwas Orangenhaut gebildet.

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Natürlich bekam auch die Unterseite ein Washing, so sieht es danach aus.

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Die Abgasfahne habe ich mit einem Schminkset dargestellt.

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Nach dem Washing habe ich noch etwas braunes Wash irgendwo auf das Modell gepinselt und dann mit Verdünner eingeblendet.

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Nachher sieht das so aus.

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Darauf folgte ein Pin-Point-Washing. Dabei tupft man mit einem Pinsel schlicht und einfach verschiedene Farben Ölfarbe auf das Modell und blendet danach alles mit Verdünner wieder ein.

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Schlussendlich gab es noch ein paar Pigmente auf die Walkways. Diese habe ich danach auch schlicht und einfach mit dem Pinsel eingeblendet.

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Damit war die Alterung abgeschlossen. Das Gleiche habe ich natürlich auch an allen anderen Kleinteilen durchgeführt.
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Nach der Alterung habe ich alle Kleinteile des Modells zusammengefügt und alles mit mattem Klarlack überlackiert. Danach brachte ich noch die Antenne mit einem dünnen Nylonfaden und Sekundenkleber an. Damit ist der Bau abgeschlossen. Ich hoffe ich konnte dem Ein oder Anderen etwas Hilfe bieten bzw. Inspiration für eigene Modelle geben.
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Bildergalerie:

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Und noch ein Bild neben dem jüngeren Bruder im aktiven Dienst:

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Ich hoffe das Modell gefällt!
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