Tornado Bausätze in 1/32

Axt
Beiträge: 1057
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Do 19. Nov 2015, 14:37

Das Problem bei Revell ist meiner Meinung nach, dass der Übergang von Wiederauflagen und Neuheiten recht fließend ist. Preislich gibt es keinen Unterschied, auch sonst nichts, was auf der Verpackung hinweisen würde. Das stellt man erst nach dem Öffnen oder bei Recherche im Internet fest.
Benutzeravatar
Stefan (Revell)
Administrator
Beiträge: 1419
Registriert: Sa 1. Mär 2014, 09:15
Kontaktdaten:

Do 19. Nov 2015, 14:57

Ich denke mal drüber nach... Auch wenn ich viele Punkte nur weitergeben kann...
Revell GmbH, Henschelstraße 20-30, 32257 Bünde
Besucht unsere Website unter https://www.revell.de
Benutzeravatar
Dierk3er
Beiträge: 348
Registriert: Di 20. Nov 2012, 00:14
Wohnort: NRW

Do 19. Nov 2015, 22:40

Axt hat geschrieben:...., dass der Übergang von Wiederauflagen und Neuheiten recht fließend ist. Preislich gibt es keinen Unterschied,....


Wüsste jetzt auch nicht, was unbedingt für eine Kennzeichnungspflicht sprechen sollte, geschweige denn von einem preislichem Verlust.
Der 32er Tornado, um den es in diesem Beispiel hier geht, hatte schon von Anbeginn diese Schwächen.
Gerade bei teureren Bausätzen mache ich mich grundsätzlich vorher schlau, was ich da kaufe, und mit welchen zusätzlichen Baustellen ich rechnen muss.
In Zeiten des Internets ist das doch eine ganz einfache Sache...

Bei vielen anderen Revell-Kits hingegen sind die Wiederauflagen in genau der erstklassigen Aufmachung, wie die Ursprungs-Bausätze.
Wenn man jetzt mal von den ausgelutschten Forman aus den 60-80ern absieht. :P Da kann man gerne an der Preisschraube drehen.

Wenn man jetzt Bausätze mit Jahreskennzeichnung der Formenherstellung kennzeichnen würde, würden sicherlich viele Bausätze aus vergangenen Perioden in den Regalen verstauben. Auch wenn dies nicht unbedingt angebracht wäre.
Es gibt auch grottige Neuheiten, und genauso sehr gute Wiederauflagen aus vergangenen Jahren.
Klar ist es ärgerlich, wenn man einen Fehlkauf getätigt hat, oder sich von der neuartigen Verpackung hat blenden lassen.
Aber sowas kann passieren. Bei fast jedem Hersteller.

Übrigens würde ich bei diesem Tornado hier nicht so weit gehen, um von Fehlkauf zu sprechen. Bei einem Skill-Level 5 Bausatz in dieser Größenordnung und dieser Teileanzahl darf man grundsätzlich mit einem entsprechendem Mehraufwand und Arbeitsaufkommen rechnen.
Diesen Kit wie von dir als "Schrott" zu bezeichnen lässt mich eher an deinen technischen Fertigkeiten zweifeln.
Fehlende Gravuren in diesem Maßstab nachzuziehen ist wohl mit das Leichteste was sich an einem Bausatz korrigieren lässt.
Versuche doch mal falsch dargestellte Formen und Proportionen ohne Mehraufwand zu ändern.
Das Schleifen und Nachgravieren kommt ab einem gewissen Modellbau-Level ganz automatisch zu den Fertigkeiten und regelmäßigen Tätigkeiten hinzu. ;)

Nutze diese Gelegenheit doch einfach und probiere aus, dich weiter zu entwickeln.

...just my 2 cent. 8-)


Gruß, Dierk
Bild
"Das Leben ist zu kurz für schlechte Bausätze!"
Benutzeravatar
Stefan (Revell)
Administrator
Beiträge: 1419
Registriert: Sa 1. Mär 2014, 09:15
Kontaktdaten:

Fr 20. Nov 2015, 08:52

Wir überlegen gerade ob wir ein Bereich auf der Website einrichten wo wie die Auslaufmodelle kennzeichnen. Dann kann jeder sich noch einmal mit Modellen bei Bedarf eindecken. Was meint Ihr dazu?
Revell GmbH, Henschelstraße 20-30, 32257 Bünde
Besucht unsere Website unter https://www.revell.de
Benutzeravatar
Malkite
Beiträge: 98
Registriert: Mi 14. Jan 2015, 10:40
Wohnort: Welzheim

Fr 20. Nov 2015, 09:09

Das wäre eine super Idee! Auch wenn es meinem Konto weh tun wird. :mrgreen:

Dafür! :!:

Gruß
Marc
Aktuell in Arbeit:
Italeri Mercedes-Benz Actros 1854 LS (V8) 1:24
Italeri Dumper Trailer 1:24
Hobbycraft De Havilland Vampire Mk.I 1:48
Revell Spitfire Mk.II 1:48
Axt
Beiträge: 1057
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Fr 20. Nov 2015, 09:29

@Dierk3er: Mein Post bezog sich lediglich auf den meines Vorschreibers. Diesen habe ich nicht zitiert, da es hier nicht erwünscht ist. Ich habe den Revell Tornado nicht!
Natürlich besteht keine Kennzeichnungspflicht für veraltete oder schlechte Modellbausätze, wahrscheinlich wäre es sogar zulässig einen Polystrol-Block zu verpacken, mit dem freundlichem Hinweis sich irgendetwas selber zu schnitzen.
Revell bezieht sich bei ihren Skill-Angaben nur auf die Anzahl der Teile, sonst nichts. Ich hatte auch schon einige Snap-Kits (Skill 1) mit meiner Tochter zusammengesteckt. Von "Passgenauigkeit" brauchen wir da nicht reden. Der "Modellbauer" kommt hier ohne Spachtel, Schleiforgien und Neulackierung nicht aus. Und so zieht es sich durchs ganze Programm und Skill-Level, Ausnahmen bestimmt die Regel.
Fehlende Gravuren kann ich bei einem Shortrun-Bausatz oder bei einem Kleinserienhersteller erwarten, aber bei Revell? War nicht irgendeine 32er Tornado-Version von diesem Hersteller mal "Modell des Jahres"?
Seitdem ich wieder mit dem Plastikmodellbau angefangen habe bin immer weiter von Revell abgedriftet. Ich baue vornehmlich Panzer in 1:35, bevorzugt von Tamiya und Dragon. Dabei sind auch immer wieder ältere Bausätze. Bei Tamiya erkennt man die älteren Kits schon am Preis von deutlich unter 20€, dabei sind die Spritzlinge trotz des Alters noch schön knackig und passen vor allem. Von Dragon gibt es die alten Kits unter dem Label Cyber-Hobby, aufgewertet mit ein paar wenigen Ätzteilen und anderen Kleinigkeiten, meistens mit ein paar Figuren. Das kostet auch so um die 20€.
Meine einzigen beiden Militärmodelle in 1:35 von Revell sind alte Formen von anderen Herstellern. Die hatte ich mir mal für einen Wettbewerb hier zugelegt. Ich könnte mir jetzt noch in den Hintern beißen, nicht "das Original" gekauft zu haben, sind die Inhalte doch umfangreicher.

Eigentlich mag ich ja Revell, zumal es hier ja auch aktuelle "lokale" Modelle gibt, die noch kein anderer Hersteller im Programm führt, aber ich kann durchaus verstehen, das dieser Hersteller in "gehobenen Profikreisen" einen relativ schlechten Ruf hat. So, wie ich das sehe, zielt Revell auf die Gruppe der Anfänger und Fortgeschrittenen, da sind solche Ausreißer nicht zu verzeihen. Man kauft sich vielleicht ein, zwei Modelle und nach den Enttäuschungen war es das mit dem Hobby.

Mir soll es egal sein, ich verdiene damit kein Geld, aber vielleicht überdenkt da Revell mal seine Strategie. Revell hat auch wirklich gute Bausätze, das sollte erwähnt werden, doch ein Gericht ist nur so gut wie die schlechteste Zutat.
IchBaueAuchModelle
Moderator (Revell)
Beiträge: 3090
Registriert: Mi 9. Apr 2014, 10:41
Wohnort: bei BN
Kontaktdaten:

Mo 23. Nov 2015, 11:26

Auf dem Karton könnte auch beim Copyright einfach das Erstjahr bzw. Erscheinungsjahr des als Basis genutzen Form aufgenommen sein (denn dieses besteht doch grundsätzlich) und dann noch das Jahr für die aktuelle Ausgabe - das betrifft doch in der Regel immer "nur" neue Decals oder Bauteile.
Beim alten Käfer Cabrio habt Revell das beispielsweise in der Bauanleitung gemacht: (c) 1978/1982

Beim Space Shuttle in 1/144 könnte dann einfach drauf stehen: (c) 1977 / 2014. Bei dem Bausatz mit der 747 ist zum Beispiel im Höhenruder der 747 immer noch das alte (c) zu lesen / eingedruckt. Auch in der Variante von 2012.

Meines Erachtens die eleganteste Lösung. Das steht (c) auf jedem Karton und oben / unten auf der Bauanleitung ;)
__________________
Es grüßt
Christian Bild
Mein Portfolio
Axt
Beiträge: 1057
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Mo 23. Nov 2015, 12:16

Ich dachte ungefähr so in diese Richtung:

Bild
IchBaueAuchModelle
Moderator (Revell)
Beiträge: 3090
Registriert: Mi 9. Apr 2014, 10:41
Wohnort: bei BN
Kontaktdaten:

Mo 23. Nov 2015, 13:03

Oh ja, Axt. Bei den "Revell Classics" sollte man dann schon erkennen, was man bekommt ;) :lol:

Ich denke mit schaudern an den 911, der es als Wiederauflage in weiß 2011 Bild und 2014 nochmals in schwarz Bild in die Regale geschafft hat.
Das "Ding" bräuchte definitiv einen Hinweis auf eine alte Form von 1976 (!) Bild.
Wenigstens sind bei der 2014er nun einteilige Reifen dabei als diese zweiteiligen Schluffen.

Wenn ein Anfänger den in die Finger bekommt, gibt er den Modellbau sicherlich schnell wieder auf. Die Decals sind toll. Der Rest? Kein Kommentar...
__________________
Es grüßt
Christian Bild
Mein Portfolio
Benutzeravatar
Stefan (Revell)
Administrator
Beiträge: 1419
Registriert: Sa 1. Mär 2014, 09:15
Kontaktdaten:

Mo 23. Nov 2015, 13:21

Alles gute Ideen aber wird wohl kaum umsetzbar sein.
Revell GmbH, Henschelstraße 20-30, 32257 Bünde
Besucht unsere Website unter https://www.revell.de
Axt
Beiträge: 1057
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Mo 23. Nov 2015, 15:58

IchBaueAuchModelle hat geschrieben:Wenn ein Anfänger den in die Finger bekommt, gibt er den Modellbau sicherlich schnell wieder auf.
Das meine ich auch.
Ich hatte mir den 911er letztes Jahr zu Weihnachten näher angeschaut. Mein Neffe macht jetzt eine Ausbildung bei Porsche und dachte, wenn er das bei den Großen kann kriegt er die Kleinen auch hin... :| Er hatte schon einen gebaut, keine Ahnung, was das für ein Hersteller war. Die Decals waren eher Aufkleber. Beim Revell-Modell hatten mich schon die zweiteiligen Reifen abgeschreckt also hab ich ihm was von Italerie geschenkt. den hat er auch irgendwie zusammengeklatscht, bemalen muss man ja nicht, ist ja schon gelb und meine angebotene Hilfe wollte er auch nicht annehmen. Keine Ahnung, ob der noch weiter basteln wird, ich hoffe nicht! :D Jetzt hat er was von Playmobil zum Geburtstag bekommen... :twisted:
Stefan (Revell) hat geschrieben:Alles gute Ideen aber wird wohl kaum umsetzbar sein.
Das war nicht meine Idee und auch nicht Photoshop, so was wurde mal von Revell umgesetzt! Ist mir schon klar, dass man es nicht umsetzten will, wenn man gerade "Unsummen" in ein neues Packungsdesign investiert hat, aber ein einfacher Aufkleber würde es auch tun.
Einige dieser alten Schätzchen sind ja noch gefragt, diesen würde diese Auszeichnung doch gut stehen.
Antworten

Zurück zu „Modellbau“