Baubericht 2CV Fourgonnette

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Gastronaut
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Sa 2. Dez 2017, 17:34

Hallo Leute...

Ich wollte auch euch wieder an meinem neuestem Projekt teilhaben lassen.
Nach langer Suche im Netz hatte ich nun endlich das Glück, dass ich diesen Bausatz 
für kleines Geld ersteigern konnte. Ich habe auch vor einiger Zeit mit einem Forumskollegen
Kontakt aufgenommen um diesen Bausatz direkt von Fernost zu importieren. 
Leider war dann aber der Preis das große Hindernis.

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Das Auto soll ein kleines Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermutter werden.
Sie ist schon seit langen begeistert von den Modellen, die ich baue, und hat auch schon 
öfter gefragt ob sie nicht einmal mithelfen könnte...

Mit diesem Wagen fuhr sie in den 80ern von Österreich aus durch Europa zu diversen 2CV-Treffen.
Dabei hatte das Auto eine besondere Lackierung, die ich versuchen werde nachzuempfinden.

Genug Geschwafel... so wurde begonnen:
Zunächst habe ich alle größeren Karosserieteile aus dem Spritzast getrennt und versäubert: 

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Der hintere Aufbau wurde mit Klebeband zusammengesetzt, um die Passgenauigkeit zu prüfen:

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An die Fahrerkabine wurden die inneren Kotflügel probemoniert. Dabei wurden einige Ungenauigkeiten sichtbar.
Nicht alle Spaltmaße passen optimal.  

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Damit die Karo später gut auf den Rahmen passt, wurde die Kabine auf den Rahmen geklemmt. Danach erst kam der Kleber zum Einsatz.
So hab ich alle Teile in die richtige Position gebracht.

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Der Spalt zwischen Motorhaube und Seitenwand ist (war) um einiges zu groß:

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Deswegen habe ich in die Motorhaube Schlitze geschnitten:

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Mit einem kleinen Keil wurde die Seitenwand abgespreitzt und danach mit Superkleber-Gel verklebt.

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Verschliffen sieht das ganze dann so aus:
Den Rest macht dann der Microfiller...

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Auch alle Teile vom Fahrwerk inkl. Unterboden wurden schon mal herausgetrennt und gesäubert:

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Die Teile wurden bereits zusammengebaut. Sie bekommen später alle die gleiche Farbe.

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Mittlerweile ist auch schon der hintere Aufbau mit der Fahrgastzelle verklebt.
Die Klebenähte müssen noch verschliffen werden.
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Im Hintergrund steht eine Charleston von Revell.

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Als nächstes steht dann wohl schon das Lackieren am Programm...
Freue mich natürlich immer über eure Kommentare...

Bis dahin.

MFG Stefan
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TitanicMaster
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Sa 2. Dez 2017, 18:32

Sehr übersichtlich, der Bausatz! War ja aber auch ein übersichtliches Auto ;-)
Erinnert mich an Louis de Funes Filme ;-)
Was da an Qualität herauskommt, sieht man, wie ich finde, an der Ente! So eine hammergeile Lackierung! Ihr Autobauer habt da meinen Respekt, wie genial da mit der Airbrush gearbeitet wird :-)

Soll der Wagen auch dieses Grau bekommen, wie auf dem Karton?
Grüße
TitanicMaster Daniel
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Ex43er
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Sa 2. Dez 2017, 21:20

Dabei hatte das Auto eine besondere Lackierung, die ich versuchen werde nachzuempfinden.
Das beantwortet wohl die letzte Frage ;)
Ich vermute mal, Deine Schwiegermutter hat den Wagen in einer der "kreativen" Bemalungen dieser Zeit gestaltet und gefahren. Mir wäre ja eine Ente "dans son jus" lieber gewesen.
Bei dieser Gelegenheit habe ich mir auch die Frage nach der letzten Kastenente auf der Straße gestellt. Wird wohl Anfang des Jahrtausends gewesen sein als ich die letzte sah. :mrgreen: Ich sitz auf alle Fälle in der ersten Reihe zum zusehen und kommentieren.
"Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"
panzerchen
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Sa 2. Dez 2017, 23:30

Ganz prima Vorbildauswahl !!!   :clap:
Ein Lob der Bescheidenheit !
Eine Hymne an die Vernunft ( derer die das Vorbild konzipiert, gebaut, verkauft und benutzt haben ) !
Der 2CV war ohnehin ein Paradeexemplar französischer Genialität.
So wohltuend die konsequente Beschränkung auf das einfach nur Notwendige, ohne verschwendungssüchtigen Schnickschnack, ohne die absurd großkotzigen zeitgeistigen 1000 PS Übermotorisierungen im Stil aussterbender Dinosaurier.

Danke für´s Zeigen !
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TitanicMaster
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So 3. Dez 2017, 09:18

@Ex43er: danke für den Hinweis, das habe ich wohl überlesen ;-)
Grüße
TitanicMaster Daniel
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Gastronaut
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Mo 4. Dez 2017, 10:31

War mir nicht bewusst das hier doch einiges an Interesse besteht. 
Das freut mich natürlich umso mehr... :thumbup:

@TitanicMaster: Ich kann mich da auch noch an eine Filmszene mit den Nonnen erinnern die "im" und "am" Auto saßen.
Meine Ente von Revell sieht bei näherer Betrachtung eigentlich gar nicht so gut aus. Durch den falschen Klarlack, den ich damals verwendet hab, kam es hier zur Orangenhautbildung an der Oberfläche.
Leider hab ich bis jetzt nur ein Vorbild-Foto von meiner Freundin bekommen. Auf diesem Foto sieht man das Auto von der rechten Seite. Alles andere muss noch recherchiert werden...
Der Plan ist: 
Rechte Seite = Dunkelblau
Linke Seite = Blaugrau od. Hellblau
Mitte= dünner weißer Streifen übers ges. Fahrzeug
Zudem wurden auf den Türen und auf dem Kastenaufbau noch Szenen aus Afrika aufgemahlt. 

@Ex43er: wie oben geschrieben...du hast vollkommen recht. :D
"dans son jus" ...das hab ich jetzt mal kurz googlen müssen... Bin kein Koch und
im eigenem Saft werde ich diese Ente bestimmt nicht Schmoren lassen... :lol: ich hoffe du kannst dich aber 
auch mit dieser Version anfreunden... ;) 

@panzerchen: Meine Schwiegereltern sind große Fans dieser Autos. Noch heute sind einige der Fahrzeuge in Familienbesitz. Eine der Enten wurde bis heute nur sehr sporadisch bewegt. Bis Heute ist die nur ca 10000km gelaufen.
Das Auto sieht aus wie Neu... 
In den Urlaub wurde grundsätzlich mit der Ente gefahren. So kam es, dass meine Schwiegereltern auch bis nach Südafrika fuhren (also auch ein stück durch die Sahara...)
...der 2CV war ohnehin ein Paradeexemplar französischer Genialität -> und anscheinend auch recht zuverlässig...

MFG Stefan
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Cool! Da schaue ich dir auch über die Schulter ;)
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Es grüßt
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Ex43er
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Mo 4. Dez 2017, 12:01

Gastronaut hat geschrieben:"dans son jus"...
...ist auf Deutsch in etwa mit Patina zu übersetzen. Auf französisch hört sichs halt viel "kulinarischer" an. 8-)
Hier sind zwei Bilder die genau diesen Zustand erklären. Quelle Super2cv.com
_ICT8805.jpg
_ICT8805.jpg (190.79 KiB) 3758 mal betrachtet
_ICT8719.jpg
_ICT8719.jpg (134.36 KiB) 3758 mal betrachtet
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Gastronaut
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Mo 4. Dez 2017, 12:29

Wollte ich euch noch zeigen!
Das Fahrwerk ist auch funktionstüchtig: 
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Gastronaut
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So 7. Jan 2018, 14:55

Update Nr.1:

Hallo Leute
...ich weiß, es ist schon wieder ewig her das sich hier etwas getan hat...
Aber die Feiertage und auch die ein oder andere Erkältung hat mich ein bisschen ausgebremst.
Ein paar neue Fotos von der AK gibt es jedoch schon wieder.
Diese würde ich euch heute gerne zeigen.

Zunächst wurden alle Teile die Schwarz-SM werden sollten aus den Rahmen getrennt und lackiert:

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Die Karo wurde soweit zusammengeklebt, gespachtelt, geschliffen und mit Z.P.-weiß grundiert:

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Kleinteile wurden auch mit Farbe versehen:

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Am Auspuff wurde (wie üblich) eine Aderendhülse angeklebt und ebenfalls verschliffen und lackiert:

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Soooooo
Nun zur eigentlichen Lackierung.
Zunächst habe ich aus meinem Klebeband einen schmalen Streifen herausgeschnitten und mittig über das ges. Auto geklebt.
Meiner Meinung nach bekommt man die schönsten Klebekanten wenn man für diesen Vorgang ein "frisches" Skalpell benutzt. 

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Danach wurde die eine Seite mit ZP-Hellblau besprüht. 

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Nachdem die erste Seite durchgetrocknet war, wurde diese Abgeklebt und auf der Zweiten Seite wurde 
ZP-Dunkelblau aufgesprüht.
Zum Schluss wurde der dünne Klebestreifen in der Mitte entfernt:

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Für die Fotos wurde das Auto mit Klebeband zusammengesetzt:

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Die Lackierung auf der Karosserie ist mit diesem schritt noch nicht beendet. Auf den Türen und auf der hinteren Seitenwand
fehlen noch (wie am Original) Szenen aus Afrika, die auch damals nur mit der Hand aufgepinselt wurden.
Ich hoffe das ich das am Modell nur annähernd so toll hin bekomme wie die am Vorbild.

Bis dahin.. MFG Stefan
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paul-muc
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So 7. Jan 2018, 15:55

Eine schöne Farbkante (gilt auch für die Lackierung). Ich bin jetzt beim dritten Versuch an einem Airfix Porsche 917 (1/32), weil bei mir die Farbkanten ausgerissen sind oder die Farbe unter das Klebeband gekrochen ist.
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Gastronaut
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Mo 8. Jan 2018, 10:36

Ouuu :shock: Porsche 917... Sehr schönes Projekt!!! Lass mich raten; Gulf - Version???
Ich bin noch am hoffen das der Bausatz irgendwann in 1/24 mit einer vernünftigen Motornachbildung (günstig) auf den Markt kommt...

Zunächst habe ich aus meinem Klebeband einen schmalen Streifen herausgeschnitten und mittig über das ges. Auto geklebt. Meiner Meinung nach bekommt man die schönsten Klebekanten wenn man für diesen Vorgang ein "frisches" Skalpell benutzt. Den Streifen habe ich mittig aus dem Band getrennt. So hat mann auf beiden Seiten eine "mit dem Skalpell" geschnittene Kante.(Sehr scharfkantig und keine Faserausrisse ) Beim ersten Farbauftrag nur ganz leicht Über das Klebeband "drübernebeln". Und zum Schluss das Klebeband unter 180°Winkel zur Fläche vorsichtig abziehen. 
Ich verwende dieses Klebeband:
https://images-eu.ssl-images-amazon.com ... SY355_.jpg
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Gastronaut
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Fr 19. Jan 2018, 21:44

Update Nr.2:

Neues von der Ente:

Der Unterboden (vorne+hinten) und die hinteren Radkästen wurden mit Schwarz-Seidenmatt lackiert.
Auch die Räder (+das Ersatzrad) habe ich auf der Innenseite mit der selben Farbe besprüht.
Den Ganghebel, den Grill und die Radkappen habe ich mit Schwarz-Glänzend grundiert.
Übrigens; Die Radkappen stammen von einer Revell-Ente. Sollte der edle Spender hier mitlesen;
1000-Dank nochmal an dieser Stelle!  :thumbup:

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Der Auspuff bekam auch noch ein bisschen Farbe:

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...und Rußspuren:

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Das ganze wurde probehalber zusammengesetzt:

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Der Motor kam auch schon an seinen Platz:

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Der Kühler wurde auch schon angeklebt.
Der Luftfilter und die Scheinwerfergeäuse wurden nur für das Foto aufgesteckt:  

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Hier der Grund warum ich Kühlergrill Ganghebel und Radkappen zunächst Schwarz-Glänzend grundiert hab:
Alclad-Chrom-Lack  

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Die Radkappen wurden mit Schmucksteinkleber montiert. 

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Danach hab ich angefangen die "Wüstenmotive" nachzuempfinden.
Gemalt sind diese Bilder ausschließlich mit Revell- Enamel-Farben. 

Bild

Die Dünen wurden  mit etwas schwarzer Farbe schattiert:

Bild

...nach jedem Farbauftrag, muss ich gezwungenermaßen eine Pause einlegen. 
Deswegen ist (auch) hier noch nicht das fertige Motiv zu sehen.
Beim nächsten Update sollten die Bilder jedoch fertig sein.

Achja;
Hier noch ein kleiner Tipp:

Mit handelsüblichen Strohhalmen kann man wunderbar Schutzhüllen für Pinsel bauen.
Nun kann man den Pinsel mit den Borsten nach unten in ein Glas stellen.
Einen Pinsel sollte man möglichst immer mit den Borsten nach unten lagern.
(links)

Mit Strohhalmen kann man auch Pipetten basteln.
Das eine Ende mit dem Feuerzeug erhitzen (nur einen Bruchteil einer Sekunde) 
und danach das Ende zwischen den Fingern zusammendrücken.
(Man kann ein Ende bei der Farbaufnahme auch mit dem Finger zuhalten. 
Empfinde ich aber als eher umständlich)
Wenn mann die Farbe wechselt, einfach das Stück mit der alten Farbe
vom Strohhalm abschneiden.
(rechts)

Bild

P.s.: ich übernehme keine Verantwortung sollte sich jemand spontan selbst entzünden oder ähnliches... ;)

Bis dahin.
MFG Stefan  
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Mo 22. Jan 2018, 10:03

Die Farbgebung der Kastenente finde ichs chon interessant und gut umgesetzt. Gefällt mir bis hier her alles ganz gut! Schön finde ich deine Handmalereien!
Sag: werden die Scheinwerfer noch farbig oder bleiben die weiß?
__________________
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Nightquest1000
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Mo 22. Jan 2018, 11:36

gewohnt hoher Standard bisher. Wird gut !

Grüße
Tom
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
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