Liebherr Raupenkran LTR 1800 in 1:87 von KIBRI

grosskranfan
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Do 14. Jul 2016, 21:38

Eine Anmerkung noch zur verwendeten Mr. metal Color (Gunze Sangyo):
dabei handelt es sich um eine Metallpolierfarbe. sie ist extrem dünnflüssig, meiner ansicht nach an der Grenze dessen, was mit dem pinsel machbar ist. die Farbe trocknet matt und unscheinbar auf. Der Effekt tritt ein, wenn man sie nach dem Aushärten mit einem sauberen, nicht fusselnden Baumwoll- oder Leinentuch auspoliert.

Ich hadere übrigens jetzt mit mir:
für den Flugrost habe ich hier ein Echtrost-Set von Modern Options.
die Frage, die ich mir gerade stelle: trage ich jetzt vor dem "verrosten" klarlack auf oder nicht?
Da ich nicht weiss, was genau für eine Farbe die Mr. Metal Color ist, Tendiere ich glatt zu dieser lösung... nicht dass mir noch ein evtl. vorhandener metallanteil in dieser Farbe oxidiert
panzerchen
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Fr 15. Jul 2016, 00:10

Diese Matallizer bzw. Polierfarben sind eigentlich keine Farben, keine Pigmente in einem Bindemittel.
Deshalb sind sie nicht abriebfest ( noch nicht einmal richtig grfffest ! ).
Testors z.B. bietet für die eigenen Metallizer einen Versiegler an, der meiner Meinung nach auch für Gunze Polierfarben funzen wird, aber der Versiegler nimmt immer etwas von der metallischen Wirkung weg !
Hochglanz Acryl-Klarlack wird häufig zum Versiegeln der Metallizer verwendet.

Meine Meinung:
Ja, versiegle die polierte Oberfläche vor dem Verrosten mit Acryl Klarlack Hochglanz !

Nachtrag:
Die Metallizer sind nicht zum Pinseln gedacht sondern zur Spritzlackierung !
Gepnselt wird die Oberfläche naturgemäß fleckig, aber für kleinere Flächen kann man es durchaus pinseln.
Und auch wichtig: es hält nur und wirkt nur authentisch auf der Plastikoberfläche !
Für Gießharzoberflächen ist es denkbar ungeeignet ( obwohl ich selber das da auch mal anwende.. )
 
grosskranfan
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Sa 16. Jul 2016, 14:18

panzerchen hat geschrieben:Diese Matallizer bzw. Polierfarben sind eigentlich keine Farben, keine Pigmente in einem Bindemittel.
Deshalb sind sie nicht abriebfest ( noch nicht einmal richtig grfffest ! ).
Griffest scheinen zumindest diese hier durchaus zu sein.
Allerdings gehe ich derzeit recht vorsichtig mit den Raupenlaufwerken um.
Die Metallizer sind nicht zum Pinseln gedacht sondern zur Spritzlackierung !
Hmmm... bei den Alclad-Farben hatte der Lieferant (rai-ro) das in den Text geschrieben, bei den Mr. Metal Color nicht.
Allerdings kam bei mir angesichts der Konsistenz der "Farbe" gleich dieser Verdacht auf.
Gepnselt wird die Oberfläche naturgemäß fleckig, aber für kleinere Flächen kann man es durchaus pinseln.
Beides richtig; ersteren Effekt habe ich auf einigen der "Kettenglieder" - ist aber egal, auch die originalen "Panzerplatten" sind nicht perfekt.
Und auch wichtig: es hält nur und wirkt nur authentisch auf der Plastikoberfläche !
Das wiederum hab ich herausgefunden, in dem ich einen Test mit zwei der "Kettenglieder" gemacht habe: grundiert mit Mr. Base White, einige Tage härten lassen, dann Mr. Metal Color drauf.
Kam nicht gut, also den "Rotz" mechanisch runter, die Kettenglieder Poliert (bin MicroMesh Korn 6000). Gut getrocknet, dann Mr. Metal Color direkt aufgetragen. Eine Woche(!) aushärten lassen, poliert und - das Ergebnis seht ihr gerade...

Für heute steht das Grundieren des Unterwagens auf dem Programm; dieser wird dann kommende Woche in RAL 5003 saphirblau lackiert.
Der Oberwagen und dessen Teile wird in RAL 9016 verkehrsweiss lackiert, die Teleskopeinschübe abwechselnd, wobei der Haupteinschub (der am Oberwagen befestigte) mit RAL 9016 startet.
grosskranfan
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Sa 16. Jul 2016, 15:30

Und schon ist nichts mehr, mit grundieren. Eben unter der Lupenlampe einen Übergang zwischen zwei Bauteilen des Unterwagens gesehen - an einer Stelle, an der keiner sein sollte.
Also milliput rausgeholt und den Übergang damit ausmodelliert.

Das darf jetzt erstmal aushärten. (Ich wünschte, ich hätte mein Wachsspachtelgerät hier gehabt..).

Volker

PS: A pro pos Milliput - ob ich ein Freund davon werde, weiss ich noch nicht...
grosskranfan
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So 17. Jul 2016, 20:12

So, heute Nachmittag wollte ich den Unterwagen des Kranes lackieren. Statt meiner gewohnten ELITA Farben habe ich Acrylfarben von Oesling genommen.
Das Ergebnis könnt ihr auf den folgenden beiden Bildern "bewundern":
IMG_0341.JPG
IMG_0341.JPG (61.07 KiB) 2883 mal betrachtet
IMG_0342.JPG
IMG_0342.JPG (41.38 KiB) 2883 mal betrachtet
*grmbl*
Was ist da passiert und habe ich irgendwas - wenn ja, was - falsch gemacht?
Das Ärgerliche dabei ist, dass ich jetzt den ganzne Rotz erstmal mit Schleifpapier entfernen muss - anschliessend die Riefen rauspolieren und dann erst kann ich den nächsten Lackierversuch starten. Das bremst also ungemein aus und das nervt ;)

Volker, der sich wünscht er hätte schon die
Sandstrahlkabine von Kaleas...
panzerchen
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So 17. Jul 2016, 23:22

Hhhhmmmmhhhhh...... ?
Handelt es sich dabei vielleicht um eine lasierende Farbe ?
Sieht mir ganz so aus.
Ultramarinblau ist bei den klassischen Künstlerfarben lasierend !
grosskranfan
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Mo 18. Jul 2016, 11:59

Ist es nicht, ist diese hier:
RAL 5003 Oesling-Modellbau
grosskranfan
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Do 21. Jul 2016, 15:47

So, ich hab den Siff runter. Erst grob mit Schleifpapier, aber das hätte ich mir sparen können:
da ich ohnehin noch was benötigte, habe ich beim sockelshop zwei Fl. Mr. Paint Remover von Gunze Sangyo mitbestellt.Das zeug ist klasse: wird es auf lackierte Stellen aufgetragen, lost sich die Farbe beinahe sofort ab.
Werde heute noch ein wenig entlacken (der Unterwagen hat nunmal schlecht zugängliche Stellen) dann die riefen vom Schleifpapier auspolieren (grmbl) und dann neu lackieren.
volker
grosskranfan
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Mo 25. Jul 2016, 19:39

Heute habe ich ein par der "Kettenglieder" eines der Raupenlaufwerke mit einem Echtrost-Set behandelt; den Eisengrund hatte ich gestern aufgetragen, heute die Oxidationslösung.
Bin auf das Ergebnis morgen gespannt.

Ersatz für die krumme Fahrerkabine ist auch am SA eingetroffen, die neue habe ich heute grundiert.

Als nächstes werde ich sehen, dass ich die riefen des 600er Schleifpapiers abgemildert bekomme - ich sage bewuss "abgemildert", denn meine Idee besteht darun, mit deren Hilfe dem Kran eine "Gebraucht"-Optik zu verleihen - ein Kran bekommt im Laufe seines Lebens so einige kratzer und Schläge ab ...

Volker
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Di 26. Jul 2016, 06:51

Mensch, den Kran habe ich mir seinerzeit bei Liebherr angeschaut :shock: Ich wusste nicht, dass der einmalig ist. Ich bin ja nicht der Kleinste. Aber die Hakenflasche alleine "war" beeindruckend. Die Frage, die ich mir stellte: "Wie bekommt man da nur den Bolzen der Umlenkrollen an der Hakenflasche rein? Mit einem Extrakran?" Der sah schon schwer aus. Da ich eher zu Mobilkrane tendiere und auch damit beschäftigt bin, war mein Interesse natürlich bei den "dicken" Krane auf Rädern.
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Es grüßt
Christian Bild
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Do 28. Jul 2016, 22:12

IchBaueAuchModelle hat geschrieben:Mensch, den Kran habe ich mir seinerzeit bei Liebherr angeschaut :shock: Ich wusste nicht, dass der einmalig ist.
Dieser ja. Mittlerweile baut Liebherr wieder Teleskop-Raupenkrane -- aber nicht mit dieser Aufrichttechnik für den mast.
Da ich eher zu Mobilkrane tendiere und auch damit beschäftigt bin, war mein Interesse natürlich bei den "dicken" Krane auf Rädern.
auch Raupenkrane sind Mobilkrane ;)

Der stärkste Liebherr auf Rädern ist derzeit:
bei den Teleskopkranen der LTM11200
bei den Gittermastkranen der LG1750

der stärkste Raupenkran ist der LR13000 mit einer max. Hublast von 3000t, max Hubhöhe 245m und max ausladung 196m

Zu meinem Modell:
ich habe zwischenzeitlich die metallisierten Kettenglieder mit Klarlack versiegelt und mit Echtros behandelt.
Das Ergebnis der Echtrostbehandlung ist nicht perfekt (der rost hätte gern etwas heller sein können), ich bin aber trotzdem zufrieden.

Für die Kranfahrerkabine traf am letzten SA Ersatz ein (wir erinnern uns: die dem Bausatz beiliegende war krumm), ich bin gerade dabei, die Kabine zu lackieren - weiß. Was die Sache eher verkompliziert ;)

Fotos gibts am WE - wenn ich es schaffe (Samstag Grillkurs "American BBQ")
panzerchen
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Do 28. Jul 2016, 23:05

die max. Hublast von 3000t gelten aber sicherlich nicht für die max Hubhöhe 245m und max Ausladung 196m ????
Odr ???

Und wirklich 3000 Tonnen ?????
Das sind rund 20 Lokomotiven !!!
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tintifax_2
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Do 28. Jul 2016, 23:10

Laut Liebherr nur bei einem Radius von 12 m.
http://www.liebherr.com/en/dnk/products ... 13000.html
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
Ebiwan
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Fr 29. Jul 2016, 04:38

Beeindruckend genug! Vor Allem, wenn man liest, dass die Motorleistung nur 1000 kW ist, das ist gerade mal die Größenordnung eines Leopard 2 und selbst Supersportwagen haben teilweise mehr... z.B. Koenigsegg Regera mit >1100 kW Systemleistung.

Gruß
Eberhard
panzerchen
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Fr 29. Jul 2016, 22:57

Alles nur eine Frage der Getriebeübersetzung.
So kommt z.B. das Schiffshebewerk Niederfino mit einem simplen 70 PS 4-Zylinder Ottomotor aus.
Allerdings nutzt es entsprechende Ausgleichsgewichte für die Hebewanne.
Und die Gewichte der vielen Seile sind durch massive Ketten unter der Wanne ebenfalls ausgeglichen.
Wie war das nochmal ?--->gebt mir einen festen Punkt und ich hebe Euch die Welt aus den Angeln ( mit einem entsprechend langen Hebel ).
Physik ist kein Hexenwerk, leicht verständlich und für Jeden nutzbar.
Antworten

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