Hobbyaufgabe - es macht mich wahnsinng!

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Yeast
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Mi 14. Mär 2018, 09:11

Hallo zusammen!

Heute komme ich mal mit einem weniger erfreulichen Thema zu euch und hoffe auf eure Hilfe.

Ich habe ein Problem. Jedes mal nach dem Airbrushen habe ich zwei, drei Tage eine Reizung der Atemwege, Druck auf der Brust und Husten. Dabei verwende ich eine Airbrush-Kabine mit Absaugung ins Freie, trage eine 3M Maske (die mit Wechselfiltern für Gase, Dämpfe und Staub) mit den Schutzklassen FFP3 und A3, also überall die höchste Stufe. Das letzte mal hat es mich diese Woche wieder beim Brushen am Marder erwischt.

Ich weiß echt nicht mehr weiter, ich würde so gerne Arbeiten, aber wenn mich das jedes mal für ein paar Tage gesundheitlich so belastet, muss ich wohl aufhören mit der Airbrush. Ich kann mir die Ursache auch nicht erklären. Mache ich irgendwas falsch? Gibt es noch eine Möglichkeit, mich irgendwie besser zu schützen? Bin ich eventuell auf was in den Acrylfarben allergisch?

Selbst wenn es eine Stange Geld kostet um mich zu schützen, würde ich es investieren. Andernfalls muss ich das Hobby wohl an den Nagel hängen und das WILL ICH NICHT! :roll:

Frustrierte Grüße,

Alexander
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satori
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Mi 14. Mär 2018, 09:47

Hi Alexander

Ich rate Dir mit Deinem Hausarzt zu reden. Alles andere wäre nur Spekulation unsereseits.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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Toolman Toto
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Mi 14. Mär 2018, 10:33

Servus,

dazu würde ich auch raten - gehe bitte zum Arzt. Ferndiagnosen, selbst von Fachleuten, sind eher schwierig!

VG Toto
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Diwo58
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Mi 14. Mär 2018, 10:49

Hi Alexander.....

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Arztbesuch ist Pflicht. Mit was arbeitest du eigentlich....mit Aquas oder Enamels?

Gruß, Dirk. :thumbup:
IchBaueAuchModelle
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Mi 14. Mär 2018, 12:04

Selbstverständlich schicke ich dich auch zum Arzt ;) Die Frage von Dirk möchte ich auch stellen: das tritt auch bei Aquas auf bzw. Farben auf Wasserbasis? Ist es auch beim Pinseln, wenn die Dämpfe aus den Farbdöschen so herumschwirren?
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Es grüßt
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Yeast
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Mi 14. Mär 2018, 12:59

Danke Euch, dann werde ich mich mal zum Hausarzt aufmachen.

Grundsätzlich arbeite ich ausschließlich mit Acrylfarben, meist Revell und Vallejo. Ganz fies ist die Vallejo Grundierung, die ist aber auch mit Polyurethan, das nimmt mich immer am meisten mit.

Normalerweise habe ich überhaupt keine Probleme mit der Lunge.

Wenn ich mit Pinsel lackiere, Klebe, Schleife - meist nass, etc. spüre ich überhaupt nichts - nur eben nach dem Airbrushen. Ich hab auch schon mehrfach die Filter und Einsätze der Maske getauscht, sogar eine neue Maske anderer Größe gekauft, weil ich dachte es liegt vielleicht daran, dass die nicht ganz dicht ist.

Müsste die Maske nicht eigentlich soviel rausfiltern, dass ich da überhaupt nichts merke davon?
IchBaueAuchModelle
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Mi 14. Mär 2018, 15:43

Das sollte man doch annehmen. Bei der Vallejo-Grundierung merke ich (zum Glück) nichts. Aber ich merke auch, dass sie mehr riecht. Extrem ist es natürlich bei Acryl. Das vermeide ich so gut es geht.
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eydumpfbacke
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Mi 14. Mär 2018, 19:13

Hallo Alexander,

zum Arzt rate ich natürlich auch.

Zur Maske:
Steht da denn drauf, vor was die schützt?
Unterschiedliche Masken haben unterschiedliche Schutzstufen und schützen vor unterschiedlichen Stoffen.
Eine Lackierermaske ist da anders als einen Staubschutzmaske. Es kommt auch auf den Filter an.
Ein Filter schütz hiervor ein anderer davor...
Es grüßt der Reinhart
coen58
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Do 15. Mär 2018, 19:26

Alle habe es schon x mal gesagt: Bei solchen Beschwerden solltest du dringend zum Allergologen, nur der weiß, gegen was du allergisch bist. Manchmal ist es nur ein einziger Stoff in der Farbe. Aber das ist alles nur raten und spekulieren. Also, so schnell wie möglich zum "Onkel Doktor".
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paul-muc
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Fr 16. Mär 2018, 09:02

Ich kenne die Symptome von früher, als ich noch eine efbe hatte, die einen hohen Arbeitsdruck verlangte. Ich spekulere jetzt einmal:

- Du hast keine Allergie, denn sonst würdest Du auch bei Pinselarbeiten reagieren.
- Du arbeitest mit hohem Druck (mehr als 1,5). Der Farbstrahl trifft auf das Modell und wird reflektiert. Die Farbe bleibt haften, das Lösungsmittel verteilt sich in der Luft.
- Tür und Fenster des Arbeitsraums sind geschlossen. Du hast zwar eine Abluftanlage, aber da keine neue Luft nachfließen kann, ist sie nicht sehr wirkungsvoll. Sonst würde ja ein Vakuum entstehen. Auf dem Revell-Verdünner für Aquafarben steht: Nur in gut gelüfteten Räumen verwenden.
- Du nimmst die Maske ab, sobald Du mit dem Spritzen fertg bist. Jetzt atmest Du die lösungsmittelgeschwängerte Luft ein, die zur Atemreizung führt.

Abhilfe wäre einfach:
- Weniger Druck. Ich arbeite mit 0,5 bis 1,0. Notfalls eine neue Spritzpistole anschaffen, die mit diesem Druck auskommt.
- Tür oder Fenster einen Spalt weit öffnen, damit Luft nachströmen kann.
- Maske erst abnehmen, sobald die Luft rein ist, oder außerhalb des Raums.
- Farbhersteller wechseln. Der Begriff Acryl wird ja für alle Nicht-Enamel-Farben verwendet, obwohl sie durchaus verschiedene Lösungsmittel enthalten. Wie wär's mit Gunze oder Tamiya?
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Nightquest1000
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Fr 16. Mär 2018, 16:10

hilfreichste Antwort: Paul-Muc
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
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satori
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Fr 16. Mär 2018, 16:28

So?? Meinst Du??? Ziemlich viel Halbwissen, meiner Meinung nach.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
Axt
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Fr 16. Mär 2018, 21:44

Ich stehe gerade so halb auf dem Schlauch: Wie kann ein Hausarzt diese Frage beantworten? Sicherlich kann er (mit viel Glück) die Symptome diagnostizieren, aber bei den Ursachen habe ich da meine Zweifel, es sei denn, er ist selber Airbrusher/Modellbauer.
Vielleicht noch ein Betriebsarzt einer Lackiererei...
coen58
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Sa 17. Mär 2018, 09:06

Da kann nur ein Allergologe die richtige Antwort finden. Der ist auf solche Sachen spezialisiert. Die Untersuchungen sind jedoch ziemlich langwierig, da er unzählige Tests machen muß. Die tun aber nicht weh. In der Regel tropft er eine Kontrollflüssigkeit, in der sich der oder die verdächtigen Stoffe befinden auf deinen Unterarm, Pflastert die Stellen ab und am nächsten Tag oder etwas später kontrolliert er die Hautreaktion. So ist es bei mir abgelaufen, da ich unter einer Obstallergie leide und bestimmte Obstsorten nicht essen kann.
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Nightquest1000
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Sa 17. Mär 2018, 11:17

Nope.
Pauls Ansatz ist auf keinen Fall falsch.
Ein paar empirische Versuche und man weiß in den meisten Fällen was es ist.
Man muss nicht wegen jedem Mist gleich zum Arzt rennen.
Zumal auch von denen nicht immer nur fundiertes Wissen zu erwarten ist.

Wenn man selber alles sinnvolle ohne Erfolg propiert hat kann man immer noch zum Arzt gehen.

Grüße
Tom
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
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