Anfängerfragen

Allgemeines zum Modellbau, das für alle Bereiche interessant ist oder keinem zugeordnet werden kann
Rossi46
Beiträge: 9
Registriert: Di 3. Nov 2015, 17:56

Doch ich habe mir bereits eine Airbrush Pistole mit Kompressor zugelegt, weil ich auch schon das erste Modell so schön haben will wie es nur geht.
Habe jetzt erstmal einen VW GTI und einen VW T3 in Planung, die ich in diesem Jahr bauen will, dabei ist mir allerdings egal in welchen Zeitraum ich sie fertigstelle, weil es in erster Linie Spaß machen soll und natürlich gut aussehen soll.
Spaß macht es mir aufjedenfall....besonders, weil ich alles inviduell gestalten kann. Daher hab ich das Geld für die AIrbrush gerne ausgegeben :) Der Virus ist somit ausgebrochen :D
Endlich gehts an die Modelle für "Große Kinder" :D Als Kind hatte ich noch Spaß an Lego Technik :D

Sicherlich werdet ihr auch mal den Einen oder anderen Bauplan (oder Ideen) zu Gesicht bekommen :)
Benutzeravatar
Gastronaut
Beiträge: 652
Registriert: Mi 11. Dez 2013, 18:35
Wohnort: Österreich / Stmk / Rottenmann

Viel Spass mit deinem neuen Hobby. ;)

Solltest du mit Revell-Email-Farben beginnen zu Airbrushen, kann ich dir den Tipp geben,
dass du die Farben mit dem entsprechenden Verdünner ausreichend verdünnst.
Die Farbe sollte ca. die Konsistenz von Milch haben.
Ich habe anfangs meistens zu wenig Verdünner benutzt… :oops:

Ich verwende Strohhalme als Pipette.
Einfach an der einen Seite mit dem Feuerzeug kurz erhitzen und das ende zusammendrücken.
Danach mit dem Mund kurz testen ob noch Luft hindurchgeht.
(Achtung nicht hineinspucken... :lol: )
Wenn ja dann den Vorgang mit dem Feuerzeug widerholen.
So kann man kostengünstige Pipetten herstellen.

Mit diesen Strohhalmen teste ich auch die Konsistenz der (email)Farbe.
die Erfahrung kommt mit der Zeit... ;)

Auch kannst du Pinsel in abgeschnittene Strohhalme stecken und
dann mit den Borsten nach unten in einem Glas oder oä lagern.
So werden die Haare des Pinsels nicht verbogen usw…
Rossi46
Beiträge: 9
Registriert: Di 3. Nov 2015, 17:56

Da gibt es kein Universal Mischverhältnis? :D gibt wohl nur probieren....
Also ich hab bei dem Set jetzt Glaspipetten dabei gehabt, habe aber auch ca. 100 Spritzen zuhause.....Da muss ich nicht unbedingt erfinderisch werden :D Aber ist ne gute idee !
Da hab ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht, aber den Tipp werde ich nutzen :)

Vielen Dank :)
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
Wohnort: Neckarsulm

Stimmt: bei der Nutzung der Spritzpistole geht probieren tatsächlich über studieren.
Man muß es üben.
-->gleichmäßige Flächen sprühen, gleichmäßige Farbübergänge sprühen, dünne Linien sprühen, Kleckse vermeiden,Spritzer vermeiden, "Spinnweben" vermeiden.....
Es gibt übrigens Lehrgänge im Internet, z.B. videos bei youtube !

Universelles Verdünnungsverhältnis ?
Nee, davon kann man nicht ausgehen.
Aber als Ausgangspunkt kann man von etwa 50 % verdünnt ausgehen und sich an sein persönlich passendstes Mischungsverhältnis herantasten.
Aber es kostet eben einbißchen Zeit und Geduld bis man es beherrscht.
Ohne Fleiß kein Schweiß, ohne Schweiß kein Preis.
( Ohne Müh´kein Sprüh..... )

Ich hatte mit Papierbildern begonnen: einfache Früchte wie Paprikaschoten, oder einfache Landschaften wie Wüsten mit Himmel und Wolken.
Dazu ein paar Kakteen, mit ganz simpel aus Papier gerissenen Schablonen gespritzt.
So kann man sich allmählich an die Handhabung der Spritzpistole herantasten bevor man ein Modell versaut.

Aber Achtung:
Papier bzw. Karton ist saugfähig, es verhält sich etwas anders als das weniger saugfähige Plastik, auch wenn es grundiert ist !
Axt
Beiträge: 1111
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Gastronaut hat geschrieben:Ich verwende Strohhalme...
Ich mache mir schon ewig Gedanken darüber, was ich als Ersatz für die immer wieder verlorengehenden "Borstenschützer" nehmen kann, aber an Strohhalme habe ich noch nie gedacht. :idea: Ich habe die Halme eher als Bastelmaterial für z.B. Rohre gesehen oder...
...jetzt wo du es sagst: Man kann die dicken Halme auch ohne sie zu erhitzen als Aushilfspipette nutzen. Strohhalm eintauchen, dann Finger oben auf das Loch und wieder rausziehen. Nimmt man den Finger weg, läuft es unten wieder raus. (Sachkundeunterricht Kl. 3 ;) ) Eignet sich besonders für dünnflüssiges wie Wasser.
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
Wohnort: Neckarsulm

Danke daß Du solch eine uralte zivilisatorische Errungenschaft wieder an´s Tageslicht beförderst !
Jahrhundertelang haben die Allchimisten mit den "Stechhebern", wie sie "offiziell" heißen, erfolgreich gewerkelt.
Allerdings mit Glasröhrchen.
Ich meine das nicht ironisch sondern völlig ernst !
Damit kann man tröpfchengenau Flüssigkeiten dosieren, so wie hier gemeint kleinste Farbmengen.
Oder gezielten Lösungsmittelzusatz.
Axt
Beiträge: 1111
Registriert: Fr 1. Feb 2013, 12:16
Wohnort: Ruhrpott

Naja, ich habe das Wort Lösungsmittel vermeiden wollen, um mich von Haftungsansprüchen freizusprechen, falls jemand denkt, dünner Kunststoff ist gegen Universalverdünner resistent... ;)
Benutzeravatar
SharkHH
Beiträge: 871
Registriert: Mo 27. Apr 2015, 12:34

Rossi46 hat geschrieben:Doch ich habe mir bereits eine Airbrush Pistole mit Kompressor zugelegt, weil ich auch schon das erste Modell so schön haben will wie es nur geht.
Hallo Lars,

neben dem Selbststudium habe ich meine ersten Erfahrungen bei einem Airbrush-Kurs gesammelt. In Hamburg konnte ich dazu an einem Samstag in ca. 6 Stunden mit einem zuvor von mir gebauten Modell meine ersten Gehversuche mit der für mich neuen Technik sammeln. Das hat mir auf jeden Fall geholfen.

Darüber hinaus bietet z.B. der Airbrush-Hersteller Harder & Steenbeck in Norderstedt bei Hamburg spezielle Seminare für Modellbauer an.
http://www.harder-airbrush.de/de/modell ... llbau.html
Die Seminare werden u.a. von Matthias Farber gehalten, der auch einige Bücher zum Thema Airbrush & Modellbau veröffentlicht hat.

In dem Thread "Airbrush, Farben & Zubehör" findest Du auch noch zahlreiche Tipps & Tricks.

Dann mal fröhliches Basteln.

Marc
Make glueing great again.
Mein bisheriges Schaffen
Rossi46
Beiträge: 9
Registriert: Di 3. Nov 2015, 17:56

Vielen Dank, werde ich mal reinschauen :)
Ich wohne in Osnabrück, von daher wäre es auch möglich mak nach Hamburg zu fahren.

Wie reinigt ihr eigentlich eure Airbrush Pistolen? In vielen Videos wurden zahlreiche Mittel benutzt, aber geht es auch einfacher?
Zum Beispiel einfach mit Spiritus durchspülen bis keine Farbe mehr rauskommt?
Benutzeravatar
Malkite
Beiträge: 98
Registriert: Mi 14. Jan 2015, 10:40
Wohnort: Welzheim

Zwischen den Farben spüle ich mit dem entsprechenden Reiniger (Herstellerabhängig, oder Frosch Spiritusreiniger), Endreinigung im Ultraschallbad mit Wasser/Reiniger Gemisch.

Gruß
Marc
Zuletzt geändert von IchBaueAuchModelle am Mo 16. Nov 2015, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: DIrektes Zitat vom Vorschreiber gelöscht
Aktuell in Arbeit:
Italeri Mercedes-Benz Actros 1854 LS (V8) 1:24
Italeri Dumper Trailer 1:24
Hobbycraft De Havilland Vampire Mk.I 1:48
Revell Spitfire Mk.II 1:48
Benutzeravatar
SharkHH
Beiträge: 871
Registriert: Mo 27. Apr 2015, 12:34

Rossi46 hat geschrieben:Wie reinigt ihr eigentlich eure Airbrush Pistolen?
Hai Lars,

einfacher geht es, wenn Du keine Enamel-Farben sondern wasserlösliche Acrylfarben verwendest. ;) Neben der deutlich geringeren Geruchsbelästigung in den eigenen 4 Wänden war die wesentlich leichtere Reinigung ein Grund für meinen Umstieg von Enamel auf Acryl-Farben.

Ich arbeite vorwiegend mit den "wasserlöslichen" Revell Aqua Acryl Farben. Vor der Endreinigung im Ultraschallbad, die mein Namensvetter oben beschrieben hat, nehme ich für die Zwischendurchreinigung eine mit Wasser gefüllte Einweg-Spritze mit Kanüle.

Ich entferne die Düse und die Nadel aus der Pistole, führe von hinten die Spritze in den Farbkanal und drücke das Wasser durch die Spritze. Beides halte ich über ein Schmutzwasserglas, so dass die Farbplörre weiß, wo sie hingehört. Damit kriege ich den "Farbkanal" ganz gut sauber. Nach dem Zusammenbau der Pistole den Farbkanal noch trockenblasen und weiter geht´s mit der nächsten Farbe.

Ob das so funktioniert, hängt natürlich von der verwendeten Pistole resp. der Bauart ab. Ich arbeite mit einer Infinity von Harder & Steenbeck sowie einer VEGA von Revell. Da funktioniert die Methode ganz gut.

Marc

PS und OffTopic: Osnabrück ist mir dank Christian Steiffen durchaus ein Begriff. ;-)
Make glueing great again.
Mein bisheriges Schaffen
Benutzeravatar
eupemuc
Beiträge: 3118
Registriert: Fr 29. Jun 2012, 17:55
Wohnort: Bavariae capitis

Gut verständliche Airbrush-Einweisung (inkl. Reinigung):
https://www.youtube.com/watch?v=IQWKgWoKrY4
Gruß, Eugen
Extra Bavariam nulla vita, et si vita, non est ita
Wenn nichts anderes angeben, liegt das Copyright meiner eingestellten Bilder bei mir. Verwendung nur mit meiner Erlaubnis.
Meine Spotterbilder auf
Planespotters
Rossi46
Beiträge: 9
Registriert: Di 3. Nov 2015, 17:56

Nun hab ich alles beisammen, hab zwar den VW T3 bei Revell bestellt, leider kam aber ein Schiff an :evil: ....naja verschiebt sich eben jetzt alles...

Muss ich auch die Aqua Farben in der Pistole verdünnen?
grosskranfan
Beiträge: 316
Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Rossi46 hat geschrieben:Die wichtige Frage fehlt allerdings noch, wenn ich das Modell hab, kann ich es ohne weiteres ansprühen? Ohne schleifen....grundieren...?
Lars
Wie schon ein Kollege schrieb: frag 4 leute und du erhälst 4 Antworten.

Ich sage dazu: es kommt darauf an. Anrauhen mache ich meist nicht, ich entfette nur das Modell gründlich. Erst mit Isoprop, dann mit Silikonentferner.
Allerdings grundiere ich. womit, hängt vom Modell bzw. der Farbgebung ab:
Ist der Kunststoff "von Hause aus" hell und soll das Modell eine helle Lackierung bekommen: Mr. Base white 1000 von Gunze.
Ist es hell und die Lackierung soll eher dunkel ausfallen (z.B. Kampfjets), dann wird eher dunkel grundiert, z.B. einem grauen Mr. Surfacer.
Ist der Kunststoff dunkel und eine helle Lackierung ist gewünscht: ein hellgraues Mr. surfacher, dann Mr. Basewhite, dann lackieren.
Bei farbigen Kunststoffen (ich baue auch KIbri Bausätze) mache ich das so: modell rot und ich will blau Lackieren (führt u.U. zu einem merkwürdigen violett), dann grundiere ich zunächst mit Mr. surfacer 1500 schwarz; dieser Schritt wird nötigenfalls wiederholt.
Da drauf kommt eine Schicht Mr. Surfacer 1500 hellgrau, dadrauf Mr. Basewhite.
Da Mr. surfacer ein Spritzspachtel ist, schliesst er auch kleine Oberflächenfehler; Mr. surfacer ist in verschiedenen "feinheitsgraden" erhältlich:
500, 1000, 1200, 1500 - scwarz gibt es nur in 1500.

Das so vorbehandelte Modell lackiere ich dann.
Hab übrigens viel experimentieren müssen (und dabei auch einige modelle verloren) bis ich diese Vorgehensweise fand.

Volker
grosskranfan
Beiträge: 316
Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Jabo31 hat geschrieben: Ich lackiere in meinem Zimmer grundsätzlich mit Enamel Farben und habe weder mich noch andere mit den hier genannten Gerüchen belästigt,
Da tät mich schon interessieren, wie du das machst. Auch für mich war die Geruchsbelästigung der Hauptgrund für den Wechsel auf Acryl; auch wenn ich nicht von Enamel komme, sondern von ELITA (die ich hier trotzdem weiterverwenden werde - je nach Modell - da ich anders keine Chance sehe, an RAL Farbtöne zu kommen

Volker
Antworten

Zurück zu „Allgemeines“