DAK, Deutsches Afrika Korps

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Rafael Berlin
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das würde ich auch zu gerne sehen!!
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Diwo58
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Moin Rainer.....

Zu deinem bisherigen schaffen in diesem Baubericht.....: schon wieder, ganz großes Kino! Man kann von Anfang des Baubericht bis hier hin immer wieder neue Details entdecken.... auch wenn man ihn zum dritten oder vierten mal ansieht. Echt Klasse.

Auch ich reihe mich in die Fraktion derer ein, die höchst Interessiert sind, wie du die Figuren machst.... Also: "zeich ma her" :mrgreen:

Gruß, Dirk. :thumbup:
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KaleuNW
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Hallo Rainer

Ohne unter die Lobhudler vom Dienst zu fallen,
finde ich deine Figuren sehr realistisch bemalt und in der Haltung natürlich dargestellt. 8-) :thumbup:
Das A und O in einem Diorama mit Figuren :!:
Auch die Gesichter sind für mich durchaus stimmig :D

Gruss aus der Maske
Wilfred

PS: Gegen den Vorsatz, an dir selbst wachsen zu wollen, kann wohl niemand etwas haben.
Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.
Michel de Montaigne (1533 - 1592)

Kaleu’s Portfolio :arrow: viewtopic.php?f=275&t=7639
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Aktvetos
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Danke :)
Ja die Grundqualität von Figuren macht schon eine Menge aus. Wie gut sind kleine Details sichtbar, wie scharf sind Kanten da wo sie scharf sein sollen, selbe gilt für weiche Kanten etc.
Diese Figuren machen es einem relativ leicht, da passt alles, Posen, Details und Passgenauigkeit.

So, ich zeige es anhand einer Figur her, die restlichen werden dann fotografiert wenn aller fertig ist, die Schritte sind ja die selben.

Zusammenbauen und teilweise Spalten mit Putty habe ich mir erspart, denke das kennt eh jeder selbst.

Zuerst mal mit der Airbrush weiß grundieren. Da ich die letzten Figuren mit einer für mich neuen Technik/Idee probiert habe, fallen die Schatteneffekte von anderen Figuren weg die ich vorweg erzeuge. Mit schwarz grundieren und dann von oben mit weiß benebeln.
Hier ist der Ansatz ein anderer.

Weiß grundiert:

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Diwo58
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Hey Wilfred....was soll das den heißen....: Lobhudler vom Dienst? :thumbdown: Also manchmal....(hier könnte jetzt ein Kopfschüttelsmilie hin)
Ich hoffe mal, das ist anders gemeint, als sich das liest.

Yooo und Rainer.....: ich Lobhudle dann mal los.... Danke dir, das du und das zeigst. :thumbup:
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Aktvetos
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Ich beginne mit der Hautfarbe. Aus dem einfachen Grund, wenn ich hier ein wenig unsauber arbeite, z.B. beim bemalen an den Kragen oder so komme, macht es nichts, da ich mir ja nur die Grundierung übermale. Weiters aus dem Grund, damit diese Farbe die längste Zeit zum durch trocknen hat. Haut ist bei mir so eine Problemfarbe... Deckt nicht, reibt sich leicht ab, egal welcher Hersteller.
Wichtig ist auch das die Grundierung matt ist, damit bei den weiteren Schritten die Pigmente mehr Haftung finden, wird dann im Laufe der Erklärung klar, warum ich das brauche.

Hier wurde nun Dark Flesh von Vallejo verwendet, bei den Figuren davor war es Tamiya Matt Flesh. So versuche ich ein ein wenig Abwechslung in die Hauttönungen bei der Menge an Figuren zu bringen. Auch wenn man es so gut wie nicht sieht, da die Fläche ja relativ klein sind. Wollte auch nur darauf hinweisen, das der Hersteller relativ egal ist, nur die Basis bleibt gleich, Acryl.

Dann aktiviere ich mein High End Werkzeug, die selbst gebaute Nasspalette. Kann man bei diversen Händlern auch um einige Euro fertig kaufen, mir reicht meine zusammen geschusterte Version völlig und kostet ein paar Cent.
1; Ein Deckel einer alten Verpackung(Wasserdicht muss sie sein).
2; Ein Stück Haushaltsschwamm zurecht geschnitten.
3; Backpapier wo man sich ein Stück runter schneidet das man gerade benötigt.

Backpapier und Schwamm ordentlich durch feuchten, einen Klecks Farbe drauf. Somit hält sich die Farbe länger frisch beim arbeiten und ich schaue immer darauf das ich ein paar Tropfen Wasser auf dem Papier habe, das ich gleich zum verdünnen nehme.
Oben habe ich geschrieben das Hautfarbe schlecht deckt, zumindest bei mir. Das mache ich mir nun aber zunutze. Verdünne die Farbe mit dem Tropfen Wasser noch mehr, deckt noch weniger. Macht aber nichts, dafür ist die Grundierung in weiß da. Da fällt es nicht so auf und ein weiterer Effekt tritt auf. Die Farbe verhält sich wie ein Wash, aber ein dann doch deckendes Wash. In Vertiefungen sammelt sich die verdünnte Farbe und nimmt alle Pigmente mit die nun auf erhabenen Stellen keinen Platz mehr zum haften finden. Daher Matt grundieren, die Pigmente müssen haften können. Bei Glanz Grundierung besteht die Gefahr das die gesamte Suppe nur in die Vertiefungen läuft.
Ergo: In den Vertiefungen wird die Farbe deckender und dünkler, auf erhabenen Stellen schimmert das weiß der Grundierung durch und es wirkt heller -> Licht/Schattenspiel.
Davon habe ich nun zwei schichten aufgetragen.
Ich arbeite also mit "Lasuren". Siehe : https://de.wikipedia.org/wiki/Lasur Punkt : Lasurtechnik in der Malerei.

Und so sieht das bisher aus, anm. : Die Palette ist mittlerweile ein wenig eingetrocknet auf den Fotos, bemalt wurde gestern gegen 20:00(erste schicht) und die zweite gegen 21:00. Fotos heute um 11:00 gemacht.
Aber gut zu sehen das hier schon erste Hell/Dunkel stellen sichtbar sind im Gesicht.

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Aktvetos
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Nun beginne ich mit den Uniformen.
Selbes Prinzip, Lasuren.
Hier verwende ich aber zusätzlich zum feuchten Backpapier Farben von Vallejo Model Air. Diese sind für die Airbrush schon verdünnt. Die haben beim pinseln schon eine richtig schöne Lasurkonsistenz.
Auch wieder ein Bild der Nasspalette, wo ich Farben mische. Leider nicht mehr so gut zu sehen, der Mischvorgang. Außen sind die Farben unverfälscht, in der mitte wird vermischt. So erhalte ich von innen nach außen fließende Übergänge auf der Palette. Nicht irritieren lassen von dem Hautfarbenklecks, der ist auf der Rückseite, ich verwende das Backpapier immer doppelseitig, nur nichts verschwenden ;)

Insgesamt waren hier 4 Farben für 3 Figuren im Spiel, durchs mischen sieht man am Ende nur noch 2 auf dem Bild.
Feldgrau, Earth Yellow, Elfenbein/sand und braun. Genaue Bezeichungen reiche ich gern auf Wunsch nach.

Auf den hellen Uniformteilen, hab ich zuerst Earth Yellow oder Elfenbein aufgetragen. Wie gesagt, sind diese Farben schon stark verdünnt, durch die Nasspalette noch mehr, bedeutet auch, sie brauchen lange zum trocknen. Auch das nutze ich nun für meine Zwecke.
Sobald ich sehe das die Farbe antrocknet auf der Figure, kommt ein wenig braun in die feuchte Farbe. Nun vermischt sie die schön mit der Untergrundfarbe. Legt sich also nicht wie ein Wash darüber. Die Farbe wird abgedunkelt, und nun pinsel ich solang rum, bis sich die Pigmente in den Kanten und Vertiefungen festgesetzt haben. Geht recht schnell. Sollte sich an einer Stelle zuviel Braun zu schnell fest setzen, kein Thema, Pinsel mit Wasser anfeuchten und die Farbe weiter verpinseln. Lässt sich so schnell wieder anlösen und weiter verarbeiten.
Trotzdem sollte hier zügiges arbeiten eingeplant werden. Alles hergerichtet wie man es braucht und auch Unterbrechungen vermieden werden, also vorher auf die Toilette gehen ;)

Feldgrau wurde einfach drauf gepinselt, hier sieht man den Kontrast am stärksten. Stört aber nicht, lass ich mal durch trocknen und mach in ein paar Stunden oder morgen eine zweite Schicht drauf, dann werden die zu hellen Stellen weiter abgedunkelt.
Was man aber an allen bemalten Teilen gut erkennt, es kommt keine homogene Fläche zustande. Erhabene Stellen sind heller, tiefer gelegene sind dunkler. Und ebene Flächen sind immer wieder ein wenig aufgelockert. Wenn ihr euch mal Kleidung anseht, werdet ihr feststellen das dies durchaus realistisch ist.

Kurzum: bisher ist keinerlei Sonderextremprofiwahnsinnstechnik im Einsatz, es wurde einfach nur eine Lasur auf eine weiße Grundierung drauf gepinselt und mit ein wenig Farbmischen mit den Farbtönen rum gespielt. Nicht mehr, nicht weniger.

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Brummi
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Klasse! :thumbup:

Gruß
Christian
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Aktvetos
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Brummi hat geschrieben: Fr 13. Nov 2020, 19:59 Klasse! :thumbup:

Gruß
Christian
Auch verständlich?
Bei Fragen nur her damit.
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HansW
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Ich habe nur Revellfarben ( weil bis vor einem Jahr es noch einen Modellbau/Spielwarenhändler hier gab der nur Revellsachen hatte ) geht das damit auch?
Brummi
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Aktvetos hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 02:34 Auch verständlich?
Bei Fragen nur her damit.
Klasse erklärt! :thumbup:
So, jetzt ist richtig. ;)

Gruß
Christian
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Aktvetos
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HansW hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 07:37 Ich habe nur Revellfarben ( weil bis vor einem Jahr es noch einen Modellbau/Spielwarenhändler hier gab der nur Revellsachen hatte ) geht das damit auch?
Theoretisch sollte das mit jeder Basis und jedem Hersteller klappen wo man verdünnen kann.
Aqua macht es natürlich leichter, weil auch Acrylbasis und die Verarbeitung der Farben mit einer Nasspalette erleichtert wird. Email müsste man halt verdünnen und auf die (Wasser)Palette verzichten. Gibt aber eventuell ein Gegenstück dazu, kann ich aber nicht beantworten, verwende keine Email Farben.
Was ich dir auch nicht beantworten kann, ist das Mischungsverhältnis. Und das wird auch von Farbton zu Farbton unterschiedlich sein.
Kannst aber leicht raus finden. Dummy nehmen und solang die Farbe verdünnen bis ein transparenter Farbauftrag auf dem Dummy sichtbar ist. Und hier ist eben eine Naßpalette dein bester Freund, weil du kleinweise Stück für Stück weiter verdünnen kannst ohne viel Aufwand. Welchen Grad der Transparenz ist ein wenig von Erfahrung und Wunsch abhängig. Am besten ist es natürlich wenn man auf Anhieb so einen Grad erwischt, wo die hellen, erhabenen Stellen maximal eine zweite Schicht benötigen. Weil bei jeder Schicht mehr muss auch klar sein, die restlichen Pigmente laufen in die Vertiefungen und dort wird es immer dunkler und dunkler und die Farbschicht dicker.

Kann man auch gut mit einem Grafikprogramm vergleichen, wo man eine eine transparente Ebene über ein Bild legt. Ob das nun mit 10, 50 oder 90% Transparents passiert, hat Auswirkung auf die Ebene darunter, wie gut oder schlecht sichtbar diese bleibt.
Und hier soll das Ziel sein, die weißen erhabenen Stellen sollen klar die Grundfarbe annehmen und nur in den Vertiefungen und Kanten intensiver werden.
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Aktvetos
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Langsam aber doch werden Details bemalt.
Dort wo Farbe hingelaufen ist oder ich mit dem Pinsel angekommen bin, wird vor dem finalen Wash und trockenbürsten noch ausgebessert.
Über die Hose kam zuerst noch eine Schicht Feldgrauer Lasur, danach ganz wenig Earth Yellow, das hat, obwohl man es dem Namen nach nicht vermuten sollte, einen grünstich, relativ hell. Passt aber gut dazu, das Feldgrau ein wenig aufzuhellen und die homogene Fläche aufzubrechen.
Dann wurden noch Details bemalt, Schuhe, Gürtel etc.
So sieht das bisher aus:

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Zuletzt geändert von Aktvetos am So 15. Nov 2020, 14:31, insgesamt 3-mal geändert.
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HansW
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Das sieht ja richtig gut aus. Aber die Figur sieht auch sehr gut aus, also strukturiert.
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Aktvetos
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Danke ;)
Ja ist zwar weit weg von dem Perfektionismus, den andere Figuren Maler an den Tag legen. Aber ich denke mit dieser relativ einfachen Technik bekommt man trotzdem akzeptable Ergebnisse hin. Ein wenig mit Lasuren rum probieren, Farben Nass in Nass verlaufen lassen, alles keine Hexerei.
Die Qualität der Figur hilft hier auch ungemein. Strukturen sind sehr sauber, Falten sauber, da läuft die Farbe überall genau da hin, wo man das möchte oder gern hätte. Denke mit den Figuren aus den 70er 80ern die teilweise z.B. bei Tamiya Bausätzen dabei sind, würde das Ergebnis wahrscheinlich nur halb so gut aussehen.
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