Revell 1:72 P-47D Thunderbolt

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Shyraz
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Werte Modellbau Kolleginnen und Kollegen.

Das zweite Flugzeug aus dem Revell Giftset ist fertig. Gebaut wurde eine Thunderbold in folgender Ausführung:

P-47D-30-RA, 42-28382 HV-S, "Ole Cock III"

Mit diesem Modell habe ich mir auf raten Einiger mehr Zeit genommen. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Zwar ist mir auf einem Flügel ein kleines Schlierenfiasko passiert, aber dennoch ist es bis auf den Flügel mein bisher bestes Modell. Wie immer: Pinsel only.

Ich war hier in Sachen Alterung deutlich mutiger. Die Idee ist folgende: Vom ersten Einsatz gelandet, wurde die Maschine direkt aufgetankt, Bomben und Ersatztank aufgerüstet (daher sind diese deutlich weniger gealtert, sie dürften ja nur lediglich ein paar Lagerungsspuren gehabt haben) und der Pilot ist vermutlich gerade für kleine Kampfpiloten, daher ist die Kanzel auch geöffnet dargestellt und vom Pilot gerade keine Spur. ;)

Quasi eine Szenerie zwischen zwei Einsätzen.

Doch genug gequasselt, hier ist das gute Stück:
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Ich hoffe die P47 gefällt euch.
Zuletzt geändert von Shyraz am So 18. Jun 2017, 20:14, insgesamt 1-mal geändert.
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eupemuc
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Hübsch geworden :-)
Ich persönlich wäre etwas sparsamer mit den Lackabnutzungen an den Flächenvorderkanten.
Aber das ist Ansichtssache.
Gruß, Eugen
Extra Bavariam nulla vita, et si vita, non est ita
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paul-muc
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Ich finde, es ist ganz gut geraten, wenn man von der Klekserei an den Flügelkanten absieht. Und er sagt ja selber, dass er noch übt. Man könnte Kritik ja auch aufbauend formulieren. Und die dunklen Farben können ja auch durch die Aufnahmesituation aufgrund unzureichender Lichtverhältnisse bedingt sein. Ich helle meine Fotos deshalb grundsätzlich auf, bevor ich sie hochlade.
Was die Alterung an den Bomben angeht, so werden diese ja in der Regel am Zielort abgeladen, haben also keine Zeit zu altern. Lass Dir mehr Zeit beim Bau und sei zurückhaltender bei den Effekten. Dann wird das schon. Berichtige bitte den Namen des Flugzeugs in Titel und Text. Es ist ein Thunderbolt.
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Shyraz
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Vorab, Danke für eure Kritik.

Die Überschrift ist mittlerweile auch korrigiert. Da Jabo den etwas schärferen Tonfall ja durchaus bei mehreren Gelegenheit gegenüber so ziemlich jedem anschlägt, nehm ich das auch gar nicht persönlich. Ich bin erwachsen genug um das abzukönnen. Er schreibt halt so und ich denke Jabo, du machst das ja auch nicht aus purer Böswilligkeit heraus, sondern weil du mich zu besseren Leistungen antreiben willst und eben gerade heraus bist. ...Stimmst du mir da zu? ;)

Ich hab mir hier durchaus schon mehr Zeit für das kleine Ding gelassen. Jedoch komm ich noch oft an den Punkt wo ich merke, wenn ich an der Stelle jetzt noch weiter rumfrikel, dann mach ich´s nur schlimmer. Und naja, ich hab halt auch Zeit durch mein Credo: Alles ist besser als TV. ;) Da verkrümel ich mich nach meiner nahezu täglichen Dosis Sport dann lieber in mein Arbeitszimmer/ Hobbyraum/ Homegym.....ach, nennen wir es Multifunktionsraum. :D Nach dem Ratschlag zur Innenfarbe (die für eine Umlackierung leider schon zu verbaut war) habe ich auch sehr oft nach Bildern gegooglet, bevor ich Dinge verbaut/ lackiert hatte.

Yup, bei der Landung ist das Ding offensichtlich durch ne Wasserlache gerauscht. Aber, wie gesagt, bin noch dabei die richtige Dosis washing herauszufinden. Bei der Ju88 etwas zu lasch, wars hier etwas übertrieben. Vielleicht habt ihr hier einen Tipp: Wenn ich nach dem Wash das ganze zu sehr abtrage, zieht mir das Zeug wieder aus den Fugen raus. Hab da noch nicht die richtige Technik drauf. Oder liegt das echt an der Lackierung via Pinsel, da nicht so fein?

Mit der Abnutzung an den Kanten hab ich es im Nachhinein betrachtet tatsächlich übertrieben. Das verbuche ich als Lerneffekt. 

Bzgl der dunklen Farben: So gibts die Bauanleitung halt mal wieder vor. Ist das ein typisches Problem von Revell oder ist das bei anderen Herstellern auch so?

Aber ansonsten mag ich meinen Vogel. ;)
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Yeast
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Ich finde den Vogel auch nicht so schlecht. Natürlich bauen wir blutigen Anfänger nicht auf dem Niveau der Profis hier. Bei den paar Modellen die wir gebaut haben wäre das auch ein Wunder. Ich finde dass du für eine reine Pinsellackierung die Sache gut gemacht hast. 

Bezüglich Alterungseffekte muss ich ehrlich sagen, dass ich so intensive Washes auf Flugzeugen nicht mag. Von was soll denn der Vogel so dreckig werden. Staub ja, Ruß vom Motor ja, komplettes dunkles Wash halte ich aber für zu viel. Ich finde bei Panzern kommt das viel besser. 
Die Lackabplatzer beim Propeller finde ich gut gelungen, an den Flügeln naja, etwas übertrieben.

Aber ehrlich gesagt habe ich weder die Erfahrung noch die Fähigkeiten, hier etwas zu kritisieren. Ich sehe nur, dass ich mich an genau den gleichen Punkten schwer tue wie Du. Und ich bei weitem nicht so gut Pinseln kann wie Du. An derartige Tarnmuster hab ich mich noch nicht mal rangetraut - meine Flieger waren alle einfarbig mit ein paar Klecksen hier und dort. Ich muss das jetzt unbedingt mal wagen.

Was mich noch interessieren würde sind ein paar Dinge. Cockpit, Unterseite, Oberseite, Räder, etc. Ginge das? Also ein paar Nahaufnahmen. Nicht weil ich dich kritisieren will sondern weil ich gerne sehen würde, wie du die Details hingekriegt hast. Ich bin nämlich bei mir immer notorisch unzufrieden und teils frustriert, wenn ich mir meine Details ansehe. Daran scheitert es bei mir noch regelmäßig.
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0ri0nM33
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Hallo Shyraz,

schön ein weiteres deiner Werke hier zu sehen. Zunächst gefällt mir wirklich, dass bei dir doch ein gewisser Lerneffekt auszumachen ist. Die P-47 wirkt insgesamt schon besser als die P-51. Die Pinsellackierung ist rein vom Handwerklichen nicht übel, passt mit dem sehr prominenten Washing schon ganz gut so.

Trotzdem gibts erneut ein paar Anmerkungen von mir: Zunächst ist sind dir beim Propeller zwei kräftige Fehler unterlaufen – einen hat Jabo schon angesprochen. Dein Propeller hat die Abnutzungsspuren auch an der Rückkante der Blätter, also entgegen der Flugrichtung. Außerdem hast du den Bereich der Propellerblätterbefestigung ebenfalls gelb gestrichen. Hab noch keine einzige Thunderbolt gesehen wo das so war, dieser Bereich ist immer Metallfarben und nur die Spinnerspitze Rot, Blau oder Gelb oder sowas.

Bei den Farben für die Lackierung und auch fürs Washing musst du einfach den Maßstabeffekt berücksichtigen, etwas was Revell bei der Angabe seiner Farben in den Anleitungen scheinbar nicht macht. Je kleiner ein Objekt ist, desto weniger Rückstrahlfläche hat es und wirkt dadurch dunkler. Ganz salopp gesagt: eine schwarzer Nachtjäger sollte als Modell nicht mit einem kräftigen Schwarz lackiert werden, sondern eher mit einem Anthrazit. Deshalb fügt man den vorgeschlagenen Ausgangsfarben einfach ein, zwei Tropfen Weiß bei und hat dem Verdunklungseffekt etwas entgegen gewirkt.

Zum Thema Washing: Weniger ist mehr! Erstens bin ich selber kein Freund eines übertriebenen Washing, vieles was ich häufig auch auf Profilmodellen sehe empfinde ich schlicht als unrealistisch und übertrieben. Ist aber verständlich, damit ein Washingeffekt prominent von Weitem zu sehen ist muss er entsprechend übertrieben dargestellt werden. Meist entspricht das aber keinem realen Erscheinungsbild. Das ist ein künstlerisches Spiel mit der Wahrnehmung........ . Am besten fährt man, wenn man eher immer mehrere dezente Durchgänge nacheinander macht – lieber zunächst zuwenig und dann nochmal nachjustieren.

Aber wie gesagt: deine Arbeiten machen sich. Also weiter dran bleiben!
Grüße,
Ralf
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Shyraz
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Ich muss sagen, dass mit dem Aufhellen ist tatsächlich ein guter Ratschlag. Ich hab mich hier schon bei den Modellen, die ich nach den Farbangaben lackierte habe schon gewundert, warum die Dinger so dunkel wirken. Nur dass ich es immer auf den Pinsel geschoben habe, bzw dachte, es hätte was mit Airbrush und Filtertechniken zu tun, da die Bilder auf den Schachteln der Modelle ja durchweg heller wirken. 
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IchBaueAuchModelle
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Also im Gegensatz zu dem ersten Flieger aus dem Set ;) ist die P-47 ansehlicher geworden. Mir gefällt sie nicht so schlecht. Klar, würde eine Airbrush besser sein. Aber warum erst mal nicht so?
Wo ich mich anschließe, sind die Abnutzungen an Tragflächenvorderkante und am Propeller. Mit denen kann ich persönlich nichts anfangen. Das irritiert mich. Vermittels den Eindruck, als ob sie im Windschatten eines Kieskutschers geflogen ist :lol:
Nicht entmutigen lassen. Eine Steigerung von der Corsair ist m.E. schon zu sehen. Ich bin ja gespannt, wie meine Flieger aussehen werden, wenn ich mich auf dieses Terrain wage. Mit Airbrush aber auch mit Abnutzung und/oder Verschmutzungen?
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Es grüßt Christian Bild
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Nightquest1000
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also man sieht einen Fortschritt. Jedoch muss ich @Jabo, auch wenn er es ein bisschen poltrig macht, in seiner Kritik zustimmen. Das geht alles sehr schnell bei dir. Langsamer und überlegter arbeiten bringt nochmal mehr. Man sieht das am Endergebnis. Was das Altern angeht fehlt uns allen das Wissen weil wir ja nicht dabei waren. Also hilft nur Recherche. Periodika, Internet, Bücher usw. Deine Alterung ist eine gute Übung, überzeugt aber nicht wirklich. Alles in Allem ist mir das Modell einheitlich zu dunkel. Damit verliert es an Tiefe.
Aber, wie schon öfter erwähnt, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Wenn es dir so gefällt ist das höherwertig als Kritik von Dritten. Aber schau zu das du nicht stehen bleibst. Langsamer Bauen und dabei Weiterentwickeln. Was hast du davon möglichst viele Modelle fertig zu bekommen. Du arbeitest doch an einem Modell. Ob es nach 30 Stunden immer noch das eine ist, oder schon das Dritte, ist doch egal. Schau mal in die neue Kit (falls du das nicht schon hast) und lass dich von dem Artikel "Was heute in 1/72 möglich ist" inspirieren.
Und denk über die Anschaffung einer Airbrush nach..
Grüße
Tom
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
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