Welche Gitarre spielst Du?

Small-Talk und "off-topic"-Plaudereien ...
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satori
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Fr 4. Jul 2014, 08:59

Wir driften zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Darum habe ich hier ein neues eröffnet.
Axt hat geschrieben:
satori hat geschrieben:Jeder hat so seine Vorlieben und wenn man mal ein paar Gitarren hat, wird die Farbe irgendwann zur Nebensache.
Meine erste Gitarre war eine weiße Stratkopie, bei der Zweiten nennt sich die Farbe "purpleneon"... Die hat mittlerweile grüne Evos und gelbe Potiknöpfe. Damals war mir die Farbe echt egal. Will sie aber seit langem umlackieren, gelb oder grün. Ist mir aber im Moment nicht so wichtig... :)
Die meisten meiner Gitarren (6) sind aber von der Grundfarbe schwarz, teilweise aber mit bunten "Farbtupfern".
In der Regel spiele ich im Standardtuning die Hybrid Slinkys von 9 auf 46.

Die Siebensaitige hatte ich mir zur Jahrtausendwende gekauft, als der Boom angefangen hatte. Im nachhinein hätte ich mich lieber für eine "normale" Gitarre entscheiden sollen. Das ist schon ein anderes Instrument und man muss die ganzen Skalen neu lernen. Eigentlich nehme ich die auch nur zum Riffen.
Ich mag eigentlich alles nicht, was von der Mensur in Richtung Paula geht. Auch sind mir die schweren Hölzer zu "langsam".

Aber wie immer: Geschmacksache. ;)
Ich habe gerade mal zwei schwarze und eine weisse Gitarre. Der ganze Rest deckt wohl fast den ganzen Regenbogen ab. Eine meiner Ibanez RG's hat einen purple cameleon Anstrich. Die Farbe wechselt von grün über blau zu violett. Damals fand ich das auch ziemlich cool.... mittlerweile, na ja... wie sich der Geschmack mit der Zeit doch ändert :-)
Ibanez hatte eine Zeitlang so knallige Farben auf ihren RG's. Ich finde auffallenden Farben schon cool, aber wenn ich in einer Bluesband spiele sieht eine Neongrüne Gitarre mit pinkfarbenen PU's schon schräg aus :D Eine meiner Strats ist metallic blau. Sehr gewagt bei meinen Blueser Freunden :lol:

Ich mag die GHS Boomers Saiten. Die haben einen sehr metallischen, harten Sound. leider aber oxidieren sie sehr schnell und reissen auch schon mal, darum verwende ich für Live meistens die D'Addarios und nur im Studio die Boomers.

Mein erstes Brett war eine Kawaii in Metallic rot. Ich glaube mittlerweile bauen Kawaii keine Gitarren mehr und sind vor allem für ihre E-Pianos bekannt. Diese Gitarre habe ich heute noch.

Ich bevorzuge auch das Standard Tuning. Bei all den anderen Stimmungen verheddere ich mich dauernd bei den Solis :oops: Ausnahme sind die Bottleneck Songs. Da stimme ich logischerweise auf die jeweilige "Open" Tunings. Sliden geht so einfach am besten wenn die Klampfe gleich in der passenden Tonart gestimmt ist.

BC Rich brachte mal einen 8 Saiter raus. Da brauchst Du Hände wie ein Schaufelbagger um überhaupt das ganze Griffbrett erreichen zu können. Zudem frage ich mich, wozu 8 Saiten, wenn ich auch auf 4 spielen könnte? :lol: :lol: :lol:
Ganz ehrlich mache ich mir über Mensuren gar keine Gedanken. Ich kann auf einer Paula genau so gut spielen wie auf einer Strat, wobei ich allerdings Jumbo Frets bevorzuge.

Was meinst Du mit schweren Hölzer? Amerikanischer Ahorn ist höllisch schwer, klingt aber sehr ausgewogen und präsent. Ich denke es sind die weichen Hölzer die den Klang so träg werden lassen. Wobei es ja die Holz / Pick Up Kombination ist, die den Sound "machen".
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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satori
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Fr 4. Jul 2014, 13:29

In diesem Forum gibt es ja ein paar Gitarristen wie ich gesehen hab. Zeigt doch mal Eure Äxte oder den Wumms (Amp) der meist hinter dem Gitarristen für ordentlich Krach sorgt :-)
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Axt
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Fr 4. Jul 2014, 16:10

satori hat geschrieben: Eine meiner Ibanez RG's hat einen purple cameleon Anstrich. Die Farbe wechselt von grün über blau zu violett.
Hört sich doch nach "purpleneon" (PN) an. ;)
satori hat geschrieben:Ibanez hatte eine Zeitlang so knallige Farben auf ihren RG's. Ich finde auffallenden Farben schon cool, aber wenn ich in einer Bluesband spiele sieht eine Neongrüne Gitarre mit pinkfarbenen PU's schon schräg aus
Das ist genau meine Welt. :D

Ich finde das "Swirl-Design" auch ziemlich geil. Ich wollte das mal mit einem Modell versuchen. Oh, Mist! Jetzt hab ich's verraten... :oops: ;)

Meine erste Axt war eine "Applause" aus dem Hause Kaman (Ovation). Ne Stratkopie mit Spanplattenkorpus. Die Weiße. Hab ich auch noch. Leicht modifiziert (Quarterpounder).


Schreib später noch was dazu, kriegen gleich Besuch. ;)

P.S.: Ich schaue gleich Fußball. Das ist ja nix für Schweizer... :lol: :lol: :lol:
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0ri0nM33
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Mi 18. Mär 2015, 14:12

Servus,

Also ich spiele bevorzugt meine Epiphone Les Paul Prophecy Custum Plus EX in Anthrazit. Ich mag die von der Bespielbarkeit her und in Verbindung mit Elixier-Seiten und den EMG-aktiv-Pick Ups macht sie sich Soundmäßig für meine Anwendungen super. Im Cleanbereich überzeugt mich der warme, volle Ton. Mit vorgeschalteter Hardwire-Zerre kann die LP auch ordentlich böse und sägend klingen. Riesenvorteil z.B. gegenüber einer Strat für mich: auch in der Zerre gibts durch die Bauform und das Gewicht immer fett Sustain und satten Sound. Leider wirds im Speedbereich schwierig vom Handling her, Halsform zu dick (D halt) und auch für eine ultraflache Seitenlage nich so gut geeignet.

Für Shredderriffs und Highspeedgeshrammel hab ich noch eine Ibanez GRG170DX in Arctic White. Mein Favorrit wenns nicht auf sahnige Melodien ankommt aber dafür die Abrissbirne auf Speed gebraucht wird. Daneben macht die Gute aber auch mit der Schaltung des mittleren Tonabnehmers für Funk- oder Reggae-Sounds eine bessre Figur als die Epiphone.

Aber als Gitarrist kann man eigentlich nie genug Gitarren haben. Gern hätt ich noch eine Epiphone Explorer mit aktiven EMGs. Die verbindet das Speed- und Shredderhandling einer Strat mit dem Sound einer LP. Auch wenns mal weniger metallisch und dafür rockiger zugehen soll.........dafür würde sich z.B. ne VGS LP mit offnen Humbuckern gut machen...........................
hach Träum :lol:

Grüße,
Ralf

P.S.: Weil ihr ja hier grad bei den Farben seid: Ich würde nur Schwarz, Rot und Weiß nehmen. Ich mag eben Kontraste 8-)
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satori
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Mi 18. Mär 2015, 15:04

Ich mag die Strats sehr, aber nicht für die Metal Schiene. Für Blues und Funk sind meine Fender Strats und Teles immer die erste Wahl. Wenn ich mal so richtig sägen muss, nehme ich auch am liebsten ne Ibanez RG. RG Sagst ja schon wofür diese Axt entwickelt wurde :D Zu den Proben hab ich am liebsten meine RG770 mit. Diese Klampfe ist ein geniales Arbeitsutensil weil extrem vielseitig. Allerdings hat sie niemals so einen breiten Sound wie ne LP, dafür mag sie sich auch bei Big Bands gut durchsetzen.
Ich hatte vor Jahren eine Gibson 78er LP Deluxe in Sunburst. Gekauft hatte ich die nur, weil Ace Frehley die damals auf Tour auch hatte. Das Instrument war sehr schön anzuschauen, aber der Sound hat mir eigentlich nicht so gefallen, was aber an den Mini Humbucker lag. Darum habe ich sie weiter verkauft und mir dafür ein paar RG's gegönnt.
Welche EMGs hast Du auf Deiner Epiphone?

Ich hätte übrigens eine Epiphone Korina Explorer zu verkaufen. Sie ist allerdings in Holz Natur.....

Ich sagte mir auch lange dass man nie genug Gitarren haben kann. Als ich dann irgendwann die 40er Marke überschritt kam ich zur Besinnung ;) mittlerweile ist mein Bestand wieder unter 40 geschrumpft und das wird wohl auch so bleiben.
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Axt
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Mi 18. Mär 2015, 15:45

Was man braucht und was man haben muss sind zweierlei Dinge.
Bei meinem Marshall ist der Clean-Kanal schon seit Ewigkeiten defekt. War auch schon zur Reparatur aber das hielt nicht lange. Daher spiele ich dann notgedrungen immer im verzerrten Modus. Wenn es ein wenig cleaner sein soll, drehe ich das Volumen an der Gitarre runter und Wechsel ggfs. die Tonabnehmer. Bei den Gitarren habe ich auch nur eine Hauptgitarre. Die anderen kommen dann, wenn mal ne Saite gerissen ist. Ist halt "mein Sound", ich will nichts kopieren oder so klingen wie ein anderer. Mir gefällt halt der Sound. Punkt. "Sie haben Ihr Ziel erreicht!"

Ausnahmen soll es aber auch geben!
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0ri0nM33
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Mi 18. Mär 2015, 22:36

N'Abend,

Ich spiele meinen Marshall Valvestate (RöhrenTransistorHybrid) sowohl im Clean- als auch im Overdrivebereich. Weil er aber den Transistor in der Endstufe hat und man denn daher bei der Zerre nicht allzuhoch drehen sollte, nehm ich überwiegend den Cleankanal und zieh das Signal über mein Hardwire TL-2, zumindest beim Proben mit der Band. Zum komponieren und allein Jammen, nehm ich lieber die Marshallzerre.

Wer als Musiker sein Instrument solide beherrscht, kann im Grunde mit (fast jeder Gitarre) alles Spielen. Nur machen dann ab einer gewissen Könnensstufe des Spielers, bestimmte Bauformen und Tonabnehmerkombis für bestimmte Musikstile einfach etwas mehr Sinn als andere. Es hat halt seine Gründe wieso für schnelle Spieltechniken und Stile überwiegend Stratocasterbauformen verwendet werden, hier gibts eben die schmaleren Halsprofile, die bessere Bespielbarkeit auch in hohen Lagen und mehr Höhenbetonung im Eigenklang. Für volumige Einzeltonmelodien, warme Clean- und Halbcleananwendungen oder massive Riffwände, finde ich persönlich aber aus eigenem Erfahrungsbereich LPs oder Artverwandte besser (Flying Vs, Explorers und Thunderbirds sind von der grundsätzlichen Art her ja eher wie LPs.) Mit Telecastern hab ich noch keine Erfahrungen gemacht.
Ich bevorzuge auch für meine Anwendungen im Halbmetalbereich LPs.......................auch aus persönlichem ästhetischem Empfinden. Mit Strats kann ich mich optisch einfach schwer anfreunden :oops:

Dann lieber auf der Poserschiene mit ner Explorer fahren :lol:

Naja, man braucht ja wie gesagt fürs musizieren eigentlich nur eine Gitarre mit der man gut zurecht kommt. Der Rest wird durchs eigenen Können bewerkstelligt.
Trotzdem hätt ich gern noch ein, zwei Gitarren mehr. Einfach um auch unterschiedliche Stimmungen realisieren zu können. Meine Hauptband ist in Dis unterwegs. Für mein persönliches komponieren bevorzuge ich aber D-Tuning bzw. auch Drop C oder Drop D, schon allein dafür bräuchte man 3 zusätzliche Gitarren.

Wie ein bestimmter Gitarrensound von nem Künstler will ich eher auch nich klingen, vielmehr schau ich, was für Equipment von mir geschätzte Künstler verwenden bzw. wie sie Songs aufbauen und welche grundsätzlichen Effekte an welchen Stellen ein gutes Klangbild ergeben können.

Funk und Blues würd ich auch noch beschnuppern wenn ich die Zeit dafür hätte, ich bin aber über Jahre jetzt über Rock und Punk und Metalcore in die Melodic Metal Ecke gekommen und damit auch voll ausgelastet,................. man bräuchte die Zeit von drei Leben.

Grüße,
Ralf
panzerchen
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Do 19. Mär 2015, 00:24

Nobel geht die Welt zu Grunde.....

Warum muß ich jetzt an Jimmy Hendrix denken, und die Ammenmärchen wie der sich ( und Andere ) von gaaaaanz unten unter ärmlichsten Verhältnissen ( der notorisch bemühte amerikanische Traum ) nach gaaaaanz oben hochgearbeitet hatte....?????
In Wahrheit hatte der Kerl sich fast ausschließlich im örtlichen Musikladen rumgetrieben um sich laufend mit neuen vom Vater finanzierten Gitarren einzudecken.
Rund 100 Stück soll er besessen haben.
Na, von mir aus.
Schöner hatte er dadurch nicht gespielt.
Und: Viel hilft nicht viel.
Aber wer es unbedingt will.....es ist ja nicht verboten.
Aber dennoch zitiere ich den Goudewind ( ehemaliger Vorstandsvorsitzender Fort und Ko-Vorstandsvorsitzender VW-Konzern ! ):
"Wann begreifen die Menschen endlich daß es besser ist wenig zu brauchen als viel zu haben ?"

Am Rande bemerkt:
Jeder Sänger beschränkt sich auf nur ein einziges Instrument--->Seine persönliche Stimme !
Und das ist das absolut natürlichste und menschlichstes Instrument der Welt !
Jeder Mensch verfügt darüber.
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satori
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Do 19. Mär 2015, 07:34

Panzerchen hat geschrieben: "Wann begreifen die Menschen endlich daß es besser ist wenig zu brauchen als viel zu haben ?"
Dann ist Modellbau aber ein denkbar schlechtes Hobby :D
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
panzerchen
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Do 19. Mär 2015, 20:10

Neinnein, ich habe es nicht geschrieben, ich habe es zitiert !
Und es hieß ja nicht "...nichts zu haben...".
Und es war auch nicht Ausdruck verbitterten Neides, denn Goudewind war als Vorstandsvorsitzender kein Habenichts !

Es ist ja auch nichts grundsätzlich Verwerfliches aus der Fülle schöpfen zu können ( wenn man sie sich nicht zusammengeklaut oder -betrogen hat ).
Aber mal ehrlich: ist Einer mit 40 Gitarren 40 mal glücklicher als Einer mit einer ?

Um auf den Modellbau zurück zu kommen: Beschränkung ( und Beschränktheit wohl auch ???? ) kann auch zufrieden machen.
Ich sage ausdrücklich "auch", nicht "nur" !

Beispielhaft soll ein Modell gelten daß mir vor einigen Jahren besonders viel Freude bereitet hatte, die "galaktische Spionagekapsel für den armen Modellbauer", aus einer leeren Kaffeesahnedose und 4 gebrauchten Zahnseidehaltern.
Hier bei der Landung auf der Erde in einem Levitationskraftfeld:
tripod23.jpg
tripod23.jpg (53.7 KiB) 3832 mal betrachtet
Nachtrag:
Oh pardon bitte, ich vergaß daß es hier ja eigentlich um Gitarren ging.
Über die Meinigen berichte ich lieber nicht, Ihr würdet da in schallendes Gelächter ausbrechen.... :?
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satori
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Do 19. Mär 2015, 20:54

panzerchen hat geschrieben: Aber mal ehrlich: ist Einer mit 40 Gitarren 40 mal glücklicher als Einer mit einer ?
Das hat nichts mit Glücklicher zu tun. Gitarren sammeln ist einfach auch ein Hobby. Und wenn man so günstig an die Instrumente kommt wie ich wäre ich ja blöd, das nicht zu nutzen :D Zudem verdiene ich einen Teil meines Monatlichen Salärs mit der Musik. Da musst Du vielseitig sein, wenn Du einen Job bekommen willst. Vor allem in einem so kleinen Land wie der Schweiz. Mit einer Jazz Gitarre lässt sich eben schlecht im High Gain Bereich spielen und die Blueser schauen Dich schräg an wenn Du mit ner BC Rich Stealth auf die Bühne willst. Aber wenn 40 Gitarren schon auf Unverständnis stösst, sag ich lieber nicht wie viele Amps ich habe :lol:
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panzerchen
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Do 19. Mär 2015, 22:07

"Unverständnis" ?
....
ja, zugegeben, es ist nicht immer leicht für Menschen in anderen Situationen angemessenes Verständnis aufzubringen.
Das ist vielleicht auch gar nicht nötig, Akzeptieren sollte wohl ausreichen.
Damit können Alle leben.

Meine Anmerkungen mögen vielleicht negativ, oder sogar ablehnend klingen, ich meine es eigentlich gar nicht so böse.
Ich neige halt dazu, die Gegenposition zu vertreten, und das wird leider gerne mal als schmähend mißverstanden.

Die Angewohnheit, seine Werkzeuge zu hätscheln und tätscheln ist ja nicht nur auf Musiker ( hier Gitarristen ) beschränkt.
Da gab es z.B. einen zeitgenössischen Philosophen der sinngemäß sagte:
Philosophen die über die Sprache philosophieren erinnern mich an Handwerker die immer nur ihr Werkzeug schärfen.
Die haben zwar immer perfekt scharfes Werkzeug, aber was machen die jemals damit ????

So wie Modellbauer mit tausend Wunderwässerchen.
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0ri0nM33
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Do 19. Mär 2015, 23:25

Holla die Waldfee, hier gehts ja rund!

Ehrlich Leute, wenn schon bei so einem ganz harmlosen Thema so fix die Stimmung einen, für meine Begriffe, leicht aggressiven Unterton bekommt :roll:

@panzerchen: Lass uns doch unsre Luxusprobleme ;) Der Thread war von nem Musiker für Musiker gedacht, was soll da wohl als Thema gewälzt werden...........natürlich gehts um "Musikerprobleme". :lol:

Satori hatte die Frage gestellt was man für Gitarren spielt, ich hab geantwortet und etwas ausgeführt warum gerade diese. Außerdem wollt ich drauf verweisen, dass es auch gute und plausible Gründe gibt, mehrere Gitarren zu haben. Das hat aber weniger mit Unvernunft, zu viel Geld oder Habgier zu tun, als vielmehr mit dem Hobby an sich.
Ich spiele mittlerweile seit über 15 Jahren Gitarre, davon 10 Jahre mit klassischer Musikschulausbildung auf Konzertgitarre; mit dem Können steigt damit automatisch auch der Anspruch an das Arbeitsmaterial.

Das ist wie im Modellbau, am Anfang freut man sich wenn mans schafft das Modell zusammenzubauen und noch die Farbe und die Decals drauf zu bekommen. Dann wird man immer besser und es steigen auch die Ansprüche an das Modell und die Arbeitsmaterialien. Am Anfang hat man vll. nicht so auf Detaillierung geachtet und auch mal ne unpassenden Gurke zusammengebaut, später dann greift man lieber zum besser verarbeiteten Kit. Vielleicht gibt man auch eher mal mehr Geld für ein Luxusprodukt aus, von nem Herrsteller mit besonders hoher Qualität (Stichwort Eduard, Tamiya, Hasegawa, Great Wall Hobby etc.)
So ähnlich ist das auch mit Instrumenten. Für den Anfang "reicht" ein gutes Einsteigerinstrument. Hat man mehr auf dem Kasten und achtet z.B. mehr auf Eigenklang, oder einfache Handhabung oder bessere Verarbeitung durch höherwertige Materialien, dann wird automatisch der Wunsch nach mehr kommen (und Instrumente schmeißt man ja nicht einfach weg oder gibt sie in die Altkleidersammlung). Ich sehe es z. B. als unnötig an, einem Beginner eine 10.000€ Flamenco Gitarre zu geben, obwohl der erstmal nur ein paar Akkorde zur Lagerfeuermucke lernen will. Er wird die Qualität und die Klangeigenschaften die das Instrument bringt, einfach nicht nutzen können. Dagegen kann ein Flamencogitarrist zwar auch mit einer 15€ Baumarktgitarre spielen, wie das dann aber klingt, kann man sich denken.

Satori hat es gut auf den Punkt gebracht, auf Semiprofi und Profibasis mit einem breiten Spektrum an Musikstilen kommt man um mehrere Instrumente nicht herum!
Zum einen aus Gründen der Instrumentenpflege. Beispiel: Spielt man zusammen mit Blasinstrumenten muss eine bestimmte Stimmung eingehalten werden, denn Blassinstrumente lassen sich nicht beliebig verstimmen. Würde man aber mit der selben Gitarre dann in einer Metaltruppe spielen, kann es sein man müsste die Gitarre verstimmen. Jedes Stimmen der Gitarre verändert aber die Spannung der Saiten in sich, und die Spannungen an den Bauteilen der Gitarre. Durch häufiges verstimmen gibt es also massive Kräfte und Spannungsänderungen. Das führt zu kürzerer Lebensdauer von Saiten und Gitarre, ist daher insgesamt nicht gut für das Instrument. Zum anderen sind es in erste Linie keine Gründe der Optik wieso es immens viele verschiedene Gitarren gibt. Zugegeben sind auch viele Styles und Formen unnötig bzw. von der zugrundeliegenden Struktur gleich (V, Explorer, Thunderbird und LP z. B.), trotzdem gibt es zwischen den drei bzw. vier Grundformen deutliche Unterschiede, die sich auch im Klang und damit im Einsatzspektrum niederschlagen.

Daher ist es auch für einen Amateur nicht verkehrt zumindest, die ein oder andre Wahlmöglichkeit zu haben!

40 Gitarren sind aber trotzdem schon ne ganze Menge......................so viele bräucht ich nich ;)

Noch ein kleines Rätsel zum Schluss: Wieviele Gitarren haben und hatten wohl bekannte Gitarristen wie Eric Clapton, Angus Young, B. B. King oder ZZ Top? So grob geschätzt?

Grüße,
Ralf
panzerchen
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Fr 20. Mär 2015, 00:09

Nochmals:
Ich unterstelle keine moralische Minderwertigkeit wenn man ( unter den legitimen gesellschaftlichen Prämissen ) aus der Fülle schöpfen kann !
Ich erheische allerdings für mich denselben Anspruch wenn ich eine abweichende Sichtweise äußere.
Der Titel hier lautet übrigens nicht "wie viele Gitarren hast Du ?", sondern: "Welche Gitarre spielst Du ?"
Es ist eigentlich von EINER die Rede !
Aber egal, so pingelig will ich nicht sein...

Mich wundert nur das krasse Ungleichgewicht zwischen der Form und den Inhalten... :roll:
Ich höre z.B. jetzt schon eine Weile Christie Moore, ja auch da gibt es elektronische Effekte, aber die Aufführungen leben ganz unzweifelhaft von seiner Stimme.
Oder die alten Aufnahmen von z.B. Nina Simone, da war noch gar nichts von Effekten zu spüren, und auch sonst waren das nach heutigen Maßstäben geringstqualitative Aufnahmen, aber die Musik !!!!!!!!!
In der Beziehung bin ich nicht diskussionsbereit.
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Fr 20. Mär 2015, 06:40

Also interpretierst Du "Welche Gitarre spielst Du?" dann anders. Wenn ein Sammler mehrere Gitarren besitzt und sie spielt, ist er dann falsch hier im Thread? Es steht nicht "Welche Gitarre spielst Du hauptsächlich?", oder? Echt amüsant. Ab und zu ist es einfach besser, einfach mal einen Thread weg zu klicken als sich überall einzumischen :P
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