Ein blutiger Anfänger ist eingetroffen

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BastelRalle
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Registriert: Fr 10. Jan 2020, 19:19

Liebe Modellbauer(innen),

ich, Ralf, erinnere mich noch gut an das einzige Modellbaugeschäft in meiner Geburtsstadt Straelen am Niederrhein. Unzählige Male habe ich mir die Nase am Schaufenster plattgedrückt und die tollen Modell von Revell bestaunt. Was gab es nicht alles für wundervolle Fahrzeuge :o ... Leider, denn das eben beschriebene ist mittlerweile auch schon gut und gerne 40 Jahre her, hätte ich als junger Bub zwar ausreichend Zeit für dieses Hobby gehabt, aber leider nicht genug Taschengeld. :( Lediglich ein paar ganz einfache Modelle wurden damals mehr oder weniger lieblos zusammengeklebt.

Heute, im Alter von fast 53 Jahren könnte ich mir diese Traummodelle von damals sicher problemlos leisten, aber ob ich jetzt die nötige Zeit dafür aufbringen kann? Ich weiß es noch nicht, möchte es aber gerne ausprobieren. Ich werde einfach mal damit beginnen und mir ein Bastelzimmer einrichten. Dann würde ich gerne mit einem sicher einfachen aber trotzdem schönen Modell anfangen. Was mir als erstes Modell vorschwebt? Das kann ich euch verraten! Eine der Sendungen, die ich als Kind geliebt habe war Starsky & Hutch. Ihr erinnert euch an den rot-weißen Ford Toledo? DAS Auto würde ich gerne zusammenbauen. Wenn ich mir allerdings die dem Original nahezu perfekt nachbebauten Modelle von euch hier anschaue frage ich mich, ob ich jemals diesen Perfektionsgrad erreichen werde... :shock:

Das soll es erst einmal von mir gewesen sein. Ich würde mich wirklich wahnsinnig freuen, wenn ihr mir gute Ratschläge zum Thema Ausstattung, Werkzeug, Zubehör, etc. geben könntet. Ich habe wirklich noch NICHTS (!) an Erfahrung oder Werkzeug / Ausstattung in Sachen Modellbau. Geht mir mir also bitte wie mit einem Kleinkind um :oops:

Danke fürs lesen und ein bastelreiches Wochenende

Ralf
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Simitian
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Registriert: So 7. Okt 2018, 19:02
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Herzlich willkommen im Forum Ralf.
Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg bei deinen Modellen.
Modellbau ist kein Hexenwerk die Lernkurve geht mit
etwas Willen, recht schnell nach oben.
Und hier im Forum, wird man dir bei Bedarf auch schnell
helfen können mit Rat.
Auf einen guten Start deines neu Entdeckten Hobbys.

MfG
Jan
Derzeitiges Projekt:
Heinkel 111 H-6 1:48 von Revell
Aus Prinzip finden die Bemalungen meiner Modelle nur mit Pinsel statt.

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eydumpfbacke
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Herzlich Willkommen, Ralf
Es grüßt der Reinhart
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Simitian
Beiträge: 642
Registriert: So 7. Okt 2018, 19:02
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Hi Ralf,
zu deiner Werkzeugfrage..... 2 Stühle 3 Meinungen :)
Jeder bevorzugt wohl immer etwas anderes.

Ich selber habe zb. in Benutzung:

Kleiner Seitenschneider zum Abtrennen der Teile vom Gießast.
Kleines Teppichmesser
Feines Schleifpapier
Pinzetten
Lupenbrille
Abklebeband zum bemalen
Meist Kleber und Spachtelmasse von Revell
Pinsel unterschiedlich von weich bis hart
Q-Tips
Zahnstocher
Nadeln
Kleine Feilen

Bezüglich Revell, grade als Anfänger kann man denke ich, beruhigt sich
bei deren Werkzeugsortiment orientieren. Da kann man nix falsch machen.
Der Rest ergibt sich nach und nach.

MfG
Jan
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Rafael Berlin
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Registriert: Do 9. Aug 2018, 19:20
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Hallo Ralf,

herzlich willkommen hier. Wie schon angedeutet, jeder hat seine eigene Erfahrung mit Werkzeug. Bin auch noch nicht so lange dabei, habe den ein oder anderen Fehlkauf gemacht. Aber es gibt auch Sachen, die waren günstig und die hab ich noch immer in Gebrauch.

Mir fällt da z.B. der ganz einfache Seitenschneider von Faller (FALLER 170688) ein. Den bekommst du für unter 8 EUR. Allerdings ist das Metall recht weich, also wirklich nur für Plastik verwenden, niemals für Draht! Hat aber eine schöne dünne Schneide, mit der du auch sehr kleine und feine Bauteile abknipsen kannst. Teurere Tools knipsen wohl so sauber ab, dass du kaum noch nachfeilen musst. Glaub ich, hab ich aber bislang nicht.

Auch waren die Pinzetten von Master Tools ein guter Kauf https://www.amazon.de/Master-Tools-0995 ... 127&sr=8-3

Die Revell Pinzetten sind nicht so präzise, aber die Kreuzpinzette aus dem Set habe ich fast immer in Gebrauch.

Zum Feilen nutze ich immer Feilen von Rossmann/dm. Da benutze ich die 4-fach Nagelfeilen und zur Optimierung noch die Polierfeilen.

Dann hab ich immer noch mein erstes Bastelmesser von Wedo. Da kannst du verschiedene Klingen(formen) reinsetzen. Gibts sicherlich besser, aber mir reicht es.

Als Kleber hab ich anfangs den Revell-Contacta mit der Dosiernadel benutz. Inzwischen aber fast nur noch Tamiya Extra Thin Cement. Ratzfatz trocken, kriecht in die kleinste Lücke, trocknet rückstandslos.

Blu Tack "Knete" um Bauteile beispielsweise an Pappe zu fixieren und dann zu bemalen. Davon brauchst du nur ganz wenig, denn die verwendest du immer wieder.

Eine ordentliche Bastelunterlage, auf der du auch mit dem Bastelmesser schneiden kannst.

Maskierband, da reicht mir eigentlich das Band von Revell aus. Ein Metalllineal, um dieses auf der Bastelunterlage in noch feinere Streifen zu schneiden. Als Ergänzung Maskierflüssigkeit z.B. von Vallejo.

Pipetten, Plastikschnapsgläschen zum Farbe mischen. Plastiklöffel, um diese testweise zu bemalen.

Lupenbrille mit Lampe drin, sonst funktiniert bei mir gar nichts. Meine hat keine 20 Euro gekostet, allerdings ist der Tragekomfort eher mittelmäßig.

Zahnstocher, Q-tips, Klopapier, Wäscheklammern, Holzstäbchen (die zum Kaffee umrühren, einfach mal in einem Café oder so die Verkäuferin nett ansprechen)...

Das ist es in etwa, was ich bei mir so mit einem Blick über meinen Tisch entdecke. Da hat sich inzwischen noch viel mehr angehäuft, aber das ist "projektspezifisch" dazugekommen.

Falls du Richtung Airbrush gehst, ist das ein weiteres Kapitel.

Aber: Andere Bastler, andere Tische, andere Gegenstände drauf...

Viel Spaß!
Rafael
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Aktvetos
Beiträge: 111
Registriert: Mi 6. Nov 2019, 19:48
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Es stehen hier eine Menge guter Tipps an Werkzeugen. Allerdings von Modellbauern die anhand des aufgezählten Materials schon ein wenig länger bauen :D
Eine Solide Grundausstattung sollte aber erstmal reichen, bevor man mehr Übung bekommt, und immer mehr ins Detail geht und die Arbeiten und das Werkzeug damit feiner werden.
Sollte also erstmal reichen und recht günstig sein:
1. Kleiner Teppichcutter(Stanleymesser) und immer regelmäßig klingen abbrechen und/oder ersetzen. Um immer einen sauberen Schnitt zu haben, man merkt schon recht bald wann eine Klinge stumpf wird.
2. Ein grobes, ein mittleres und ein feines Schleifpapier, da immer so viel abreißen wie man gerade benötigt. Eventuell eine kleine Nagelfeile o.ä.
Pinzette(n), sofern man eine benötigt.
3. Ein paar gute Pinsel, die billigen wo man oft 10 stück um 3 Euro bekommt, mit denen hat man keine Freude. Weiche, feine Borsten. Verschiedene Stärken und auch ein paar breitere zum Trockenbürsten, aber das kommt auch mit Erfahrung. Pinsel ist bei mir ein Teil der an Verbrauchsmaterial am meisten ins Geld geht, aber es auch wert ist. Je besser der Pinsel umso bessere Ergebnisse kommen meist raus, Übung vorrausgesetzt.
4. Ein kleiner Seitenschneider, auch hier nicht das billigste nehmen. Erstens werden die schnell Stumpf und der Stahl ist meist so minderwertig das die Schneiden nach kurzer Zeit Scharten ohne Ende haben.

Was Kleber und sonstiges Verbrauchsmaterial angeht, da kann man Tipps geben. Aber das klügste ist immer noch, selbst durch probieren womit man am besten klar kommt.

Und das wars eigentlich schon.
Alles darüber hinaus kommt mit der Zeit, Übung, Erfahrung und dem eigenen Anspruch auf "mehr, besser, Detailreicher" und so weiter ;)

Und Willkommen im Forum.
BastelRalle
Beiträge: 3
Registriert: Fr 10. Jan 2020, 19:19

Guten Morgen zusammen,

herzlichen Dank für eure Begrüßung und die Empfehlungen bzgl. Werkzeug. Das hat mir schon sehr geholfen und ist ja auch eine recht überschaubare Investitionssumme. Könnt ihr mir bitte noch einen Rat zur Unterlage geben? Reicht da Erfahrungsgemäß eine DIN A3 große Schneideunterlage aus?

Grüße vom Ralf
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Simitian
Beiträge: 642
Registriert: So 7. Okt 2018, 19:02
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Moin moin,
ich würde glatt sagen ja.
Denke da bist du gut bedient mit

Meiner einer hat meistens nur alte Zeitungen als Unterlage :)

MfG
Jan
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Aktvetos
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Ich habe eine Plastikunterlage (die soll nur für eine ebene Unterlage sorgen) aber über die kommt immer der Karton des gerade zu bauenden Modells oder irgendein anderer Karton oder sowas in der Richtung.
Einfach etwas das ich nach einer Schneide und Bemal Orgie bedenkenlos entsorgen kann :)
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Diwo58
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Moin Ralf.....

Erst mal herzlich Willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Zu deiner Werkzeugfrage.......:
Vielleicht solltest du dich nicht gleich in große Unkosten stürzen. Die oben genannten Werkzeuge sind natürlich alle gut und richtig und nützlich....aaaaaber......kosten auch. Bau doch erst mal einfach ein Modell mit einfachen Mitteln.... um zu sehen ob dir das so richtig Spaß bringt. Aufrüsten kannst du immer noch.
Ich hatte einen ähnlichen Werdegang in Punkto Modellbau. So bin ich 2014 mit einem einfachen Modell angefangen. Einkaufsliste von damals....: Modell, Kleber, Farbe, Pinsel... das war es auch schon. Alles andere fand ich im Haushalt. Als Unterlage hatte ich (wie schon erwähnt) ein Zeitung, zum verschleifen hatte ich eine Nagelfeile meiner Frau entwendet, zum halten genügten Wäscheklammern und/oder Klebeband, zum abtrennen der Bauteile hatte ich ein einfaches Bastelmesser aus ´nem 1-Euro Shop Zuhause.....usw.
Mit diesen einfachen Mitteln baute ich folgendes......:
comp_20150410_135047.jpg
comp_20150410_135047.jpg (72.39 KiB) 386 mal betrachtet
Du siehst, es geht auch Einfach.
Wenn dich dann das Modelbaufieber so richtig packt, kannst du viele tolle Werkzeuge kaufen. Wenn nicht, hast du eben nicht zu viel Geld verbrannt.

Gruß, Dirk. :thumbup:
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schnuerbodenfuxx
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Hallo Ralf,

erst mal herzlich wilkommen hier im Forum.
Zu Werkzeugen ist hier schon alles Wichtige gesagt.
Aber einen Tip habe ich noch für dich.

Wenn ich abgetrennte Kleinteile streichen will, nehme ich ein Stück doppelseitiges Klebeband (Teppichband) und klebe es auf ein kleines Stück Abfallholz, um das Teil zu fixieren. Nach dem Trocknen läst sich das Teil ganz einfach mit einem untergeschobenen Skalpell abheben. Versuchs mal, klappt einfach immer.

Gruß aus Bad Salzuflen und viel Glück und Spaß beim Bauen.
schnuerbodenfuxx Dieter
Ich weigere mich immer noch, die Schlechtschreibreform anzuerkennen. Deshalb: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Rolf
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Wohnort: Plauen

Hallo Ralf.
Was an Zubehör und Werkzeugen so gebraucht wird haben,kannst Du ja aus den Beiträgen schon entnehmen.
Für mich war und ist wichtig,dass Du gutes Licht hast.Meiner Erfahrung nach ist Tageslicht besser als jede
Lampe.Geht natürlich nur wenn man tagsüber Zeit hat.Am besten dazu noch eine Stirnlupe;mit LED.Andere haben vielleicht andere Erfahrungen,aber ich hab durch schlechtes Licht Tribut gezollt.Hier sollte man nicht sparen (gibts schon ab ca.30 €).
Ich weiß,einige werden jetzt sagen,der hat gut reden,"nur bei Tag bauen",aber verurteilt mich deswegen nicht...
Gruß aus dem Vogtland Rolf
BastelRalle
Beiträge: 3
Registriert: Fr 10. Jan 2020, 19:19

Hallo Rolf,

Danke auch dir für deine Tipps. Gerade im Winter wird es schwierig unter Tageslichtbedingungen zu basteln. Aber kannst du mir einen konkreten Tipp für eine Lupe geben? Ich bin Brillenträger und bräuchte daher am besten eine Stirnlupe
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Rafael Berlin
Beiträge: 297
Registriert: Do 9. Aug 2018, 19:20
Wohnort: Berlin

Hallo BastelRalle,

ich bin auch Brillenträger, habe mir damals sehr günstig dieses Modell gekauft https://www.amazon.de/gp/product/B073Z8 ... UTF8&psc=1

Der Tragekomfort (insbesondere wenn Batterien drin sind) ist nicht sonderlich gut, aber irgendwie arbeite ich trotzdem noch damit. Es funktioniert halt.

Vernünftige andere Vorschläge würden mich von daher auch interessieren.

Besten Gruß
Rafael
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Rolf
Beiträge: 6
Registriert: Sa 19. Okt 2019, 17:25
Wohnort: Plauen

Hallo Ralf.
Ja,das mit dem Licht ist so eine Sache...
Bin auch Brillenträger und arbeite mit einer Stirnlupe,die ich bei AMAZON bestellt hatte:
"AGT Lupenbrille für Modellbau Stirnlupe mit LED Licht für Brillenträger 1,2; 1,8; 2,5; 3,5 x Vergrößerung" 12,95€ !!!
Gibt auch noch andere Modelle.Tragekomfort,na ja ;drückt bissel am Ohr...
Versuchs mal bei Amazon oder bei einem Optiker deines Vertrauens.
Gruß Rolf
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