MisterCraft FW190 F-8 1:72

Antworten
Yeast
Beiträge: 297
Registriert: So 30. Apr 2017, 11:59

So 25. Jun 2017, 13:09

Hallo zusammen!

Heute möchte ich euch meine neuste Airbrush-Übung vorstellen.
Es handelt sich dabei um eines dieser günstigen MisterCraft Kits. Das Plastik ist weich und rau, die Passgenauigkeit so lá lá, die Paneellinien verwaschen und Cockpitdetails existieren nicht wirklich.
Aber zum Üben für den Tarnanstrich und Spachteln war das Kit genau richtig. Dabei soll es sich um eine unbekannte Einheit in Europa Anfang 1945 handeln. Historische Korrektheit war mir aber hier nicht so wichtig. Interessant war, dass dem Kit ein historisch korrektes Decal (HK) zum Zusammensetzen beilag. Hab ich so noch nie gesehen.
Das Cockpit habe ich zum ersten Mal versucht, etwas aufzuwerten, indem ich selbst Gurte gebastelt habe.

Meine Hauptprobleme bei dem Bausatz waren:
Die schlechte Passgenauigkeit erforderte viel Schleifen und Spachteln
Die Decals waren sehr spährlich vorhanden, obwohl lt. Bauplan viel mehr und vor allem Wartungshinweise dabei sein sollten. Die, die dabei waren, hatten auch keine allzu großartige Qualität. Ich bin hier wohl von Revell verwöhnt.
Die Cockpithaube hatte keine erhabenen Strukturen für die Streben und war glatt wie ein Babypopo. Hier was zu maskieren war eine Herausforderung für mich. Außerdem passte sie nicht wirklich, die Anpassung ist mir nur mäßig gelungen.

Ich würde euch um ein paar Kommentare bitten, wie es geworden ist und was ich besser machen kann! DANKE!

Aber nun genug geschrieben, hier die Fotos:
1.JPG
1.JPG (172.7 KiB) 2169 mal betrachtet
2.JPG
2.JPG (176.61 KiB) 2169 mal betrachtet
3.JPG
3.JPG (123.13 KiB) 2169 mal betrachtet
4.JPG
4.JPG (160.67 KiB) 2169 mal betrachtet
5.JPG
5.JPG (191.59 KiB) 2169 mal betrachtet
6.JPG
6.JPG (135.32 KiB) 2169 mal betrachtet
7.JPG
7.JPG (174.81 KiB) 2169 mal betrachtet
8.JPG
8.JPG (124.68 KiB) 2169 mal betrachtet
9.JPG
9.JPG (110.75 KiB) 2169 mal betrachtet
Benutzeravatar
Shyraz
Beiträge: 157
Registriert: Fr 7. Apr 2017, 20:27

So 25. Jun 2017, 20:08

Der verwaschene Farbübergang auf den (politisch korrekten ;) ) Bildern gefällt mir als Anfänger ganz gut. Bei der Flecktarnung hast du zwei, drei dicke Kleckser die den Gesamteindruck der ansonsten auch ganz ansehnlichen Flecktarnung dann doch stören.

Denke, für das erste Mal nicht schlecht. Und ich habe gelernt, von Mister Craft soll man wohl besser die Finger lassen. ;)
Das nächste Wunder liegt nur ein Atom von dir entfernt.
Yeast
Beiträge: 297
Registriert: So 30. Apr 2017, 11:59

So 25. Jun 2017, 21:51

Dafür sind die Kits billig  :D. Zum Üben grad recht.

Ja, ein paar Mal ist mir die Airbrush ausgenommen und hat ein paar dicke Kleckse hinterlassen. Da fehlt mir noch etwas das Geschick dafür.

Was denkst du zu meinem Versuch, die RLM Farben zu imitieren?
Benutzeravatar
Nightquest1000
Beiträge: 1749
Registriert: Mi 10. Feb 2016, 13:14

Mo 26. Jun 2017, 09:56

Servus,

Tarnflecken (besonders hinter dem Kreuz) zeugen von entweder zu wässriger Farbe oder zu viel Luft. Die Flecken werden auseinander getrieben. Das ergibt die Sonnen die ich schon mal angesprochen habe. Auf korrekte Verdünnung achten (nicht zu dünn) und den Druck unter Kontrolle halten. Nicht zuviel. Und den Hebel nur ganz sanft nach hinten für kontrollierten Farbfluss. Für solche Flecken brauchst du fast keine Farbe.
Der Bereich linke Rumpfseite unterhalb des Cockpits (3.jpg) zeigt den entgegengesetzten Fehler. Der Farbauftrag sieht für mich so aus als wäre die Farbe nicht genügend verdünnt. Ich vermute mal in dem Bereich hat sie gespuckt? Farbe zu dick und für diese Konsistenz dann zu wenig Luftdruck.
Macht nix. Wird schon.
Der Schlüssel ist die Konsistenz im Verhältnis zum Spraydruck. 1,5 Bar bei milchiger Konsistenz muss funktionieren. Versuch mal Vallejofarben. Die sind fast "Idiotensicher"
Valejo Model Air (nicht Model Color, die sind zum Pinseln). Model Air kann ganz leicht mit Äthanol oder ähnlichen Verdünner für Acryl verdünnt werden. Für mich die beste "Anfänger"-Farbe.
Grüße
Tom

ps. noch ein Tipp: immer ein paar Stücke alten Karton am Sprayplatz liegen haben. Vorm Sprayen auf dem Modell auf Karton prüfen ob der Farbauftrag homogen und glatt wird.
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
Yeast
Beiträge: 297
Registriert: So 30. Apr 2017, 11:59

Mo 26. Jun 2017, 12:17

Hallo Tom!

Danke für die Tipps!
Ich denke wohl, dass ich hier für die Farbe etwas zu viel Druck gehabt habe. Ein paar Flecken gingen ganz gut und dann auf einmal minimal zu viel zurück gezogen und dann hat man gleich so einen dicken Klecks.
Wie ist das eigentlich? Je dünner die Farbe, desto weniger Druck beim Sprühen, oder?
Zu den Vallejo Farben: von denen habe ich gelesen, dass die fix und fertig sein sollen und keine Verdünnung mehr notwendig ist. Stimmt das oder würdest Du sagen, auch die verdünnen? Ich möchte sie auf jeden Fall mal ausprobieren, da gibt es ein paar sehr interessante Farbtöne dabei (z.B. Interio Green).

Der Fehler bei 3.jpg ist eigentlich eine Rußspur, die ich mit Pigmenten aufgetragen habe, um die Abgasspuren zu simulieren. Das Foto ist hier etwas unglücklich.
Danke!
Alexander
Benutzeravatar
Nightquest1000
Beiträge: 1749
Registriert: Mi 10. Feb 2016, 13:14

Mo 26. Jun 2017, 13:34

Vallejo Model Air ist sprühfertig. Aber sie vertragen trotzdem etwas Verdünnung. Nötig ist es nicht,- aber, ich hatte sie schon auf 2:1 runter (Farbe/Verd) und die Farbe hat nichts an Deckkraft verloren. Auch das Verhalten beim Sprühen hat sich nicht großartig verändert.
Man hat dann mehr einen Spar-Effekt. Verdünnung ist billiger als Farbe.
Das ist so eine Gefühlssache. Ein paar Tropfen Retarder und ein kleiner Spritzer Verdünnung. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es da nicht. Jeder hat so eine eigenen Präferenzen.
Mr. Hobby Color verhält sich ähnlich, verträgt aber nicht ganz so viel Verdünnung.
Grüße
Tom
Am Liebsten sind mir Menschen die mir reinen Wein einschenken. Oder Whisky. Whisky geht auch.
Benutzeravatar
paul-muc
Beiträge: 633
Registriert: Mo 17. Aug 2015, 10:21

Mo 26. Jun 2017, 21:03

Ich habe beim Spritzen eine kleines Stück Karton in der linken Hand, halte es in die Nähe des zu spritzenden Bereichs und spritze zunächst auf dieses Stück Karton, um eventuelle Kleckser sofort auf der Modelloberfläche zu vermeiden. Vom Karton lenk ich den Strahl dann über auf das Modell. Genauso beim Abschluss der Arbeit, nur anders herum. Ich lenke den Strahl auf den Karton und erst dann lass ich den Hebel los. Vermeidet ebenfalls mögliche Kleckser.
Yeast
Beiträge: 297
Registriert: So 30. Apr 2017, 11:59

Di 27. Jun 2017, 08:32

Das ist eine gute Idee! So kommen die ersten dicken Kleckse gar nicht erst auf das Modell!
Benutzeravatar
Racoon_85
Beiträge: 45
Registriert: Mo 27. Feb 2017, 22:27
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Di 27. Jun 2017, 10:21

Ich finde bis auf dieFlecken steht die kleine recht solide da...und die Flecken sehen soooo schlimm auch gar nicht aus für einen 72er doch ganz gut... :clap:
:D LG von Patrick aus Berlin :D
Antworten

Zurück zu „Galerie“