Luftschlacht um England Ju 88 vs Spitfire 1:72 Dioramer

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Panzerschmied
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Hier mein Beitrag zu unserem Youtube groub build Luftschlacht um England mit einer kleinen Erklärung

Für das Dioramer habe ich die Bausätze Revell 04130 Junkers Ju 88 A-4/D-1 und Revell 04164 Supermarine Spitfire Mk V verwendet.

Ich würde auch gern Bilder hochladen aber ich hab noch nicht raus wie das hier funktioniert, kann mir jemand weiter helfen?
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Oliver Bizer
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Panzerschmied
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Dank der Hilfe hier habe ich es jetzt auch geschafft Bilder hoch zu laden hier sind sie:

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eupemuc
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Die Idee finde ich insgesamt gut und interessant umgesetzt.
Was mir positiv auffällt, ist die Alterung der Ju 88.
Verbesserungswürdig finde ich die Antennen beider Flugzeuge. Die der Ju geht gerade noch
Aber die an der Spit? Das geht in 1:72 besser, wenn man will.
Gruß, Eugen
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Ex43er
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Im Großen und Ganzen schließe ich mich dem an. Allerdings finde ich die Darstellung der Einschußlöcher für 1/72 doch arg übertrieben. die Spitfire dieser Zeit hatten ja max. 20mm Kanonen. Ein 0,5-1mm großes Loch reicht also für ein Einschußloch leicht aus.
Ich nehme an Du hast ein Google-Earth-Bild für den Dioramenhintergrund genommen, ist eine gute Idee :D
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Axt
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Die Lackierung der Modelle sind dir gut gelungen. Die Beschädigungen an der Ju sind mir persönlich zu grob, passt eher ab 1:48. Mit den Löchern hätte sie wahrscheinlich schon viel früher den Sinkflug eingeleitet. Es scheint, als hätte sie letztenendes ein Schuss in den Kühler zur Strecke gebracht (weißer Rauch). Mit ein wenig Schwarz in der Watte würde die Szene noch einiges an Dramatik dazugewinnen.
Der Hintergrund sagt mir auch nicht 100%ig zu, fügt sich irgendwie nicht zu den Modellen ein. Da die Luftschlacht ja fast ausschließlich über dem Kanal stattfand, könnte man auch was "auf die Schnelle" mit Wasser machen.
Störend auf den Fotos sind auch die Schatten der Modelle. Könnte man mit mehr Lampen anders ausleuchten. Man könnte beide Motive auch per Fotobearbeitung nachträglich zusammenfügen.
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eupemuc
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Axt hat geschrieben:...Da die Luftschlacht ja fast ausschließlich über dem Kanal stattfand...
Wie kommst Du zu dieser Ansicht?
Ich kann mir vorstellen, dass die damalige Bevölkerung von London da anderer Meinung war.
Gruß, Eugen
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Axt
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Ist eigentlich eine logische Schlussfolgerung:
Es wurden fast nur Städte und Häfen an der Küste angegriffen. Die Engländer hatten Radar und später den Code geknackt und waren so frühzeitig informiert und in der Luft. Außerdem war die Reichweite der Bf 109, welche zwar nicht Gegenstand des Dioramas ist, aber mit der Schlacht eng verbunden ist, so gering, dass sie es nicht zur Küste und zurück geschafft hätte.

Ich habe nicht behauptet, dass London nicht bombardiert wurde, aber der größere Teil des Schlachtfeldes war nun mal über See. Ich habe irgendwo auch noch eine Liste der DGzRS, wo aufgezählt wird, wie viele deutsche und feindliche Piloten aus dem Wasser geholt wurden.

Literaturtipp: Die Ersten und die Letzten
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eupemuc
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Allgemein wird der 10. Juli 1940 als Anfang und der 31. Oktober 1940 als Ende der Luftschlacht um England genannt.
10. Juli bis 11. August 1940: Angriffe auf Konvois im Ärmelkanal und in der Themsemündung
12.–23. August 1940: Angriffe auf küstennahe Ziele wie z.B. Radarstationen der Homechain
24. August bis 6. September 1940: Angriffe auf Flugplätze und Flugzeugwerke in Südengland
Ab 7. September 1940: Angriffe auf London und andere Städte
Axt hat geschrieben:Literaturtipp: Die Ersten und die Letzten
Habe ich schon Anfang der 90er gelesen.

Dass viele deutsche Piloten aus dem Kanal gerettet wurden, dürfte wahrscheinlich auch daran liegen, dass sie
den überqueren mussten, um heim zu kommen. Viele Flugzeuge haben es aber nicht mehr geschafft.

Meine Empfehlung:
Jagdwaffe: Battle of Britain: Phase One - Four
Gruß, Eugen
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Axt
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eupemuc hat geschrieben:Allgemein wird der 10. Juli 1940 als Anfang und der 31. Oktober 1940 als Ende der Luftschlacht um England genannt.
eupemuc hat geschrieben:Ich kann mir vorstellen, dass die damalige Bevölkerung von London da anderer Meinung war.
...schließlich erfolgte der verheerendste Angriff erst Ende '40, auch Coventry war später. Soll aber Auslegungssache bleiben!

Ich möchte aber keine Diskussion lostreten, wann, wo und was der 'Battle of Britain' war. Ich schließe auch nicht aus, dass es Luftkämpfe über London gegeben hat. Ich wollte lediglich eine Alternative zu dem vorhandenen Hintergrund vorschlagen. Aber aus deinen Aussagen muss ich schließen, dass du einen Kampf über Wasser grundsätzlich ausschließt, was aber in meinen Augen falsch ist! ;)
eupemuc hat geschrieben:Meine Empfehlung:Jagdwaffe: Battle of Britain: Phase One - Four
Nein danke, denn anscheinend bezieht sich das Buch nur auf die Luftflotte 2.

P.S.: Aber eigentlich gibst du mir, gewollt oder nicht, nur recht... ;)
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Ex43er
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Was sagt eigentlich der Diorama-Erbauer dazu :?: :?: :?:
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Dierk3er
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eupemuc hat geschrieben:
Axt hat geschrieben:Literaturtipp: Die Ersten und die Letzten
Habe ich schon Anfang der 90er gelesen.
Im Allgemeinen, und ganz besonder hier bei BoB (Battle of Britain), rate ich dringendst davon ab, Bücher in Landser-Romantik-Stil wie Gallands "Die Ersten und die Letzten" als Refernz für historische Begebenheiten heranzuziehen!

Wer etwas zu den Abschüssen, Verlusten, Statistiken zum Luftkrieg über England nachschlagen will, dem empfehle ich hier ganz klar die Buchreihe "Die Jagdfliegerverbände der Deutschen Luftwaffe 1934 - 1945" von Prien, Stemmer, Rodeike und Bock.
http://www.jagdgeschwader.net/index.php ... d7b659b6b2

Dazu ganz besonders die Teile 4/I und 4/II
http://www.jagdgeschwader.net/product_i ... cts_id/116
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Diese Buchreihe ist in meinen Augen das kompetenteste was zu dieser Thematik zu bekommen ist. Sowohl in Buchform, als auch im Internet.

Im oben angesprochenem Band 4 geht es schließlich um besagten Zeitraum und dem Einsatz über dem Kanal.
Dort wird ebenfalls auf Gallands Aussagen Bezug genommen:

Galland schreibt:
"Die gerineg Flugdauer der Me109 machte sich jetzt immer nachteiliger bemerkbar. Bei einem einzigem Einsatz eines Geschwaders gingen - ohne Feindeinwirkung - allein durch die Tatsache, dass der zu begleitende Bomberverband nach zweistündiger Flugdauer noch immer nicht das Festland auf dem Rückflug erreicht hatte, zwölf Maschinen verloren. Fünf von ihnen konnten mit dem letzten Tropfen Sprit am Strand der französischen Küste bauchlanden, sieben weitere mussten im Kanal notwassern."
(BoB, S. 24, EuL, S. 103)

Prien schreibt dazu:
"Diese Darstellung ist ein reines Ammenmärchen, eines allerdings, das offenbar ganz besonders dankbar aufgenommen worden ist und seither die blumigsten Ausschmückungen erfahren hat. Kein einziger Jagdverband - Galland zieht es wohlweislich vor, das fragliche Geschwader nicht zu benennen² - hat während der Kämpfe am Kanal überhaupt, geschweige denn bei einem einzigen Einsatz, jemals zwölf Messerschmitts wegen Spritmangels verloren. Denn richtigerweise gingen zwischen dem 1.8. und dem 30.11.1940 bei allen am Kanal eingesetzten deutschen Tagjagdgruppen zusammen ganze zwei Bf 109 E nachweislich durch Absturz in die See wegen Spritmangels total verloren, während weitere acht bei Notlandungen beschädigt wurden. Dabei wurde ein Flugzeugführer getötet, ein weiterer wurde verletzt. Möglicherweise gingen drei weitere Bf 109 E, die im selben Zeitraum unter unbekannten Umständen über dem Kanal vermisst blieben, auch noch auf das Konto "Spritmangel" als Verlustursache, doch ist dies keineswegs sicher."

²: Er bezieht sich dabei offensichtlich auf einen Bericht, den Lt. Max-Hellmuth Ostermann von der 7./JG54 vermutlich für die PK (Propaganda-Kompanie) gegeben hat und auszugsweise bei Bekker, aaO., S. 221 ff, wiedergegeben wird; dieser bezieht sich auf den Einsatz der III/JG54 vom 30. September 1940 und stellt ein Musterbeispiel von schönstem "Jagdfliegerlatein" dar, wenn es dort unter anderem heisst: "[...] Einer nach dem anderen musste auf dem Wasser notlanden: eine Schaumspur, hinterher eine gelbe Schwimmweste, ein grüner Fleck ... [...] "
Als Ergebnis dieses Einsatzes sollen nach über zwei Stunden Einsatzzeit sieben Bf 109 mit trockenen Tanks notgewassert und fünf am Starnd bei Abbeville ( ! ) notgelandet sein. Tatsächlich wurden bei dieser Gelegenheit zwei Bf 109 E der 7./JG54 bei Bauchlandungen wegen Spritmangels bei Dieppe mässig beschädigt, ihre Flugzeugführer blieben unverletzt. Eine noch weit hanebücherne Geschichte wurde unlängst in einer Fernsehserie des ZDF über den Luftkrieg im II. Weltkrieg zum Besten gegeben, wo ein vormaliger Flugzeugführer des JG 52 von einem Vorfall zu erzählen wusste, bei dem eine einzige Gruppe bei einem Englandeinsatz 19 Bf 109 E wegen Spritmangels durch Notwasserung auf dem Kanal verloren hätte, wobei nicht weniger als 17 Flugzeugführer ertrunken sein sollen. Offensichtlich hatten die verantwortlichen Redakteure dieser Sendung - Leitung Guido Knoop - es nicht für nötig befunden, diese ganz offensichtlich fragwürdige Geschichte zu überprüfen, so dass die haarsträubende Darstellung des alten Fliegers dem staunenden Fernsehvolk als geschichtliche Tatsache vermittelt wurde.






Dieser kurze Auszug ist nur ein Punkt der die inzwischen maßlos verfälschten Tatsachen zum Luftkrieg über England ins rechte Licht rückt.
Man kann sich vielleicht vorstellen, was auf den restlichen 900 Seiten der beiden Buchbände noch zusammen kommt. :P

Gruß, Dierk
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Panzerschmied
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Ex43er hat geschrieben:Was sagt eigentlich der Diorama-Erbauer dazu :?: :?: :?:

Das Bild ist eine Luftaufnahme von London aus jener Zeit.

Anzunehmen das die Luftschlacht nur über dem Kanal tobte finde ich fast schon lächerlich. Die Städte auch im Hinterland lagen wohl kaum in Asche wenn da kein Bomber hin kam und die Briten wären ja total bescheuert die Bomber, die durch kamen nicht auch abzufangen. Sicher habe sie versucht möglichst viele Abzuschiessen bevor diese das Festland erreichten aber alles was durch kam wurde auch bekämpft und es kam viel durch zumindest am Anfang.
Ebiwan
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Die Anzahl der nicht "total bescheuerten" englischen Jagdflieger, die sich über dem Stadtgebiet ins massive eigene Flakfeuer stürzten um Bomber abzuschießen, statt sie 5 Minuten später auf dem Rückflug anzugreifen wird trotzdem überschaubar gewesen sein.

Ich war zwar nicht dabei, aber nach Erzählungen meines Großvaters drehten deutsche Jäger vorher ab.

Gruß
Eberhard
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Ebiwan hat geschrieben:...aber nach Erzählungen meines Großvaters drehten deutsche Jäger vorher ab.
Das passt aber nicht in die Heldensaga... :o :o :o
"Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"
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