Atztek 4709

grosskranfan
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Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Hi zusammen,

ich will mir in den nächsten Wochen eine neue Airbrush zulegen und neben der Evolution 2in1 ist obige in der engeren Auswahl.
Kennt hier jemand diese Brush näher und kann was dazu sagen?
Ebiwan
Beiträge: 429
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 22:03

Ich fand die Atztek 470 (die 4709 ist ja nur die 470 mit etlichen Düsen und Farbbechern in der Holzkiste) auch mal interessant und konnte so ein 4709 Set Gottseidank mal testen.

1. Die Düsen: Bei der Atztek sind Düse und Nadel ein in sich geschlossenes System, das angeblich leichter zu reinigen sein soll, als normale Systeme. Kann ich so nicht nachvollziehen. In der Zeit, die ich brauchte um die Atztek zu säubern hab ich meine Vega locker 2 mal sauber und bei der weiss ich dann auch, dass sie sauber ist, während ich das bei der Atztek nur vermuten kann, denn man darf und soll die Düsen-Nadelkombi nicht zerlegen (Man kann es zwar, aber bei dem filigranen weichen Plastik würde ich keinen Cent drauf wetten wollen, dass sie das mehr als ein paar Mal überlebt. Von den 6 mitgelieferten Düsen waren 2 von vornherein nicht zu benutzen, da die Düsenlöcher nicht sauber gespritzt waren und sich die Nadeln an sowas wie Fischhaut verhakten und die Düsen konstant undicht waren.

2. Die Pistole: Lieblos zusammengeklatschtes Plastik. Die Schalenhälften einfach vom Gussast abgebrochen und ohne Versäubern einfach zusammengesteckt. Der wacklige Plastikhebel macht wie die ganze Pistole den Eindruck, hält von 12 bis Mittag.

3. Lackierergebnisse: nicht besser oder schlechter als mit meiner Vega, aber ob das mit oft benutzten Düsenköpfen so bleibt erscheint mir zumindest zweifelhaft. Und warum man zum bemalen von Stoff (T-Shirt) nun unbedingt andere 0,4 und 0,5 Düsen braucht als zum bemalen von Plastik, weiss wohl auch nur der Hersteller.

Fazit: Es gibt sicher Anwender, die von der Atztek überzeugt sind, aber für mich ist sie absolut keine Option mehr. Wenn ich mir mal was Besseres zulegen wollte, dann würde ich mir die Evo ansehn.

Gruß
Eberhard
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Kafens
Beiträge: 647
Registriert: Do 23. Aug 2012, 16:07

Ich kann zur Aztek nichts sagen da ich sie nur vom sehen her kenne
kann mir aber nicht vorstellen das man einen Airbrush aus Plastik gut reinigen kann.
H&S Evo besitze ich neben einer IWATA selbst und kann sie nur wärmstens empfehlen.
Zuletzt geändert von Kafens am Di 16. Aug 2016, 23:02, insgesamt 2-mal geändert.
Mammut13
Beiträge: 48
Registriert: Mi 25. Dez 2013, 08:33

Ich werde mir am Dienstag  auch die H&S Evolution 2in1 holen, ich konnte sie bei einer Airbrushmesse ausprobieren wo  H&S direkt vertreten war. ICh finde es Die Evo hatt auch einen Vorteil dadurch das man verschieden Farbbecher größen draufschrauben kann. Am besten is halt wenn du bei einem Airbrushshop, sofern bei dir einer vorhanden ist mal beraten lässt und die airbrush mal in die hand nimmst.
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grosskranfan
Beiträge: 326
Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Die Evo kenne ich, die hatte ich selber, ist aber irgendwie "unter die Räder" geraten, will heissen: ist weg.

Nunja, sieht so aus als würde es wieder eine Evo - worüber ich nun keineswegs traurig bin.
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
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Das geschlossene Düsensystem der Aztek soll man ja gar nicht auseinander nehmen !
Es wird nach Gebrauch komplett in ein Glas mit dem passenden Lösungsmittel gelegt und kann da bis zur nächsten Sitzung verbleiben.
Das ist äußerst praktisch, ich kenne mindestens einen sehr guten Modellbauer der seit Jahren ausschließlich die Aztek benutzt und ganau aus den genannten Gründen sehr zufriedenist.
Das Gehäuse muß man ja gar nicht reinigen, das kann daher sehr wohl ganz einfach ausgeführt sein.
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Toolman Toto
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Moin zusammen, 

die Aztek polarisiert sehr stark, finde ich . Entweder man kommt damit super zurecht und liebt sie oder sie wandert nach kurzer Zeit in die Bucht.

Ich habe lange Zeit erfolglos versucht mit der 470 brauchbare Ergebnisse hinzubekommen und bin jetzt auch bei einer EVO gelandet.

Obwohl ich das System der Aztek echt cool finde, so komme ich nun mit der herkömmlichen Technik besser klar. Allerdings ist die Reinigung der Düsen doch manchmal problematisch und ich musste die das ein oder andere mal demontieren - was grundsätzlich zwar geht aber lt. Hersteller nicht erforderlich sein soll. Ein weiterer Nachteil in meinen Augen ist das Material, So hast Du bei der Aztek Düsen aus Kunststoff - teilweise sogar die Nadeln. Ich hatte das Gefühl, das die sensible Öffnung an der Düsenspitze mit der Zeit etwas geweitet wurde und das Spritzergebnis dadurch schlechter wurde. Wenn mann allerdings vorsichtig genug mit dem Materiel umgeht, sollte das nicht passieren. Auch das Handteil ist überwiegend Plaste. Aber hier konnte ich keinen Nachteil erkennen. 

Wie gesagt, vom Prinzip her ein tolles Teil - wenn man damit klar kommt.  Mit der EVO bist Du aber m. E. von vornherein eher auf der sicheren Seite.
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OFW
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Moin
Ja,ja die Atztek. Wir haben sie vor ungefähr einem Jahr aus dem Programm genommen, da die Nachfrage nicht mehr vorhanden war. Ob der eine oder andere Händler sie noch führt weiß ich jetzt nicht. Sie ist relativ schnell aus der "Modellbauszene" nicht verschwunden aber die Nachfrage war nicht mehr.
Eine EVO Two in One oder auch eine Silverline gleicher Ausstattung sind heute gefragt. OK 160 Euro ist viel Geld aber die Ersatzteil-Beschaffung ist gut und man hat dann ja eigentlich 2 Pistolen. Einmal 0,2 und einmal 0,4 mit ausstauschbaren  5ml Becher.
Zur Not können wir auch eine Atztek bestellen. Ein Besuch bei uns lohnt sich eigendlich immer

OFW
grosskranfan
Beiträge: 326
Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Crazy-Airbrush aus Recklinghausen hat sie noch im Online-Shop.

Ich werde Ende September mal hinfahren - und mir auch die Aztek ansehen, obwohl ich momentan eher zu einer Evolution Silverline tendiere -mit beiden Systemen (Saug- und Fließsystem).
Mammut13
Beiträge: 48
Registriert: Mi 25. Dez 2013, 08:33

Das saugsystem lohnt sich eigentlich nur wenn du ne grosse Fläche wie einen Schiffsrumpf zu spritzen hast, ansonsten bleiben dir mehr farbe im im glas und in der gun hängen als du fürs Modell brauchst. Zud dem gibt es für die Evolution mit saugsystem verschieden Farbecher größen, der 50ml becher kostet z.B. 17,43 €.
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grosskranfan
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Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

Du hast Überkopfarbeiten und arbeiten mit starker Schräglage der Pistole vergessen; solche Arbeiten kannst du mit dem Fließbecher ganz vergessen ;)
Wie oben geschrieben: bislang ist das alles noch Gedankenspiel, eine Entscheidung fällt erst im September.
OFW
Beiträge: 475
Registriert: Do 28. Jun 2012, 10:12

Moin
@ grosskranfan
Da bist Du mit Deiner Aussage aber im Irrtum. Erst informieren dann schreiben.

OFW
 
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
Wohnort: Neckarsulm

Wir sprechen hier doch über Plastikmodellbau !
Überkopfarbeiten? Habe ich in fast einem halben Jahrhundert Plastilmodellbau noch nie nötig gehabt !
Den Anspruch kann man doch wohl ohne Bedenken negieren, gelle ?

Und, ich habe es schon wiederholt hier geäußert:
Man kann große Modelle auch mit kleinem Fließbecher spritzlackieren, man muß ihn halt öfter mal auffüllen.
Meine 1:32 Beaufighter z.b., und die ist ein wirklich großes Plastikmodell, habe ich auch mit der kleinen Düse der REVELL Masterclass mit Fließbecher spritzlackiert, es geht also !
grosskranfan
Beiträge: 326
Registriert: Mo 24. Aug 2015, 13:58

panzerchen hat geschrieben:Wir sprechen hier doch über Plastikmodellbau !
Überkopfarbeiten? Habe ich in fast einem halben Jahrhundert Plastilmodellbau noch nie nötig gehabt !
Den Anspruch kann man doch wohl ohne Bedenken negieren, gelle ?
Ich musste auch noch nie über Kopf arbeiten. Aber in diversen Schräglagen schon und das kann man, meiner Erfahrung nach, mit dem Fließbecher vergessen.
Wenn der Herr OFW da anderer meinung ist, dann soll er sich bitte erklären, aber nicht einfach nur schreiben "da bist du im Irrtum".
Leute, die sowas ohne weitere Erklärung schreiben und diese auch auf Nachfrage nicht liefern, pflege ich unter "Schwätzer" abzuhaken.
Und, ich habe es schon wiederholt hier geäußert:
Man kann große Modelle auch mit kleinem Fließbecher spritzlackieren, man muß ihn halt öfter mal auffüllen.
Habe ich doch gar nicht bestritten. Nur schreibst du ja selbst: den kleinen Becher muss man öfter auffüllen - und je nach Größe der Fläche ist man dann schnell mehr mit Füllen als mit Spritzen beschäftigt.

Bei mir hat der Wunsch nach dem Saugsystem mit größerem Saugb echer aber auch einen praktischen Hintergrund:
meine Schwerlastmodelle lackiere ich alle in derselben Farbkombination Saphirblau RAL 5003 / Verkehrsweiß RAL 9016.
Da kann ich zwei passende Becher nehmen, in einen RAL9016, in den anderen RAL 5003 und Deckel drauf. Bei Bedarf dann Deckel ab, Saugdeckel drauf und los.
Spritzen ende: Saugdeckel runter, Deckel auf Glas und gut. Jetzt noch Pistole und Saugdeckel reinigen, fertig ist die Laube.

Auch ich würde den Saugbecher nicht für Feinarbeiten nehmen, dafür ist der Becher zu schwer und macht die Pistole o bendrein Kopflastig.
panzerchen
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Einverstanden !
Es gibt Gründe für den Saugbecher, und Gründe für den Fließbecher.
Der einfache Wechsel zwischen verschiedenen Farben, ja da stimme ich zu, spricht für den Saugbecher.
Zugegeben, beim Fließbecher muß man aufpassen daß man die Spritzpistole nicht zu schräg hält denn da kann die Farbe aus dem Becher überschwappen.
Es ist aber nur eine Frage der Konzentration.Mit Fließbecher kann man meiner Erfahrung nach alle anstehenden Spritzarbeiten im Plastikmodellbau erledigen.
Ein Vorteil: man kann sogar mit wenigen Tropfen Farbe spritzen !

( Aber ich will die andere Sichtweise keinesfalls gering schätzen ! )
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