Probleme mit Revell Klarlack matt 2

Jens H.
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Servus Gemeinde!

Als Wiedereinsteiger in den Plastikmodellbau bin ich gerade an mein nächstes großes Problem gestoßen, das ich euch nicht vorenthalten möchte. :D
In meinem Nachbarthema "Probleme mit Revell Airbrush Email Basic" geht es ja um die raue Oberfläche der Grundierung an dem Panther A meines Sohnemannes. Nachdem ich die Oberfläche an der Panzerwanne nachgebessert habe, habe ich das Modell mit Sand matt Nr.16 gesprüht und danach mit Grüngrau matt Nr.67. Das Kanonenrohr und die Gitter von ABER habe ich davor noch mit dem Metal Primer von Tamiya behandelt. Nr. 16 habe ich mit 0,3 mm Düse und 1,6 bar Arbeitsdruck verarbeitet und die Streifen aus Nr. 67 mit der 0,2 mm Düse bei gleichem Druck. Eine Lackierprobe mit beiden Farben habe ich vorher auf einem Stück nicht grundierter Polycarbonat-Scheibe gemacht. Da die Oberfläche der Grundierung sehr unterschiedlich ist und auch das Modell an sich auf Wannenoberseite und Turm strukturiert ist, bin ich nicht von einer Babypopo Lackierung ausgegangen. Vor dem Lackieren mit dem Klarlack matt Nr. 2, habe ich noch die Decals angebracht. Wie ich nach diesem Arbeitsschritt in diesem Forum lesen konnte, habe ich dabei einen Fehler gemacht. Ist aber nicht soooo schlimm. ;)
Den Klarlack habe ich 1 zu 2 mit Revell Color Mix Verdünner gemischt und mit der 0,3 mm Düse und 1,6 bar gesprüht. Natürlich vorher auf den Sprühtest mit beiden Tarnfarben auf der PC-Scheibe. Das Ergebnis auf der Scheibe war toll. Aber leider nicht auf dem Panzer. Aber seht selbst.
Panther A mit ein paar Laufrollen
Panther A mit ein paar Laufrollen
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Der Klarlack ist an manchen Stellen recht weiß geworden mit Flöckschenbildung. An machen Stellen sieht es aus wie eine Staubschicht, was an sich ja bei solch einem Modell nicht schlecht ausschaut, aber an anderen Stellen wie Frost. Ich habe mehrere dünne Schichten des Klarlacks aufgetragen und nicht zu trocken. Zwar habe ich auch in diesem Forum gelesen, dass der Revell Klarlack bei einigen Modellbaufreunden recht weiß geworden ist, aber so etwas ist mir noch nie passiert. Als ich diesen Klarlack in den 1990ern für meine Flugzeug- und Panzermodelle verwendet habe, gab es keine Probleme. Besonders ärgerlich ist, dass sich der Klarlack mit dem Grüngrau zusammen leicht abbürsten lässt. Deutlich sieht man das unterhalb des MG's und an der Unterseite der Wanne.
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Am besten sind mir jedoch die Laufrollen gelungen, die ich zuerst mit dem Klarlack behandelt habe. Mit dem Rest aus dem Döschen. Am nächsten Tag habe ich den Rest des Panzers lackiert und dafür ein neues Döschen Klarlack aufgemacht.
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Die mit Anthrazit Nr.9 lackierten Gummibandagen zeigen aber auch einen leichten Weißstich. Diesen finde ich an den Rollen aber gut. Mir ist dann noch eingefallen, dass ich beim Lackieren der Marceau von Heller vor ein paar Monaten aber auch schon eine leichte Flockenbildung im Klarlack hatte.
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Damals habe ich den Klarlack mit 2,2 bar gesprüht. Die raue Lackierung am Schiffsrumpf stammt von der rauen Grundierung mit Email Basic. Ich weiß zwar nicht, ob ich Fehler beim Lackieren gemacht habe oder ob der Klarlack nichts taugt. Den Klarlack von Revell werde ich auf jeden Fall nur noch zum Pinseln nehmen. Gerne könnt ihr mir Tipps geben und andere Klarlacke empfehlen. Der Eurofighter in 1/32 von Trumpeter, den mein Sohnemann zu Weihnachten bekommen hat, soll jedenfalls nicht so enden.
Tja, wie soll es mit dem Panther weitergehen? Ein Washing möchte ich mal ausprobieren und noch ein paar Gebrauchsspuren anbringen. Die Lackierung würde ich so erst Mal lassen. Was meint ihr?
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Simitian
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Hi Jens,
ich arbeite nur mit den Revell Aquas.
Der Klarlack matt 02, kann Milchig werden, wenn er zu dick aufgetragen wird.
Und sich zum Beispiel, in Ecken sammelt.
Bei dir sieht es nun nicht nach zu viel Lack aus.
Kann es sein, das der Klarlack quasi trocken auf das Modell gesprüht wurde?
Also auf dem Weg zum Modell schon angetrocknet ist?
Das könnte ein milchigwerden ebenso erklären.

MfG
Jan
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Aus Prinzip, finden die Bemalungen meiner Modelle nur mit Pinsel statt.

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Revell-Bert
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Woran es genau liegt, kann ich euch nicht sagen, aber ich habe auch dieses Phänome. Daher nehme ich den Aqua #02 oder #01 nur für Inneneinrichtung und dann nur mit Pinsel.

Mit "farblos" von Revell, habe ICH an der Airbrush noch kein einziges vernünftiges Ergebnis erzielt.
Aqua wird milchig bis weiß und bei enamel fliegen bei mir die "Spinnweben".
Das ist der Grund, warum ich Klarlack bei Flächen nur aus der Sprühdose(Baumarktware) verwende.

Gruß der Bert
Jens H.
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Simitian hat geschrieben: Do 22. Apr 2021, 21:29 Der Klarlack matt 02, kann Milchig werden, wenn er zu dick aufgetragen wird.

Mir ist aufgefallen, dass der Klarlack beim Verdünnen mit Color Mix schon etwas milchig geworden ist. Beim zweiten Mal, als ich das zweite Töpfchen angebrochen habe, sogar deutlich mehr. Ich würde sagen, je mehr Color Mix man dazu gibt, um so trüber wird die Mischung.

Kann es sein, das der Klarlack quasi trocken auf das Modell gesprüht wurde?
Also auf dem Weg zum Modell schon angetrocknet ist?

Mir kam schon die Idee, dass es vielleicht an der Absaugung liegt. Eventuell ist der Luftstrom bei voller Leistung zu hoch und trocknet alles viel zu schnell. Auch an der Oberfläche des Modells. Früher habe ich immer ohne Absaugung gearbeitet.
Gruß
Jens
Jens H.
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Revell-Bert hat geschrieben: Do 22. Apr 2021, 21:40 Mit "farblos" von Revell, habe ICH an der Airbrush noch kein einziges vernünftiges Ergebnis erzielt.
Aqua wird milchig bis weiß und bei enamel fliegen bei mir die "Spinnweben".

Jetzt wo du es geschrieben hast, ist es mir wieder eingefallen. Beim zweiten Anlauf mit der Panzerwanne hatte ich auch ein paar "Spinnweben". Bei der Marceau hatte ich kleine "Schneeflöckchen".
Gruß
Jens
Revell-Bert
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Jens, alter Schwede, zitieren ist nicht schwer.

Deine Posts sind so nicht leicht zu lesen...

Ein Zitat endet mit, ich schreibe jetzt "runde Klammern" zum ZEIGEN, tatsächlich steht es in eckigen Klammern...

( /quote )

Also:

Das Zitat beginnt mit:

(quote)

Und endet mit

(/quote)

Danach setzt/tippst du deine Antwort.

Zu zitieren ist genau der gleiche Aufwand, wie die Schriftfarbe zu ändern...

Bitte versuche es.

So wie du momentan überall zitierst, fliegt einen der Draht aus der Mütze.

Das ist eine konstruktive Kritik.

Gruß der Bert
Zuletzt geändert von Revell-Bert am Do 22. Apr 2021, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
Revell-Bert
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So sieht es aus, während du es tippst:

20210422_233827.jpg



Dann erscheint es so nachdem Abschicken:
Revell-Bert hat geschrieben: Do 22. Apr 2021, 23:35 Jens, alter Schwede,
...
Das ist eine konstruktive Kritik.

Gruß der Bert

Gruß der Bert
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Ich frage mich warum überhaupt zitiert wird. Die beiden Vorschreiber sind doch direkt vornan. Wer den Thread verfolgt, wird schon merken, worauf man eingeht. Überflüssig m.E.
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Es grüßt Christian Bild
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Simitian
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Das der Klarlack nach dem Verdünnen und umrühren milchig in der Dose erscheint, ist normal.
Nach dem Auftragen und trocknen, sollte er es jedoch nicht mehr sein.
Wie schon erwähnt, zu viel scheint bei dir nicht drauf zu sein. Ich tippe auf ein zu trockenes Airbrushen.

Zu deinem Verdünnungsverhältnis mit 1 Teil Lack und 2 Teilen Verdünner kann ich als Pinsellackierer nichts direkt sagen. Scheint mir
auf den ersten Blick jedoch zu viel verdünnt.
Aber das ist nur mein Bauchgefühl.
Hier sollte vlt. ein Airbrushlackierer was zu sagen.

MfG
Jan
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The Chaos
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Ich denke auch der lack trocknet schon auf dem Weg zum modell.

Zum revell Klarlack direkt kann ich nichts sagen.
Ich nehme immer Future.
Eine Menge zu Zeit im bau.
Sci Fi Modellbauer
Liebe Grüße
Chris
OFW
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Moin
Spinnenfäden beim Klarlack. Gibt da eigentlich zwei Möglichkeiten.
1. Der Klarlack ist nicht verdünnt worden. Da streiten sich die Geister. Einer will 75 zu 25 der andere 66 zu 34. Immer erst an einem Dummy probieren
2. Die Umgebungsthemperatur. Lack zu warm. Luft zu kalt. Ein paar Grad reichen da schon. ZB ein unbeheizter Kellerraum.

Weisse Flecken, Milchiger Klarlack.
Hier gibt es auch mehrere Gründe. Zum einen zu viel Verdünner, da wird beim Abstand zum Objekt bei bis 15- 20 cm der Klarlack in der Luft trocken bevor er auf dem Modell landet.. Dann wieder die Umluft. Dann Druck (1,2 bis 1,5 bar) beim sprühen und der Abstand ( 5-10 cm) zum Objekt oder zu dick aufgetragen sodas beim trocknen kleine Stellen weiss werden.
Ich kann nur empfehlen zuerst immer an einem Dummy zu probieren und nicht gleich am Modell. Ich habe da keine 100 % Lösung im Gepäck und kann nur nochmals empfehlen ein Übungsobjekt zu nutzen. Ich schwöre auf mein Erdal Bodenglanz (Ersatz für Future). Ist aber bestimmt nichts für Autobauer die werden sicher zum K 2 greifen.

OFW
Jens H.
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@ Bert
Was ist denn an meiner Zitierweise so schlimm? Die grüne Schrift ist doch echt toll. :P
Ich muss aber ganz ehrlich eingestehen, dass ich bisher nicht gemerkt habe, dass der zitierte Text mit einem blauen Strich auf der linken Seite markiert ist. Aufgrund der Forensoftware in anderen Foren bin ich diese Zitierweise halt gewohnt. Danke für deinen Hinweis!
Welchen Klarlack aus welchem Baumarkt verwendest du?

@ The Chaos
Was ist Future?

@ OFW
Ich baue und lackiere die Modelle im unserem großen Hobbykeller. Die Temperatur ist im Schnitt 19 bis 21 Grad. Die Lacke werden dort auch gelagert. Das letzte Mischungsverhältnis war etwa 1 zu 2,5 (Klarlack/Verdünner). Der Sprühabstand zum Objekt maximal 10 cm. Mein "Dummy" war ein Stück PC-Scheibe, ansonsten Joghurt- oder Quarkbecher. Wenn das Ergebnis des Probesprühens nicht so gut gewesen wäre, hätte ich den Panzer nicht so gebrusht. Ich glaube aber so langsam, dass die Absaugung zu stark eingestellt war. Vor über 25 Jahren habe ich den alten Revell Record mit Druckminderer genommen und hatte keine Absaugung. Keine Ahnung wie hoch der Arbeitsdruck damals war. Den habe ich ohne Manometer nach Gefühl eingestellt.
Du nimmst wirklich Erdal Bodenglanz als Ersatz für den Klarlack?

VG
Jens
Revell-Bert
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In meinem Fall vom toom.
"0815" Klarlack von "b1"
Gruß der Bert
Jens H.
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Danke! Der nächste toom ist viel zu weit weg von mir. Und wegen der Corona-Maßnahmen komme ich noch nicht mal ohne Test in unseren Hagebaumarkt direkt vor unserer Haustür. :roll:
Unser großes Bastelgeschäft in Dorfen hat sogar alle Ölfarben aus dem Sortiment genommen. Jetzt bin ich am überlegen wo ich das Schwarz für meine ersten Washing Versuche herbekomme. Überhaupt ein Fläschchen Feuerzeugbenzin zu bekommen war gestern schon ein Erlebnis. :oops:
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Jens H. hat geschrieben: Fr 23. Apr 2021, 20:20 @ The Chaos
Was ist Future?
Future ist ein Bodenglänzer aus den USA. In der ursprünglichen Form ist der nicht mehr zu bekommen. Es gibt manche Produkte, die mit "Futureshine" bedruckt sind. Erdal Bodenglänzer kenne ich als sehr ähnliches Produkt.
Ich nutze "Pledge" von Johnson. 2019 bestellte ich die knapp 800ml bei Amazon. Ab und an ist es wohl im Sortiment.

Mit "Future" kann man viele Sachen machen.
- beim Washing nutzen es viele, um die endgültige Lackschicht zu schützen.
- ich nehme es beispielsweise um matte Farben stufenweise zum Glanz zu bringen. Wenn Du im Innenraum von Autos unterschiedliche Kunststoffe darstellen möchtest, "spielst" Du mit dem Glanzgrad.
- oder wenn die gleiche Farbe Stoff und Leder sein soll. Anstatt Klarlack kann man "Future" benutzen.
- zum Versiegeln von Decals
- zur Versiegelung von Scheiben
- oder um den Scheiben einen besseren Glanz und tiefe / Klarheit zu verhelfen
- bei lackierten T-Top (mit Tamiya clear Farben) nehme ich gerne "Future", weil das den Lack nicht angreift (muss aber vollständig durchgetrocknet sein)

Soweit ich weiß, ist "Future" sehr neutral. Ich habe noch nie gelesen, dass "Future" die verwendete Farbe angegriffen hat.
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