North Sea Fishing Trawler

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coen58
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Wohnort: Berlin

Sa 29. Sep 2018, 13:20

Der Ursprung
Da ich im nächsten Jahr in Pension gehe, begann ich mir Gedanken zu machen, was ich nach meinem Berufsleben machen will. Neben meiner Tätigkeit als Marinehistoriker wollte ich auch etwas Handwerkliches machen, da ich gelernter Uhrmacher bin. Außerdem möchte ich doch meine Feinmotorik der Hände möglichst lange erhalten.
Schon in meiner Jugend und auch später, nach der Vereinigung, baute ich Modelle und gestaltete auch Dioramen.

Die Idee
Beim Stöbern im Internet fand ich bei Revell das Modell eines Seitentrawlers, das mir auf Anhieb gefiel. Bei einem bekannten Internet-Auktionshaus erstand ich diesen Bausatz. Der Bausatz hatte jedoch schon ein betagtes Alter. Immerhin hatte das Modell schon das 5. oder gar 6. Reboxing hinter sich. In den 70er Jahren erstmals als sowjetischer Spionagetrawler aufgelegt wurde das Modell nie überarbeitet. Die Kartonbilder änderten sich jedoch jedes mal, wenn das Modell neu aufgelegt wurde. Auf Grund des Alters wies der Bausatz jedoch diverse Vereinfachungen und Ungenauigkeiten auf. Ich entschied, das Modell so nahe wie möglich an das Vorbild heranzubringen und nicht nur so aus dem Karton zu bauen.
Da ich Szenerien mag, beschloß ich den Trawler entweder bei der "Arbeit" oder im Hafen zu zeigen. Letztlich entschied ich mich für ein Hafendiorama.

Das Modell
Wie schon gesagt, weist der Revell-Bausatz, altersbedingt, einige Mängel auf.
1) die Reeling ist sehr plump und wird ersetzt
2) die Netzwinsch ist sehr rudimentär dargestellt und muß ersetzt werden
3) die Funkpeilantenne ist sehr plump und wird ebenfalls ersetzt
4) die Radarantennen werden durch "ältere" Modelle ersetzt, da nur Antennen neueren Typs dargestellt werden
5) die Ankerklüsen müssen geöffnet werden
6) der Anker des Bausatzes ist als solcher nicht zu erkennen und muß neu gebaut werden
7) die Fenster des Ruderhauses und sämtliche Bullaugen müssen geöffnet werden
8) die Positionslichter werden ersetzt
9) beide Masten müssen ersetzt werden, der achtere Mast ist wesentlich schmaler und kürzer als der des Bausatzes
10) beide Kräne auf dem Brückendeck haben den falschen Standort und müssen ev. durch eine Traverse miteinander verbunden werden
außerdem fehlen diverse Lüfter, Oberlichter, Speigatten und Netzgalgen.



Die erste Planung
Nachdem ich festgestellt habe, was am Trawler zu verändern bzw. zu ergänzen ist, suchte ich einen zweiten Bausatz des Trawlers. Bei einem Besuch des Jahrestreffens der Regionalgruppe Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte e.V. wurde ich fündig. Der Regionalgruppenleiter, der Marinemaler Olaf Rahardt hatte zufälligerweise noch einen ungebauten Bausatz im Angebot. Wer Schiffsmodelle von REVELL kauft wird auch die Bilder von Olaf Rahardt kennen, da er sehr viele Kartonbilder von Schiffsbausätzen gestaltet hat. Für einen kleinen Obolus überließ er mir seinen Bausatz. So habe ich die fehlenden Teile und auch Ersatz, wenn ich einen Fehler mache, der das Bauteil ruiniert.
Dazu kommt noch das Ätzteilset für einen Hafenkran, so wie er bis in die 60er Jahre in etlichen Häfen anzutreffen war und heute noch vereinzelt als technisches Denkmal gepflegt wird.
Dazu kommen noch Waggons und ev. eine Diesellok im Maßstab 1/148 (engl. Maßstab für Spur N, der Trawler hat den Maßstab 1/142) sowie diverse Fahrzeuge. Eventuell werde ich auch auf den Maßstab 1/120 (Spur TT) ausweichen, da ich da schon einige Waggons und eine Diesellok habe. Damit es kein "Geisterhafen" wird, kommen noch Figuren im Maßstab 1/144 dazu.
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