napoleon

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ewielander
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Mo 27. Apr 2015, 11:08

Hallo
mein Sohn moechte gerne napoleon figuren malen 1.72
wir haben jetzt eine packung mit english kanonieren
wir wissen aber nicht genau wie man am besten die kanone malt ...vom bild kann man da nichts sehen auch im internet gibt es viele moeglichkeiten....
wer weiss was?
raeder waren aus holz - also holzton ?
kanone war metal - eisen ?
verschrauben und verschluesse vielleicht in bronze?



danke an alles fuer andere ideen
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Birne
Beiträge: 168
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Di 28. Apr 2015, 18:36

Hallo,

ich kenne nur die französische " Gribeauval Kanone ", aus der Zeit der napoleonischen Kriege.
Kanonenrohr in Bronze. Rest mit Rädern in einem dunkleren Grün.
Vielleicht mal da " googeln " ?
Die französische Kanone war zur napoleonischen Zeit schon fast 50 Jahre alt. Die hatten die Rohre aus Bronze.
Z.B., anno 1812 in Russland bei Borodino hatten die russischen Truppen auch bronzene Rohre modernere, Neuere mit größeren Kalibern. Auch noch in :arrow: Bronze !
Wogegen die Rohre gepflegt und gehegt wurden, achtete man auf die Holzteile wenig. Das war dann eher nur ein Holzschutzlack einheitlich in Grau bei den Briten, oder bei den Franzosen in Grün
Bei den Schlachten wurde ja immer die Gala Uniform damals angezogen und die bronzenen Rohre auf Hochglanz poliert das sie in der Morgensonne glänzten..
Auf dem Bausatzschachtelbild schaut mir die Kanone auch nach Bronzefarben aus. Erscheint vielleicht etwas heller im Ton wegen dem Licht.
Die Holzteile waren im Gegensatz zum Rohr meist ganz Einfach bemalt. Grau wie auf dem Bild würde ich nehmen.
Die Kanonenrohre wurden gepflegt und poliert, wogegen für die anderen Teile wie Räder und so, kein großer Aufwand betrieben wurde. Die französischen Kanonen waren in einem dunkleren, fast schon Schmutzig grünen Farbton gestrichen.
An die Deckelbilder kann man sich eigentlich schon gut halten.
Denke die englische Artillerie hatte schon graue Lafetten und Räder ?
Ich weis das aber auch nicht Sicher ?
Diese Figuren sind ja von der " Fußartillerie " ! Es gab aber auch " Gardeartillerie ". Vielleicht hatten die schönere Kanonen ?
Bei den Französischen hatte die Gardeartillerie auch nicht den einfachen Tschako wie die einfachen Linienregimenter, sondern schon auch Husarenuniformen. Fußartillerie war Einfach. Die Gespanne zogen die Kanonen in Stellung.
Berittene Artillerie war Beweglich und die Gardeartilleristen hatten sogar schon mehr Husarenuniform. Da wurden die Kanonen mit Pferdegespannen im Galopp auf dem Feld bewegt, da wo man sie eben mal schnell brauchte.
"Fußartillerie" eigentlich nicht so, die waren eher an festen Plätzen im Feld aufgestellt und blieben dort.
:arrow: Zur Zeit der napoleonischen Kriege wurden die Schlachten immer mit einem Artillerieduell eröffnet.
Also es gab auch Fußartillerie - Berittene Artillerie - Gardeartillerie..
Die Garde hatte die Erfahrensten und damit auch meist die ältesten Soldaten. Die Garde stand auch fast immer dort wo Napoleon stand.
In den Jahren nach der französischen Revolution bis um 1802 waren noch mehr Freiwillige in der napoleonischen Armee. Mit der Zeit, um so mehr Napoleon Soldaten brauchte, wurde in der Bevölkerung einfach " Ausgehoben ", sprich Zwangsrekutiert.
Da waren dann schon Viele nicht mehr Freiwillig dabei. Hoffnung bestand im "eines Tages nach Hause kommen", oder lange genug dabei sein um in die Garde aufgenommen zu werden. Eine Aufnahme in die Garde bedeutete eine Pension ( Rente ) vom Staat auf Lebenszeit. Rente für den einfachen Bürger gab es ja damals Nicht.
Es war vielleicht Damals andersrum wie Heute ? Die " Elitetruppe " stand Hinten bei Napoleon. Wurde erst in die Schlacht geworfen wenn es anders nicht mehr ging. Heute werden " Elitetruppen " eher als erste in den " Kampf " geschickt für gezielte operative Spezialaufgaben um weniger Verluste der regulären Truppen zu haben die nicht für so etwas ausgebildet sind, na eben die große Masse.
Bei der napoleonischen Zeit war die " Garde " noch hinter den Reservetruppen. Aber es war auch so, das die alten Gardisten schon viele Schlachten hinter sich hatten. Die Jüngeren oder Die, die zum ersten mal in ein Gefecht zogen hatten natürlich Angst. Sahen Diese vor der Schlacht die Garde, die " Alten ". Mit Ihrer Ruhe und Furchtlosigkeit, verloren auch die neuen Unerfahrenen schnell Angst und Unsicherheit, entspannten sich und waren mehr bei der " Arbeit ".
1812 ! Napoleon hat nun Krieg, gewollt oder auch Nicht, anno 1812 , mit Russland. Im russischen Zarenreich wurden Truppen ausgehoben. Die meisten Unfreiwillig eingezogen. Da war in Russland die Mindestdienstzeit für die untersten Dienstgrade 25 Jahre.
Wurde man Eingezogen, konnte man unter 25 Jahren Dienstzeit nicht damit rechnen nach Hause zu kommen. Die Chance für einen einfachen Soldaten 25 Jahre zu überleben, konnte sich dann Jeder ausrechnen. Also, gingen die russischen " Feld "
Soldaten einfach auch gleich Beherzt zur Sache. das es Einen früher oder Später " erwischt " spielt ja bei 25 Jahren Mindestgrundwehrdienst keine Rolle mehr, auch deshalb weil die unteren Ränge sehr Schlecht behandelt wurden in der zaristischen Armee. Mutig sein und auf eine Beförderung hoffen war dann ein kleiner Lichtblick um sich die Zukunft besser zu Gestalten.
Aber, lange war Napoleon nicht in Russland. Die 25 Jahre Mindestdienstzeit nach dem Sieg über die Franzosen war dann auch schon bald wieder Aufgehoben.
Der Anfang vom Ende Napoleons, das Ende vom Anfang des damals noch jungen russischem Zaren. ( Cäsaren ).
Dazwischen die " Hundert Tage ".
( was sind die " hundert Tage " ? ...einfach mal " googeln " :mrgreen: )
( oder Geschichtsbücher lesen. " The hundred Day's ", oder die Romane von Tolstoi lesen. Dauert aber viel Länger wie bei " "Google " :mrgreen: )

LG ;)



über die Zinnsoldaten Seiten vielleicht eher was Finden ?

LG
ewielander
Beiträge: 118
Registriert: Fr 27. Mär 2015, 00:30

Mi 29. Apr 2015, 00:10

super und danke fuer den tollen beitrag und die viele muehe
Birne
Beiträge: 168
Registriert: Sa 13. Dez 2014, 22:22
Wohnort: Fils/Neckar

Mi 29. Apr 2015, 09:34

Ach, macht nix, ich bin so belesen, da schreib ich locker ein " paar " Zeilen.
Natürlich nutze ich auch Internett und Suchmaschinen.
In meiner Jugend gab es das wohl Nicht ?
Geschichte und Historie fand man nur in dicken verstaubten Büchern im Regal.
Modellbau war da das einigermaßen Schnellste.
Historisches Deckelbild, ein Bauplan und Teile für ein genaues Modell das in wenigen Stunden, wenn überhaupt in einer Stunde zusammengebaut war. Stand dann auch im Regal, wurde Bespielt und meist nach kurzer Zeit entsorgt.
Ende der 70er, waren wir noch so Unterbelichtet, das wir, ich war 17 Jahre alt, in den großen Ferien mal einfach nach Frankreich mit den Mopeds fuhren. Eigentlich aus Langeweile uns mal mit der französischen Strassen_Karte beschäftigt.
Was ist denn da Anders, uns mal selber gefragt ? Alle Hauptstrassen_Strassen werden da als Nationalstrasse bezeichnet.
N13 oder N77 und so. Nur eine Strasse durch die Provance wird als N_ " Route Napolen ", bezeichnet und die führt ans Mittelmeer. O.K. gebongt die fahren wir mal und schauen uns mal an was die so Bietet.
Völlig überraschend, war das eher eine kleine Landstrasse wo gar nicht Viel geboten wurde ?
Obwohl auch Kumpels aus dem Gymnasium dabei waren wussten wir nicht was die Route Napoleon Strasse ist ?
Erst Monate später, hat einer durch Zufall herausgefunden, das die Route_N, die Strasse ist, wo Napoleon aus der ersten Verbannung auf der Insel Elba floh und sich auf den Weg nach Paris machte um wieder an die Macht zu kommen.
So mal zur historischen Geschichtsforschungsbildung Nett. versus Bücher :?:
Heute finde ich so eine Info im Nett ziemlich Schneller. :arrow:
Aber irgendwie hab ich den Eindruck, das Internett weis über manche Themen doch sehr Wenig.
Obwohl in Büchern sehr Viel darüber geschrieben wurde oder wird. 1815 - 2015, 200 Jahre, Schlacht bei Waterloo, z. B.,
gibt's in Internetthandel mindestens drei bis fünf Neuausgaben von Historikern als Bücher darüber.
Neuausgaben kosten aber auch eine Kleinigkeit. In der e-bucht bekomm ich ältere Ausgaben schon mal für einen €.
Einfach mal nicht in Zeit kalkulieren in der Freizeit. Ob das buch dann auch 700 Seiten hat und die meisten davon Langweilig,
oder ein Bausatz 7000 Teile hat, na ja, macht ja Nix, wir haben doch Zeit.

Grüße von :oops: ( schwitz ) Birne

kleine korrektur, im Allgemeinhandel Spielwarenabteilung :arrow: sind natürlich keine 7000 Teile plastikbausätze zu Finden,
aber immerhin die " Puzzle " bausätze mit 12 000 Teilen damit kann man sich eine alte " Weltkarte " eine Nachbildung von so einem historischen Bild eben wo dann der Globus drauf ist in zwei hälften geteilet und so.

Sollte eigentlich 700 Bauteile Modell heisen in dem Satz da Oben werde langsamm Älter und Müde.....

Jetzt hab ich wieder das tischlein deck Dich angerichtet oh, oh, oh.....

Schönen ersten Mai ( 1.Mai ) noch Leute ... Tag der Arbeit !
Birne
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Sa 9. Mai 2015, 22:24

Zurück,
nach der Schnittform und der Dichte des dargestellten Wiesengrases auf dem Deckelbildgemälde, tippe ich stark auf eine Belgische Kuhweide.
((ohne Sche..ß, :!: kein Witz ))
Die Briten, kämpften gegen Napoleon in Spanien und dann auch bei Waterloo/Belgien. Bei Waterloo waren die Briten dann ich Vergleich zu Spanien/Salamanca , Wohlgenährt und Munter. Was man Munter nennen kann nach der Strapaze und dem doch schon fast nicht mehr erwarteten Sieg über Napoleon in Spanien.

:) Das nenn ich auf die Füße treten hier im Forum, Donnerwetter !http://aera-kit.forumpro.fr/
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