Gravuren

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Starfighter
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 17:08

Hallo Modellbauer,
Ich sehe immer wieder wie viele die Gravuren betonen in Schwarz wei macht man das.
Hoffe das ich nicht zu viel verlange ein Links z.B reicht auch.
Danke im Vorraus.

MFG Starfighter
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F-16
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Hallo Starfighter,

es gibt drei gängige Methoden:
- Ölfarbe. Mit Terpentinersatz verdünnt man etwas Ölfarbe (schwarz oder dunkelbraun) und gibt es mit einem Pinsel in die Gravuren. Nach einer gewissen Wartezeit wischt man mit einem Wattestäbchen oder Tuch quer über die Gravur, wobei man die Oberfläche wieder reinigt und im Ritz die Ölfarbe zurückbleibt. Da es etwas zuviel sein kann, arbeite ich selbst mit verschiedenen Verdünnungsgraden. Auf einem weißen Stück Plaste verdünne ich es soweit wie der Effekt ausfallen soll, durch den hellen Untergrund ist der Verdünnungsgrad sehr gut erkennbar. Die benötigten Mengen sind minimal, mit einem Flaschenverschluß Terpentinersatz und einer erbsengroßen Menge Farbe hat man mehr als genug für mehrere Modelle. (Ich schmeiße nicht die Farbe in die Verdünnung und löse sie dort auf, sondern gebe einen Pinselvoll Verdünnung auf die Plaste und nehme dann eine Pinselspitze Farbe daneben). Ich arbeite mit einem sehr feinen und spitzen Pinsel, das erspart mir viel Wischerei. Bei einer matten Oberfläche läßt es sich auch nur schlecht wieder entfernen, daher erfolgt der Auftrag sinnvollerweise nach dem Aufbringen der Decals auf dem Glanzlackuntergrund. Wartet man länger geht es auch schlechter ab, was man natürlich auch für die Darstellung einer Verschmutzung auf der Oberfläche nutzen kann.

- Gundam Marker. Das sind eine Art Eddings, mit denen bei den Gundam- Modellen (eine Art Kampfroboter in der japanischen Zeichentrickwelt) die Fugen betont werden. Das läßt sich natürlich auch an jedem anderen Modell durchführen. Die Farbe ist eine kurze Zeit wasserlöslich. Ich habe dazu ein Wattestäbchen zwischen den Lippen, wo ich den Feuchtegrad gut feststellen und einstellen kann. Mit dem Marker ziehe ich jetz ein kurzes Stück Gravur nach, meist zwei bis vier Zentimeter. Je nach dem wieviel wieder weg muß kann ich noch schnell den Feuchtegrad des Wattestäbchens anpassen und wische dann wieder quer über die Gravur. Soll mehr weg evtl. auch längs. Mit den Markern lassen sich auch prima Verschmutzungen darstellen, z.B. an der Kante einer Landeklappe oder am Ruderscharnier etwas Marker auftragen und mit dem Wattestäbchen in Flugrichtung verziehen.

-Bleistift. Gut angespitzt läßt sich der Auftrag exakt auf die Gravur begrenzen. Der Effekt kann über den Härtegrad der Mine beeinflusst werden und ist angenehm gering, wenn man es mit dem Aufdrücken nicht übertreibt. Gut geeignet also für helle Lackierungen und wenig verschmutzte Bereiche, z.B. Flugzeugoberseiten.

Gruß Lars.
Starfighter
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 17:08

Danke für die sehr ausführliche Anleitung ich werde wohl als erstes die Ölfarben ausprobieren aber wenn ich das jetzt gemacht habe ist das Modell ja schon lackiert und es bleiben keine Rückstände?

MFG Starfighter
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b.l.stryker
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Manchmal ist es auch bloß getan, wenn du die Gravuren vor dem eigentlichen Lackiervorgang mit schwarz oder grau bemalst und dann dünn die Grundfarbe aufsprühst. Somit schimmern deine Panellines leicht hervor. Dies nennt man Preshading (Vorschattieren)
Glück Auf. Björn

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F-16
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Starfighter hat geschrieben:...und es bleiben keine Rückstände?
Wenn das Modell extrem matt lackiert ist, kann es schon sein daß sich nicht alles wieder abwischen läßt. Bei normalen Oberflächen ist es aber kein Problem. Außer Du wartest bei 30° C acht Stunden, dann wird es natürlich schwierig. Ansonsten gilt: Einfach drauf und probieren, die Handhabung hat man schnell raus und es macht Spaß.

Gruß Lars.
Starfighter
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Das hört sich doch gut an.
Wie dünn muss ich die Farbe verdünnen, dünn wie Wasser?

MFG Starfighter
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eupemuc
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Was auch gut funkioniert:
Vormalen mit Acryl Hobbfarben, z.B.:
http://www.c-kreul.de/Acryl-Mattfarben.249.0.html?&L=1

Aus Schwarz und Weiß ein dunkles Grau mischen, nach der Lackierung auf die Blechstösse streichen und nach ca. 1Min. mit einem
Baumwolltuch drüberwischen (quer zum Stoss). Dann den Klarlack drauf.

Einfach mal an einem Testmodell ausprobieren.
Gruß, Eugen
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Tomcatter
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Hi Starfighter,

Sollten Dir die Ölfarben noch etwas "zu heikel" erscheinen, schließlich muss man sie mit Terpentin entfernen, versuche es doch erst einmal mit Pastellkreide. Diese zerreibst Du einfach mit Schleifpapier oder einem Messer und gibst sie in etwas Seifenwasser. Funktioniert genau wie die Ölfarben, ist nur mit Wasser abwaschbar und das auch relativ leicht. Auch von den Mengenverhältnissen so wie bei den Ölfarben.

Für den Anfang denke ich ganz gut, schließlich kann man damit nichts "versauen".

VG
F-16
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Starfighter hat geschrieben:Das hört sich doch gut an. Wie dünn muss ich die Farbe verdünnen, dünn wie Wasser?MFG Starfighter
Die Ölfarbe aus der Tube ist von der Konsistenz her wie Schuhcreme, der Terpentinersatz wie Wasser. Wenn Du mit dem Pinsel in die Schuhcreme- äh, in die Ölfarbe piekst und dann die Spitze in einen kleinen Klecks Terpentinersatz siehst Du wie sie sich verteilt und auflöst. Dabei färbt sich der T.-Ersatz, ohne dicker zu werden. Wenn Du mehr Farbe hinzugibst verstärkt sich die Tönung, wird aber nicht dicker. Stell es Dir vor wie Himbeersirup in einem Glas Wasser. Drei Tropfen rein und Du siehst einen rosa Hauch. Einen kräftigen Schluck rein ist das Wasser himbeerfarben, aber immer noch genauso dünnflüssig.

Gruß Lars.
Starfighter
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 17:08

achso hört sich Interresant an. habe mir jetzt die Sachen geholt die ich brauche sprich: Öl Farbe und Terpentin. Ich war erschrocken was Terpentin kostet (8 Euro für 125 ml) und noch erschrockener war ich was die Farbe selbst kostet(5 Euro für 38ml)

MFG Starfighter
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Fat Toni
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Anstelle von dem Terpentinersatz hättest Du einfach auch billiges Feuerzeugbenzin kaufen können.
Reicht auch völlig hin.
Was noch besser geht und was ich nur noch nehme sind die Weatherungfarben von Attac.
Kriegt man z.B. im Sockelschop.

Gruss Frank
F-16
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Das Feuerzeugbenzin ist aber sehr flüchtig, da kann man mit Terpentinersatz völlig entspannt die Sache angehen. Und mit zwei Euro oder so für 1 Liter...
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