Italeri A10 Thunderbolt 2 1:72

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zip
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So 28. Apr 2019, 15:26

IMG_3148.JPG
A10 Karton
IMG_3148.JPG (504.78 KiB) 779 mal betrachtet
Dies ist eines meiner ersten zwei Modelle, an welche ich mich gewagt habe.
Das andere ist ein Revell TPz Fuchs A4 (auch in 1:72), welches ich parallel baue.
Auch hier habe ich erst später gemerkt, dass man einen Baubericht machen könnte, weshalb es an einigen Bildern fehlt.
Für mich ist hier hauptsächlich der Austausch an Erfahrungen, die ich gemacht habe, und vll. Tipps von euch zu erhalten, wie ich es beim nächsten Mal besser machen könnte.

Von der Qualität des Bausatzes bin ich recht zufrieden. Ich habe nur den TPz Fuchs zum Vergleich, aber im Gegensatz zu diesem empfand ich den Kunststoff nicht so filigran/dünn, weshalb mir weniger Teile gebrochen sind.

Ich hatte zu Beginn ausschließlich Revell Aqua Farben zur Verfügung, weshalb die erste große Herausforderung für mich war, herauszufinden, welche Revell-Farben zu verwenden sind. Insbesondere bei der Tarnbemalung musste ich etwas tricksen. Dazu später mehr.
IMG_3090.JPG
Cockpit 2
IMG_3090.JPG (525.24 KiB) 783 mal betrachtet
IMG_3091.JPG
Cockpit 1
IMG_3091.JPG (526.14 KiB) 783 mal betrachtet
Hier zu sehen ist das Cockpit in bemaltem und beklebtem Zustand.
Die Kamera hebt einige Details ungünstig heraus.
In echt sieht es nicht so schlecht bemalt aus, weil es viel kleiner ist und das Auge diese Details nicht so gut erkennen kann.
Leider ist oben rechts am Sitz ein Teil abgebrochen, und ich konnte es nicht mehr finden :(
Neben den Anweisungen in der Anleitung habe ich versucht weitere zusätzliche Details farblich hervorzuheben.
Die Anbringung der Decals im Cockpit (links und rechts) vom Sitz hat gut geklappt. Dazu habe ich den lackierten Sitz mit Klarlack eingesprüht und dann mittels Revell's Decalsoft solange massiert, bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war. Leider ereignete sich die Anbringung der Instrumente vorne als schwieriger. Zum Einen sollte man dieses Teil nicht bemalen und zum Anderen passte das Decal überhaupt nicht auf den Untergrund, so dass es unten und an den Seiten überstand, wobei oben keinerlei Instrumente zu sehen waren. Sehr unzufriedenstellend. Ich habe es letztlich so gelassen, da man es im verbauten Zustand nicht mehr wirklich erkennen kann. Aber dennoch beim nächsten Mal: Das muss anders.

Der nächste Schritt bestand darin, das Cockpit mit dem Rumpf zu verbinden.
Laut Bauanleitung, benötige ich hierfür aber ein Gewicht von 30g.
Ich habe zig Möglichkeiten gefunden oder mir überlegt, bin aber letztlich dazu übergegangen kleine 5g Metallplättchen aus dem RC-Modellbau zu verwenden und als Frontgewicht zu verbauen, welches in nachfolgendem Bild gezeigt wird.
IMG_3120.JPG
Seitenansicht Gewichte + Cockpit
IMG_3120.JPG (219.75 KiB) 783 mal betrachtet
Hier kann man auch erkennen (vorne), dass für mich nicht immer erkannbar war, in welcher Farbe was zu lackieren ist. Hier hätte der vordere Bereich komplett weiß gemusst, eine Seite fehlt. Was ich natürlich erst viel später bemerkt habe (-:

Anschließend wurde das ganze zusammengesteckt und geklebt.
IMG_3123.JPG
Zusammenbau 1
IMG_3123.JPG (383.53 KiB) 783 mal betrachtet
Bei diesem Schritt habe ich einige Fehler gemacht.
Unter anderem zeigte die Bauanleitung Farben an, welche in der von mir gewählten Variante (C bzw. D) nicht sinnvoll sind und eine andere hätte gewählt werden sollen. Das habe ich natürlich erst bemerkt, als die Teile bereits bemalt waren. Also nochmal übermalen, was zum Teil später nicht sichtbar ist. Bei einigen anderen Teilen habe ich die Farbe mittels Nagellackentferner (Azetonfrei) entfernt und komplett neu bemalt (Bewaffnung).
Zusätzlich schließen die Rundteile der Düsen nicht besonders gut ab, weshalb eine Lücke entsteht.
Einiges konnte ich nach der Grundierung bzw. nach dem Anbringen von Spachtel korrigieren, aber die Lücke konnte ich nicht komplett wegbekommen (Bild folgt noch, dann weiter unten).
Ich denke hier wäre eine Nacharbeit im unbebauten Zustand besser gewesen.

Anschließend habe ich es grundiert (mittels Spraydose) und war von dem Ergebnis so überzeugt, dass ich beschloss, dass will ich immer so und kaufte mir einen Luftpinsel. Seitdem kämpfe ich mit diesem und komme mit dem Modell nicht mehr so gut voran. Die Joghurtbecher wollen besprüht werden. Weitere Bilder und Erfahrungsberichte folgen. Gerne stehe ich auch für Fragen bereit. Ich weiß, dass das Ergebnis nicht mit den Profis mithalten kann, aber ich hoffe mit meinen Erfahrungen anderen helfen zu können, damit sie nicht die selben Fehler machen müssen :)
Eukaryot98
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So 28. Apr 2019, 18:53

Sehr gut, ich schau mir das gerne mit an :thumbup:
mit freundlichen Grüßen Andy(Portfolio)
Letztes Projeket:
PzKpw II Ausf. F (Revell 1:76)
Im Bau:
SU-122 last Production (Miniart 1:35)
In Vorbereitung:
SMS Dresden/SMS Emden (Revell 1:350)
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zip
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Sa 11. Mai 2019, 22:11

Das freut mich zu hören.

Wie ich bereits oben erwähnte, hab ich mir einen Luftpinsel gekauft und experimentiere mit diesem etwas.
Musste etwas länger auf eine Bestellung warten, aber heute ist es mir gelungen zwei Joghurtbecher komplett einfarbig zu lackieren :thumbup:

Aber jetzt stecke ich in einer kreativen Blockade, weil ich mich nicht entscheiden kann, ob ich das Modell mit Pinsel zu Ende bringe oder auf Luftpinsel umsteige. Einige Elemente sind bereits mit Pinsel bemalt, benötigen auch noch etwas Feinschliff.
Im Moment tendiere ich dazu, die Kleinteile mitt dem Pinsel zu bemalen und den Rest zu sprühen.
diavolonero
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Mo 20. Mai 2019, 01:48

Hallo,

ich würde den Flieger auf alle Fälle mit der Airbrush lackieren, sieht einfach besser aus. Für Kleinteile wie das Fahrwerk würde ich den Pinsel nehmen. Wenn Du ungeübt bist, rate ich Dir das Warzenschwein im neuen, 2-farbig grauen Tarnschema zu lackieren. Ist wesentlich einfacher als das alte grün/grün/dunkelgrau.
Verschleife bitte noch die Klebestelle der Rumpfhälften, sieht auf dem letzten Bild sehr unschön aus.

Ach ja, und bei der Alterung/Verschmutzung nicht zu zaghaft sein. Eine A-10 MUß total verranzt aussehen :D

Gruß
Alex
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zip
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Mo 20. Mai 2019, 09:31

diavolonero hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 01:48
Hallo,

ich würde den Flieger auf alle Fälle mit der Airbrush lackieren, sieht einfach besser aus. Für Kleinteile wie das Fahrwerk würde ich den Pinsel nehmen. Wenn Du ungeübt bist, rate ich Dir das Warzenschwein im neuen, 2-farbig grauen Tarnschema zu lackieren. Ist wesentlich einfacher als das alte grün/grün/dunkelgrau.
Hallo,

ja das ist mittlerweile auch mein Plan.
Ich übe gerade an einigen Joghurtbechern und Plastiklöffeln.
Tue mich aber noch recht schwer mit den Revellfarben.
Es wird besser, aber braucht noch etwas Zeit.
Werde es auch in grau lackieren - gefällt mir wesentlich besser - und zwar in der "Blacksnakes" Variante.
diavolonero hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 01:48
Verschleife bitte noch die Klebestelle der Rumpfhälften, sieht auf dem letzten Bild sehr unschön aus.
Guter Tipp. Das habe ich bereits gemacht, nur noch keine Bilder eingestellt.
diavolonero hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 01:48
Ach ja, und bei der Alterung/Verschmutzung nicht zu zaghaft sein. Eine A-10 MUß total verranzt aussehen :D
Da denke ich noch drüber nach.
Muss ich etwas vor dem lackieren machen, damit es "älter" aussieht?
Ich habe gesehen, einige lackieren die Übergänge der einzelnen Blechteile mit schwarz oder dunkelgrau vor.
Heißt glaub' ich Pre-Shading.
Würde das Sinn machen?
diavolonero
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Mo 20. Mai 2019, 15:25

Ja, Preshading macht Sinn. Die darauf folgenden Lackschichten dürfen dann nur nicht so dick sein. Das Preshading sollte aber auch mit der Airbrush aufgetragen werden.

Also ungefähr so soll sie aussehen?:
https://theaviationist.com/2015/03/03/a ... ut-kuwait/

Gefällt mir :thumbup:. Woher hast Du die Decals?
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zip
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Mo 20. Mai 2019, 16:15

Danke für den Link, einige davon kannte ich noch nicht.
Ist immer ganz gut, diese zur Orientierung zu nehmen.

Die Decals waren dabei :D
decals-cropped.jpg
Decals
decals-cropped.jpg (456.93 KiB) 540 mal betrachtet
ModellfreakDD
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Mo 20. Mai 2019, 17:24

Falls dir das mit dem Preshading zu schwierig ist, kann man alternativ auch an Washing machen.
Im folgendem Link sieht man gut auf den Seiten 7 und 8 was ein Washing mit Ölfarben ausmachen kann. :thumbup:
viewtopic.php?f=51&t=5680&start=90
Gruß Frank
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zip
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Do 30. Mai 2019, 19:47

Hier noch zwei Bilder mit Grundierung und vor dem Lackieren.
Beim Auftragen der Grundierung hab' ich natürlich auch einiges falsch gemacht.
Überall waren so kleine Farbpunkte (wahrscheinlich zu früh getrocknet?), die ich mühselig abfriemeln musste.
IMG_3244.JPG
Grundierung oben
IMG_3244.JPG (272.22 KiB) 446 mal betrachtet
IMG_3243.JPG
Grundierung unten
IMG_3243.JPG (421.31 KiB) 446 mal betrachtet
Washing mit Ölfarben wäre natürlich auch eine Möglichkeit.
Sobald ich es im "Neuzustand" fertig habe, befasse ich mich damit.
Mir fehlt dazu noch komplett das Werkzeug.

Ich habe mittlerweile etwas weitergemacht.
Hauptsächlich habe ich die Unterseite und Teile der Oberseite mit dem Luftpinsel hell grau lackiert.
Den richtigen Farbton zu treffen war gar nicht so leicht. Ich habe mich dann einfach an der größeren Version von Revell (1/48) orientiert: 80% 371 und 20% 374. Unten ist es ganz gut geworden. Oben wirkt die Farbe aber wesentlich dunkler. Mein Verdacht hier ist, dass ich nicht richtig geschüttelt habe :shock:

Einige Stellen habe ich gar nicht erreichen können. Das hätte ich wohl besser vor dem Zusammenbau lackiert :roll:

Nach genauerer Begutachtung der Lackierung der Bewaffnung, habe ich mich dazu entschlossen die auch nochmal neu zu machen. Erst einmal mit Nagellackentferner die Lackierung gelöst und dann mit ner Zahnbürste abgebürstet. Ging ganz gut, es sind aber noch kleinere Farbreste dran. Gibt es noch ne andere Möglichkeit?

Als nächstes werde ich noch einige Stellen Nachbessern und Nachlackieren und dann Maskieren.

Fotos folgen, sobald das Chaos beseitigt ist :)
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