Die Farbe Blau in der historischen Schifffahrt

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satori
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Fr 24. Mär 2017, 11:00

In vielen Modellbauforen wird schon seit Jahren über die Verwendung der Farbe Blau im Segelschiffbau diskutiert. Uneinig ist man sich, ob in der Renaissance, wo die Schiffe noch auffällig gestrichen waren, bis ins Zeitalter der Aufklärung blau gestrichen sein konnten oder nicht. Auslöser dieser Diskussion könnte der Autor und Schifffahrtsexperte Wolfram zu Mondfeld sein, der in seinem im Januar 1977 erschienenen Buch „Historische Schiffsmodelle“ die Verwendung dieser Farbe infrage stellte. Mehr noch, nach seiner Auffassung war es bis ins 18Jh. kaum möglich eine bezahlbare, Lichtechte, blaue Lackfarbe herzustellen die sich zum Streichen eines Schiffes eignete. Damit wiedersprach er der bis dahin gängigen Meinung, dass Segelschiffe, insbesondere jene der Königlichen Marine, bis Mitte des  17Jh. Vorzugsweise in diesem Farbton bemalt waren. Dass er mit dieser Meinung nicht ganz daneben liegen könnte, bewies sich in jüngster Zeit als Forscher herausfanden, dass beispielsweise die schwedische Vasa aus dem Jahr 1627 mehrheitlich rot und eben nicht blau gestrichen war. Doch rechtfertigt dieser Umstand eine generelle Negierung dieser Farbwahl im Segelschiffbau?

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Fiktion oder Realität? War die Soleil Royal tatsächlich blau oder vielleicht doch nicht?

Um diese Frage beantworten zu können muss man die Uhr der Geschichte weit zurück drehen. Dabei gilt es heraus zu finden, warum dieser Farbton so kontrovers diskutiert wird. Was könnte der Grund für diese These sein? Warum ist es ausgerechnet Blau und nicht Weiss oder Grün?
Erste Hinweise dafür könnten sich in der Antike finden lassen. Sprachforscher haben herausgefunden, dass es im Mittelmeerraum kaum eine Sprache gab, die für die Farbe Blau ein Wort hatte. Sogar in China oder Japan gab es keine explizite Benennung dieses Farbtons. Noch heute verwenden die Japaner für Blau dasselbe Wort wie für Grün (Ao). Für die Benennung tiefblauer Farbe wie etwa Königsblau oder Ultramarin adaptierten die Japaner erst in der Moderne das englische Wort „Blue“ (Buru). Dennoch kommt Blau in den unterschiedlichsten Farbtönen in der Japanischen Malerei vor. Ein sehr beeindruckendes Beispiel hierfür ist das Bild des Künstlers Kano Eitoku (1543 – 1590) „Flowers and Birds of the Four Seasons“ (Szene Links).
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Menschen vieler Kulturen die Farbe früher möglicherweise nicht wahrgenommen haben. Ein Beweis für diese Theorie lässt sich möglicherweise in Homers „Odyssee“ finden. So beschrieb Homer die Farbe des Meeres als „die Farbe des Weines“ oder, je nach Übersetzung, „Weindunkel“. Auch in isländischen Sagen, antiken koreanischen Texten oder althebräischen Versionen der Bibel sowie in Hindi sind keine Hinweise auf die Farbe Blau zu finden. In diesen Schriften werden oft Grün- und teilweise sogar Violett- töne zur Beschreibung verwendet. Das ist gleichermassen interessant, da Violett für einige Historiker als moderne Farbe gilt, die im Altertum angeblich gänzlich unbekannt war.
Eine Ausnahme waren die Ägypter und später die Römer. Beide Kulturen kannten eine genaue Benennung für Blau. Obwohl die Römer dieser Farbe keine besondere Beachtung schenkten. Für sie war Purpur von grosser Symbolischer Kraft, Blau spielte hingegen eine untergeordnete Rolle.

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Obwohl dieses Relief über 3000 Jahr alt ist, sind die Farben noch gut erhalten.

Forscht man in alten Schriften, könnten durchaus Rückschlüsse gezogen werden, dass Blau bzw. Blautöne in der Antike kaum Beachtung fand. War Blau also nichts weiter als ein diffuser Farbton ohne besonderen Wert? Mitnichten. Denn es gab eine Kultur für die Blau von immenser Bedeutung war und diese Farbe gezielt für Töpferwaren, Glas, Schmuck oder zum Kolorieren von Hieroglyphen oder Reliefs einsetzte. Im alten Ägypten war der als „Ägyptisch Blau“ bekannte Farbton von grossem Wert und auch weit über die Grenzen hinaus bekannt.  Bereits  2000 v.Chr. wurde dieses Blau zum Bemalen von Wänden und Skulpturen verwendet. Noch heute lassen sich in Ägypten diese Pigmente an Wandmalereien nachweisen, oder sind sogar noch sichtbar. Diesen streichfähigen, Wasserfesten und äusserst Lichtechten Farbton erhält man durch Schmelzen von basischem Kupfercarbonat, Calciumcarbonat und Quarzsand.  Ägyptisch blau ist somit das älteste künstlich hergestellte Pigment. Ein weiteres Pigment das aus dem alten Ägypten stammt ist Smalte. Reines Smalte ist ein mit Cobaltsalzen gefärbtes, blaues Glas. Smalte hat jedoch eine besondere Eigenschaft, denn Je feiner das Pigment zermahlen wird, umso blasser erscheint der Farbton. Daher wurde es in Ägypten selten als Streichfarbe sondern primär zum einfärben von Glas verwendet. Ab der Mitte des 16. Jahrhundert ist die Verwendung von Smalte als blaues Pigment in Ölfarben im Abendland dokumentiert.

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Blaupigment Herstellung im alten Ägypten


Archäologen fanden im Mittelmeer Blau emaillierte Metallplatten für die Smalte verwendet wurde. Diese Platten oder Plättchen könnten auch an einen Schiffsrumpf genagelt worden sein.
In der „Naturkunde“ von Plinius dem Älteren (um 23 bis 79 nach Christus) wird ein weiteres Material zur Blaufärbung genannt, der Azurit. Auch dieser Farbton konnte zur Lackfarbe aufbereitet werden, war jedoch teurer in der Herstellung als das Ägyptisch Blau. Azurit hatte aber wesentliche Vorteile, wies das Material als Naturpigment verschiedene Farbnuancen auf. Diese reichten von Dunkelblau und Kobalt bis zu Türkis. Ein Interessantes Detail das noch Erwähnung finden sollte, ist die Herstellung von Grün aus Malachit. Da Malachit ein Zerfallsprodukt des Azurits ist, kann es sich bei einer heute grünen Farbschicht um eine ursprünglich blaue handeln. Entgegen der Behauptung in zu Mondfelds Buch, sind nicht alle Pigmente mit Harze und Öle zu Lackfarben verarbeitet worden. Gerade Azurit verhält sich etwas Divenhaft was die Verbindung mit Ölen angeht. Es ist überliefert, dass Pigmente durchaus auch mit Wasser und Leim (Glutinleim etc.) zu streichfähiger Farbe verarbeitet wurde.
Azurit kam bei bemalen der Peploskore in der Athener Akropolis zum Einsatz. Dieses Pigment eignet sich demnach gut als Streichfähige, denkende und Lichtechte Farbe.
Als besonders Edel und kostbar galt lange Zeit das Ultramarinblau. Schon im alten Ägypten galt dieser Stein als aussergewöhnlich teuer und wertvoll. Auf dem Papyrus 45  (ca. 250 n.Ch.) ist zu lesen: „Mit hohem Hals und strahlender Brust hat sie echtes Lapislazuli zum Haar. Ihre Arme übertreffen das Gold, ihre Finger sind wie Lotoskelche.“
Das Pigment dieses tiefen, satten Blautons konnte bis 1828 nur aus Lapislazuli gewonnen werden. Erste Erwähnungen zur Herstellung finden sich im Frühmittelalter (6Jh.). Das Verfahren ist aufwändig und die Ausbeute gering, daher galt Ultramarin als „Farbe des Königs“. Pigment aus Lapislazuli (Fra Angelico Blau) war (und ist bis heute) so teuer in der Herstellung, dass es über Jahrhunderte mit Gold aufgewogen wurde. Ein Quadratmeter dieser Farbe auf eine Wand gestrichen kostet heute rund 10‘000 Euro. Die Firma Kremer-Pigmente im Allgäu fertigt dieses Pigment noch heute nach traditioneller Methode.
Bekannte Bilder die mit Fra Angelico Blau gemalt wurden sind unter anderem im „Les Très Riches Heures du Duc de Berry“ zu finden. So teuer dieses Pigment, so empfindlich ist es aber auch. Saure Luftverunreinigungen können dieser Farbe schaden und bei starker Feuchtigkeit kann es zur sogenannten Ultramarinkrankheit kommen (Dabei wird die ursprünglich blaue Farbigkeit zunehmend heller oder vergraut). Für die Schifffahrt eine denkbar ungünstige Eigenschaft.

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Les Très Riches Heures du Duc de Berry

Doch es gab auch eine Reihe weiterer Herstellungsmöglichkeiten die weit weniger kostspielig und empfindlich waren. So hatten beispielsweise die Maya aus Palygorskit, (Südamerikanischem) Indigo und Copal ein Hellblaues Farbpigment erschaffen, das so Wasserfest und Lichtecht ist, dass es bis heute nichts von seiner Intensität eingebüsst hat. Das belegen unter anderem die Wandmalereien der Tempelruinen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Diese Malereien trotzen seit hunderten von Jahren Luftfeuchtigkeit, Hitze, UV-Strahlung und sogar Mikroben. Bereits vor rund 2000 Jahren haben die Maya diese Pigmentherstellung entwickelt – Eine beachtliche Leistung. Mit der Eroberung Südamerikas durch die Spanier könnte dieser Farbstoff (oder dessen Rezeptur), Der sinnigerweise „Maya Blau“ genannt wird, nach Europa gelangt sein.

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Bild in einem Tempel in Yucatán


In Europa kannte man den Färberwaid (auch Deutscher Indigo genannt) zum Herstellen blauer Farbe. Das Verwenden von Färberwaid kann in Europa bis in die Römerzeit zurückverfolgt werden. Dieser Farbstoff war äusserst beliebt und verhalf vielen Bauern zu Reichtum. Der Handel mit Färberwaid war so lukrativ, dass beispielsweise die Anbaufläche im Dreieck Toulouse, Albi, Carcassone den traditionellen Getreideanbau verdrängte. Üblicherweise werden die Blätter der Pflanze zerrieben, getrocknet und zu Kugeln, den Coques, geformt. Die Coques aus Frankreich wurden in ganz Europa vertrieben und waren sehr beliebt. Diese Kugeln konnten nicht nur zum Färben von Textilien und Kleidung, Pastel als Zeichenmaterial und Deko-Farbe genutzt werden, sondern auch für Badeöl oder Seife. Schon früh beobachtete man, dass Farben aus Färberwaid eine Schimmelhemmende Wirkung haben. Wegen des Holzschutzeffektes eignet sich die gewonnene blaue Farbe zum Streichen von z.B. Türbalken aber sicher auch von Schanzkleider an Schiffen.
In Frankreich galt Blau schon im Mittelalter als königliche Farbe und ist auf vielen Familienwappen zu finden. Das „Haus Bourbon“ beispielsweise trägt drei Lilien auf blauem Grund. Der Finanzminister von Louis XIV. (Der „Sonnenkönig“ ist vermutlich der bekannteste Bourbone), Jean-Baptiste Colbert, definierte 13 Blauabstufungen des Färberwaid.

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Wappen des Hauses Bourbon


Durch das Finden des Seeweges nach Indien im Jahre 1498 durch Vasco da Gama kam ein neuer Farbstoff nach Europa. Der indische Indigo. Zuerst wurde das Färben mit indischem Indigo in Teilen Europas allerdings unter Androhung der Todesstrafe verboten, da er die Existenz der einheimischen Bauern gefährdete. Im Jahre 1654 erklärte der deutsche Kaiser Indigo deswegen zur "Teufelsfarbe".
Die Religionskriege in Europa von 1562 bis 1598, später die erdrückende Konkurrenz durch Indigoblau aus Indien, setzten dem florierenden Färberwaid Handel ein Ende. Alle Verbote nützten nichts.
In der neuen Welt fand man mit dem Bastardindigo (Amorpha fruticosa) eine Alternative zum Färberwaid und dem Indischen Indigo. Amerika war somit vom Import unabhängig.
Da sich Pigment aus Indigo am besten mit Eisessig (acidum aceticum) nicht aber mit Alkohol und nur schlecht mit Wasser löst, wurde es primär zum Stofffärben, seltener als Ölfarbe benutzt. Dass sich der Indigo aber als Ölfarbe eignet, zeigt das bekannte Bild „Christus bei Maria und Martha“ von  Jan Vermeers, das um 1654/1655 entstand. Es ist nicht auszuschliessen, dass Indigo auch als Streichfarbe an Schiffen zum Einsatz kam. Indigo war günstiger als bekannte Alternativen und in ganz Europa einfach zu bekommen. Deshalb könnte er ein vielseitig verwendeter Farbstoff gewesen sein.

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Blaupigment aus Indigo


Betrachtet man nun wie Vielfältig die Blauherstellung bereits im Mittelalter war, so fällt es schwer zu glauben, dass es nicht möglich gewesen sein soll Schiffe damit zu bemalen. Es scheint sogar sehr wahrscheinlich, dass zumindest die königliche Flotte der Herrscher Europas mit Blau verziert wurde. Insbesondere in Frankreich war dieser Farbton von zentraler Bedeutung royalen Ausdrucks. Es darf daher angenommen werden, dass die Franzosen auch in der Marine sehr grosszügig mit dieser Farbe umgegangen sind.
Heute, rund 40 Jahre nach Erscheinen des eingangs erwähnten Buches macht es durchaus Sinn, damals aufgestellte Thesen zu hinterfragen und neu zu beurteilen. Leider scheint das aber kaum gemacht worden zu sein. Hartnäckig hält sich denn auch die Behauptung, dass Salzwasser dem Blau stark zusetzte. Dabei wird etwas Entscheidendes komplett ausgeblendet. Nämlich, dass alle verwendeten Farben an Schiffen unter der hohen Sonneneinstrahlung, der salzhaltigen Luft und der Luftfeuchtigkeit leiden. Blau war und ist dabei weder heikler, noch ungeeigneter als andere Farbtöne. Neue Erkenntnisse, die man nicht zuletzt dank Wrackfunden wie der „Mary Rose“ oder „Mars“ gewonnen hat, fliessen kaum in die mehrheitlich von Amateuren betriebene Marinehistorie ein.
Es scheint unter Segelschiff Modellbauer ein Wissensvakuum zu herrschen, das nur wenige zu durchbrechen versuchen. Es täte dieser Branche gut, sich mehr mit der Zeit in der diese Schiffe gebaut wurden zu befassen, als sich zu sehr auf das Objekt selbst zu fokussieren. Geschichte lebt und viele Fragen beantworten sich erst im Kontext.   


 
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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Diwo58
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Fr 24. Mär 2017, 11:54

 Yuuuuuuup...... dem ist nichts hinzu zufügen!

Hey Pat... sensationelle sehr gute Recherche. Gut gemacht.

Ich hatte auch zu den Leuten gehört, die Mondfeld glaubten. Aber auf Anregung von dir habe ich dann ja auch mal selbst recherchiert. Mittlerweile bin zu einer ganz anderen Überzeugung gekommen, was Blau an Historischen Seglern betrifft. Ich denke, Blau war durchaus möglich... vor allem an Französischen Schiffen.
Bestimmte Farben kann man bestimmten Nationen zuzuweisen.... so findet man  an alten Holländischen Schiffen die Farbe Grün auf dem Schanzkleid....z.B. die Batavia. Bei alten Spanischen Galeonen Rot und Gelb in Form von Dreiecken und Englischen Galeonen Grüne, Gelbe und Rote Dreiecke oder Rauten. Trotzdem ist es auch Höchstwahrscheinlich das Blau am Heckspiegel bei Wappen oder Verzierungen zum Einsatz kam.
Komisch, das soooooo viel über Blau an Schiffen Diskutiert wird und über andere Farben wenig bis gar nicht. Beispiel......: Gold... was auch schon damals immens teuer war. So hat der Einsatz von Gold an der Britischen "Sovereign of the Seas" den  Englischen Staatshaushalt beinahe in den Ruin getrieben. Wahrscheinlicher auf Grund von Kosten... Goldocker. Das heißt nicht, das Gold gar zum Einsatz kam.... an Königlichen Schiffen und/oder Flaggschiffen bestimmt..... nur nicht so üppig. Ist aber auch eher Spekulativ.

Genauso.... Bleiweiß.... wie sah das tatsächlich aus? Glanz bestimmt nicht Schneeweiß.... wenn man die Herstellung beachtet. Ich kann mich nicht an eine Diskussion über "Bleiweiß" erinnern.
So könnte man Stundenlang über verschiedene Farben an alten Seglern schreiben oder reden....... Für mich..... war Blau möglich!

Gruß, Dirk.
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Über so etwas habe ich noch nie nachgedacht, weil es heute ja selbstverständlich ist, alle Farben zu bekommen. Interessant.
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Es grüßt
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satori
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Mo 27. Mär 2017, 08:46

Hoi Dirk

Ich denke im Bereich der Farben hat sich der Mondfeld öfters geirrt, oder einfach nur unzureichend recherchiert. In diesem Abschnitt seines Buches würde ich doch sehr kritisch sein.
Wenn man bedenkt wie viele adelige Familienwappen es ab dem Mittelalter gibt die Blau enthalten, sollte sich die Frage nach der Machbarkeit eigentlich schon erübrigt haben.
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Siegel des Prince of Wales mit Blau und Gold


Das mit dem Gold ist auch so eine Sache. Ich bin mir sicher dass es verschiedene Möglichkeiten gab die Schiffe damit zu verzieren. Naheliegend ist dabei klar die Farbe Gelb. Goldocker eignet sich sehr gut. Gold lässt sich mit unterschiedlichen Ocker und Gelb Tönen gut imitieren. Wobei bei der Sovereign of the seas oder der Soleil Royal höchstwahrscheinlich Blattgold zum Einsatz kam. Möglich ist aber auch, dass Messingfolie verwendet wurde. Vermutlich aber hörte dieser Irrsinn bald wieder auf als die Könige immer mehr Schiffe bauen liessen. Das hätte sich kein wohl kein Herrscher langfristig finanziell leisten können. Mal ganz davon abgesehen dass, auch wenn es "nur" Blattgold war, das Schiff aufgrund der beachtlichen Menge (Gewicht!!!) noch Topplastiger wurde und somit noch schwieriger zu Manövrieren war.
Bleiweiss ist kein reinweiss, hat aber offenbar sehr gute, deckende Eigenschaften. Ich verwende bei meinen Schiffsmodellen immer "off White". Für mich sieht das stimmiger aus.
Zudem verwende ich Blau wie jede andere Farbe auch. Dabei achte ich nur darauf, dass diese nicht zu knallig sind.

@Christian
Mir ging es auch immer so. Erst als ich im Buch des Mondfeld das Kapitel mit den Farbe las, wurde ich neugierig und wollte es genau wissen.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
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