meine kleinen Probleme ;-)

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anschinsan
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Do 13. Sep 2018, 14:27

Hallo Kapitäne!

mal ein paar grundsätzliche Fragen zu euren Arbeitsabläufen:

1.) ich verwende jetzt die Revell Email Farben und verbrauch mehr Farbe beim umrühren als zum pinseln und muss wg. 2 cm² malen jedesmal den Topf aufrühren, dann nächste Farbe..etc.
Lackiert ihr alle Teile je Farbe auf einmal?

Ich denk drüber nach, mir ein Getriebemotor-getriebenes senkrechtes "Rad" zu bauen, an dem ich die verschlossenen Töpfe mit Magneten im Kreis waagrecht anhefte, in jeden Topf vorher 1-2 Glaskugeln reinwerfe und mit allen Farben/Modell bestücke, das soll sich dann halt laufend drehen neben meiner Arbeit und je nach Bedarf nehme ich einen Topf mit perfekt vermischter Farbe runter und setz ihn wieder aufs Rad

2.) Wie dosiert ihr den Kleber? Mir kommt beim Revell Kleber immer zuviel raus, beim Superkleber mit injektionsnadel 0,8 mm als Spitze (dünner geht fast nicht mehr, sonst verklebt die Nadel laufend) auch immer noch viel zuviel..

3.) Wie geht ihr beim Bemalen vor? zuerst Grundfarbe (z.b. Deck braun), dann die erhabenen Details darübermalen oder malt ihr zuerst die Teilbereiche (z.b grüne Decksaufbauten und dann Grundfarbe herum??

4.) Wie schafft ihr infolge exakte rechteckige Bemalungen?
(z.b. Decks) Ich klebe mit Tamiya masking band ab --> mir fließt der Lack darunter wegen der Maserung....Ich pinsle ohne Abdecken --> ich krieg keine Ecken gebacken. Sieht alles so bunt aus (C) Nina Hagen

5.) Ich habe mir dafür extra 000-00-0 Pinsel gekauft, aber taugen die genug??
https://www.amazon.de/gp/product/B01N5E ... UTF8&psc=1
Hatten die besten Bewertungen)....
Geb aber gern mehr Geld aus, wenn es sich rentiert


Danke für Erleuchtung!

Lg Jörg
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Milan Kundera
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Aiden
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Do 13. Sep 2018, 16:10

Zu Punkt 3 kann ich was sagen: Erst z.B. das Deck anmalen, und dann die zuvor bemalen Aufbauten draufkleben, sofern diese eine andere Farbe haben. Zu Punkt 4: Nehmen wir an, du hast 1 Farbe lackiert, aber dann soll mit einer anderen Farbe eine gerade Li ie gemalt werden. Du klebst ab, und dann malst du mit der Farbe die schon lackiert ist noch mal von der anderen Seite über das Abklebeband, welches somit versiegelt wird. Dann trocknen lassen und die andere Farbe lackieren, und nachdem abziehen des Abklebebandes wirst du eine vollkommen saubere Linie haben.
LG Aiden :thumbup:

Ich weiß, dass ich Fehler mache.
Tja, das Leben kam ohne
Bedienungsanleitung!

Im Bau: Handley Page Halifax B III 1:72, Yak-15 1:72, 6. Revell-Community-Wettbewerb, GTK Boxer sgSanKfz 1:35, Ford Model T 1917 LCP, HMS Kipling 1:700
diavolonero
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Do 13. Sep 2018, 21:00

Zu 1.: Das mit den Kugeln machen einige Modellbauer. Würde aber Edelstahl und nicht Glas nehmen. Modellbau König hat dafür extra Kugeln im Angebot. Würde aber trotzdem günstigere Kugellager Kugeln nehmen. Es gibt auch ein paar mutige, die die Farbbecher irgendwie auf einen Schwingschleifer montieren. Soll super mischen, aber wehe wenn...
Ich nutze zum mischen Zahnstocher und nehme mit dem Pinsel die Farbe direkt von ihm auf (bei kleinem Farbbedarf). Das spart auch Farbe.

Zu 2.: mir sind die Kleber mit Pinsel lieber, als die mit Kanüle. Der Revellkleber ist nett, den Uhuplast mit Pinsel gibt es leider nicht mehr, den fand ich super. Deshalb klebe ich nur noch mit Tamiya. Ich habe den normalen mit dem weißen Etikett und den Extrathin mit dem grünen Etikett.
Der Extrathin hat einen Superfeinen Pinsel und die meisten Modellbauer kleben mit Kapillareffekt damit. Der Weiße hat einen größeren Pinsel mit sehr vielen, sehr feinen Haaren. Dadurch tropft er nicht, obwohl er recht dünnflüssig ist - find ich genial. Beide sind recht schnell ausgehärtet, was beim Revell viel länger dauert.
eydumpfbacke
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Fr 14. Sep 2018, 07:23

Zu 1
Ich nehme verschiedene Farben verschiedener Hersteller.
Ich habe Stahlkugeln zum mischen, da ist nur bei den Schraubflaschen mit Verlusten zu rechnen, weil sonst die Gewinde verkleben.
Enameldosen mische ich mit einen Schaschlikspieß, den ich immer gut abstreife und von dem ich auch mit dem Pinsel etwas abnehme.

Zu 2
Kleber habe ich beide Varianten. Mit Kanüle und mit Pinsel.
Bei den Kanüle stecke ich einen Draht hinein, dann bleibt die Kanüle frei und ich kann besser dosieren.

Zu 3
Erst die Grundfarbe, dann die Details.

Zu 4
Abkleben oder eben vorsichtig malen. Da gibt es nur den Rat, zu üben.

Zu 5
Die sehen gut aus, da ich diese aber nicht kenne, kann ich dazu nicht wirklich etwas sagen.
Es grüßt der Reinhart
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SharkHH
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Fr 14. Sep 2018, 09:08

Moin Jörg,
ich würde Dir einen Farbmixer empfehlen. Eine Beschreibung gibt es in diesem Beitrag viewtopic.php?f=63&t=3176.

Um Kleber noch feiner zu dosieren, kannst Du auch eine kleine Menge Kleber in einen Deckel geben und diesen dann mit einem Zahnstocher auftragen.

Und das Unterlaufen der Farbe verhinderst Du am einfachsten, wenn Du das Masking-Tape richtig andrückst. Das geht z.B. mit einem Wattestäbchen oder auch mit einem Zahnstocher bzw. Schaschlik-Spieß wie ich es hier bei meiner Marwede gemacht habe: viewtopic.php?p=37157#p37157

Viel Erfolg und lass auch was von Deinen Werken in einem Baubericht sehen.
SharkHH
Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen, hieße es ja Wunst.
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anschinsan
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Fr 14. Sep 2018, 13:55

Danke mal an alle!

ad mischen:
der Farbmixer hat halt auch den Nachteil, dass ich wieder ein Teil habe, dass ich säubern muss nach jeder Farbe....wird nicht meine Wahl werden...
Das mit dem Schwingschleifer probier ich mal, befürchte aber, dass das Teil zu schnell vibriert und die Kugel(n) nicht wirklich bewegt werden. Und Höllenlärm macht. Aber ich berichte!
Glaskugeln habe ich deswegen im Sinn, weil bei meiner Lösung mit Magneten-Rad die Stahl-Kugeln dann am Döschenboden an"kleben" würden (sind ja nicht wie richtiger Edelstahl unmagnetisch) Auch meine sogenannten Edelstahlpinzetten haften an Magneten.

ad scharfe Kanten, Pinsel, abdecken ....:
ich hab diese Antworten befürchtet, dass ÜBEN das Mittel zum Zweck werden wird. ;-) Die Abkleberei dauert ja für Details ewig, werd hier mal versuchen zu airbrushen...viell zieht es da die Farbe nicht drunter

lg jörg
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anschinsan
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Fr 21. Sep 2018, 12:03

so, hab mal meinen Farbmixer gebaut.....funktioniert grandios, nix mehr mit rühren, schütteln oder kleckern..


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Getriebemotor 12V /200 Upm vom Conrad EUR 24,90, macht mit 7,5 V Netzteil (hatte ich noch liegen) noch ca. 100 rpm (200 upm waren mir zu schnell an 12 V, darum 7,2, V
1 Plastikschale vom Obi/Fliesenkleberschale EUR 2,49
1 Einschlagmutter M6 aufbohren auf 6 mm und mit der Zange die abflachung der 6 mm Motorwelle in die Einschlagmutter reindrücken (geht im aufgebohrten zustand easy)
rückseitig 8 magnete mit heißkleber, die Krallen der einschlagmutter ebenfalls mit heißkleber fixiert

die magnetkraft reicht durch den kunststoff
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diavolonero
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Fr 21. Sep 2018, 20:08

Eine wahrlich tollkühne Konstruktion :respekt:
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schnuerbodenfuxx
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So 23. Sep 2018, 11:13

Interessante Lösung !
Aber was für ein gewaltiger Aufwand für ein bißchen Farbe.
Ich verwende nur Revell Aquas und Humbrol Acrylic (die lassen sich übrigens prima miteinander mischen) und rühre die etwa 1 Minute mit einem gekürzten Holz-Schaschlik-Spieß um (eventuell gebe ich noch einige Tropfen Wasser zu, bis die Farbe ganz leicht vom Spieß abtropft).
Dann streiche ich nur mit Pinseln ganz dünn mehrfach. Eventuelle "Rotznasen" schleife ich bis zum Finalen nach jedem Anstrich vorsichtig mit feinem Schleifpapier ab.

Gruß
schnuerbodenfuxx Dieter
Ich weigere mich immer noch, die Schlechtschreibreform anzuerkennen. Deshalb: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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