Deutscher Zerstörer Z-43 Typ 1936B (mob) von Trumpeter in 1:350

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Simitian
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Di 14. Mai 2019, 17:46

Moin, moin und Ahoi,
Ich geselle mich mal zu den Wasserratten.

Frisch auf dem Tisch, mein erster Bausatz von Trumpeter.
Hierzu eine kleine Bausatzvorstellung, vom Deutschen Zerstörer Z-43 Typ 1936B (mob) aus dem Jahre 1944 von Trumpeter in 1:350
Mob steht für Mobilmachungstyp.


Modell: Deutscher Zerstorer Z-43 Typ 1936B (mob)
Hersteller: Trumpeter
Erscheinungsjahr: 2011
Maßstab: 1/350
Teileanzahl: 470
Material: Polystyrol sowie Fotoätzteile
Länge: 364 mm
Breite: 34,6 mm
Art.Nr.: 05323
Preis: ca. 33-38€
Farbempfehlungen des Modells werden im Bauplan angegeben in:
Mr. Hobby, Vallejo, ModelMaster, Tamiya und Humbrol.

Die rund 470 Einzelteile sind auf 10 Gießrahmen aufgeteielt.
Dazu kommen noch 2 Platinen mit PE-Teilen, sowie ein Bogen
Decals, der auch sehr sauber gedruckt ist.
Und natürlich die Bauanleitung, allerdings nicht so bunt gehalten wie bei Revell.
Gußfehler oder Fischhäute sind nicht zu erkennen.
Insgesamt ist die Qualität des Bausatzes gut bis sehr gut.
Der Rumpf ist nicht an der Wasserlinie geteilt.
Er ist Einteilig ausgeführt.
So dass Wasserlinienbauer zur Säge greifen müssten.

Zum Baubericht
Zum fertigen Modell


Das Original
Die Z 43 war das dritte Boot des Typs 1936 B (mob). Er war das letzte von fünf beim Werk Weser der Deschimag (AG Weser, waschechte Bremer würden hier sagen: use Akschen was "unsere Aktien bedeutet") in Bremen begonnenen Booten der Klasse. Am 31. Mai 1944 wurde es von der Kriegsmarine in Dienst gestellt.
Vorläufer Versionen waren, Typ 1936A mit 4x12,7cm Art. und Typ 1936A (mob) 4x15cm Art.
Eine Nachfolgeversion Typ 1336C wurde zwar begonnen, jedoch nicht mehr fertigstellt.

Größte Änderung beim Typ 1936B (mob) gegenüber dem Vorläufer Typ 1936A (mob), war die Rückkehr zu 12,7cm-Schnellfeuerkanonen als Hauptartillerie (5x in Einzelaufstellung). Anstelle von 15cm Kanonen (2 davon im Doppellturm am Bug und 2 in Einzellafetten am Heck).
Die Vergrößerte Artilleriebewaffnung beim Typ 1936 A (mob), gegenüber dem Typ 1936B (mob), führte zu mehr Verdrängung der Schiffe. Was ein Eintauchen des Bugs ins Wasser verstärkte. Darunter litt die Seefähigkeit, da mehr Seewasser vom Schiff übernommen wurde.

Die Flugabwehrbewaffnung wurde würde beim Typ 1936B (mob) auf vier Doppellafetten mit 3,7-cm-L/83-Fla-Maschinenkanonen und drei L/65-Fla-MK-Vierlinge und drei 2 cm-Einzelgeschütze gegenüber Typ 1936 A (mob) verstärkt.

Die Z 43 ist der letzte von der Kriegsmarine in Dienst gestellten Zerstörer vom Typ 1936 B (mob). Z 43 war ab Oktober 1944 einsatzbereit und verlegte in die Ostsee, um dort zusammen mit Z 35, Z 36 sowie einigen Torpedobooten zu einer Minenunternehmung auszulaufen. Im Verlauf dieser Unternehmung kam es zum Verlust von Z 35 und auch von Z 36, danach wurde der Einsatz abgebrochen wurde. Z 43 kehrte daraufhin nach Gotenhafen zurück um von dort ausgehend Geleiteinsätze als auch Landzielbeschießungen durchzuführen.

Ab Beginn des Jahres 1945 führte Z 43 Geleiteinsätze von Gotenhafen nach Libau durch, unterbrochen von Einsätzen zur Landzielbeschießung oder als FlaK- und Geleitschutz für verschiedene andere Schiffe, so unter anderem auch Lützow und Scheer. Zu Beginn des Monats April erhielt Z 43 einen Bombentreffer, der allerdings glücklicherweise ein Blindgänger war und im Schornstein stecken blieb. Am Tag darauf kam es zu einem Minentreffer der schwere Schäden hervorrief, so dass in die Werft verlegt werden musste, um notdürftige Instandsetzungen vornehmen zu können. Anfang Mai ging es dann zuerst nach Kiel, welches am 2. Mai erreicht wurde und Tags darauf ging es in die Geltinger Bucht bei Flensburg, wo sich Z 43 schließlich selbst versenkte.

mob= Mobilmachungstyp

Länge über alles: 127m
Breite: 12m
Verdrängung: 3542ts
Max. Geschwindigkeit: 37,5kn
Besatzung: 332 Mann



Bilder des Bausatzes:
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Sorry für die teils nicht so scharfen Fotos, ich arbeite hier rustikal mit Handy.

Androhung:
Zu diesem Bausatz werde ich, so mein Plan, einen Baubericht schreiben.

MfG
Jan
Derzeitiges Projekt: Schleswig Holstein in 1:350
Aus Prinzip finden die Bemalungen meiner Modelle nur mit Pinsel statt.

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