Frage zum russ. Panzerkreuzer Potemkin

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schnuerbodenfuxx
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Sa 26. Aug 2017, 14:13

Frage an alle Experten,

gibt es einen Unterschied im Bausatz des russischen Pazerkreuzers Potemkin von ARK, ALANGER und MAQUETTE ?
Und wenn ja, worin besteht der Unterschied ?

Danke für eventuelle Auskünfte und Grüße
schnuerbodenfuxx Dieter
Ich weigere mich immer noch, die Schlechtschreibreform anzuerkennen. Deshalb: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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KaleuNW
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Fr 22. Sep 2017, 12:07

Es wäre ja schön, wenn es bei diesen Modellen im Massstab 1:400 Unterschiede gäbe, denn das würde heissen, dass es sich um neuere (möglicherweise bessere) Formen handeln würde. Alle die erwähnten Bausätze gehen auf die 1971er Form von Heller zurück. Siehe die "Genealogie" unter www.scalemates.com
Die Hellerausführung befindet sich im immer noch ungebauten Zustand in meiner Bausatzsammlung. Schlecht ist die Form trotz ihres Alters nicht, alles ist kantenscharf mit etwas festeren Wandstärken ausgeführt. Mit selbstgebauten Verfeinerungen, entsprechenden Ätzteilen und einem Holzdeck (von Artwox) ist eine durchaus respektable Modelldarstellung dieser jetzt wieder erhältlichen Trouvaille möglich. Ein gebautes Beispiel von Andreas Martin ist unter www.modellversium.de (irrtümlicherweise Weise wird dort ein Massstab von 1/350 angegeben, es handelt sich aber um das 1/400er Modell, Martin hat es selbst auf dem Sockel erwähnt) oder unter www.modellmarine.de. zu begutachten. 
Das Schiff gibt es auch bei Kombrig in 1/700 und als Papiermodell im Masstab 1/200 im Verlag Oriel (bei www. kartonmodellbau.de).

Obige Bemerkungen treffen auch auf das nicht minder interessante 1/400er Modell des Kreuzers Aurora zu.

Da ich in den Masstäben 1/1200, 1/600 und 1/350 baue , habe ich bis jetzt immer etwas gezögert, auch noch in den Massstab 1/400 einzubrechen, aber wer weiss, deine Anfrage ist jedenfalls ein e Anregung. Darum Mast- und Schotbruch für deine Vorhaben.
Zuletzt geändert von KaleuNW am Sa 6. Jan 2018, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will.
Michel de Montaigne (1533 - 1592)
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schnuerbodenfuxx
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Registriert: Do 5. Mär 2015, 15:38

Fr 22. Sep 2017, 14:17

Hallo KaleuN,

danke für die ausführlichen Informationen,

ja, ich liebäugel immer noch mit diesem Modell - und dann auch mit dem Holzdeck dazu. Wäre sicher ein interessantes Schiff aus der Zeit vor über 100 Jahren.

beste Grüße
schnuerbodenfuxx Dieter
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Birne
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Registriert: Sa 13. Dez 2014, 22:22
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Mo 9. Okt 2017, 21:10

DerVor 100 Jahren ? Die standen ja den Schiffstypen aus den 30er,40er Jahren Metallherstellungstechnisch gesehen in fast Nichts nach.
Die Industrielle Revolution.
Möchte nicht Wissen, was die Herstellungskosten betraf, aber ein ganz normales Torpedo war natürlich damals " High Tech ", ein einziger Aal kostete so viel wie eine Eigentumswohnung Damals. Da sind doch auch sogenannte " Kreisel " drin, also Feinwerktechnische Raffinessen.
Wegen der Kursstabilität beim " Lauf ".
Die sogenannten " Dreadnoughts ", waren dann eine neue Schiffsklasse. 
Der Schlachtkreuzer wurde Erfunden .
coen58
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So 18. Mär 2018, 10:48

Der "Panzerkreuzer" "Fürst Potemkin" war eine Erfindung von Sergej Eisenstein. Das Schiff war ein "Linienschiff II: Ranges" und wurde in den Flottenlisten der zaristischen Schwarzmeerflotte als solches auch geführt. Nach dem Matrosenaufstand 1905 wurde das Schiff in "Panteleimon" umbenannt. Erst nach der Oktoberrevolution erhielt das Schiff den Namen "Potemkin". Als im Bürgerkrieg die "Weißen" Odessa eroberten, versenkten sich die meisten Schiff selbst. Die "Potemkin", nicht fahr- und einsatzbereit war für die "Weißen" uninteressant. Nach der Rückeroberung wurde das Schiff nicht repariert, sondern Mitte der zwanziger Jahre abgebrochen.
Auch die "Aurora", heute in St. Petersburg liegend, war kein "Panzerkreuzer", sondern ein "geschützter Kreuzer" der nur minimal gepanzert war.
Der Schutz bestand aus den, an den Rumpfseiten platzierten Kohlenbunkern, die einen gewissen Schutz gegen Beschuß bildeten.
Nur um mit diesen "ewigen Panzerkreuzern" abzurechnen.
Der Bausatz bildet selbst eine gute Grundlage, das Modell zu pimpen und in den Zustand von 1905 zu versetzten, wo die Kriegsschiffe noch farbiger waren.
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