Erstversuch Ford Mustang

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Bastler
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Mi 14. Sep 2016, 15:21

Hallo zusammen,

als kompletter Neuling auf dem Gebiet hätte ich gerne ein paar Ratschläge bevor ich mit dem Projekt starte
Der Erstversuch soll nun mit dem Revell Bausatz 07065 gestartet werden, ein 1965er Ford Mustang.
https://www.revell-shop.de/Hobbywelten- ... aram=07065

Nach erster Sichtung des Packungsinhalts und Durchlesen der Bauanleitung drängen sich schon erste Fragen auf, insbesondere zum Bemalen des Modells.

Die Karosseriefarbe beispielsweise soll aus 3 Farbtönen gemischt werden, 85% No.62 / 5% No.7 / 10% No. 91, das soll dann so etwas wie grünmetallic werden, wenn man der Abbildung glaubt.
Jetzt habe ich bereits gelesen dass die Aqua Color Farben verdünnt werden sollen, d.h. ich muss erst verdünnen und dann mischen, aber da weiß ich schon mal nicht wieviel man überhaupt an Farbe benötigt. Ist es nicht doof wenn man dann nachmischen muss, falls man zu wenig angesetzt hat ?
Dazu kommt dass ich den Mustang eigentlich lieber rot oder schwarz lackieren würde, wäre es da nicht einfacher, die Karosserie mit einem Spray zu lackieren ? Momentan tendiere ich zu feuerrot glänzend (#31), eignet sich das Revell Spray Color dazu oder ratet ihr für den Anfang zum Pinsel ?

Für das Modell benötigt man immerhin 15 Farbtöne, wenn ich das moosgrün weglasse. Bin sehr gespannt was noch alles anfällt an Erstausstattung bis ich mal loslegen kann.
Wenn ich diese Fragen geklärt bekomme ist es vermutlich sinnvoll einen Baubericht einzustellen für weitere Tipps.

VG Jörg
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Mi 14. Sep 2016, 15:48

Super, dass du gleich loslegst.

Zur Bemalung: Schön ist, was gefällt. Wenn du ein Modell authentisch machen willst, hältst du dich an die Vorlage, oder du nimmst eben die Farbe deiner Wahl.
Gerade große Flächen mit dem Pinsel zu bemalen, ist eine Herausforderung. Du brauchst nicht nur sehr gute Pinsel und die richtige Farbkonsistenz, sondern auch einige Zwischenschliffe bis du eine glatte Oberfläche hast.

Ich lackiere alle Autos mit der Dose. Die Revellsprayfarben sind ok, aber damit kommst du nicht sehr weit. Für dasselbe Geld bekommst du zB Dupli Color Aerosol RAL 3000 (feuerrot) oder RAL 9005 (tiefschwarz) in 400 ml. Da kannst du einige Autos damit machen. Gibt es auch bei Amazon und mit Prime ist es am nächsten Tag da.
Die Dupli-Lacke finde ich ziemlich gut. Der Lack ist sehr hart, wenn er ein paar Tage trocknet und lässt sich wunderbar polieren und schleifen.
Besser ist richtiger Autolack, der einen noch feineren Sprühnebel hat, aber auch doppelt so teuer bei halber Menge ist

Wichtig ist ein Kunststoffprimer, damit der Lack hält. Da tut es eigentlich jeder. 
Dann gibt es noch die Frage, der Grundierung. Je nach Lack schimmert der Untergrund u.U. durch. Gelb braucht unbedingt einen hellen Untergrund. Mit Rot habe ich auch auf schwarzem Kunststoff gute Erfahrungen gemacht, allerdings kommt die Farbe auf weißen Spritzgrund besser zum Tragen.
Primer und Grundierung brauchst du eigentlich immer, da kannst du gleich eine 400 ml Dose kaufen.
Beim Lack gibt es auch 150 ml. Der reicht für 2-3 Autos je nach Schichtdicke.
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Do 15. Sep 2016, 14:46

Hallo tintifax,
vielen Dank für deine Tipps, ich dachte mir schon dass das nichts wird mit der Pinselei. Dann werd ich das mal mit der guten alten Lackdose versuchen.
Noch eine kurze Frage zur Grundierung: genügt der Primer dazu oder muss darüber hinaus auch noch eine zusätzliche Grundierung drauf ?
VG Jörg
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Do 15. Sep 2016, 15:08

Primer mit Naßschliff kann genügen. Mache ich fast immer. Hauptsache die Oberfläche ist glatt ;)
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Do 15. Sep 2016, 15:38

Wie oben beschrieben: Primer ist farblos. Wenn du schwarzen Kunststoff hast und ihn zb Gelb spritzen willst, dann geht das nicht. Das Schwarz schimmert durch.
Dann gehört ein weißer oder hellgrauer Haftgrund drauf.
In vielen Fällen reicht der Primer. Da hat Christian Recht.
Persönlich verwende ich bei großen Teilen immer Haftgrund, da er nicht nur sehr glatt, sondern sich auch besser zwischenschleifend lässt wie Primer, der den Kunststoff aufraut.
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Fr 16. Sep 2016, 06:41

Ich habe keinen farblosen Primer. Kann es sein, dass Du von Haftvermittler schreibst (den man zB für Kunststoffspiegel im Pkw-Sektor nimmt)? Meine Primer sind hellgrau, dunkelgrau und beige.
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Fr 16. Sep 2016, 08:29

Hm. Kunststoff Primer waren bei mir immer schon farblos, wenn explizit Kunststoff Primer auf der Dose steht.
Haftgrund hat die genannten Farben.

Ich kenne es vom Auto eigentlich nur so:
1. Primer bei Kunststoff 
2. entsprechend farbigen Haftgrund (oder keinen bei schwarz)
(eventuell noch Spritzgrund bei Ausbesserungsarbeiten)
3. Decklack
4. eventuell Klarlack

Kunststoff Primer löst die Oberfläche an, womit sie rau wird, die anschliessende Schicht haftet und nicht sofort verrinnt.
Der wird auch nicht geschliffen.
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Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Anstatt Primer nehme ich immer (Spritz)Füller. Klarlack immer.
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Mi 21. Sep 2016, 09:57

Vielen Dank für eure Tipps. Ich sehe schon einen langen steinigen Weg vor mir :?
Ich habe nun mit den ersten Bauteilen begonnen und stolpere schon über eine erste kleine Hürde in der Bauanleitung. Ich finde es ist nicht immer
ganz schlüssig wie was bemalt werden soll. Ich habe hier z.B. ein verchromtes Bauteil (27) das schwarz lackiert werden soll (B). Ist damit das komplette Bauteil gemeint oder soll
ein verchromter Rand bleiben oder die seitlichen Vertikalen streifen in Chrom bleiben ? Wie interpretiert ihr das ?

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Mi 21. Sep 2016, 10:19

Hallo Jörg,

also ich interpretiere das mal als Ölwanne und die war bei allen Autos, die ich von unten gesehen habe (zugegeben, war kein Mustang dabei) schwarz.

Gruß
Eberhard
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Mi 21. Sep 2016, 10:28

Ja, die Ölwanne in Schwarz seidenmatt. Es kommt immer wieder vor, dass wegen der Aufteilung auf die einzelnen Gußkörper ein verchromtes Teil komplett bemalt wird.
Manchmal mit Klar matt, manchmal eine Farbe. Du kannst sie aber auch in Chrom belassen, wenn es dir besser gefällt. Amerikanisches Motoren werden zu Schauzwecken öfters teilverchromt.
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Mi 21. Sep 2016, 11:47

Vielen Dank für eure schnelle Antwort. Ich hatte es mir auch gedacht dass es einfach gusstechnische Gründe hat, aber lieber einmal zuviel gefragt,
und das wird nicht meine letzte Frage gewesen sein, da bin ich sicher :)
Mir fehlt auch einfach ein bisschen die Vorstellungskraft was man dann am Ende wie genau sieht, da bin ich sehr gespannt.

VG Jörg
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Mi 21. Sep 2016, 13:00

Hallo 

Ich würde die Ölwanne auch verchromt belassen. 
Nur bei den Klebestellen würde ich den Chrom mit einer (Nagel)Feile entfernen.

MFG Stefan
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