Baubericht für den 3. Revell Forum MB-Wettbewerb 2013

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hotelsatan
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Fr 29. Mär 2013, 22:53

Herzlich Willkommen,
bei diesem Baubericht für den 3. Revell-Forum Modellbauwettbewerb 2013.

Dieser Baubericht ist in 4 Teile gegliedert.
1. Teil Überlegungen zum Wettbewerb & Geschichte des Modells
2. Teil Bau des Hauptmodell
3. Teil Bau des Diorama
4. Teil Wettbewerbsfotos

Der Schwerpunkt dieses Bauberichtes liegt im Bereich der Lackierung, es wird weniger auf den Bau des reinen Modells eingegangen. Da viele Revell Produkte benutzt wurden möchte ich darauf hinweisen das dies nicht mit dem hier veranstalteten Wettbewerb zu tun hat, auch nicht um einige Stimmen mehr zu bekommen sondern allein an dem Umstand liegt das nur noch Revell mit seiner Produktvielfalt in meinem Umland vorhanden ist, und ich seit Jahrzehnten diese Produkte verwende.

Überlegungen zum Wettbewerb
Die Richtige Entscheidung über den Maßstab und der Kategorie kann schon ausschlaggebend für ein Modell sein das vorn liegen könnte. Meine Rechnung lautet 1:24/1:25 zivil dort wird es einiges geben, 1:35 mil ebenso, 1:48 schließe ich fast aus. 1:72 könnte sehr interessant werden wegen den relativ großen aber platzsparenden Dioramen, dort wären tolle Bildausfüllende Hintergründe machbar. Schiffe in 1:72 da gibt es nicht viel Auswahl, das 7er U-Boot mit Dio das wäre wunderbar, allerdings stehen meine 3 schon gebaut im Schrank. Die Druckerfraktion mit Ihren Papiermodellen wird sich bestimmt auf das Thema Boote stürzen. Deshalb meine Annahme, viel großes wenig kleines, aber das kleine wird ein WOW erzeugen. Meine Idee also in Schiff oder Boot in 1:72. Also mal die gängigen Online-Shops besucht und geschaut was es da so gibt in der Sparte, Schiffe sind bei mir nicht sonderlich beliebt, diese gehören nicht gerade zu den Modellen die ich gerne baue. Zwei erschiedene Bausätze wären lieferbar gewesen und eines war Kennedy´s Boot. Natürlich war die Präsentation des Bootes die zweite Überlegung. Wie soll das ganze später aussehen. Ein Sockel mit Wasserdarstellung und darin das Boot wie es üblich ist und häufig zu finden auf Bildern im Netz? Nein da muss es doch eine Steigerung geben um die Bilder wirklich fast authentisch aussehen zu lassen. Nach einer schlaflosen Nacht voller Überlegungen kam die einleuchtende Idee, warum das Boot nicht in echten Wasser schwimmen zu lassen! Nach Recherche im Internet die Erkenntnis für Standmodelle, das es so etwas noch nicht gibt. Im Sommer hätte man dies im Pool umsetzen können, aber im Winter muss man es eben Nachbauen. Es folgte die Weiterentwicklung wenn schon der Nachbau erfolgen muss könnte man im Hintergrund noch ein Abschnitt einer Insel basteln um das Boot anlegen zu lassen. Das Konzept stand.

Konzept
1943 – Irgendwo im Pazifik
Torpedoboot PT-109 vor hastig gebauter Anlegestelle vor irgendeiner der zahlreichen Inseln im Pazifik. Im Hintergrund entsteht eine provisorische Basis der Amerikaner. Im Laufe der Zeit wurde das Diorama etwas größer als geplant.

Geschichte des PT-109
Insgesamt wurden über 700 dieser Boote produziert. Die Boote wurden aus Holz! gefertigt und sind nur an wenigen Stellen gepanzert wie z.B. um die Brücke herum. Angetrieben durch 3 Packard V-12 Motoren mit insgesamt 4050 PS. Boote solchen Typs konnten legendlich nur 12 Stunden auf See bleiben mit vollen Tanks. Das Patrouillen-Torpedoboot PT-109 gehörte zu den berühmtesten das es von John F. Kennedy kommandiert wurde, dem späteren US Präsidenten. Während des letzten Einsatzes
wurde es von einem Japanischen Zerstörer in der Nacht überfahren in zwei Teile zerschnitten und sank danach. Die Crew rettete sich auf eine nahegelegene Insel.
Zuletzt geändert von hotelsatan am Fr 29. Mär 2013, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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hotelsatan
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Fr 29. Mär 2013, 23:08

Bausatz Revell (USA) PT-109 PT Boat (Copyright 1963) Auflage 2004
Artikelnummer: 85-0310
Maßstab: 1:72
Teile: 83
Länge: 33,8 cm

Bild

Bausatz des Patrouillen Torpedobootes:
Die Bausatzform stammt aus dem Jahre 1963 und ist mittlerweile zerkratzt, die Auswerfermarken sind an fast jedem Teil vorhanden, viele davon auf der Außenseite der Teile. Der Versatz der Form ist deutlich zu erkennen überall ist eine deutliche Gratbildung sichtbar. Der Rumpf zum Beispiel und das Bootsdeck passen nicht zusammen, es gibt Überstände vom bis zu 3 Millimetern. An einigen Stellen fallen auch Sinkstellen (fehlendes Material) auf. Ein Modell das zwar aus wenigen Teilen besteht aber nach einer umfangreichen Nachbearbeitung schreit. Genau das richtige für einen Wettbewerb um auch ein paar Techniken und Arbeitsweisen zu erklären.


Baubericht des Bootes

Nachdem das Deck mit dem Rumpf verklebt wurde stellte sich heraus das, das Deck viel breiter als der Rumpf. ist. Das Deck wurde abgeschliffen und verspachtelt. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse wurde die Nacharbeit eingeleitet, es wurde Nass geschliffen
zuerst mit groben Sandpapier und dann die Feinarbeit mittels verschiedenen Nagelfeilen aus der Drogerie.

Bild
Wie man sieht wurden die Antriebswellen schon ausgetauscht durch 1mm Rundstäbe da die im Bausatz enthaltenen schon mehrfach gebrochen waren bei der Lieferung des Pakets.

Tieferlegung des Bootes
Das Boot soll schwimmen aber es liegt falsch im Wasser, zuwenig Tiefgang. Es wurde also eine Mischung aus Vogelsand und Weißleim angerührt und in der Rumpf eingelassen durch die noch nicht verklebte Abdeckung des Maschinenraums. Im Waschbecken mit Wasser wurde das Boot zu Wasser gelassen vorsichtig austariert und über Nacht trocknete die Mischung. Danach wurde verdünnte Kunstharzfarbe in den Rumpf eingebracht damit der Vogelsand versiegelt wird und dieser nicht mehr Wasserlöslich ist.

Bild

Fenster
Obwohl die Möglichkeit des Bausatzes bestände gibt es keine Klarsichtteile, die Teile sollen nur schwarz lackiert werden. Keine Option für ein Wettbewerbsmodell. Die Windschutzscheibe und die Fenster des Bootes werden aufgebohrt mittels Minibohrmaschine und 1mm Bohrer, begradigt mittels Feile. Später nach der Lackierung werden die Öffnungen durch eigens angefertigte Klarsichtteile ersetzt. Dazu später mehr. Die Lücke zwischen Windschutzscheibe und Steuerpult ist nun sichtbar geworden und wurde geschlossen mittels Spachtelmasse.

Bild

Die Revell Spachtelmasse lässt sich übrigens verdünnen mit dem Contacta Professional Kleber, falls die Spachtelmasse mal wieder zu dick ist.

Danach wurde das Boot Komplett fertig gebaut, bis auf die Boot-Unterseite da die filigranen Ruderblätter und die Schiffsschrauben sicherlich irgendwann abgebrochen wären.

Die Lackierung
Der Lack des Bootes besteht aus einen Holzbraunton um den Charakter des Holzbootes zu erhalten als Grundierung. Danach entschied ich mich für Grüngrau 67 für die Oberseite. Die Rumpfunterseite wird laut Revell USA mit weiß angegeben aber dieser Farbangabe traue ich nicht wirklich. Die Referenzfotos in Schwarz-Weiß geben mehr einen rot oder schwarzton vor. Ich entschloss mich für einen roten Farbton. Also wurde die Rumpfunterseite mit Feuerrot 330 lackiert auch mit dem Airbrushsystem. Wie auf dem Foto zu sehen ist die Lackierung möglich ohne den entsprechen Bereich abzukleben da es die Rumpfform zulässt. Manchmal hat man eben Glück.

Bild

Bild
Die fertige Unterseite des Bootes mit den Ruderblättern.

Die Decals
Nach dem durchtrocknen der Lackierung wurde das Modell für die Decals (Nassschiebebilder) vorbereitet. Da es nicht viele Decals gibt wurde nur dort großflächig glänzenden Klarlack mit der Airbrush aufgetragen wo diese später sitzen. Dieser Schritt ist notwendig um das Silvern der Decals zu verhindern. Nach dem Trocknen des Lackes wurden die Decals aufgetragen und mit Decal Soft behandelt, es gibt auch alternativen von anderen Herstellern wie Gunze. Sogenannte Decalsweichmacher gehen eine Reaktion mit dem Trägerfilms ein und lassen diese sich an den Untergrund anschmiegen um ebenfalls das Silvern zu minimieren. Gerade bei Vertiefungen im Modell ist dieses ratsam um eine symmetrische Oberfläche zu erreichen.

Bild

Die Versiegelung
Nachdem das Modell soweit fertig war (ohne Klarsichtteile) wurde es komplett versiegelt mittels Airbrush mit matten Klarlack um dem Modell einen einheitlichen matten Look zu geben, da ja Matt, Seidenmatt und Glanzlacke verwendet wurden. Außerdem schützt der Lack die Decals vor Beschädigungen oder dem Verfall. Zum Schluss wurde noch die Rehling angebracht und der Mast bekam auch noch seinen Faden. Die Fensterinnenseite wurde mit einem Tropfen Holzleim bestrichen der aushärtete. Das Klarsichtteil der Brücke wurde aus einer Klarsichtverpackung ausgeschnitten und vorsichtig angeklebt.
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hotelsatan
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Fr 29. Mär 2013, 23:20

Beiwerk für das Diorama
Für das Diorama und einen sehr interessanten Hintergrund wurden weitere Bausätze benötigt.

Hasegawa GMC CCKW-353 Cargo Truck
Artikelnummer: MT20

Academy P-51C Mustang “Red Tails” with Ground Vehicle (Jeep)
Artikelnummer: 2225

Bild

Hasegawa Field Camp Equipment
Artikelnummer: MT 33

Bild


Das Kleinzeug im Detail
Aus den Bausätzen wurden nur für den Wettbewerb relevante Teile entnommen wie das Zelt, der Wachturm, das Wachhäuschen der umfunktionierte verfeinerte Anlegesteg sowie die Schranke und Treibstoffkanister, Behälter und Mun-Kisten. Den Flieger die P-51
Mustang wurde auch noch gebaut allerdings so kurz vor dem Fotoshooting das nicht mehr viel Zeit blieb um das Modell noch zu detaillieren. Das Haus aus Streichhölzern wurde frei gebaut ohne auf die Maße zu achten. Die Fläche der Wände wurde auf einen Stück Papier gezeichnet und ausgeschnitten. Danach folgte das Ankleben der Streichhölzer, die auf die richtige Größe geschnitten wurden. Die Dachbalken wurden geschnitzt und ein Taschentuch wurde in Form gebracht und mit Holzleim eingestrichen um auf dem Dach angebracht zu werden. Das Häuschen sollte nicht ganz zu Professional aussehen, sondern soll eher nach dem ersten befestigten Gebäude auf der Insel aussehen. Das Motorrad stammt aus der Grabbelkiste wurde lackiert und das wars.

Bild

Pegasus Hobbies (The Museum Models Collection)
Palm Trees Style A (3Stück)
Artikelnummer: 6501
&
Pegasus Hobbies (The Museum Models Collection)
Palm Trees Style B (3Stück)
Artikelnummer: 6502
(Anmerkung Bausatz 2 mal verwendet)

Bild

Bild

Palmen
Die Palmen bestehen aus einem Sockel, einem Stamm und Blattwerk in verschiedenen Größen und Varianten. Die Palmen wurden mittels verschiedenen Braun und Grüntönen mit der Airbrushpistole lackiert. Später wurde ein leichtes Trockenmalen auf den einen Typ der Palmen angewendet, auf den anderen Typ wurde aufgehellte Grundfarbe mit der Airbrush kurz und unregelmäßig gespritzt und das einheitliche Grün etwas aufzubrechen. Da ich aber nicht alle Blätter für die Palmen verwendete ist Grünzeug übriggeblieben und so wurden noch einige kleine Zweige aus der Natur besorgt diese auf die richtige Größe gebracht und angemalt so entstanden noch einige Palmen zusätzlich.
(Eine kurze Anekdote meinerseits: Einige Farben sind schon etwas älter, damals hießen die Farben noch Revell Color (Copyright 2002). Ab 2004 wurde daraus Email Color. Bei richtigen verschließen des Deckels halten die Farben also mindestens 8 Jahre.)

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Bild
Die Palmen im Detail links die gekaufte und rechts daneben der selbst hergestellte Stamm.

LKW und Jeep
Beide Modelle wurden in Komponenten gebaut, was bedeutet die Anzahl der Teile soweit wie möglich zu verringern, bei mir bedeutet dieses alles zusammenzubauen was eine einheitliche Farbe hat. Aus dem Jeep wurde so ein Modell mit allen Teilen. Der LKW besteht jetzt nur noch aus dem Fahrgestell, der Plane, dem Führerhaus plus Verdeck und der Ladefläche.

Danach wurden die Teile in einem Wasser/Spühlmittel-Gemisch sorgfältig gereinigt und mit
der Airbrush lackiert in Olivgrün Hell und Olivgrün. Der Rahmen des LKW wurde später schwarz Lackiert.

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Die Plane des LKW
Zuerst wurde die Plane Olivfarben lackiert, nach dem Trocknen wurde ein dunkleres Oliv mit der Airbrush vorsichtig in die Vertiefungen gesprayt. Der letzte Arbeitsschritt war das hellere Oliv mit Weiß etwas aufzuhellen und an den Erhebungen der Plane zu sprayen.

Bild

Der Kapillareffekt und die Reifen.
Um die Reifen zu schwärzen nutze ich den Kapillareffekt der hier beschrieben wird. Diese Vorraussetzungen müssen gegeben sein. Es muss eine kleine Erhebung der Felge gebe Es muss eine kleine Erhebung der Felge geben gegenüber dem Reifen. Was braucht man dafür, nur einen guten kleinen Pinsel etwas Farbe und Verdünnung. Auf dem Deckel wird etwas Farbe aufgetragen dazu kommt noch Verdünnung das Gemisch muss sehr dünnflüssig sein. Mit dem Pinsel wird nun etwas Farbe aufgenommen und genau zwischen der Kante und der Erhebung wird die Pinselspitze kurz angetippt. So wird die Farbe Abgegebenen und zieht sich von selbst um die Felge herum. Einen kurzen Moment warten und der Rest des Reifens kann lackiert werden.

Bild

Trockenmalen (Drybrushing)
Das Trockenmalen dient zur Aufhellung der Kanten und allen abstehenden Teilen um etwas Tiefe zu vermitteln, dem Modell gegenüber.
Was braucht man dafür: Die passende Farbe, einen weichen Pinsel und etwas saugfähiges Material in meinem Fall Toilettenpapier oder Küchentücher. Die Grundfarbe des Modells wird aufgehellt nur mit einigen Tropfen weißer Farbe wobei die Grundfarbe auch nur wenige Milliliter beträgt. Der Pinsel wird in die Farbe eingetaucht überschlüssige Farbe abgestreift am Farbtopf und der Pinsel wird für 5 Minuten weggelegt. Nachdem die Farbe nun etwas dicker ist und angetrocknet wird der Pinsel abgestreift auf Toilettenpapier solange bis der Pinsel keine Farbe mehr enthält (Meine Faustregel wenn der Pinsel soweit ist das ganze noch 2 mal machen). Nun wird der Pinsel leicht über das Modell gestreift längs und quer wie gewünscht und alle erhabenen Anbauteile und Kanten hellen sich auf. Der Vorgang wird solange wiederholt wie es einem Gefällt.

Bild

Zum Schluss wurden beide Modelle noch etwas verdünnter Farbe bearbeitet um den Charakter des Sandes auch auf den Fahrzeugen zu erhalten.

Das Diorama (Das Salz in der Suppe)
Abmessungen Diorama
ca. 1 Quadratmeter Grundfläche
Hintergrund 100 cm x 70 cm

Für diesen Wettbewerb kam für mich ja nicht die einfache Darstellung von Wasser in Frage wie Boote heute in Dioramen dargestellt werden, mittels durchsichtigem Silikon oder vergleichbaren Produkten aus dem Modelleisenbahnbereich. Es musste ein Kasten hergestellt werden der das Wasser in sich hält. Aus Holzresten wurden Leisten über 2 Spanplatten geschraubt an den Seiten dieser Leisten wurden wiederum Leisten geschraubt um die Kastenform zu erreichen. Später wurden alle Innenseiten des Kastens noch mit Silikon ausgekleidet man weiß ja nie. Aus Styroporresten des Verpackungsmaterials meines Monitors und des Flatscreens wurde die Insel zusammengeklebt.

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Die Insel wurde mit Küchentücher und Toilettenpapier ausgelegt und mit verdünnten Holzleim bestrichen um die Festigkeit der Oberfläche zu erhöhen. Nach dem durchtrocknen noch zwei Schichten darüber und die Insel stand. Der Teil der Insel der ins Wasser reicht wurde ebenfalls mit Küchenpapier und Holzleim hergestellt, nach dem trocknen fand eine Versiegelung mit Kunstharzfarbe statt damit der Holzleim sich später im Wasser nicht mehr lösen kann. Einige Zeit später wurde nochmals die Kunstharzfarbe (Beige) dick aufgestrichen und Vogelsand darüber gestreut. Die Oberfläche der Insel wurde in den entsprechenden Farben erst einmal vor lackiert mit einem grünen Farbton der aus allen Farbresten bestand. Der Abschnitt der aus Vogelsand bestehen soll wurde in Sandfarbe lackiert. Nach dem Trocknen wurde an den entsprechenden
stellen verdünnter Holzleim aufgetragen mit dem Pinsel, und Streupulver aus dem Eisenbahnbereich mit einem kleinen Löffel aufgebracht ebenso der gesiebte Vogelsand. Löcher für die Palmenstämme wurden vorsichtig mit den entsprechenden Bohrern gedreht.

Bild

Der Hintergrund
Dieser besteht aus einem Bogen weißem Fotokarton 100x70cm, der mittels der Revell Starter Class Airbrush lackiert wurde. Diese Airbrushpistole eignet sich sehr gut um sehr große Flächen wie diese zu lackieren. Der Himmel wurde aus einer Mischung aus Hellgrau mit Blau vermischt zudem auch ein bisschen Klarlack beigemischt wurde um das ganze nicht deckend auftragen zu müssen. Darunter wurden 3 verschiedene Grüntöne aufgetragen um etwas Tiefe zu schaffen. Um im Hintergrund auch einige Palmen zu haben wurden die Palmen vor dem Hintergrund gestellt und im dunkeln wurde davor eine Schreibtischlampe platziert und der Schatten im Hintergrund abgezeichnet und später in den entsprechenden Farben mittels Pinsel lackiert.

Das Wasserbecken
Der Kasten der an sich schon dicht sein sollte wurde zusätzlich mit einer alten Wachstischdecke ausgekleidet darüber der Blaue Sack der unter der Insel seitlich befestigt wurde. So nun sollte alles vorbereitet sein für das Fotoshooting. 45 Liter Wasser wurden in den Kasten gelassen. Das ganze fand im Keller bei meinem Vater aus Sicherheitstechnischen Gründen statt. Wer will schon so viel Wasser in der Wohnung haben, wenn es beim Vater im Keller einen Abfluss gibt. Nach dem Fotoshooting und des Ablassen des Wasser stellte man fest das kein Wasser gab außerhalb des abgegrenzten Bereichs.

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Das Wasser
Der Blaue Sack sah vor als Untergrund schon die richtige Farbe für das Wasser erzeugen zu können. Leider sah der Blaue Sack nach wie vor Blau aus, aber wie Wasser war es definitiv nicht. So wurde die Aqua Color Farbe von Revell Nummer 51 Ultramarinblau mit eingemischt um die Farbe des Wassers zu erhöhen etwa 5ml Farbe auf 45 Litern Wasser.
Zusätzlich hätte noch Füllertinte in ausreichender Menge zur Verfügung gestanden, falls die Farbe nicht gereicht hätte

Die Wellen des Wassers
Leider war es nicht möglich Wasserwellen zu erzeugen, gleichzeitig die Digi-Cam scharf zu stellen und das Boot zu knipsen, da das Boot hecklastig ist und immer abtrieb. Dieser Punkt ärgert mich noch heute, deshalb wurde ein kurzes Video gedreht um das Boot im Wellengang zu zeigen. Das kurze Video gibt es unter

http://www.flickr.com/photos/hotelsatan ... hotostream
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hotelsatan
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Fr 29. Mär 2013, 23:36

Die Wettbewerbsfotos

Am 09. März war alles bereit für das Fotoshooting.
Kommen wir aber nun zu dem Ergebnis des Bauberichtes.

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Fazit
Insgesamt gesehen muss ich zugeben das es bis jetzt eines der aufwendigsten Projekte gewesen ist deren Umsetzung gelang mit all den Konsequenzen. Die eine oder andere schlaflose Nacht, der Zeitdruck, war nicht der entscheidende Punkt, die Dokumentation und die Fotos der entsprechenden Bauabschnitte waren das Problem. Diese ständige Unterbrechung hat etwas den Bastelspaß getrübt aber das Ergebnis stellt mich zufrieden. Als Alternativmodell stand einen Truck in 1:35 zu Verfügung, falls das Boot oder etwas anderes nicht bei dieser Bastelei rechtzeitig fertig werden würde.

Anhang
Im Anhang findet Ihr die entsprechenden Rechnungen der Modelle, sowie das Halbzeitfoto.
http://farm9.staticflickr.com/8357/8339 ... a7c8_o.jpg
http://farm9.staticflickr.com/8469/8434 ... 7115_o.jpg
http://farm9.staticflickr.com/8514/8521 ... 2e8c_o.jpg
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Oliver Bizer
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Mi 3. Apr 2013, 16:14

Welches Modell soll ich nun wählen?
Ihr macht es mir nicht leicht :cry:
:twisted: "Wenn es blutet, können wir es töten." :twisted:
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noere
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Mi 3. Apr 2013, 16:29

Hi hotelsatan,
Die Idee mit dem Wasser finde ich cool. Mal was anderes. Bin beeindruckt.
Mfg noere
Soviele schöne Bausätze und sowenig Zeit sie zu Bauen!!!
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hotelsatan
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Sa 6. Apr 2013, 03:43

Hi Oliver Bizer,
nur das Boot wie der Titel schon aussagt, der Rest ist Beiwerk und gab einen guten Hintergrund ab.

@ noere,
ja das Wasser macht aber auch einige Schwierigkeiten in Bezug auf die Dichtigkeit der Umgebung, wäre es Sommer gewesen wäre ich mit dem Modell an den nächsten Fluss gegangen und hätte die Bilder geschossen.
Hier mal ein Bild vom Fotoshooting hinter den Kulissen um die Größe des Diorama´s zu zeigen.

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Aber so hatten wir beide unseren Spaß dabei als wir noch einiges ausprobiert hatten, wie den Flieger zu versenken
und einiges mehr.

Gruß,

Christoph
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Gepardschrauber
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Sa 6. Apr 2013, 16:37

Was man so sehen kann, ist das Boot recht gut gelungen. Leider kann man nicht viel erkennen. Auch hast du mehr Bilder von dem Drumherum gemacht, als von deinem eigentlichen Wettbewerbsmodell. Ich vermisse einige Bilder, die das Boot ganz zeigen, sowie ein paar scharfe und aussagekräftige Detailbilder.
Die Idee mit dem Echtwasser ist kreativ, aber leider ist es etwas zu ruhig und der "Meeresgrund" zu blau.

Grüße

Jürgen :ugeek:
Der Edle kann eine Sache von allen Seiten ohne Vorurteil betrachten, der kleine Mann ist voll von Vorurteilen und kann eine Sache nur von einer Seite betrachten. (Konfuzius)
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Panzerbaer62
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Sa 4. Mai 2013, 12:43

:P :lol: Hallo Christoph,
da haste Dir aber ein großes Projekt ausgesucht, und Dich drin verheddert. Die Idee ist wirklich Prima, keine Frage, aber das
Torpedoboot ist dabei klar zu kurz gekommen. Du hast Dir soviel Mühe mit den Fenstern, und der Windschutzscheibe gegeben und man sieht nix davon. Die Nahaufnahmen der Brücke und Besatzung sind unscharf weil Du zu nah dran warst. Größeren Bildauschnitt wählen und hinterher am Computer zurechtschnibbeln, kommt weitaus besser. Gepardschrauben hat völlig recht das die Idee mit dem realen Wasser zwar gut ist, dieses aber völlig bewegungslos im Beckensteht und das ist halt nicht realistisch. Das sieht leider sehr gekünstelt ausobwohl es echtes Wasser ist.. Auch hast Du Dich viel zu sehr mit Erläuterungen zur technischen Ausführung aufgehalten. Das spielt in einem Wettbewerb aber eine eher untergeordnete Rolle... Manchmal ist weniger Mehr... Vielleicht überarbeitest Du das Böötchen nochmal... :oops: :P

Grüßle aus Böblingen! :lol:
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hotelsatan
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Do 9. Mai 2013, 03:17

Hallo Udo,

in einigen Punkten gebe ich Dir Recht, in den anderen stelle ich die Neugierigkeit deutlich in Frage. Es gibt ein Video mit dem Boot das deutlich Wellenbewegungen zeigt, nur haben es eine Handvoll gesehen bzw. angeklickt. Selbst Dir ist dieser Punkt entgangen. Es zeigt für mich nur die Krise in der Wir uns alle zur Zeit befinden. Sicherlich bin ich auf viele Punkte
der langweiligen Lackierung eingegangen, aber den einen Punkt habe ich nicht verstanden, warum beim anderen Thread nachgefragt wurde, obwohl es hier steht?

Es ist wohl der Tatsache geschuldet, das die Menschen heute nur noch auf das Visuelle fixiert sind!
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Gepardschrauber
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Do 9. Mai 2013, 10:16

OK, Ich fasse mal zusammen, wie es sich für mich darstellt.

1. Du zeigst keinen Zeitnachweis des Baubeginns oder Fortschritts (Das war in den Regeln gefordert). Der Kaufbeleg sagt nichts aus und die Verlinkung nach Flickr zeigt nur, dass das Bild gegenwärtig nicht verfügbar ist. Die Nachweisbilder zeigten wimre Kassenzettel, ohne gleichzeitig den Baufortschritt zu dokumentieren.

2. 14 Bilder im Baubericht zeigen dein Modell (nämlich das Boot).

3. Du zeigst 35 Bilder, auf denen dein Modell gar nicht zu sehen ist. Acht davon für die Palmen, elf zeigen den deuce-and-a-half und den Jeep. Das ist für mich eine Verschiebung der Prioritäten.

4. Die Bilder des Bootes im Wasser sind aufgrund der Beleuchtung und der Spiegelung des Wassers nicht wirklich aussagekräftig.

5. Die Detailbilder sind teilweise unscharf, zudem ist auch hier das Problem mit der Wasserspiegelung zu sehen.

6. Dein Video hab ich nicht gesehen. Nicht, dass ich es nicht wollte, aber bei einem Downstream von rasanten 384 kb/s hab ich einfach nicht genügend Zeit, um darauf zu warten.

7. Zudem möchte ich bei einem Wettbewerb das Modell bewerten, und eben nicht das Dio. Dafür aber braucht man wieder aussagekräftige Fotos.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich hab ja schon geschrieben: Was man sieht, sieht gut aus. Nur sehe ich nicht genug vom zu bewertenden Modell.

Jürgen :ugeek:
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hotelsatan
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Sa 11. Mai 2013, 02:54

Hallo Gepardschrauber,
Zitate

Re: 3. Revell Community Modellbau-Wettbewerb

Beitrag von hotelsatan » Mi 14. Nov 2012, 22:05
So so also, gut na schön, stellt sich mir noch die Frage ob es sich um ein einziges Modell handeln muss das unbegrenzt Upgrade
erhalten kann oder es sich auch um mehrere Modelle handeln kann?

Gruß an Alle
Christoph

Beitrag von Jens (Revell) » Mi 14. Nov 2012, 22:07
Also ein Modell sollte im Fokus stehen... aber da ja auch ein Diorama etc. erlaubt ist, ist "Beiwerk" in Form von kleineren weiteren Modellen erlaubt.

Grüße,
Jens

Mein Beitrag wurde vorab vom Admin abgenommen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Was die Rechnungen angeht,

Zitat
Anhang
Im Anhang findet Ihr die entsprechenden Rechnungen der Modelle, sowie das Halbzeitfoto.
http://farm9.staticflickr.com/8357/8339 ... a7c8_o.jpg
http://farm9.staticflickr.com/8469/8434 ... 7115_o.jpg
http://farm9.staticflickr.com/8514/8521 ... 2e8c_o.jpg

na klar wurden die nachweislich nach der Abstimmung gelöscht, der Verdacht das man über die Auftragsnummer auch noch eine Bestellung einreichen könnte wurde in letzter Zeit bestärkt.

Was das besagte Video angeht 1,6 MB groß selbst mit einem 56k Modem von 1998 Ladedauer 3,5 Minuten
wie gesagt schau es Dir mal an https://www.flickr.com/photos/hotelsata ... otostream .

Eventuell hast Du die Dimension des freien Modellbau´s und des freien Wettbewerb´s nicht ganz verstanden.

Gruß,

Christoph
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Sa 11. Mai 2013, 07:11

hotelsatan hat geschrieben: Beitrag von Jens (Revell) » Mi 14. Nov 2012, 22:07
Also ein Modell sollte im Fokus stehen... aber da ja auch ein Diorama etc. erlaubt ist, ist "Beiwerk" in Form von kleineren weiteren Modellen erlaubt.
Erlaubt ist das drumherum schon. Nur soll ein Modell im Fokus stehen.
Was das besagte Video angeht 1,6 MB groß selbst mit einem 56k Modem von 1998 Ladedauer 3,5 Minuten
wie gesagt schau es Dir mal an
Ich habe es versucht. Nach einer Minute betrachten des rotierenden Kreises in der Mitte einer schwarzen Fläche habe ich dann abgebrochen. Dein 1,6 MB-Video hat nichtmal angefangen zu laden. Außerdem ist das unerheblich für den Wettbewerb. Videos sind keine Fotos.
Eventuell hast Du die Dimension des freien Modellbau´s und des freien Wettbewerb´s nicht ganz verstanden.
Mit dem Unterstellen des Nichtverstehens, gleich welchen Themas, disqualifiziert man sich in jeder Diskussion, da man automatisch dem Gegenüber die Schuld zuschiebt. Für mich ist daher hier Schluss.

Jürgen :ugeek:
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hotelsatan
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Fr 24. Mai 2013, 01:30

Gepardschrauber hat geschrieben:Re: Baubericht für den 3. Revell Forum MB-Wettbewerb 2013

Beitrag von Gepardschrauber » Sa 11. Mai 2013, 07:11

hotelsatan hat geschrieben:Beitrag von Jens (Revell) » Mi 14. Nov 2012, 22:07
Also ein Modell sollte im Fokus stehen... aber da ja auch ein Diorama etc. erlaubt ist, ist "Beiwerk" in Form von kleineren weiteren Modellen erlaubt.


Erlaubt ist das drumherum schon. Nur soll ein Modell im Fokus stehen.
Nur ein Modell, das hatten wir schon, das wollte die Mehrheit aber nicht mehr.

Da hab ich mal ne Frage an Dich, wie bewertest Du den Hintergrund? Wegen dem Aufwand, ein Fotografierten Hintergrund darstellen oder diesen wirklich zu bauen um diesen, darzustellen. Welche Methode setzt einen größeren Aufwand voraus?

Wenn Du das Video nicht gesehen hast, kann ich Dir nur eine Antwort gehen, Dein Rechner ist nicht auf dem neusten Stand, bitte mal Deiner ganzen Programme ein Update verpassen, oder gib mir Deine E-Mail Preis über PN und Du bekommst das Video über diese Plattform.

Gruß,

Christoph
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