1954 Mercedes-Benz 300SL, Tomy 1/32 (MMN3203-2500)

IchBaueAuchModelle
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Fr 7. Sep 2018, 11:33

Genau so. Erst innen und dann außen :thumbup: So würde ich es auch lackieren.
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paul-muc
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Sa 22. Sep 2018, 13:46

Ich hatte eine längere Lesephase. Dann bleibt alle andere liegen. Trotzdem habe ich noch einige Kleinigkeiten erledigt:

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- Der Innenraumhimmel sollte beige werden. Ich hatte dafür weiß mit sehr wenig braun gemischt, was dann aber sehr fleischfarben wurde. Im zweiten Versuch habe ich hellgrau beigemischt, was besser aussieht und auch besser zum späteren Dunkelgrau des Wagens passt. Es scheint etwas zu dunkel für beige zu sein, aber ich lass es so.
- Für die Lederausstattung hatte ich vorher die Vertiefungen in den Sitzen und der Gepäckablage schwarz gemalt, um die Struktur zu betonen (preshading). Es hat aber nichts gebracht. Ich habe später wohl zu lange mit rot draufgehalten. Die Farbe ist matt. Ich habe mit Fingerspitze und weichem Taschentuch für etwas Glanz gesorgt, um den Ledereffekt zu erzielen.
Das Armaturenbrett ist noch weiß, weil es später in der Wagenfarbe gespritzt wird. Griffe an Gangschaltung und Handbremse sowie Lenkrad sind elfenbein. Ich habe dafür nur den Kunsstoff fein abgeschliffen, weil die Farbe so schon gut passt und ich nicht noch einmal mischen wollte.
- Die Bremstrommeln sind anthrazit. Für die Felgen auf der Innenseite habe ich Silber 11 von Humbrol genommen. Die Farbe ist nicht in Ordnung, d. h. sie ist nicht so sehr silber als vielmehr metallisch grau, was aber ganz gut passt. Darauf dann etwas Graphit.
Für die Außenseite der Räder gibt es wohl mehrere Alternativen: Silber, schwarz (wie im Vorbild oben), Wagenfarbe oder halb und halb, d. h. der äußere Ring mit den Löchern silber, der innere Ring in Wagenfarbe. Dazu dann noch die Radkappe in Wagenfarbe mit dem äußeren Rand in chrom. Ich habe mich noch nicht entschieden.

Ich werde jetzt die Bodengruppe mit Achsen, Motor und Getriebe fertig machen. Ich habe die Bodenplatte und die Umfassung des Motorraums schwarz gespritz. Es muss noch etwas durchtrocknen, bevor ich weitermache. Dann wird die Karosserie für die Lackierung aus der Dose vorbereitet. Das wird etwas aufwendiger, weil die Türen auf der Innenseite am Rand ebenfalls in Wagenfarbe lackiert werden. Also: Türverkleidungen abkleben und hoffen, dass nichts drunter fließt. (Die Türen sind auf dem Bild nur mit Klebeband fixiert.)
eydumpfbacke
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Sa 22. Sep 2018, 16:38

Sieht soweit sehr sauber aus :thumbup:
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paul-muc
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So 23. Sep 2018, 17:52

Die Bodenplatte mit Motor, Getriebe und Achsen ist soweit fertig. Es hatte ein wenig gedauert, bis ich dahinter kam, dass der Kardanantrieb am Motor nicht mittig liegt. Man muss die Welle etwas zurechtbiegen. Sie verläuft deutlich sichtbar schräg im Tunnel. Natürlich ist sie dabei abgebrochen. Die Hinterachse ließ sich dann aber besser ausrichten und die Kardanwelle besser einsetzen.
Für ein 32er Model ist der Motor fein datailliert, wenn auch Ansaugkrümmer und Auspuffrohre den tief und schräg liegenden Motor dominieren. An der Hinterachse war die Funktion der Teile nicht ganz klar. Die Blöcke, auf denen die Achse aufliegt (Dämpfer?), hängen in der Luft.

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Das probeweise Einpassen der Einheit in die Karosserie war etwas knifflig. Mit etwas Geduld hat es dann aber gepasst.
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Gastronaut
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Mo 24. Sep 2018, 09:35

Tolle Umsetzung eines wunderschönen Vorbildes! Man könnte glatt meinen der ist in 1:24… :thumbup:
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Mo 24. Sep 2018, 11:28

Innen rot geht auch immer :) Saubere Arbeit.
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paul-muc
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Sa 29. Sep 2018, 15:18

Der Anstrich ging völlig daneben. Ich wollte es auch mit Spraydose versuchen und hatte mir aus dem Baumarkt eine Dose Duplicolor (Aerosol Art) und eine Rolle Klebeband besorgt und nach reichlich Abkleben der Innenseite gesprüht. Leider war die Klebekraft des Klebebands wohl nicht ausreichend. Trotz reichlich Abkleberei kroch die Farbe an einigen Stellen darunter. Die Türinnenseiten sind eine arge Schweinerei.
Der Lack hat teilweise nicht nur den Kunststoff angelöst (Tür, Radausschnitt), sondern auch das Klebeband (Türholm innen) und dieses mit dem Kunststoff verschmolzen.
An einigen Stellen hat das Klebeband und auch Maskol innen die Farbe (Revell) mit abgezogen. Und nachdem ich die Fotos gemacht hatte und außen das Klebeband (Revell) wieder abzog, mit dem ich Türen und Motorhaube fixiert hatte, habe ich auch teilweise die Duplicolorfarbe mit abgezogen.

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Also alles noch einmal von vorne, d.h., die Teile vorsichtig abschleifen (notfalls spachteln) und neu bemalen und spritzen. Das wird jetzt wohl etwas dauern.
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Ach hör auf! Was ne Sauerei :evil: Das bekommst Du aber gerichtet, oder?
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paul-muc
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Mo 1. Okt 2018, 14:46

Danke für die Aufmunterung. Bei der Karosserie ging es recht schnell. Ich konnte die Farbe mit Klebeband abziehen, was wohl auch etwas über die Haftung des Lacks aussagt. Kleinere Stellen in den Ecken konnte ich gut mit Revell Paint Remover reinigen, der verbliebene Lackreste wie ein Verdünner auflöste, während der Mattlack sich unberührt zeigte. Die Karosserie und die Türen musste ich deshalb auf der Innenseite verschleifen, was dann auch erwartungsgemäß zu einem Bruch der dünnen vorderen Fensterrahmenstreben führte. Die angelösten Stellen auf der Kunststoffoberffläche ließen sich gut verspachteln. Aber man wächst ja mit den Herausforderungen. Ich werde wieder zur Spritzpistole wechseln. Der Farbstrahl lässt sich besser dosieren und gezielt anwenden. Bei der Sprühdose hatte ich eine dicke Suppe über alles.
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Do 4. Okt 2018, 06:15

Wenn Du schreibst, dass die matte Farbe besser haftet, könntest Du den Mercedes ja matt lackieren und dann mit Glanzlack versiegeln *nachdenk*.
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paul-muc
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Do 4. Okt 2018, 08:29

Ich habe die Teile wieder hergerichtet und werde jetzt neu lackieren. Als Farbe habe ich mir Revell SM 378 besorgt, Ich muss sie allerdings noch etwas abdunkeln, weil sie nur dunkelgrau ist. Ich denke, mit zweimal spritzen und etwas polieren bekomme ich dann auch den richtigen Glanz.
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Rafael Berlin
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Mo 8. Okt 2018, 09:16

Hattest du den vorher irgendwie grundiert? Hätte dich das vor dem Unglück vielleicht retten können?
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paul-muc
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Mo 8. Okt 2018, 15:32

Soweit, so gut.

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Dies ist der erste Spritzvorgang. Die Oberfläche ist - oh, Wunder - fuselfrei bis auf eine Pustel oben auf der Tür. Aber da ich alles noch einmal verschleifen und dann ein zweites Mal spritzen will, macht das nichts. Die Trocknungszeit der Farbe hat mich überrascht. Ich hatte morgens gegen 10 Uhr gespritzt und konnte nachmittags gegen 14 Uhr schon das Klebeband abnehmen und leicht polieren. Sonst kenne ich (bei Glanzlack) Trocknungszeiten, die auch schon mal eine Woche dauern.
Dieses Mal habe ich nur an der Motorhaube innen einen kleinen Abplatzer, sonst nichts. Dafür zeigen sich jedoch Schleifspuren im Plastik von den vorangegangenen Schleifereien, die ich noch bereinigen muss.

Was die Grundierung angeht, so hat wohl jeder seine eigene Erfahrung gemacht und schwört darauf. Ich habe es einmal ausprobiert und musste das Modell dann trotzdem vor dem Lackieren verschleifen, weil der Grundierer keine glatte Oberfläche bildete. Und bei den Metallspritzgussteilen habe ich es vorsichtshalber gemacht, weil ich nicht weiß, wie die Farbe auf Metall haftet. Sonst komme ich ohne aus.
eydumpfbacke
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Mo 8. Okt 2018, 20:31

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Rafael Berlin
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Di 9. Okt 2018, 10:59

Das sieht auf jedenfall schon einmal sehr gleichmäßig aus, Super!

Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, hast du nur eine etwas abgedunkelte Schicht Revel (Enamel oder Aqua?) drauf. Wie poliert man das, ohne sofort wieder die ganze Farbe runterzuholen? Ich dachte bislang immer, man bringt am Ende eine Schicht glänzenden Klarlack drauf und poliert diesen dann, falls es noch nicht genug glänzt.

Aber wahrscheinlich habe ich etwas Grundsätzliches noch nicht verstanden. Welche Schichten kommen denn bei dir insgesamt drauf? Sorry für die blöden Fragen...
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