Soar Art 35002 M1 35,5cm Super Heavy Howitzer

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HansW
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Eine sehr schöne Bausatzvorstellungen des Soar Art 35002 M1 35,5cm Super Heavy Howitzer findet man hier . Ich möchte hier auch nur erzählen was ich mir für dieses Modell überlegt habe und wie es mal fertig aussehen soll. Es gibt ja den einen oder anderen Baubericht hierrüber, ich möchte das etwas anders darstellen. Das fertige Modell soll einen Mörser irgendwo in Russland darstellen kurz vor dem Feuern. Etwas Munition liegt am Mörser bereit. Der Rest der Munition wird gerade von einem Sd.Kfz 9 schwerer Zugkraftwagen 18t abgeladen. Falls das ganze dann zu groß wird kann ich mir auch vorstellen nur das Heck der 18 to darzustellen. Im Baubericht werde ich die Umbauarbeiten an den Modellteilen, einiger Zubehörteile und den Bau der 18 to beschreiben. Im nächsten Teil den Zusammenbau des Mörsers. Ich hoffe Ihr langweilt Euch nicht denn es wird ein Langzeitprojekt.
Zuletzt geändert von HansW am Sa 12. Jun 2021, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
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HansW
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An einem Beispiel möchte ich Euch zeigen auf was für kuriose Sachen man bei diesem Modell stößt. Es geht um das Teil Nr.16
MB 1.jpg
MB 1.jpg (37.14 KiB) 626 mal betrachtet
.
Es hat einen Einschnitt auf der linken Seite. um nicht mit einem Dreieck ( welches sich nicht im Bausatz befinden ) in Kontakt zu kommen.
Auf diesem Originalfoto sieht man das Teil links von der Leiter, ganz unten. Man sieht deutlich den Einschnitt und das Dreieck links davor. Es handelt sich um drei Dreiecke, eins in der Mitte und das vordere welches deutlich zu sehen ist und natürlich das ganz hintere welches nicht zu sehen ist. Ich finde es Super das dieser Einschnitt beim Modell vorhanden ist. Obwohl er ja nicht nötig wäre, weil die Dreiecke ja am Modell fehlen. Und jetzt schaut wie es eingebaut werden soll
MB 2.jpg
MB 2.jpg (85.96 KiB) 626 mal betrachtet
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Mit dem Einschnitt nach hinten :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: Und das ist nur ein Beispiel !!
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HansW
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Wir wollen uns mal einige Gedanken um das Rohr machen.
Micha schreibt in seinem Baubericht ( wie andere auch )
Als größtes Manko fällt auf den ersten Blick das zweiteilige Geschützrohr auf, dem es auf der Innenseite an jeglichen Details fehlt. Abhilfe schafft hier aber bspw. der Deutsche Hersteller Schatton Modellbau der ein sehr hochwertiges Geschützrohr aus Aluminium anbietet.
Er hat ein Foto mit dem Schattonrohr gezeigt. Schatton zeigt auch ein Foto seines Rohres im Vergleich mit dem Originalrohr aus dem Bausatz. Es fällt die geringere Länge auf. Ich habe mal bei meinem Modell das Rohr zusammengesteckt und gemessen. Das Original hat 10265 mm entspricht in 1:35 292mm. Bei dem Modell komme ich auf 322 mm, also 30 mm zuviel. Wenn ich mir Michas Foto noch einmal anschaue fallen mir zwei Sachen auf.
Soar Art zeigt das auf seiner Zeichnung auch.
z1x.jpg
1. Der Verschluss ist nicht wieder nach vorn gelaufen B.
2. Wenn nun der Verschluss wider nach vorn läuft vergrößert sich A um B der Abstand zwischen Wiege und dem Stützring. Das wirkt dann sehr lang bei dem Schattonrohr.
Wenn ich mir das Verhältnis zwischen A B C auf Originalfotos anschaue
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Bild 1
Bild 2
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habe ich das Gefühl das der Teil A bei Schatton zu groß ist.
z1xx.jpg
z1xx.jpg (37.7 KiB) 582 mal betrachtet
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Wenn ich nun das Foto von Schatton noch einmal betrachte fällt mir auf, das die Länge unterschiedlich ist. Die Durchmesser des Rohres scheinen aber gleich zu sein. Auf Originalfotos sieht das ganz anders aus. Vorn ein langer Teil, dann der Stützring ( etwas dicker ) es folgt ein Teil was in etwa dem vorderen Teil entspricht. Etwa da wo das Rohr aus der Wiege schaut ( und wo das vordere Seil eingehängt wird ) wird es wieder dicker ( wie der Stützring ) und am Ende wieder einige Ringe und Teilstücke ( zur Befestigung des Bodenstückes ?) noch dicker.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Sehr schön kann man die Unterschiede auf diesem Foto sehen. Und mit diesem Foto geht es weiter, demnächst :)
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HansW
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Bei einem Rohr was sich in einer Wiege bewegt sind die Flächen die sich berühren unlackiert und eingefettet. Z. B. bei der Dora über der Mündungbremse des Panzers ? bzw. oberhalb der beiden Soldaten. Bei den meisten Geschützen ist aber der Teil des Rohres welches in der Wiege zurückläuft im Durchmesser kleiner. Wenn es nun zu Verschmutzungen an diesen Stellen kommt, können diese die Wiege nicht beschädigen. Bei den Modellbildern des M1 ist aber der Teil zwischen Stützring und der Wiege unlackiert bzw. silbern. Also im Prinzip der dünnere Teil. Da passt etwas nicht bzw. macht keinen Sinn. Bei dem Originalfoto dagegen der Stützring und der hintere Teil silbern.

Wir erinnern uns nun an die Zeichnung von Soar Art
z1x.jpg
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Mit zurückgelaufenen Verschluss.
z1a +.jpg
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Von diesem Foto habe ich mal das Rohr ausgeschnitten und auf den gleichen Maßstab wie die Zeichnung gebracht. Das schaut nicht schön aus!
z1b +.jpg
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Wenn jetzt das Modellrohr 30 mm zu lang ist, könnte auch das Zeichnungsrohr zu lang sein.
z1a richtige Länge.jpg
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Aud dieses Rohr mit der richtigen Läng nun das Fotorohr.
z1a richtige Länge Plus.jpg
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Das sieht doch gut aus.
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HansW
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Nun zur Grundplatte.
z3.jpg
Die Platten sind jeweils aus einem Stück. Auf der vorderen größeren Platte sind einige Nippel zu sehen. ich vermute das es die Erdnägel darstellen soll. Die Originalmaße habe ich mal daneben geschrieben. Ob diese Originalmaße stimmen kann ich nicht sagen, es fehlen mir da Angaben. Wenn man aber die bekannten Fotos auswertet könnte es bei der vorderen Platte passen. Bei der hinteren Platte auf keinen Fall die Breite.
Wenn man nun bedenkt das es sich nicht um ein ortsfestes Geschütz handelt, sondern ein Geschütz welches transportiert werden sollte, wird es interessant.
z4.jpg
Mal zum vergleich ein LKW.
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z5.jpg
Selbst ein Tiger ( der ja zum Eisenbahntransport schmalere Ketten bekam.) ist noch um einiges schmaler als die Platte.
also kann das mit der einteiligen Platte auch nicht passen!!
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HansW
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Der Mörser M1 verfügt über ein doppeltes Rücklaufsystem. Das obere ist ein Rohrrücklauf das heißt daß das Rohr in der Wiege zurückläuft.
z6a.JPG
z6a.JPG (18.36 KiB) 441 mal betrachtet
.
Die Teile G33 und H 9+11 begrenzen den Rücklauf bzw. ziehen das Rohr wieder nach vorn.
Der untere Rücklauf wird durch das Rücklaufen der unteren Lafette erreicht.
z6.jpg
Ohne die Lafette sieht das so aus.
z6c.jpg
:oops: Bei der Schussabgabe "rollt" nun wie bei einem Eisenbahngeschütz die Lafette zurück. :oops: :oops: Nachdem die Lafette ausgerollt ist :oops: :oops: wird sie von einer????? Eisenbahn ??????wieder nach vorn geschoben????? :oops: ?????? Oder wer macht das??
z6b.jpg
Da bin ich jetzt etwas sprachlos.
Das war meine Vorstellung von dem Bausatz. Ich hoffe ich habe Euch nicht zu sehr gelangweilt. Im jetzt folgenden Baubericht versuche ich die Teile etwas umzubauen.
Zum Schluss noch ein Bild einer Kanone beim Schuss.
Bild 1.jpg
Bild 1.jpg (65.14 KiB) 441 mal betrachtet
Flohmarktfund
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Aktvetos
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Du stellst viele Fragen :D
So weit geh ich nie ins technische und vertraue auch viel drauf das die Hersteller ihre Arbeit machen und sauber recherchieren. Ist oft nicht so, soll mir auch recht sein. Bei mir liegt immer mehr der Bau und vor allem bemal Spaß im Vordergrund.
Für den technischen Teil würde ich dir aber: https://www.forum-der-wehrmacht.de/ empfehlen. Vielleicht finden sich ja sogar Baupläne die viele deiner Fragen klären.
Aber auf alle Fälle Top, das du dir so viele Gedanken machst.
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HansW
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Eigendlich stelle ich keine Fragen, ich versuche nur das Modell des Geschützes zu beschreiben.
Und mir kommt es sehr darauf an die Technik eines Modells zu verstehen. Danke für den Tipp mit dem Forum. Durch das Studieren der Bilder des Originals glaube ich zu wissen wie die Sache läuft. Im Baubericht werde ich versuchen dieses umzusetzen.
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Aktvetos
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Ich bitte darum, weiterhin so lebendig zu beschreiben :D
Großartig:
Bild
:D
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HansW
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Ich bitte darum, weiterhin so lebendig zu beschreiben :D
Ich versuche es, obwohl das richtige Maß zwischen interessant und langweilig zu treffen schwierig ist.
Baka
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Auch ich gehe eigentlich nicht soweit technisch ins Detail. Finde aber deine Art das rueber zu bringen sehr Interessant und lesenswert :thumbup: :D
Gruß Baka
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HansW
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Auch ich gehe eigentlich nicht soweit technisch ins Detail.
Mit dem unteren Rücklauf ist es aber als wenn man einen 20 to LKW auf Fahrradreifen stellen würde. Auf der anderen Seite ist es aber schön so einen Exoten überhaupt als Modell rauszubringen. Jeder kann dann sein Modell bauen wie er möchte.
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Simitian
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Moin Hans,
ein toller Baubericht :thumbup:
Wünsche dir weiterhin viel Spass und Erfolg beim Bauen.

MfG
Jan
Nächstes Projekt: Arado 234 B2 in 1:48 von Hasegawa
Aus Prinzip, finden die Bemalungen meiner Modelle nur mit Pinsel statt.

Jan's Modellbau- Portfolio
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HansW
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Danke Jan
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