Washing

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Molley
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Registriert: Mi 16. Okt 2019, 17:33

Hallo Leute, ich bin Anfänger und wollte jetzt zum ersten mal ein washing einsetzen, habe damit aber probleme. Ich habe mein Modell mit email farbe gepinselt und dann mit Revell acryl klarlack glänzend lackiert und 24 Stunden gewartet. Dann habe ich das washing aus ölfarbe und terpentin Ersatz aufgetragen aber beim abwischen hat sich der klarlack mit gelöst. Was mache ich falsch?
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Diwo58
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Farbe länger trocknen lassen... mindestens 3 Tage.....(so mache ich das). Vielleicht war auch zu viel Terpentin im Spiel. Ich würde dir als Farbe zu Humbrol raten..... die hält ´ne Menge aus. Ich habe in Verbindung mit Ölfarbe gute Erfahrungen gemacht.

Gruß, Dirk. :thumbup:
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paul-muc
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Vielleicht passt die Kombination Enamel/Acryl nicht. Oder die Emaillefarbe war vor dem Auftragen des Acryl-Klarlacks nicht durchgetrocknet, so dass der Klarlack nicht richtig haftet. Warum zwei verschiedene Lacke und nicht auch Enamel-Klarlack?
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satori
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Du arbeitest mit unterschiedlichen Farben und Lacke. Kunstharzfarben wie die Enamels haben andere Binde- und Löse- Mittel als Öl- oder Acryl- Farben. Das ist heikel und kann zu Problemen führen ungeachtet dessen, wie trocken die einzelnen Farbschichten sind. Es ist natürlich richtig das die Farben komplett trocken sind bevor Du mit dem Wash beginnst, aber dies alleine ist kein Garant dafür, dass sich die einzelnen Schichte auch vertragen. Nimm anstelle des Revell Acryl (Wasser?) Klarlacks, Future oder Wega Bodenglanz für Steinböden und verdünne die Ölfarben mal mit Humbrol Verdünner. Damit dürfte das Problem gelöst sein. Du wirst nicht drum herum kommen verschiedene Mittel in verschiedenen Kombinationen zu testen.... mir gingen am Anfang auch einige Washes gründlich in die Hose bis ich einen für mich gangbaren Weg gefunden habe.
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
diavolonero
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Dann zitiere ich mal meinen Beitrag vom August:

Verdünne die Ölfarbe einfach mit Feuerzeugbenzin. Das verdunstet schneller, als es den Lack anlösen kann.

Wäre nett, wenn Du uns ein Feedback gibst, ob und mit was es funktioniert hat.

Gruß
Alex
ModellfreakDD
Beiträge: 452
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Ich nehme auch Feuerzeugbenzin zum verdünnen der Ölfarben. Aber ich mache eigentlich nur Pin Washes.
Wenn ich einen kompletten Wash über ein Modell oder Schiffsdeck mache muss ich auch aufpassen, nicht zu lange und mit zu starkem Druck die überschüssige Farbe abzuwischen, da es sonst die drunter liegende Farbe mit ablöst.
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satori
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diavolonero hat geschrieben:
Mi 16. Okt 2019, 23:30
Verdünne die Ölfarbe einfach mit Feuerzeugbenzin. Das verdunstet schneller, als es den Lack anlösen kann.
Diesen Beitrag habe ich irgendwie übersehen. Werde das auch mal versuchen. Vielen Dank für den Tipp!!
Auch mit Steinen die Dir im Weg liegen kann man was schönes bauen!
OFW
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Registriert: Do 28. Jun 2012, 10:12

Moin
Ich versiegeln vor dem wash alles mit Erdal Bodenglanz. Öl Farbe aus dem Fachhandel und Malmittel zum verdünnen. Einen Flachpinsel und Terpentin zum abziehen. Das wash verdünne ich bis zu 10 oder 12 zu 1 und mache nur kleine Stellen pro Durchgang. So 15 -20 cm oder kleiner je nach Modell. Das wash fliesst von selbst in alle Ritzen und wird nur an flachen Stellen wieder abgenommen. Ist der Gesamteindruck ok dann mit Mattlack versiegeln.

OFW
Molley
Beiträge: 3
Registriert: Mi 16. Okt 2019, 17:33

Danke für die zahlreichen Tipps. Habe es nochmal jetzt ein Tag trocknen lassen und es mit feuerzeugbenzin versucht.Hat aufjedenfall besser funktioniert.
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Pursche
Beiträge: 32
Registriert: Mo 6. Jan 2020, 12:06
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Eigentlich sollte das Washing mit wasserverdünnten Acrylfarben ja auch funktionieren, oder?
--LG oTTo
:)
eydumpfbacke
Beiträge: 1157
Registriert: Fr 28. Okt 2016, 10:23
Wohnort: Lübeck

Ja, aber Acrylfarbe trocknet schneller, daher ist das etwas schwieriger.
Es grüßt der Reinhart
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Aktvetos
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Registriert: Mi 6. Nov 2019, 19:48
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Warum ich von Wasser/Acryl Wahsing auf Ölfarben/Feuerzeug Benzin umgestiegen bin ist einfach zu erklären.
1; ich habe keine "Wasserränder" mehr die durch die Oberflächenspannung des Wasser und der durch die zum Rand abfliessende Farbe entstehen.
2; Die überschüssige Ölfarbe lässt sich auch Stunden später noch entfernen. Bedeutet die Trocknungszeit ist relativ lang wo man noch Einfluss auf das Ergebnis nehmen kann.
3; Ölfarbe kann man auch super für andere Verwitterungseffekte nehmen.
4; Das Benzin verflüchtigt sich rasch, wie hier schon erwähnt wurde. Bisher hat noch kein Ölfarben Washing bei mir eine darunter liegende Acrylschicht in irgendeiner Form angegriffen oder zerstört. Gerade bei großen Flächen ist das wichtig. Wo ich gerne mehre kleine Farbtupfer mit Ölfarbe mache und dann einfach verwische um Verwitterung, Dreck, unterschiedliche Farbnuancen hinzubekommen, diesen Vorgang sogar oft mehrmals wiederholt. Natürlich alles mit richtigen und sorgfältigen Umgang, klar ist, wenn ich die Ölfarbe wieder mit Schmiergelpapier entferne, zerstöre ich auch die Lackschicht darunter ;)

Das einzige wo bei mir noch Wasser/Acryl Washings zum Einsatz kommen sind Figuren. Dort gibt es zumeist nicht viele große, ebene Flächen wo sich Wasserränder bilden können. Und es gibt auch mehr Kanten, Fugen, Spalten, Vertiefungen wo es gut rein laufen kann.
Aber für Fahrzeuge aller Art, nur noch Ölfarben/Benzin.
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Pursche
Beiträge: 32
Registriert: Mo 6. Jan 2020, 12:06
Wohnort: Nahe Tulln

Aha, ja das klingt plausibel. Ich werde das bei ersten Testobjekten beherzigen und üben dran. Mein Modell muss ich erst lackieren und zusammen bauen. :D
--LG oTTo
:)
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