Geli Nr 67 Boeing 737 im Kleid der Austrian Airlines

Antworten
Benutzeravatar
alf03
Beiträge: 194
Registriert: Do 26. Feb 2015, 10:44
Wohnort: Graz

Hallo Freunde,
Nein, die habe ich noch nicht gebaut, aber Alfred Seifert.
Bisher blieb es meinerseits beim bloßem Umgestalten des Modells

Alfred war zu Zeiten, als das Forum "Der Gelianer" noch am Netzt war ein "Stammtischmitglied" der Evil Panters und unser Mann für Brauchbare Maßstäbe". Die Evil Painters sind eine kleine Gruppe von Kartonveredlern, die sich der Umgestaltung von Gelimodellen verschrieben haben.
Mit wohlwollender Genehmigung von Geli.org wurde hier umgestaltet, und gebaut.
Alle Stammtischbrüder haben eine Komplettsammlung der Gelimodelle und so war auch vom Urheberrecht der Austausch untereinander kein Problem. Jeder hatte ein Originalmodell und somit auch die "Lizenz zur Privatkopie"

Der erste, der sich an den Bau meiner Version der Boeing 737 herangemacht hat, war eben Alfred. Für Alfred gilt als Vernünftiger Maßstab 1: "so groß wie nur möglich", also je kleiner Die Zahl unter der Bruchlinie, deso besser.
Alfred hat ein eher skepitsches Verhältnis zum Umgang mit dem PC und so hat er mich gebeten, seine 737 im Forum "der Gelianer" vorzustellen. Auch hier darf ich unsere Boeing vorstellen

Naja, ein richtiger Baubericht mit allem Pipapo kann das jetzt nicht werden, da ich beim Bau ja nicht dabei war und viele Einzelheiten während der Bauzeit im Verborgenen bleiben. Aber ich komme Alfreds Bitte natürlich gerne nach. Ausserdem ist der Vogel allein schon wegen seiner Größe sehenswert

Es wird halt eher einer Fotodokumentation nahe kommen.

Der Maßstab der 737 ist in Alfreds Standartmaßstab von 1:20 kaum realisierbar, denn das würde wegen der maximalen Blattgröße von Din A3 eine Zerstückelung diverser Bauteile erfordern.

Einige Rumpfteile sind ja am Originalbogen schon zerstückelt und die Hauptteile haben im Maßstab 1:27 auf DinA3 gerade noch Platz.
Bild

Die Papierwahl fiel auf 250g/m², wobei die Rumpfteile auf der Innenseite zusätzlich mit 2 Lagen 160g-Papier verstärkt wurden. das ergibt eine Gesamtstärke,
die in etwa der Kartondicke für die Spanten der originalen Gelimodelle oder Feinblech entspricht.

Die Holme für Tragflächen und Leitwerk hat Alfred mit Zweikomponentenharz ausgegossen, um ausreichende Stabilität zu
gewährleisten.

Man sieht bereits im Vorfeld, dass der Bau ein wesentlich höheres Maß an Arbeit erfordert, als die Umfärberei.

Die ersten drei Rumpfteile erstrecken sich schon über 40cm, man kann sich also schon vorstellen, wie groß das fertige Modell wird.
Bild

Ein Blick ins Rumpfinnere.....Hier hätte der Rumpf einiger Geli-Modelle in 1:33 locker Platz
Bild

Die Teile 1 - 38, also 5 Rumpfelemente böten für den Rumpf des Alphajet bereits Platz, obwohl der Alphajet im Verhältnis zur 737 zu groß ist. Auch der Alpha Jet ist ein Modell das nach oben skaliert ist.

Der Maßstab liegt beim Alphajet in etwa bei 1:20, die 737 bei 1:27
Bild

Weiterbau bis zum Heck....
Bild

...und bis zur Nase samt Leitwerk und Fahrwerk. Auch die Tragflächenansätze sind bereits Realität
Bild

Die Reihung der Arbeitsschritte laut Bauanleitung muss hier wohl in den Hintergrund gestellt werden. Alfred legt großen Wert auf Steckverbindungen, damit die Modelle auch für diverse Ausstellungen transportfähig sind.
Bild

Ich nehme mal an, dass der Weiterbau mit fertigem Fahrwerk leichter zu bewerkstelligen ist.

Auch die Halterungen für die Triebwerke mussten mit Karton verstärkt werden, um die nötige Tragfähigkeit zu erreichen. Immerhin sind sie groß genug, um flügellose kleinere Gelimodelle in Ihrem Inneren aufnehmen zu können.
Bild

Auf die Verglasung des Passagierraumes wurde verzichtet, da die Fenster groß genug sind um Einblick in eine leere Passagierkabine zu gewähren.
Es würde das Modell kaum aufpeppen, wenn man hier verglasen würde, außer, man würde sich auch um die Inneneinrichtung bemühen. Das wäre aber wohl schon zu aufwändig, wenn man den damit verbundenen Effekt in Betracht zieht. Dafür wären die Fenster wiederum zu klein.

Aber ein Einblick ins Cockpit rentiert sich
Bild

Und noch ein bisschen nähergerückt
Bild



Zusätzlich hat Alfred auch noch einige Details hinzugefügt, die Staurohre(?)
Bild

Wer Alfreds Sitzecke kennt, hat hier einen Überblick über die tatsächliche Größe der Boeing 737
Wem Alfreds Sitzecke unbekannt ist, dem helfen folgende Daten:

Länge: 138 cm
Spannweite: 118 cm
Höhe: 44 cm
Gewicht: 1,2 kg


Alfreds Boein 737 schnuppert GOMO-Luft
Bild

Hier noch mal ein Bild, das die Größe des Modells verdeutlicht
Bild

Liebe Grüße,
Heinz
Zuletzt geändert von alf03 am Mi 1. Apr 2015, 06:36, insgesamt 1-mal geändert.
Im echten Manne ist ein Kind versteckt. (Friedrich Wilhelm Nietzsche]
Ebiwan
Beiträge: 429
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 22:03

1:27?! Wahnsinn! Da könnte man ja Goldhamster als Piloten einsetzen :lol: Sieht absolut TOP aus :!:

Gruß
Eberhard
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
Wohnort: Neckarsulm

...Alfred legt großen Wert auf Steckverbindungen, damit die Modelle auch für diverse Ausstellungen transportfähig sind....
Da könnten sich die Plastikmodellbauhersteller eine Scheibe von abschneiden !
Gell, REVELL ?

Eine Abweichung vom 1:33 Standardmaßstab der Kartonmodellbauer, aus Gründen die ich nicht kenne und deshalb auch nicht werte, jedenfalls sind Kartonmodelle häufig merklich größer als die Plastikmodelle.
So z.B. die ( polnischen ) 1:33 Modelle der Boeing B 52 oder Messerschmitt 323 mit tws. rund 2,5 m Spannweite !
Oder auch der Hercules.
Wegen ihres geringeren Gewichtes sind sie nicht so transportgefährdet wie die Plastikmodelle.

Mich wundert daß bisher so wenig ( gar keine ? ) Kartonmodelle als ferngesteuerte Flugmodelle gebaut werden.
Benutzeravatar
alf03
Beiträge: 194
Registriert: Do 26. Feb 2015, 10:44
Wohnort: Graz

Guten Morgen beinand`!
panzerchen hat geschrieben:
Mich wundert daß bisher so wenig ( gar keine ? ) Kartonmodelle als ferngesteuerte Flugmodelle gebaut werden.
Ich habe vom RC flug aber schon sowas von keine Ahnung, aber da werden wohl die Gesetze der Physik eine verhindernde Rolle spielen. Wenn überhaupt, kämen meinem Gefühl nach nur Gleitflüge in Betracht oder vielleicht noch Flugzeuge mit seeeeehr seeeeehr sanftem Antrieb. Der Druck auf die Tragflächen würde wohl schon bei gar nicht so engen Kurven zum Bruch führen. Die Befestigung der Servos wäre auch eine Hürde, die nicht so einfach zu nehmen ist.

@ Eine Abweichung vom 1:33 Standardmaßstab der Kartonmodellbauer, aus Gründen die ich nicht kenne......
:D also bei Alfred kenne ich den Grund, zumindest nennt er selbst diesen Grund als Motiv für seinen bevorzugten Maßstab.
Der genaue Betrachter findet den Grund sogar auf dem Bild, wo Fredi mit seiner Boeing zu sehen ist. Es ist schlicht und einfach die Handschuhgröße. Nicht alles ist beim Kartonmodellbau mit Pinzetten machbar. Hat man dann noch einem Beruf, der laufend kräftige Hände erfordert, muss man sich halt mit dem Maßstab an die Gegebenheiten anpassen ;)

Liebe Grüße,
Heinz
Im echten Manne ist ein Kind versteckt. (Friedrich Wilhelm Nietzsche]
IchBaueAuchModelle
Moderator (Revell)
Beiträge: 3607
Registriert: Mi 9. Apr 2014, 10:41
Wohnort: bei BN
Kontaktdaten:

Das ist mal ein Maßstab!
__________________
Es grüßt
Christian Bild
Mein Portfolio
panzerchen
Beiträge: 2402
Registriert: Mi 27. Jun 2012, 20:22
Wohnort: Neckarsulm

Zur potentiellen Fernsteuerung von Kartonflugzeugmodellen möchte ich doch noch etwas näher eingehen.
Auch wenn es den thread ein bißchen aufbläht.
Die zeitgenössische Fernsteuertechnik ist dermaßen weit gediehen daß die Physik, soweit ich es als außenstehender Beobachter beurteilen kann, zumindest bei den Antrieben, Empfängern und Servos kein Hindernis mehr darstellt.
Die Bauteile sind inzwischen so leicht und leistungsstark daß es nur verwundern kann !!!
Bei youtube gibt es massenhaft Videos von primitivsten Fernlenkflugzeugen, da werden die Servos z.T. nur mit Heißkleber angeklebt, Akkus mit Klettband montiert usw.
Das läßt sich Alles problemarm an Kartonmodelle adaptieren, die sind im Grunde ja auch "nur" Leichtbau.

Als einziges physikalisches Hemmnis sehe ich inzwischen die Ruderflächen, maßstabsgerecht sind sie naturgemäß immer zu klein, also zu wirkungsschwach.
Sir Reynold läßt grüßen !
Aber zumindest bei den Höhenrudern könnte man mit Pendelrudern Abhilfe schaffen.

Sowie ich es sehe ließen sich Kartonflugzeugmodelle ( solche mit großen Tragflächen ) durchaus ohne riesige Probleme als Fernlenkmodelle betreiben.
Könnte mich reizen..... aber man kann nicht Alles machen
Benutzeravatar
alf03
Beiträge: 194
Registriert: Do 26. Feb 2015, 10:44
Wohnort: Graz

Servus zusammen!
@ Könnte mich reizen..... aber man kann nicht Alles machen..

Reizen könnte mich das auch und auch eine Grundausstattung für RC wäre finanziell wahrscheinlich noch drinnen.
Was aber keinesfalls mehr leistbar ist, die Scheidungskosten. :D
Meine herzallerliebste und beste aller Ehefrauen ist an sich ja sehr tolerant, aber ginge ich das auch noch an, bekäme ich wohl die rote Karte :lol:

Liebe Grüße,
Heinz
Im echten Manne ist ein Kind versteckt. (Friedrich Wilhelm Nietzsche]
Antworten

Zurück zu „Karton-Modellbau“