Geli nr. 48 Saab J35 Draken [Okt. 2013]

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alf03
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Registriert: Do 26. Feb 2015, 10:44
Wohnort: Graz

Mi 11. Mär 2015, 09:57

Hallo Freunde,
Hallo Freunde!
Ein Besuch beim Geli-Dealer meines Vertrauens brachte mir wieder Auftragsarbeiten ein. Herr Schüssler der Geschäftsinhaber sagte mir, dass die Gelimodelle nun laufend über den Ladentisch wandern, seit ich dort die ersten Modelle ausgestellt habe. Das sind erfreuliche Nachrichten, denn es scheint, dass die Schaufensteraktion nun Früchte trägt.
Diesmal fiel die Wahl auf den Draken und die Sukhoi "Fishpot" (Baubericht folgt).

Der Zweite Vogel der "Auftragsbauten"

der bei bei den österreichischen Luftstreitkräften sehr verhassten und am Ende mit viel Wehmut verabschiedete Draken.

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Den gestiegenen Beliebtheitsgrad erkennt man unschwer, trifft man doch das altgediente Flugzeug an allen möglichen Stellen an......

.....Zum Beispiel in Voitsberg vor einem Einkaufszentrum
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Nun, das Outfit des Geli-Draken sieht "ein bisschen" anders aus, da Herr Wittrich den Bogen bei Indienststellung in Österreich einfach beim schwedischen Outfit beließ und nur die Kokarden änderte. Auch die Bewaffnung blieb unverändert.
Ja, man merkt schon, auch ich weine dem Draken ein bisschen nach, was mit der Jugendzeit zu tun hat. Schon damals war der Draken eines meiner meiner Lieblingsmodelle.

mit den Teilen 1-5 wird begonnen
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Ich runde die Teile immer vor, indem ich sie auf ein Stück Schaumstoff (meiner ist aus einem moosgummiähnlichen Material) lege und eine Stahlwelle unter Druck drüberrolle. So vermeide ich Schlieren, wie sie beim Durchziehen unter der Welle entstehen.

Hinlegen....Welle anpressen, Drüberrollen....der Druck entscheidet über die Krümmung
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In gleicher Weise werden Teile 6 - 8 angefertigt. Das erste Rumpfteil ist fast immer oder gar immer(?) mit 2 spanten versehen. Das angeklebte "Ohrwascherl" dient zum besseren Hantieren beim Einpassen des Spanten, da der Spant kaum greifbar ist, wenn er mal im Zylinder steckt.

Das Ohrwascherl kann dranbleiben oder nach Gebrauch wieder amputiert werden
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Bei Teil 9 ist eine erste Korrektur notwendig, der Zylinderist eine Spur zu groß geraten. Da seitlich später die Tragflächen angebaut werden, ist hier eine Korrektur in Form eines Schnittes kein Problem. Das ist später unsichtbar.

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jetzt passt der Durchmesser

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gepolsterte Wäscheklammern sind gute Trockenpressen.....

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Sooooo, der Rumpf ist mal fertig. um Schäden an der empfindlichen Spitze zu vermeiden, wird diese am Schluss angeklebt.

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Ich mache jetzt mal mal mit den Kleinteilen weiter, die längere Trockenzeit benötigen. Bei den Rädern verwende ich Drahtringe anstatt der dünnen Kartonstreifen, die werden nicht so eckig bei mir. Normaler Stahldraht (in diesem Fall mussten wieder einige Christbaumhäckchen dran glauben)
und Stifte verschiedener Durchmesser als Biegevorrichtung machen das zur runden Sache.


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Nooo, das Ergebnis sieht nicht gerade berauschend aus......

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Aber mit viel Farbe wird´s erträglich
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Wenn die Zeit nicht gerade ausreicht, um größere Schritte zu tun, konzentriere ich mich immer auf die kleinen Details...man freut sich am Ende, wenn die schon vorgefertigt sind.......

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Die Cockpithaube klebe ich immer erst zusammen, spanne sie mit Nadeln auf ein Stück Isoliermatte...........
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.....und erhitze das Teil mit einem normalen Haarfön. Das nimmt die Spannung der Klarsichtfolie und das spätere Aufleimen wird etwas leichter dadurch.
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So ist die Haube schon ziemlich exakt in Form.
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Nun, es geht weiter mit dem Drakenbau:

Flügelansätze vorbereiten......
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........und anleimen
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Der Blick von vorne scheint schon recht giftig
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Für das Seitenleitwerk habe ich zusätzlich einen Holm drangebaut, denn durch das vorherige Lackieren haftet der UHU nicht so gut wie am unbehandelten Papier, ein kleiner Nachteil mit großen Auswirkungen auf der Vorteilseite.

Einfach einen Winkel gebogen und am Rückgrat ordentlich verklebt
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Ich habe den Draken schon mal gebaut. Das war zwar ein Aeroplane-Modell, aber es ist von der Konstruktion so gut wie gleich dem Geli-Draken (Der Hauptunterschied liegt im Dekorund der Aeroplane-Draken ist wesentlich realistischer im Dekor). Obwohl in der Bauanleitung nichts davon steht, war der Draken auf der Kippe zur Schwanzlastigkeit. Also habe ich in der Spitze eine dicke Mutter als Ausgleichsgewicht eingebaut.

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Die Montage der Spitze samt Staurohr spare ich mir für das Finale, zu oft fiel mir ein Modell beim montieren der Fitzelteile runter...
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Jetzt fehlen nur mehr die Kleinteile

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Der erste Probeflug an der Zimmerdecke.........
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....Ein Bild für die Gallerie geschossen......
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...und noch eins
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ICH HABE FERTIG!
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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

Liebe Grüße,
Heinz
Im echten Manne ist ein Kind versteckt. (Friedrich Wilhelm Nietzsche]
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